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Sehen wir derzeit einen Wettlauf zwischen den Bilderbergern und den 99% hin zu einer neuen Weltordnung?

Ich habe lange gezögert, bevor ich diesen kleinen Artikel veröffentliche. Denn in dem Augenblick, in dem ich als einer der Verschwörungstheoretiker gelten sollte, würden alle meine anderen Artikel, die ich geschrieben habe, um für mehr Menschlichkeit einzustehen, Gefahr laufen, abgewertet zu werden.

Dennoch, wir sehen derzeit, dass die Menschen überall auf der Welt aufstehen und beginnen, sich gegen die vielen Mensch und Umwelt schädigenden Entscheidungen unserer Regierungen zu empören und ein Leben im Einklang mit der Natur im Frieden miteinander einzufordern.

Der Begriff 99% ist in den USA während der Proteste von „Occupy Wallstreet“ der letzten 2-3 Wochen in New York gegen die Walltstreet aufgekommen. Damit ist gemeint, dass 99% der Menschen dieser Welt für den Reichtum der 1% arbeiten. Dafür sorgt unser zinsbasiertes Geldsystem, worüber ich ja schon länger geschrieben habe. Jene, die Nichts haben, entfließt das Geld zu Jenen, die Alles haben, egal, wie reich Menschen der 99% sind.

Wir 99% fühlen seit einigen Jahren und besonders seit dem Ereignis 9/11, und noch viel mehr seit der Finanzkrise 2008, dass viel zu viele Dinge in der Welt passieren, denen das Attribut merkwürdig zugeordnet werden muss. Ich will diese lange Liste erst gar nicht beginnen. Wer sich mit der Geschichte der großen Kriege beschäftigt hat, angefangen mit dem Krieg Napoleons gegen die Briten, über den Bruderkrieg der USA, dem ersten und zweiten Weltkrieg und all jenen, die danach zur Befreiung der jeweiligen Bevölkerung geführt wurden, und sich immer wieder die Frage stellt, wem sie genutzt haben, der kann am Ende fast nur vermuten:

Entweder sind alle unsere Regierenden Stümper. Oder sie waren nur Marionetten von Personen, die im Hintergrund agieren. Und die aufgrund ihres Reichtums die Macht besitzen, nach Belieben zu lenken, bis es den einen Weltstaat gibt, in dem der Mensch nur noch Eines zu tun hat: den Reichtum dieser Personen durch ihre Loyalität (siehe George Orwells 1984) und ihren Fleiß zu sichern.

Ich für meinen Teil hoffe sehr, dass es da keine Mächte im Hintergrund gibt. Gerne möchte ich dann eher an göttliche Mächte glauben. Dennoch möchte ich zumindest dieses kleine 15-müntige Video zur Ansicht empfehlen. Auch wenn es (noch?) in die Rubrik der Verschwörungstheorien gehört, so sollten wir dennoch einmal hingeschaut haben. Sollte irgendwann die Beweislage doch aufweisen, dass hier richtig schlussgefolgert wurde, so kann man uns, die es gesehen haben, nicht vorwerfen, dass wir nicht informiert waren.

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Und nun möchte ich meine Frage von oben wiederholen:

Sehen wir derzeit einen Wettlauf zwischen den Bilderbergern und den 99% hin zu einer neuen Weltordnung?

  1. Oktober 12, 2012 um 4:05 pm

    Bilderberger Steinbrück: „Transparenz gibt es nur in Diktaturen“

    Bei Jauch wiederholte Steinbrück vor kurzem seinen unverschämten Schlachtruf gegen eine offene Demokratie: „Transparenz gibt es nur in Diktaturen“. Wohlmeinende Beobachter hatten schon von einem falschen Zitat geredet, aber auf Jauchs Nachfrage bestätigte der SPD-Kanzlerkandidat diese Aussage. Den Bilderbergern wird die Aussage gefallen, sie halten sich seit 1954 weitgehend vor der Öffentlichkeit versteckt. 2011 luden sie Steinbrück ein, 2012 den Grünen Trittin – vor ihnen viele andere Politiker, die danach in höchste Ämter gelangten.

