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Brief an ein Kind – Kinder sind die Hoffnung für unsere ganze Welt des Lebens

Samstag, 26. August 1989

Das Wohlergehen für die Kinder dieser Welt ist eines meiner großen Anliegen. Heute schreibe ich (unbekannt) an meinen kleinen Freund Manoli, der erst knapp ein Jahr alt ist, einen Brief, an ihn stellvertretend für alle Kinder:

Lieber großer Freund,

wir sind uns in deinem Heimatdorf einige Male begegnet, als du ganz klein warst. Jetzt, wo du meinen Brief lesen kannst, wirst du dich sicher nicht mehr an mich erinnern können, den großen fremden Mann mit dem langen Bart. Ich werde zukünftig oft an dich denken, denn du hast mich reich beschenkt mit deinen großen strahlenden Augen und deinem fröhlichen Lachen. Du wusstest damals nicht, was Liebe ist, gabst sie mir, indem du dich einfach ganz offen zu mir gewendet hast, so als wären wir alte Freunde; und glaube mir: Wir sind alte Freunde. Zur Erinnerung an unsere Begegnung schreibe ich dir ein paar Worte auf, Wünsche für deinen Lebensweg, die ich für wichtig halte.

In deinen jungen Jahren, wo du dich kaum gegen Unterdrückung wehren kannst, mögen dich deine Freunde beschützen, dass dir nur wenig von deiner Freiheit genommen wird, dir deine Unbekümmertheit lassen, deine Träume achten und dich in deiner Unvoreingenommenheit bestärken.

Du wirst zu einem jungen Mann heranwachsen, stärker werden, lernen, dich durchzusetzen und deine Position im Leben zu verteidigen. Doch was musst du wirklich schützen, und vor wem? In dieser Phase deiner unwissenden Kraft wünsche ich dir einen weisen Freund, einen einzigen brauchst du nur, auf dessen Rat du vertrauen kannst. Er wird deine Aufmerksamkeit auf die richtigen Dinge lenken, die wirklich wichtig sind, damit deine eigene Weisheit wachsen kann. Du wirst lernen, die Welt der Pflanzen, Tiere und Menschen zu lieben und Gutes für sie zu tun. Das möge dir gelingen, das wünsche ich von ganzem Herzen, denn nur so wirst du mit dir selber in Frieden leben können.

Wenn du schließlich als aktiver und fähiger Mann am Leben deiner Welt teilnimmst, wirst du manches Mal unzufrieden sein, ungeduldig und zornig werden, weil die dich umgebenden Menschen deine guten Absichten nicht verstehen können, dir nicht nur nicht helfen, sondern dir auch Steine in den Weg legen. Oft wirst du zweifelnd den Glauben an das Gute, für das du einstehst, verlieren, so schlecht wird dir die Welt begegnen. Aber sei gewiss: Niederlagen und Enttäuschungen sind nur Prüfungen auf deinem Weg, die es für dich zu bestehen gilt, Erfahrungen, die du sammeln musst. Warum das so wichtig für dich ist? Ich sage es dir.

Deine Seele ist hier auf die Erde gekommen, hat sich einen Körper gesucht, dessen Heimat hier in Griechenland in Pirgos ist. Natürlich hat es einen Grund, dass deine Seele hier herunter auf unsere Welt gekommen ist. Sie will, ja sie muss hier unten „etwas“ Bestimmtes für sich selber in Ordnung bringen. Dieses „etwas“ kann sie nur in unserer Welt aufspüren, denn das, was mit ihr in dieser Welt passiert, wirkt wie ein Spiegel. Du hast die Aufgabe in diesem Leben, das ist der Sinn deines Lebens, diese Fehler in deiner Seele zu finden. Du wirst sie leicht entdecken, wenn du genau die Ergebnisse deines Tuns beobachtest. Nur das In-Ordnung-bringen dieser Fehler wird schwer, denn du musst gegen die Natur deines Körpers ankämpfen. Für diesen Weg kann ich dir einiges als ganz sicher mit auf den Weg geben.

Am wichtigsten ist, dass dein Kampf ohne Gewalt verläuft, dass du deiner Umgebung mit Freundschaft und Liebe begegnest, versuchst, mit den Menschen zu sprechen, um sie besser zu verstehen. Wichtig ist auch, dass du den Menschen Freiheit gewährst, großzügig bist und sie so Sein lässt, wie sie sind. Das Schlechte auf der Welt wird nicht weniger durch Schlechtes Tun, im Gegenteil, das Schlechte wird mehr.

Am Wichtigsten aber ist, dass du zuversichtlich durch die tiefen Täler deines Lebensweges gehen kannst, weil der Schöpfer des Lebens, die Menschen sagen Gott zu ihm, dich niemals verlassen wird, egal, ob du in einer Kirche bist, ob du betest oder nicht. Dieser Gott ist unser aller Vater und liebt alle seine Kinder gleichermaßen und sorgt sich um sie. Dieser unser Gott, den wir niemals sehen werden, den wir nur in unserem Herzen spüren können, hat dafür gesorgt, und es ist wichtig, dass du das genau verstehst: Er HAT bereits dafür gesorgt, dass du, lieber Manoli, in Freiheit und Frieden wirst leben können.

Irgendwann muss ich dich wieder verlassen, mein großer Freund, weil viele Kinder auf der Welt auf einen Freund warten, der mit einer Botschaft des Friedens zu ihnen kommt. Vielleicht wirst auch du später einmal zu den Menschen gehören, die hinaus in die Welt ziehen, um mit ihrer Liebe Kinder zu unterstützen. Fragst du, warum das so wichtig ist für die Menschen? Ich sage es dir zum Abschluss:

Kinder sind die Hoffnung für unsere ganze Welt des Lebens. Hoffnung, weil sie den Frieden besitzen, und Hoffnung deswegen, weil sie den Krieg vielleicht niemals von ihren Vätern lernen werden.

Kategorien:Bildung, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Januar 18, 2018 um 8:24 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Am.Selli
    Januar 19, 2018 um 11:22 am

    Herz-DAnke !!!
    Wunder-voll !!!
    =>
    Werdet wie die Kinder !
    (JvN)

    Was ist/wird -?- mit den… 😉 … Mädchen… ???

  3. Gerd Zimmermann
    Januar 19, 2018 um 11:52 am

    „Werdet wie die Kinder !
    (JvN)

    Was ist/wird -?- mit den… 😉 … Mädchen… ???“

    Am.Selli

    wäre ich nicht in Tula verknallt, ich würde dich nehmen

    Zufall

    hat mich sehr beeindruckt

    Der ist eh nah an der Zeit

    Ich kann leider ein Universum verlassen
    ohne Drogen
    ich kann ALLES sehen
    Nicht immer schön
    die Einsamkeit

    Ich weiss aber darum

  4. Gerd Zimmermann
    Januar 19, 2018 um 1:32 pm

    „Werdet wie die Kinder !
    (JvN)

    Am.Selli

    ich kenne die Sprache der Kinder

    Ich bin ein Kind

    geblieben

    ist eher selten

    Viele von uns sind erwachsen geworden

    Dr und so, sogar Nobelpreisträger

    Wofür?

    Wofür ein Nobelpreisträger
    für Theorien?

    Ich beisse Martin nicht in die Wade

    das macht keinen Sinn

    Bewusstsein hat keine Zähne

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