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Wie viele Menschen braucht es, um eine neue Idee, einen Wandel herbeizuführen?

Ich hatte folgende Spintisiererei gerade in Facebook abgesetzt:

Wenn Alles Energie ist (seit 2000 wissen wir, dass auch Raum Energie ist), muss dann nicht Alles über Energiewellen miteinander verbunden sein?
Materie ist nur scheinbar für uns fest, weil die Elektronen um die Atome so schnell routieren.
Wenn aber alles miteinander verbunden ist, müssen dann nicht unsere Gedanken miteinander verbunden sein?
Warum wird uns das nicht bewusst? Weil nur der kleinste Teil unserer Gehirnaktivitäten bis ins Bewusstsein gerät und wir den Rest nicht wahrnehmen können? Weil wir es durch unsere „Zivilisation“ nicht mehr geübt sind?
Wenn aber unsere Gedanken und Gefühle sich so gegenseitig wahrnehmen und beeinflussen können, ab wie vielen Menschen, die sich Anderes als das Bisherige vorstellen und wünschen, tritt der Wandel ein, sprich erfassen diese Wünsche alle Menschen (siehe Wende in der DDR)?
Also: wie groß muss die Occupy Bewegung, die eine menschenwürdigere Welt, eine Abkehr von der zerstörerischen Profitmaximierung wünscht, werden, so dass der Wandel sich ganz voll allein und friedlich einstellt?

Und diese Interessante Antwort erhalten:

Ich hatte mal einen Beitrag gelesen, wonach 90% einer menschlichen Gesellschaft IMMER Mitläufer sind, wogegen die restlichen 10% die Richtung angeben – 5% Lebensfreundlich und 5% Lebensfeindlich. Diejenige Gruppe, die hier dominiert, zieht die restlichen 90% mit.

Demnach liegt die kritische Masse bei 6% aller Menschen Minimum – ausgehend von 7 Milliarden

Menschen global also 420.000.000 (420 Millionen), die sich der Zusammenhänge im Universum – also der Ganzheit allen Seins (Alles ist Eins) wirklich und funda-mental bewusst sind.

Wenn wir weiter differenzieren, dass die momentanen gesellschaftlichen Umwälzungen eher die sog. Industriestaaten betreffen, während die Ureinwohner Papua-Neuguineas z.B. daran keinen signifikanten Anteil haben, kommen wir auf diese Zahlen:

Gesamtheit der Bevölkerung in Ländern mit sehr hohem Bruttonationaleinkommen (größer 10.000 Dollar/Einwohner) = 15,9% von 7Mrd. = 1.113.000.000 (1,1 Mrd.) Menschen. Davon 6% = 66.780.000, also knapp 66 Millionen Menschen.

Diese Zahl verteilt sich auf die o.g. sog. Industriestaaten. Nach heutiger Lesart zählen alle Mitgliedsstaaten der OECD dazu, das sind momentan 34. Die Einwohnerzahl variiert dabei von 300 Mill. (USA) über 4,5 MIll. (Irland) bis zu 320.000 (Island).

Bei der oben hergeleiteten Rechnung ergibt das im Durchschnitt für jedes Land die Zahl von 1.964.118 „Erwachten“, in den USA müssten es fast 20 Millionen sein, in Irland reichen damit bereits 270.000 und für Island ergibt sich die Zahl von 19.080 Menschen.

Island hat sich per Volksentscheid von den Bankstern befreit (siehe Beitrag in „Hinter der Fassade“), das heisst, dass dort diese kritische Masse bereits erreicht wurde und die gesamte Bevölkerung den Wandel nun mitträgt.

In der ehem. DDR mit seinen 17 Mill. Einwohnern kommen wir immerhin auf eine Zahl von 1.020.000 Menschen, die an einer Änderung der Verhältnisse ein sehr starkes Interesse hatten, und interessanterweise wurden diese Zahlen auf den Demos erreicht – kurze Zeit später stürzte das Honnecker-Regime und eine neue Zeit begann (mit neuen Irrwegen…).

Und was ist nun mit Deutschland? Deutschland hat momentan eine stat. Bevölkerungszahl von ca. 82 Mill., was eine kritische Masse von knapp 5 Millionen Menschen benötigt, um hier einen Wandel herbeizuführen.

So, nun ist es raus. Also, wir brauchen 5 Millionen Menschen, die nicht mehr so leben wollen wie bisher und das mit ganzem Herzen. Vorausgesetzt du – also der du das jetzt gerade liest – gehörst zu dieser K.M.™ – HAHA… kleiner Spaß – dann besteht letztlich nur noch die Frage, wie bekommt man 5 Mill. Leute auf die Strasse… Ich gebe jetzt die Antwort nicht vor, das kann und mag jede/r mal selbst überlegen.
Einschub vom 24.11.2013: ich haber gerade noch einen Text auf in dem Artikel Kritische Masse: 10 Prozent für ein neues Paradigma? sein.de gefunden, in dem Folgendes zu lesen ist:

„Bleibt die Anzahl der an eine Idee glaubenden Personen innerhalb einer Gruppe bzw. Population unterhalb von 10 Prozent, so zeigt sich kaum ein Fortschritt in der weiteren Verbreitung dieser Ideen“, erläutert Studienleiter Boleslaw SzymanskiSzymanski. „Überschreitet diese Anzahl jedoch zehn Prozent, so verbreitet sich die Idee von nun an wie ein Lauffeuer.“

Hier haben sich 1 Millionen Kinder in Thailand zusammengefunden, um zum Wandel hin zu einer besseren Welt einzuladen:

Das macht jedenfalls Mut, dass wir den Dreh doch noch bekommen, bevor wir unsere Erde niedergemacht haben!