    Es ist kein Wunder, wenn Rechtsintellektuelle wie Prof. Herfried Münkler lauthals gegen Wikileaks und für ein Staatsgeheimnis plädieren – was vermutlich die Bilderberger-Geheimloge und Steinbrücks Honorare mit einschließen dürfte. Die Leute hinter den Bilderbergern und anderen Machtzirkeln, etwa dem Bohemian Grove oder der Mont Pelerin Society, sind genau jene Machteliten, mit denen sich die Power Structure Research befasst und die in der heute immer mehr sich etablierenden Postdemokratie die Fäden ziehen: Finanzmächtige, die Medien und Politik kontrollieren und an der Zerstörung von Wikileaks arbeiten. Demokratie ist was anderes.

    • Oktober 12, 2012 um 8:41 pm

      Was willste dazu noch sagen?
      Sie werden immer frecher, immer dreister, zeigen immer offener ihre Verbrecherfratze.
      Diese Überheblichkeit bricht ihnen das Genick.

      Zu jedem Gift gibt es immer ein Gegengift!

  2. Oktober 16, 2012 um 9:52 am

    Er begnügt sich jedoch nicht mit polemischen Vermutungen. Krysmanski legt bei der Betrachtung eines „weiten Feldes“ analytisch dar, dass die Epoche des Kapitals zu Ende geht. Er erwirbt sich dabei besondere Verdienste, war es doch bislang meistens richtig, dass „Elite“ diejenigen sind, deren Soziologie niemand zu schreiben wagte. Der Autor gehört offensichtlich zu den Wagemutigen. Er stellt die Frage, wem die Welt gehört, ob es eine global herrschende Klasse gibt und in welchen Eigentumsformen uns heutzutage Kapital gegenübertritt. Von besonderer aktueller Bedeutung sind dabei seine Untersuchungen zur „Aneignung Europas“. Sie stellen auch den Versuch dar, die Frage zu beantworten, ob die europäische Integration zu einem Projekt der intellektuellen Elite verkommen ist, dem der Großteil der Bürger sowie auch die Politik bestenfalls mit Gleichgültigkeit und Desinteresse begegnen. Dabei wird gezeigt, dass auch in Europa ein „schamloser“ Reichtum entstanden ist. Die Aussichten sind alles andere als rosig. Auch wenn Kriege zwischen Staaten eher unwahrscheinlich geworden sind, wird es zu Konflikten innerhalb der Gesellschaften kommen, weil aufgrund der ungleichen Vermögensverteilungen ein sozialer Sprengsatz nach dem anderen explodieren dürfte.

    Schauen auch wir wie die Menchen im dritten Reich nur wieder zu ohne uns dagegenzustellen? Wir können nicht sagen, dass wir es nicht gewusst hätten …

    gefunden in: Rezension: Hans Jürgen Krysmanski, 0, 1 % Das Imperium der Milliardäre

    • Oktober 16, 2012 um 10:47 am

      Mich stört, dass er als Ausweg nur Chaos und Terror und „Rückfall in frühere Epochen“ sieht. Das ist schade und macht die gesamte (richtige) Analyse vorher bedeutungslos!

      Die beste Analyse nützt nichts, wenn sie zu menschenunfreundlichen Lösungen führt, die implizieren: Wir können ja eh nichts dagegen machen – also lassen wir es doch mit uns geschehen und ziehen den Kopf ein in der Hoffnung, der Kelch möge an uns vorübergehen.

      So wird auch Propaganda gemacht und die Menschen manipuliert.

  3. federleichtes
    Oktober 16, 2012 um 12:53 pm

    @ Martin
    „Schauen auch wir wie die Men(s)chen im dritten Reich nur wieder zu ohne uns dagegenzustellen? Wir können nicht sagen, dass wir es nicht gewusst hätten“

    Mein Gefühl sagt mir, dass die eskalative Spannung von damals zu heute nicht vergleichbar ist. Die „Nation“ Deutschland, wo ist sie? Hungernde Menschen, wo sind sie (hier)? Und das Verführungspotenzial – ist es nicht auf der Konsumebene gebunden? Und das Reiz-Reaktionspotenzial – ist es nicht eingeschläfert oder im Reich der Verwirrung verstrickt? Und auch die (neurotische?) Fixierung auf Arbeit löste sich, jedenfalls beobachte ich das, nicht unerheblich auf.

