Startseite > Gesellschaft, Politik > Beginnt am 15. Oktober eine Bewegung, an der am Ende eine friedlich erneuerte Weltgemeinschaft steht? Es wird Zeit …

Beginnt am 15. Oktober eine Bewegung, an der am Ende eine friedlich erneuerte Weltgemeinschaft steht? Es wird Zeit …

Beginn einer Weltrevolution?

Beginn einer Weltrevolution?

Ich bin nun 52 Jahre alt und habe nie an einer Demonstration aus den unterschiedlichsten Motiven teilgenommen. Am nächsten Samstag, den 15.2012 ist nun auch für mich Prämiere, in einer der über 600 Städten weltweit (und es kommen täglich 50 neue hinzu), über 30 allein in Deutschland mit dabei zu sein. Es wird Zeit, dass wir der Entrechtung ein Ende setzen:

Es wird Zeit, nicht nur in der virtuellen Welt für mehr Demokratie einzutreten sondern nun auch im realen Leben Flagge zeige.

Es wird Zeit, nicht mehr meine Stimme abzugeben und damit machenzulassen, was ich gar nicht wollte

Es wird Zeit, wieder verantwortlich mitzubestimmen, wohin der Weg gehen soll

Es wird Zeit, den Prozess der krankmachenden Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft in eine vertrauensvolle Kooperationsgesellschaft umzukehren

Es wird Zeit, den Gigantismus zu stoppen und sich des small is beautiful zu besinnen, denn je kleiner die Strukturen desto weniger Korruption

Es wird Zeit, dass wir Menschen nicht mehr für die Wirtschaft da sind sondern die Wirtschaft für unser Wohl

Es wird Zeit, dass nicht Wachstum des Konsums das Maß der Dinge ist sondern das Gefühl des Glücklichseins

Es wird Zeit, dass wir Menschen nicht für den Zins der Reichen da sind sondern das Geld nur Mittel zum Wirtschaften wird

Es wird Zeit, dass Politiker sich wieder von unabhängigen Experten anstatt von Lobbyisten beraten lassen

Es wird Zeit, die EU-Diktatur zu stoppen und uns nur auf kultureller Ebene zu vereinigen

Es wird Zeit, dass Medien wieder unabhängig von Konzernen und Banken werden

Es wird Zeit, dass die Pharmaindustrie sich nicht an unserem Gesundheitssystem bereichert

Es wird Zeit, dass wir uns nicht mehr Angst machen lassen vor Terror, HIV, BSE, Schweinegrippe, und was auch sonst noch Totbringendes unsere Gedanken lähmen sollen und uns damit gefügig macht

Es wird Zeit, dass wir den Lügen der Erobergunskriegsführer nicht mehr auf den Leim gehen, damit mit dem  endlosen Töten von Zivilisten im Namen humintärer Unterstützung Schluss ist

Es wird Zeit, dass mit dem Subventionieren unserer Lebensmittel aufgehört wird, damit unsere Lebensmittel nicht billiger sind als die produzierten in den armen Ländern und so alle 5 Sekunden ein Kind stirbt

Es wird Zeit, dass wir unsere schwimmenden Fischfabriken nicht mehr dorthin schicken, wo die armen Fischer dann gar nichts mehr sebst fangen können und dann vor lauter Hunger zu uns kommen wollen

Es wird Zeit, dass unsere Experten wieder unabhängig von den Großkonzernen werden

Es wird Zeit, dass unsere Politiker uns als wissende  Menschen ernstnehmen

Aber ganz besonders wird es Zeit, dass es Volksbegehren auf Bundesebene gibt, damit unsere Stimme auch dauerhaft zählt und nicht nur zu den Wahlen

Und es wird Zeit, dass wir über eine Verfassung sprechen und diese durch das Volk legitimieren, und die das Provisorium Grundgesetz endlich ablöst

Wie sehen uns

Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit bestehet. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz.“ (Lessing, Über die Wahrheit, 1777)

gefunden in: http://dieempoerung.wordpress.com/2011/10/07/der-weg-zur-emporung-wissen-aneignen/

Nachtrag vom 23.10.2011:

Dieser Artikel wurde von The Intelligence aufgenommen und dort inzwischen über 14.000 angeklickt sowie über 2.000 Mal Facebook-geliked. Zusammen mit den über 1.000 Klick hier ist das Rekord für meine Blog-Posts. Mein bisher am meisten gelesener Artikel imt über 11.000 Klicks ist ein Bericht über die Testversion des neuen Personalausweises, gefolgt über einen Artikel, warum man Regeln einhalten sollte mit über 3.000 Klicks. Letzterer war Auslöser für mein immer gesellschaftskritischeres Schreiben, da ich begann, immer mehr zu hinterfragen.