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  1. Dezember 5, 2011 um 1:39 pm

    Professor Dück spricht von „Möchte“.
    Ich spreche von IST – DAS ist der Mensch. Jedenfalls ist das sein Potenzial, und er wurde auf einen Weg geschickt , der ihn zu diesem Ziel führt.
    Es hat in der Geschichte immer wieder Menschen mit diesen Fähigkeiten gegeben. Einige Menschen glauben nicht an Jesus, aber ich denke, das braucht man auch nicht. Mit seiner „Geschichte“ ist die Idee auf der Welt, ebenso verhält es sich mit „Gott“: Ob es ihn real gibt oder nicht, ein Gottesbild beeinflusst JEDEN Menschen auf dieser Welt, ganz gleich, ob er es bejubelt, verflucht oder nicht zur Kenntnis nimmt.
    Propheten nenne ich auch die Menschen, die bereits leben können, was für die Gesellschaft noch nicht möglich ist. Sie sind sich „ihrer“ Sache sehr sicher, so, als würden sie aus der Zukunft zu uns gekommen sein – wie sagt man: Sie sind ihrer Zeit voraus, und sie selber fühlen sich, als wären sie auf einem falschen Planeten gelandet.

    Menschen spekulieren, sie suchen, stellen Theorien auf, verwerfen sie, wenn neue Ideen „auftauchen“ und andere Theorien, die vom Leben und der Welt ein plausibleres Bild zeichnen.

    Wir stehen immer vor der Entscheidung, der einen Seite, die den Menschen als von Grund auf böse darstellen, und der anderen Seite, die ihn verherrlichen als Krone der Schöpfung.
    Man glaubte mal, die Götter hätten die Welt zu ihrer Unterhaltung erschaffen. Heute glauben einige Menschen, sie könnten die Welt beherrschen. Nun könnte man fragen, WIE der Wahnsinn auf die Welt kam; man könnte auch fragen, WARUM es dieses Phänomen gibt.

    Einige Menschen glauben, die Welt sei eine Prüfung, die mittels einer stets gegenwärtigen Versuchung stattfindet.
    Aber wie sonst als mit der Darstellung extremer Polaritäten kann sich ein Bewusstsein erschaffen, das WEISS, was es tut.
    Ein Bewusstsein, das sich erschafft.

    Geht es im Leben UND dem Leben) nicht im Kern um ein „Ergründen“?
    Menschen gehen „der Sache“ auf den Grund. Einerseits sehen sie sich einer Zukunft gegenüber, die mit ihren fließenden Bildern auf sie zu kommt, andererseits tauchen sie immer tiefer in die Mysterien der Vergangenheit ein. Zwischen Himmel und Hölle.
    (Es gibt ein sehr informatives Buch von Friedrich Heer, „Abschied von Höllen und Himmeln“.)
    DAS ist die Realität, ein Zyklus, der nicht wie ein gerader Weg mit logischen aufeinander folgenden Schritten Zustände stets verbessert – sondern immer wieder tiefer in die Unsäglichkeiten der Vergangenheit greift. Und nur die Visionen von einer kommenden Zeit, machen die Gang durch die Hölle erträglich – und möglich.

    Es ist leicht, seine Freunde zu lieben, ungleich schwerer, seine Feinde als nicht weniger wertvolle Helfer zu erkennen. Aber nur mit diesem Bewusstsein stellt sich innerer Frieden ein, der Voraussetzung ist, um Licht aus der Dunbkelheit zu schöpfen.

    Wolfgang

  2. Dezember 5, 2011 um 1:43 pm

    Ich las gerade in einigen meiner kretischen Texte, die vor zwanzig Jahren entstanden. Damals hätte ich auf die Frage, wie viele Menschen es für einen Wandel braucht, geantwortet.
    ALLE.

    • Dezember 5, 2011 um 1:53 pm

      Die Frage ist, ob es am Ende ALLE braucht, um eine friedliche Welt zu leben und zu erhalten. Was, wenn es böse Menschen genetisch bedingt gibt und sie als U-Botte irgendwann wieder mehr als 5% sind, die dann doch wieder das Ruder rumrießen?

      • Dezember 5, 2011 um 4:30 pm

        Ja, Martin, es geht um ALLE (Wesen).
        Sollte es weiterhin ein körperliches* Leben geben, bzw. das gewünscht werden können, gibt es sicher Informationen, die Du das Böse nennst, aber sie werden nicht mehr greifbar sein, bedeutet, dass in einem Menschen, in dem diese Informationen vorhanden sind (und das werden alle sein), er sie weder selber noch andere aktivieren können.
        Das ist ja gerade das Wesen von Bewusstsein, zu „wissen“, dass eine grüne Lampe nicht freie Fahrt bedeutet.
        * es gibt sicher andere Lebensformen.

        Informationen, die das Böse bewirken KÖNNEN, wird es zukünfig nicht mehr geben. U-Boote, etas, das überraschend aus der Tiefe auftaucht. Das gerade bewirkt doch Leben, in die tiefe zu gehen und die dort schlummernden (Unbewusstsein) lebensfeindlichen Informationen (U-Boote) zu transzendieren und sie aufzulösen.

        Unsere „Gleichungen“, in denen wir denken, bringen immer (nur) die Ergebnisse hervor, die durch bekannte Faktoren entstehen.
        Aber in der Rechnung wirkt eine Unbekannte Größe. Denke in anderen Bildern, und Du findest andere Ergebnisse. Ändere Deine VORstellung, und Du wirst andere RÜCKschlüsse ziehen. Wir leben in einer Welt, die Entwicklungen in die Zukunft UND die Vergangenheit möglich macht.

        Ich biete Dir an, ein paar kretische Texte zu lesen. Schreib mir mal über die Homepage.

        Wolfgang

        PS.
        Vergaß ich: DAS ALLE ist eben wegen der U-Boot-Gefahr so wichtig. Und auch eine Frage der Gerechtigkeit, weil ALLE das Spiel spilen mussten.