    Sag mal, Martin, warum interessieren Dich Milliardäre?
    Wegen ihres sozialen Status‘? Sind sie in ihrem Kern nicht asozial?
    Wegen ihrer Macht? Sind sie nicht arme Würstchen, die von jetzt auf gleich nichts mehr ihr Eigentum nennen können?
    Über wen üben sie Macht aus? Sind es nicht nur die armseligen Gierigen, die sich um sie versammeln?
    Nein, keinen einzigen wünsche ich mir nicht mal in meinem Bekanntenkreis.

    Ich glaube, eine Analyse des aktuellen Bewusstseins wäre hilfreicher, welche Macht von ihm ausgeht – und ob dieses Bewusstsein nicht längst die Aktivitäten derer, denen
    HERRSCHAFT ZUGEBILLIGT wird,
    kontrolliert.
    Ist mein Gefühl so falsch, dass bereits sehr viele Menschen gegen das System wirken, indem sie sich ausklinkten und gelassen auf eine Wirkung warten?

    Die Kräfte, die den „Untergang“ betreiben, handeln sie vielleicht immer aggressiver, weil sie das Ende ihrer Schein-Herrschaft spüren?

    Zusammenballung von Macht gehört zum Wesen der Natur. AUS ihr kann man seine eigene Macht stärken; wer sich gegen sie stellt, verliert an Bedeutung (qualitativ) und Gefühl (qualitativ).

    @Solveigh
    Ich meine, eine Analyse wird nicht bedeutsam, WIE sie analysiert, sondern WAS.
    Für vernünftig halte ich auch, dass nicht der Analytiker interpretiert, sondern mit SEINEM Blick auf ein Problem (nur) einen Diskussionsraum öffnet.

    Natürlich können wir etwas machen – machen wir ja -, aber nicht so MACHEN, wie man uns weiß machen will, SO und NUR so sei es vernünftig.

    Ich lese gerade eine 50 Jahre alte Analyse (Psychotherapie und Östliche Befreiungswege) von Allan Watts. Seine Erkenntnisse liegen neben vielen anderen im Keller der Geschichte – ABER, sie liegen da UND wirken.

    Euch einen guten Tag.

    Wolfgang

    • Oktober 16, 2012 um 11:25 pm

      Warum interessieren mich die Superreichen?
      Weil sie unser Bewusstsein vernebeln, damit wir nicht erkennen können, wie sie unsere Energie rauben, sprich auf unsere Kosten leben, und dabei immer mehr das für Nachhaltigkeit notwendige Gleichgewicht stören.
      Aber gut, dass Du wieder daran erinnerst, dass ihr Wirken notwendig ist, damit genau das Benebeln erkannt werden kann. Nur so kann das Bewusstsein sich eine Stufe weiterentwickeln.
      LG Martin

      • federleichtes
        Oktober 17, 2012 um 3:10 am

        Du hast ein Video geschickt über den Skandal bei der Essens-Versorgung unserer Schulkinder. Gesprochen wurde über die Milliarden für Griechenland, während hier die Kinder krank gespart werden.
        Essen wird weg geworfen – Kinder verhungern:
        DAS ist die Ordnung.
        Es geht nicht darum, ob wir uns benebeln lassen, sondern dass Menschsein bedeutet, außer Rand und Band zu sein.
        Moral? Intelligenz? Musst Du nicht auch über diese „Worte“ lachen?
        Gestern hörte ich eine Stimme, die sagte:
        Der Mensch ist das niederste Lebewesen auf diesem Planeten.
        Nun, zumindest, so formuliere ich das Elend, ist der Mensch so prä-disponiert, dass das Leben mit ihm das Übel in seiner extremsten Form offenbaren kann – und mit der Erkenntnis der Wurzel oder dem Bewusstsein über die Ursache (des Bösen) eine Lösung erscheint.

        Zähle mal zusammen, welche Übel sich in Deinen
        Blog-Texten versammeln. Dazu lasse ich gerne Wolfgang Petry „Hölle, Hölle, Hölle“ singen.
        Ist es nicht so, dass man die Realität dem Bewusstsein nur teelöffelweise zuführen kann.
        Dachtest du etwa, ich hätte meine Fotos in den Beiträgen aus Jux und Dollerei dazu serviert; sie sollten entspannend, harmonisierend wirken, die Emotionen zurück und den Blick klar halten.

        Na ja, so ist das eben mit den guten Absichten: Manch eine Reise, verläuft nur im Kreise..

        In diesem Sinne.

        Wolfgang

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