  3. Dezember 5, 2011 um 7:05 pm

    Peter Joseph, einer der Gründer der Zeitgeist Bewegung, spricht über die aktuellen Krisen und die Lösung durch eine Ressourcen-basierte Wirtschaft:

  4. Dezember 5, 2011 um 9:18 pm

    Wir Menschen reden manchmal über Mitgefühl, Empathie ist „IN“.
    Wenn Kinder um Hilfe schreien, das verstehen wir – wenn fünf Millionen Kinder verhungern und über Eintausend Mal eine Millione Menschen hungern, dass KÖNNEN wir schon nicht mehr oder nur schwer mitfühlend verstehen.

    Wo hört die Barmherzigkeit auf?
    Sie hört auf, wo wir nicht bereit sind zu lernen, wo das, was wir sehen und hören reines Wissen, auf der Informatiosnebene hängen bleibt und sich nicht mit einem Gefühl verbindet.

    Kann man Menschen, die unsere Welt und die Zukunft der Kinder rücksichtslos zerstören, überhaupt verstehen? Menschen fühlen, die selber nicht fühlen können?

    Was würde geschehen, wenn wir das könnten, wenn die Außenseiter plötzlich zu uns gehören würden und nicht mehr nur unter Ihresgleichen finstere Pläne schmieden?

    Aversionen führen Menschen zu Rassismus und verursachen Hass und Kriege. Dürfen wir auf der Seite des Guten einfach stehen bleiben, die uns vom Ganzen trennende Grenze ignorieren?

    Advent, Advent.

    Wolfgang

  5. Dezember 9, 2011 um 11:28 am

    Roland Düringer bringt in seinem „Wir sind wütend“ der Occupy Bewegung die Gründe für die Proteste gut auf den Punkt:

  6. Dezember 9, 2011 um 11:41 am

    Das System – Wie besiegt man ein Monster?

    ‎“Es führt dazu, dass der Überfluss unseres Planeten so ungerecht verteilt ist, dass tausende Menschen verhungern. Es verteilt den Reichtum von den Vielen in die Hände weniger. Es zerstört den Planeten, auf dem wir leben. Es kreiert eine unmenschliche Konkurrenz-Welt und führt die Menschheit in eine tiefe spirituelle Krise. Es lässt uns vergessen, wer wir wirklich sind, was wir im innersten wünschen, wozu wir leben. Es verschleißt Menschen wie Güter, es nimmt unser Mitgefühl und unseren Frieden.

    Tatsächlich wissen die meisten, die daran mitwirken nicht einmal, dass sie Teil davon sind. Egal, ob es der unbedarfte und unkritische Konsument ist, oder so mancher Politiker: Beide teilen unter Umständen eine erschreckende Ahnungslosigkeit. Sie sind ebenso Säulen des Systems, wie sie auch Opfer desselben sind.“

    Buckminister Fuller:

    „Du veränderst Dinge nicht, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, musst Du ein neues Modell erschaffen, welches das bestehende Modell überflüssig macht.“

  7. Dezember 9, 2011 um 1:04 pm

    Menschen sind in das „System Welt“ gezwungen. Die Natur mit ihrem „Fressen und Gefressenwerden“ entspricht wohl kaum der Goldenen Regel eines Humanisten – aber: „Siehe, es war gut“. Wie können Menschen den „Herrn“ loben und die Welt verfluchen?

    Ich meine, das System (als Realität) schafft uns über die sichtbare Realität hinaus die Möglichkeit, ein Gefühl für das Geschehen zu entwickeln. Gilt es nicht, aus dem Elend Lehren zu ziehen? Lernen wird man allerdings wenig, wenn man den – was heute bereits Standard ist – den Lehrer bekämpft.

    Wolfgang

    • Dezember 9, 2011 um 2:03 pm

      Ja, den Lehrer zu bekämpfen erzeugt nur Widerstand. Mit ihm im Dialog sich weiter entwickeln … aber können dies junge Menschen, deren Eltern das verlernt (?) haben?

  8. Dezember 9, 2011 um 1:22 pm

    Stellt sich nicht die, zugebenermaßen unbequeme Frage,
    ob die jenigen, die das System „nutzen“,
    und es gleichzeitig verteufeln,
    bereits „krank“ sind,
    BEVOR die Symptome in Erscheinung treten?

    Wer im Boot sitzt und kräftig schaukelt, sollte nicht den Kapitätn verfluchen.

    Um die Eingangsfrage zu beantworten:
    Solange das System funktioniert, ist es mindestens EINER zu wenig.

    Wolfgang

  9. Dezember 12, 2011 um 3:08 am

    Wenn ich verschiedene Wissenschaftler, mit denen ich mich in den letzten Tagen beschäftigte, richtig verstand, geht es der Evolution um die Entwicklung von BEWUSSTSEIN.
    Einer der Herren war so ehrlich zu gestehen, dass man Mühe habe mit einer Definition, was Bewusstsein genau ist. Gleichwohl erwartet man einen Bewusstseinssprung auf eine andere Ebene, eine, auf der Frieden herrscht.

    Bewusstsein bedeutet in der Praxis – auf Grundlage der Quantenmechanik – etwas sehr Einfaches: Es erschafft die reale Welt.
    Eine Theorie lautet: Jeder Mensch erschafft sich seine (eigene) Welt.
    Nun, das kann ich nicht so recht nachvollziehen, weil nicht gerade wenige Menschen eher einer relativ bewusstlosen Masse angehören. Aber wenn Menschen die materielle Realität wegen mangelnder Fähigkeiten gar nicht erschaffen können, gibt es vielleicht ein anderes Bewusstsein, das das kann; die Schöpfungsgeschichte bittet um Aufmerksamkeit.

    Was für ein Bewusstsein entwickelt sich?
    Wir leben in einer Ordnung, die auf mehreren Ebenen die laufende Entwicklung regelt, kontrollierend gestaltet. Wer kennt diese Ordnung?
    Wer sie kennt, hätte Bewusstsein über das Leben und könnte ohne jedes Problem der Ordnung folgend handeln. Er wäre integer und mit sich und der Welt im Reinen – und in Harmonie.
    Was könnte Menschen, die an sich intelligent sind und mit Affinität und Engagement in der Welt stehen, am Verstehen der Ordnung hindern?

    Man sagt, der Mensch sei sowohl „Gut“ als auch „Böse“, und er hätte einen Freien Willen zu entscheiden, welchen Weg er geht. Aber wie kommt es, dass Mensch sich mal für das „Richtige“ (Vernünftige) und mal für das „Falsche“ (Destruktive) entscheidet? Kennt er die Ordnung nicht, in der er lebt? Mangelt es ihm an Bewusstsein darüber, mit welchen Mitteln das Leben Entwicklung hin zu seinem Ziel verfolgt? Entscheidet er sich für das „Gute“, ohne zu wissen, was WIRKLICH gut ist?

    Um es auf den Punkt zu bringen:
    Die ANNAHME, dass es Gutes und Böses gibt, halte ich für falsch.
    Dagegen teile ich die Ansicht, dass es das Gute OHNE das Böse gar nicht geben würde.
    Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Ohne das Gute gäbe es das Böse nicht.
    In meinem Weltbild stehen sich lediglich zwei grundsätzliche Andersartigkeiten gegenüber. Und ihr Anders-Sein gestattet grundsätzlich keine objektive Bewertung des Anderen, ohne das genau wüsste, worin die Andersartigkeit besteht.
    (Das Erkennen des Anderen kann nur geschehen durch das, was die Quantenphysiker den „Beobachter“ nennen – er ist potenziell in jedem Menschen vorhanden.)

    Krieg entsteht nur, wenn zwei Seiten sich (gegenseitig) sowohl selber für Gut, als auch die Anderen als Böse erklären.

    DAS könnte zum Beispiel Inhalt eines Neuen Bewusstseins sein:
    Andersartigkeit als Neutral zu fühlen und verschiedenartige Ansprüche nicht mehr mit Emotionalität (Hass), sondern mit Vernunft zu begegnen.

    Im Sinne der Eingangsfrage würde dies in meinem Sinne bedeuten:
    Nächstenliebe leben zu können,
    so wie Jesus es erklärte,
    auch seine FEINDE zu lieben,
    also die zu verstehen,
    die NUR anders sind.

    Wolfgang

  10. Dezember 12, 2011 um 9:04 am

    Da dieser Artikel mit seinen Kommentaren inzwischen sehr lang geworden ist und damit auch sein Laden, habe ich Wolfgangs Kommentar in einem neuen Artikel aufgegriffen, so dass wir nun hier weiter diskutieren können:
    https://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/12/steht-die-menschheit-vor-einem-bewusstseinsprung/

  11. Mai 19, 2012 um 10:17 pm

    Hier auch nochmals der Hinweis, dass es nur einen Teil der Gesellschaft für Erneuerungen braucht:

    Doch angesichts der unhaltbaren Zustände auf diesem Planeten mag die Frage gerechtfertigt sein, ob sich gesellschaftliches Engagement überhaupt noch lohnt? Ist es überhaupt realistisch anzunehmen, dass ein kultureller Wandel jetzt noch möglich ist? Dank der wissenschaftlichen Arbeit geistiger Pioniere wie etwa dem Autor Malcolm Gladwell oder dem Berliner Forscher Jens Krause von der Leibniz-Universität wissen wir heute, dass schon 5-10 Prozent der Individuen einer Gemeinschaft in der Lage sind, eine gesamte Gruppe in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn ein System einen Schwellenpunkt erreicht, besitzen kleinere Gruppierungen von engagierten Menschen die Kraft, das ganze System nachhaltig zu beeinflussen. Es ist also keine Utopie zu glauben, dass wir tatsächlich in der Lage sind, nachhaltige kollektive Veränderungen zu erzielen. Die Möglichkeiten liegen greifbar nahe vor uns!

    Gefunden in: Innen und Außen verbinden – Gesellschaftliches Engagement und Spirituelle Revolution

  12. August 14, 2012 um 10:51 am

    „Ich hatte mal einen Beitrag gelesen, wonach 90% einer menschlichen Gesellschaft IMMER Mitläufer sind, wogegen die restlichen 10% die Richtung angeben – 5% Lebensfreundlich und 5% Lebensfeindlich. Diejenige Gruppe, die hier dominiert, zieht die restlichen 90% mit.“
    Ja, das sehe ich auch so, im Meta-Bereich Innovation gibt es dazu genauere Daten;
    ich habe gerade das Buch road trip to innovation gelesen, Rezension erscheint ca. morgen bei innovativ-in.de

  13. August 15, 2012 um 2:31 pm

    Wozu mir gleich dieser Artikel dazu einfällt:

    Thrive – Blühen, oder vom Mensch in der Phase zwischen Raupe und Schmetterling

    LG Martin

  14. November 24, 2013 um 6:38 pm

    Der neue Mensch und die neue Gesellschaft

    Rogers ist sich im Klaren darüber, daß nur wenige dieser neuen Menschen die ge­samten oben ge­nannten Eigenschaften auf sich vereinigen und daß es sich dabei auch nur um eine kleine Minder­heit in der gesamten Bevölkerung handelt. Dennoch ist er der Mei­nung, daß diese Personen im Vergleich zu ihrer Anzahl einen unverhältnis­mäßig gro­ßen Ein­fluß für die Gestaltung der Zukunft ausüben könnten.

    Auch ist ihm klar, daß, wenn man die Geschichte Revue passieren läßt, dieser neue Mensch eigentlich zum Aussterben verdammt wäre. Kein Typus von Mensch in der Geschichte entsprach diesem neuen Menschenbild, geschweige denn, daß dessen Ei­genschaften jemals vor­herrschten. – Ja, nicht einmal in diese (heutige) Zeit mit ih­rer da­hinsiechenden Kultur paßt er so richtig.

    Und eben diese dahinsiechende Kultur ist es auch, die der Entwicklung des neuen Men­schen als weiteres Hindernis (noch) gegen­übersteht.

    Diese Kultur, diese Gesellschaft in ihrer überwältigen Mehrheit, repräsentiert sich als zutiefst ko­gnitiv und rational in ihrem Denken, repressiv, intolerant und militant An­dersdenkenden gegenüber, ideologisch „verfestigt“ und demzufolge starr bzw. miß­trauisch, was Veränderungen betrifft. Sie will den Status Quo erhalten, da ihr Veränderungen suspekt sind. Sie lösen nur Angst und Furcht bei ihr aus. Und diese Auslöser müssen nach Möglichkeit unter­drückt und zum Stillschweigen gebracht werden.

    Der neue Mensch – ein stiller Revolutionär

    Rogers Meinung ist, daß neue Werte, ausgelebt durch den neuen Menschen inmitten einer rigiden Gesellschaft, die revolutionärste Tat eines Menschen überhaupt sei.

    Diese revolutionäre Tat, diese stille Revolution, kommend aus dem Inneren des neu­en Menschen, läßt sich nicht so einfach unterdrücken und zunichte machen. Zwar könne die Gesellschaft versuchen, diese Re­volution zu unterdrücken und zu verlang­samen, aber dies käme lediglich einem Aufschub gleich. Denn „ein Gärungsprozeß ist in Gang gesetzt worden. Es wird schwierig sein, diesen Geist wieder in die Fla­sche zurückzu­bringen.“ (Rogers, C. / Rosenberg, R.: Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit 1980; Seite 215)

    Fundstelle: Die Entstehung des neuen Menschen

  15. prozessor nane
    März 7, 2014 um 12:33 pm

    Was fehlt in der Rechnung? ich würde sagen: die Machtposition im materiellen sinne.
    Wie man auch hier erkennen kann, ist zumindest die 50% Klausel durch die 5% +- gedeckelt, die Mitläufermasse hebt sich gegeneinander auf, egal was die jeweilige 5% klasse an Änderung versucht. mit Demokratie hat man krampfhaft versucht, diese ausgleichende Hürde zu kippen, was jedoch PRAKTISCH nie gelungen ist. Denn, was bedeuten schon ein paar Prozent Überhang? trotzdem gibt’s noch rund 50% anderer Meinung. der mensch will Ordnung gegenläufig zum Schöpfungsgedanken herstellen .. so dumm ist er geblieben.

  16. Juni 14, 2014 um 10:45 pm

    Armin Köhler aktuell auf Facebook zum Artikel:

    Spannend, als ich vor 2,5 Jahren diese Berechnungen anstellte, gab es die Friedensmahnwachen noch nicht, jetzt aber schon. Die postulierte K.M.™ (Kritische Masse) beginnt sich zu erhöhen…

    Momentan finden in ca. 42 Städten in Deutschland die Mahnwachen statt. Die Teilnehmerzahlen sind aber noch eher gering: Berlin mit regelmäßig über 1000 und Leipzig mit regelmäßig ca. 5-600 Teilnehmern stehen aktuell an der „Spitze“ der Bewegung.

    In Deutschland gibt es aktuell ca. 76 Städte mit über 100.000 Einwohnern sowie 4 Städte mit über 1 Million EW. Bei einer Gesamtbevölkerungszahl von 80,5 Millionen und einem Satz von aktuell 54,9% davon im „wandelfähigen“ Alter (zwischen 20 und 60 Jahren) sind das insgesamt 4,83 Millionen Menschen, die einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel befürworten müssen, damit er auch geschieht.

    Die Formel für die Berechnung der Kritischen Masse in wandelfähigem Alter lautet demzufolge:

    KM = (EW(ges.)/100*54,9%)/100*6%

    Vereinfachend reicht es, EW(ges.) mit dem Faktor „0,033“ zu multiplizieren:

    KM = (EW(ges.) * 0,033

    Wie sehen also die absoluten Zahlen für die großen Städte aus?

    Mit der Prämisse, dass gesellschaftlicher Wandel eher in dicht besiedeltem Gebiet, also Städten mit hohen Einwohnerzahlen, stattfindet, gibt es folgende „Zielvorgaben“ in absoluten Zahlen (und dem Prozentsatz der aktuellen Teilnehmer an den FMW für ausgewählte Städte) für die Teilnehmer an Friedensmahnwachen, wenn sie einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen sollen (Auswahl der 7 größten dt. Städte sowie weitere Großstädte als Beispiel):

    Berlin: 111.382 (4,5%)
    Hamburg: 57.231
    München: 45.814 (0,22%)
    Köln: 33.804
    Frankfurt: 22.697
    Stuttgart: 19.732
    Düsseldorf: 19.591

    Leipzig: 17.188 (3,5%)
    Mönchengladbach: 8.418
    Potsdam: 5.262
    Würzburg: 4.111
    Gera: 3.160

    Wenn ich mir diese Zahlen ansehe, dann ist das in der Tat und momentan noch recht dürftig. Selbst wenn man davon ausgeht, dass nicht alle wandelwilligen Menschen Montag abend Willen, Zeit, Kraft oder die Möglichkeit haben, in der Innenstadt zu stehen. Aber auch das sagt ja schließlich etwas über den Willen dieser Menschen aus, einen wirklichen Wandel zu bewirken…

    Also, da haben wir noch etwas mehr an „Arbeit“ vor uns…

    • federleichtes
      Juni 14, 2014 um 11:54 pm

      So, so, Bewusstsein addiert sich also quantitativ. Interessanter Ansatz – für eine neue Religion?

      „Also, da haben wir noch etwas mehr an “Arbeit” vor uns“

      So, so, dürfen wir sicher sein, dass sie von Rechenkünstlern geleistet wird? Oder hatten wir, in der dunklen Periode dieses Blogs, mal hochspekulativ ins Auge gefasst, dass Leben nicht berechenbar ist?

      Leben ist bereits berechnet gewesen, als es los ging. Schwer zu glauben unter dem Gesichtspunkt, welchen Scheiß man in seiner Schaffensperiode ablieferte, gell. Aber Scheiß gehört zum Geschäft – wissen sogar Ferde. Und Pfliegen. Na ja, Mantyrehos lieferte ja mal einen Bericht vom Feinsten. Mir glaubt ja keiner. Macht nix. Alles paletti. Schwarz hatte den ersten Zug, und macht den letzten, seinen letzten. So wird’s kommen, und Schwarz wird nicht mal mehr „Scheiße“ sagen können.

      Am Rande
      Unsere neue Rechnungswährung heißt Steinkauz. Jetzt sind’s schon zwei – Juchhuhujauchz.
      Schicke nachher mal ein Bild.

      Und stelle ein Video ein mit dem allerlieblichsten Gesang eines Rohrsängers. Susanne, hin und wech, sagte irgendwas wie: Afrika-Feeling. Und ich sage, in den Hungertod gesungen werden muss wunderbar sein.

      Arbeite nicht so viel!

      Herzlichen Gruß an Dich von uns.

      Wolfgang

      • Juni 15, 2014 um 1:40 am

        Lieber Wolfgang,

        kannst Du mir dieses herrliche Bild bitte per Mail in Originalgröße zukommen lassen ?

        Anbei noch etwas, was nicht direkt zum Thema passt:

        http://nautil.us/blog/what-we-lose-when-film-cameras-change-to-digital-ones

        Informationen beziehen sich immer auf einen Prozess, Daten dagegen zielen immer auf ein Ergebnis.
        Die kritische Masse ist erreicht, wenn das Ergebnis nicht mehr zum Systemischen passt …

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Juni 15, 2014 um 2:12 am

          Schick’s gleich los.

          Über Deinen letzten Absatz kann ich erst morgen nachdenken. Da steckt – glaube ich – noch mehr drin, als es der erste Leseblick zu erkennen erlaubt.

          Lieber Guido,

          hörst Dich an, als ginge es Dir so gut wie uns. Feiiiiiin! Alles richtig gemacht, gell.

          Zu Deinem neuen Projekt schreibe ich Dir die Tage noch was.

          Auch an Euch herzliche Grüße.

          Susanne und Wolfgang

  17. chattison
    Juni 15, 2014 um 1:14 am

    Hier liegt ein Denkfehler vor.
    Die sogenannte „kritische Masse“ ist kein prozentualer Fixpunkt, wie hier suggeriert wird – egal ob man sich hier auf 1,2,5 oder 10% etc. festlegen wollte.

    Die kritische Masse ist diejenige Masse, die ausreicht, um einen Systemzustand in einen anderen zu überführen.
    Die dazu nötige Größenordnung ist reziprok proportional zur Nähe eines „tipping points“.

    Einfacher:
    Steht der Schrank genau auf der Kippe, reicht ein Flusen, um zu entscheiden, ob und in welche Richtung dieser kippt.
    Steht der Schrank auf allen vieren normal, muss ein deutlich höheres Gewicht an Flusen als der Schrank selbst aufweist aufgewandt werden, um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen.

    Auf ein politisches, soziales oder wirtschaftliches System angewandt bedeutet diese Sichtweise Vergleichbares:
    Je nachdem, wie weit das betreffende System auf der Kippe steht, braucht man einmal z.B. 51% aller Menschen, im anderen Fall vielleicht nur einen einzigen Menschen!

    Um eine Welt auf die Kippe gestellt zu bekommen, benötigte man, je nach Hebellänge und Ansatzpunkt, einen Menschen (Archimedes) oder eben deutlich mehr.
    Die „Hebellänge“ wäre eine tendenziell einheitliche Wirk-/Entwicklungsrichtung und der Ansatzpunkt eine systemische Schwachstelle.

    Da sich hier viele verschiedene Gruppierungen in viele verschiedene Richtungen bewegen wollen, heben sich die meisten Kräfte gegenseitig auf.
    Resultanten-Prinzip.

    Und: die allermeisten setzen nicht an systemischen Schwachstellen an (geeignete Hebelansatzpunkte sind i.d.R. an der Peripherie zu finden), sondern wollen direkt ins Zentrum vorstoßen oder zerren an diesem, da, wo der Massewiderstand naturgemäß am größten ist und in Foolge davon i.d.R. eben wenig bis nichts bewegt wird.

    Was das Bewusstsein angeht – ein Magnetfeld bleibt ein Magnetfeld, egal, wie man Feldstärke oder Richtung desselben verändert.
    Wenn ich einen Magneten umpole, was habe ich dann? – Richtig, einen Magneten^^

    Im Übrigen kann man die Geschichte selbst auch als „Oszillierendes Feld“ begreifen, wie Belousov-Zhabotinsky-Reaktionen in der Petrischale:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Belousov-Zhabotinsky-Reaktion

    Wieviele Moleküle sind wohl da der Auffassung, sie veränderten ihre Welt oder obsiegten über die gegnerische (chemische) Fraktion oder bewegten aus eigenem Antrieb etwas?^^

    Der Gedanke wird vielen nicht schmecken, aber der Medizin war es schon immer egal, ob sie gerne geschluckt wurde…

    • federleichtes
      Juni 15, 2014 um 1:59 am

      Falls es Sie mal auf einen Reiterhof verschlagen sollte, werden Sie Schwalben beobachten. Wir beobachteten heute welche an einem kleinen Teich. Mehlschwalben, etwa zwanzig, die auf einer Fläche von 40 x 20 Meter flogen, mit hoher Geschwindigkeit ihre Flugkünste demonstrierten. Wau! Ohne Radar, ohne sich zu gefährden, mit einer traumwandlerischen (wie funktioniert das eigentlich?) Sicherheit. Ich vermute, die haben Bewusstsein darüber, was sie machen. Und ich denke zufällig an ein ungewolltes Experiment. Forscher dressierten in Jahren Schildkröten ein bestimmtes Verhalten an, und als sie auf eine Nachbarinsel kamen, konnten die Schildkröten dort auch, was die anderen in Jahren gelernt hatten.

      Was Bewusstsein mit Magnetfeld gemein hat, keine Ahnung. Können Sie mir eine Leseempfehlung geben? Oder kurz erklären, warum’s geht?
      (Bewusstsein ist mir die Kontrolle, was auf einem Feld – gefahrlos für Existenz – geschehen kann. Wenn ich Guido richtig verstand, meint er mit Gesamt-Bewusstsein die Kontrolle über die Entwicklung des Lebens hin zum Zenit)

      „… , aber der Medizin war es schon immer egal, ob sie gerne geschluckt wurde…“

      Wunderbar!

      „Hier liegt ein Denkfehler vor.“

      Erschütternd!
      Ich dachte, das wäre gerade auf Facebook ausgeschlossen.

      „Je nachdem, wie weit das betreffende System auf der Kippe steht, braucht man einmal z.B. 51% aller Menschen, im anderen Fall vielleicht nur einen einzigen Menschen!“

      Könnte man da auch (unter der Prämisse, Leben schaffe DAS Bewusstsein) formulieren: Ein Bewusstsein?

      Was mit dem Bewusstsein dieses Pferdes

      passierte – keine Ahnung. Könnte die Zunge etwa mir gegolten haben?

      Herzlich

      Wolfgang

      • Juni 15, 2014 um 11:26 am

        @federleichtes

        Das Phänomen mit den Schwalben ist leicht erklärt:
        Wenn zwei Schwalben aufeinander zufliegen, verdichtet sich bei der Geschwindigkeit die Luft schneller als sie ausweichen kann.
        Federn sind unglaublich sensitive Werkzeuge, die, ähnlich wie Statolithen im Innenohr, permanent Feedback liefern und in der Summe der Federrückkopplungen in Millisekunden eine Art Luftkartographie erstellen und die Schwalben dann grundsätzlich den Weg des geringsten Luftwiderstandes einschlagen, was automatisch und mit absolluter Sicherheit Zusammenstöße verhindert.

        Bei dem Magnetfeld ging es mir nur um den Feldgedanken.
        Das Feld wird beim Magneten durch viele kleinste Eisenmoleküle subsummarisch als Ganzes erzeugt und ist unteilbar (so wie ein Hologramm eben auch).
        Das Feld als Ergebnis einer Resonanz in Rückkopplung gedacht, wobei eben weder die Henne, noch das Ei zuerst existierten, sondern sich emergent von Beginn an gegenseitig in der Rückkopplungsscheife bedingten.
        Ganz so, wie eine Ellipse von Beginn an zwei Schwerpunkte benötigt und nicht erzeugt oder gedacht werden kann als Kreis, der dann irgendwie zu einem zweiten Zentrum gelangt.
        Eine Ellipse bedingt zwei Zentren und zwei Zentren erzeugen eine Ellipse.
        Und ein Zentrum eines Kreises kann nicht dann Zentrum einer Ellipse werden, da gibt es keine Evolution hin!
        In dem Moment, wo eine Ellipse auftaucht, verschwindet der Kreis sofort und damit sein Zentrum.
        Die Zentren der Ellipse können nie als „ehemaliges“ Zentrum eines Kreises auch nur gedacht werden.

        Ich selbst glaube nicht daran, dass es so etwas wie ein isoliertes „Großes Bewusstsein“ irgendwo (wo soll das wo denn auch sein) geben kann, ohne dass es letztlich durch die vielen „kleinen Bewusstseine“ erzeugt wird (Leben ist Bewusstseinsgenerator und nicht Ergebnis des Irgendwosonst-Bewusstseins?).
        Leben als Ergebnis einer Emergenz unbewussten „toten“ Seins, das dadurch, genau wie wir ja auch, seiner selbst ab einer bestimmten Stufe der Komplexität mit Rückkopplungscharakter bewusst werden kann?

        Man könnte alternativ postulieren, dass über mehrere andere Dimensionen (siehe Beispiel 2D-Flachweltler vs. 3D-Kugelweltler) Phänomene auf unsere Ebene induziert werden und aufgrund unserer Unfähigkeit, diese 4.Dimension etc. wahrzunehmen eben die typischen Plato-Höhlengleichnis-Effekte auftreten.

        Man kann sogar hingehen und die Existenz anderer Dimensionen als zwingend voraussetzen, um überhaupt zu vernünftigen Annahmen und Begründbarkeiten über und für das uns unmittelbar erfahrbare 3D-Kontinuum zu gelangen.
        Nur: Beweisen lässt sich das mit unseren „Bordmitteln“ nicht.

        Es sei denn, man nähme an, dass die harmonische Schlüssigkeit der Schlußfolgerung an sich (Phi-Charakter quasi) bereits Beweis genug sei (so wie manche Mathematiker behaupten, aber eben nicht wirklich beweisen, dass eine „schöne“ Formel allein daraufhin als wahr zu begreifen sei)?

        facebook ist ein schöner Beleg dafür, wie sich Mythen quasi selbstorganisierend ohne bewusste Steuerung (oder eben gerade dadurch!) entwickeln können, indem die Mythenadepten im verschworenen Kreise sie solange, im eigenen Safte schmorend, selbst rekursiv beschwören, bis allein dadurch ein Faktum geschaffen worden zu sein scheint.^^

        Nur ein in Rückkopplung befindlicher Subteil (also untrennbarer Bestandteil – Erzeuger wie Erzeugtes zugleich!) des (Bewusstseins)Feldes kann zum Schmetterlingsflügelschlag werden, der den trägen Geistessack in China oder sonstwo zum „Umfallen“ (= Lageänderung => Perspektivenwechsel => möglicher Paradigmenwechsel) bewegen kann^^.

        Wenn in einem Feld, gleich welcher Art, die Verhältnisse umschlagen, so breitet sich die Konsequenz immer über das gesamte Feld aus.
        Das „Schildkröten-Feld“ mag analog dazu ein Beispiel sein.
        Das bedeutet aber nicht (und beweist es schon lange nicht), dass ein Feld beliebig veränderbar ist oder mit beliebigen Inhaalten infiltriert werden kann.

        Ich glaube nicht, dass ein Konditionierungsakt – z.B. ein Kopfstand einer Schildkröte – sich über das Schildkrötenfeld auf alle anderen Schildkröten übertragen ließe, dann müssten ja alle Pferde bereits reitfertigb geboren werden, weil es bereits Millionen andere Pferde gab und gibt, die um das „Reiten“ wissen!!!

        Wenn sich da je etwas feldmäßig verbreitet hat, dann muss es zumindest latent „system“inhärent sein bzw. eine Veränderungsmöglichkeit des Ganzen beinhalten, die durch Resonanzdisposition unterstützt wird.

        Wenn das stimmt, und ich selbst gehe davon aus, würde es ein Beleg dafür sein, dass Reiten eben nicht „Pferde-inhärent“ ist und eine Vergewaltigung des Systems Pferd darstellt, welches davon weder profitiert, noch dazu ursprünglich veranlagt gewesen ist, weswegen auch keine feldmäßige Übertragbarkeit der Konditinierung „Reiten“ zu beobachten ist!
        Aber das ist ein anderes Thema^^

        • federleichtes
          Juni 15, 2014 um 3:10 pm

          „Wenn sich da je etwas feldmäßig verbreitet hat, dann muss es zumindest latent “system”inhärent sein bzw. eine Veränderungsmöglichkeit des Ganzen beinhalten, die durch Resonanzdisposition unterstützt wird.“

          Wenig Zeit, darum sehr kurz.
          Das Sie „Resonanzdisposition“ bennen, ist wieder wunderbar.
          Weniger wunderbar, eher zum Verwundern, ist, dass wir es mit einer „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ zu tun haben. Diese als DOPPELTE Resonanz zu verstehen, ist nicht so einfach, weil wir von dem reaktiven Muster befallenen sind, bipolar veranlagt, in den Spagatti (ich sollte öfter italienisch sprechen) zwischen Krieg und Frieden, in die Entwicklung von Feindseligkeit UND Bewusstsein GEZWUNGEN.

          Konkret:
          Leben IST von seinem Wesen her die doppelte Resonaz. Folgend natürlich die Unbestimmbarkeit und die Undurchschaubarkeit, weil die Resoanzen wegen verschiedener Resonanzkörper )Körper und Wesen) unterschiedlich wahrnehmbar sind.

          Konkret:
          Wenn Sie mit einem Pferd in Resonanz sind, werden Sie körperliche Empfindungen spüren, wenn Sie mit einem Menschen, der Sie liebt, in Resonanz sind, spüren Sie das Glück, das man auf dem Rücken eines Pferdes eben nicht spüren kann.

          Attacke.

          Gruß
          Wolfgang

    • Juni 15, 2014 um 8:58 am

      Womit wir wieder beim Flügelschlag des Schmetterlings wären, der in China einen Sack Reis umfalen lassen kann 🙂

      Ich habe inzwischen eine Reihe von Menschen auf Facebook wahrgenommen, die sich dort sprichwörtlich aufrieben, Aufklärungsarbeit zu leisten, weil sie der Meinung waren, dass das System doch so zu kippen sei.

      Guid meinte mal, dass 215 etwa ein kritischer Punkt gekommen sei, dass die maximale Ausdehnung erreicht sein, und der Umkehrpunkt unserer Entfremdung vom Natürlichen erreicht sein könnte.

      Schaun wir also mal gelassen, wie es um unseren Tipping Point steht, wie Alexander Wagandt in einer seiner letzten Wochenenergien meinte: „Wir können loslassen, die Wahrheite kommen inzwischen an so vielen Stellen auf der Welt an die Oberfläche …“

  18. Juni 15, 2014 um 2:41 am

    “Über Deinen letzten Absatz kann ich erst morgen nachdenken. Da steckt – glaube ich – noch mehr drin, als es der erste Leseblick zu erkennen erlaubt.“

    Diesbezüglich noch ein kleiner Nachtrag: Menschen, die Daten gewohnt sind und ihre Welt aus/auf Daten aufbauen, haben es zunehmend schwerer Probleme zu lösen … das Einparken eines Autos ist dabei nur ein kleines Problem. Was mag unsere Datensammelwut über unser (Un-)Vermögen aussagen, DAS Problem ( PROBLEM ) zu lösen ?

    Vielen herzlichen Dank für das Bild 😉

    Gruß Guido

  19. monikahes
    Juni 15, 2014 um 11:44 am

    Ich glaube nicht, dass eine Fluse reicht.
    Solange wir irgendeinen Menschen ausgrenzen, be- oder verurteilen, denken oder sagen dieser ist richtig, jener ist falsch, solange werden Ablehnung, Hass, Schuld und Aggressionen geweckt.
    Die gute Nachricht ist: Jeder kann mithelfen einen Wandel zu schaffen. Durch mehr Respekt und Freundlichkeit – auch denen gegenüber, die wir nicht verstehen. Sich klar machen: Hier gibt es nur ein Verständnis-Verständigungsproblem. Mehr Gelassenheit, wenn etwas „gegen den Strich“ geht. Kleine Schritte für den Anfang.
    Jeden mit ins Boot nehmen. Es gibt keinen, der nicht gebraucht würde.

    Schönen Gruß
    Moni

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  1. Juni 25, 2012 um 8:44 am

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