Nachtrag vom 11.10.2011:

„Rebellion: Diese Demonstranten sind nicht gekommen, um im System zu arbeiten. Sie wollen keine Reform des Wahlrechts. Sie haben kein Vertrauen in das politische System oder in die beiden großen Parteien – und dies sollten sie auch nicht. Sie wissen, dass die Presse ihre Stimmen nicht verstärkten wird, und deswegen haben sie ihre eigene Presse geschaffen. Sie wissen, dass die Wirtschaft den Oligarchen dient, und deswegen haben sie ihr eigenes Gemeinschaftssystem geschaffen.“ Chris Hedges , aus Eine globale Bewegung entsteht

Nachtrag vom 09.10.2011:

Dieses Lied triff tief ins Herz, denn eigentlich spüren wir es doch irgendwo alle

  1. Oktober 15, 2011 um 9:36 am

    Ich bin gleich nach Köln zu OccupyCologn unterwegs:

  2. Oktober 15, 2011 um 9:58 am

    Danke für die Tollen Infos…..
    Ich unterstelle jeder Seele, egal wie verwirrt sie erscheinen mag,
    das der Funken der Liebe innewohnt! Fachen wir das Feuer an…
    Alles LIEBE, was sonst…!! Hardy

  3. Oktober 15, 2011 um 10:12 am

    wieder Gänsehaut:

  4. Oktober 15, 2011 um 10:13 am

    Brothers in Arms deutsche Übersetzung…
    Diese nebelverhangenen Berge sind jetzt mein Zuhause.
    Aber meine Heimat ist da unten,
    im flachen Land – dort wird immer meine Heimat bleiben.
    Irgendwann werdet ihr zurückkehren,
    in eure Täler und auf eure Höfe,
    und werdet nicht mehr darauf brennen,
    Waffenbrüder zu sein.

    Ich habe euer Leid gesehen,
    hier, auf den Schlachtfeldern
    habe ich eure Feuertaufe erlebt.
    Und als die Schlacht heftiger wurde,
    als ich schwer verwundet wurde,
    in all diesem Schrecken und in der Gefahr
    seid ihr mir beigestanden.
    Ihr, meine Waffenbrüder.

    Es gibt zwar viele Welten, viele Sonnen –
    aber wir haben nur diese eine Erde.
    Und doch ist es so, als lebten wir
    in verschiedenen Welten.

    Die Sonne ist zur Hölle gefahren,
    und der Mond steigt auf.
    Lasst mich Euch Lebewohl sagen.
    Jeder Mensch muss sterben.
    Aber es steht in den Sternen geschrieben,
    und in jeder Linie in euren Handflächen:
    Wir sind Narren, wenn wir Krieg führen
    gegen unsere Brüder.
    vor 8 Minuten · Gefällt mir nicht mehr

  5. Oktober 15, 2011 um 10:25 am

    Und als ich das heute Morgen als Start in diesen wichtigen 15. Oktobertag angeseheh habe, hat es mich zu Tränene gerührt!

    .
    Friedrich von Schiller
    Ode an die Freude

    O Freunde, nicht diese Tone!
    Sondern lasst uns angenehmere anstimmen
    Und freudenvollere!

    Freude schoner Gotterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmliche dein Heiligtum!
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode Streng geteilt;
    Alle Menschen werden Bruder,
    Wo dein sanfter Flugel weilt

    Wem der gross e Wurf gelungen,
    Eines Freundes Freund zu sein,
    Wer ein holdes Weib errungen,
    Mische seinen Jubel ein!
    Ja, wer auch nur eine Seele
    Sein nennt auf dem Erdenrund!
    Und wer’s nie gekonnt, der stehle
    Weinend sich aus diesem Bund

    Freude trinken alle Wesen
    An den Bursten der Natur;
    Alle Guten, alle Bosen
    Folgen ihrer Rosenspur
    Kusse gab sie uns und Reben,
    Einen Freund, gepruft im Tod;
    Wollust ward dem Wurm gegeben,
    Und der Cherub steht vor Gott!

    Froh, wie seine Sonnen fliegen
    Durch des Himmels pracht’gen Plan,
    Laufet, Bruder, eure Bahn,
    Freudig, wie ein Held zum Siegen

    Seid umschlungen, Millionen
    Diesen Kuss der ganzen Welt!
    Bruder! Uber’m Sternenzelt
    Muss ein lieber Vater wohnen
    Ihr sturzt nieder, Millionen?
    Ahnest du den Schopfer, Welt?
    Such‘ ihn uber’m Sternenzelt!
    Uber Sternen muss er wohnen

  6. Oktober 15, 2011 um 10:43 am

    Dem möchte ich noch Folgendes hinzufügen … OCCUPY mal aus anderer Sicht:

    http://www.gold-dna.de/update5.html#up84

    Gruß

  7. Doro Böhm
    Oktober 15, 2011 um 6:09 pm

    Voll d´accord. Wir brauchen eine Welt mit verantwortlichen Menschen, die neben Ihrem eigenen Wohlleben auch das ihrer Mitmenschen zu fördern bereit sind.

    Ein Film-Tipp zu den Gründen für die Occupy-Bewegung: „Inside Job“ von Charles Ferguson, preisgekrönte Doku. Nach dem Ansehen ist das Motto von Attac „Empört Euch“ überhaupt kein Problem mehr 😉

  8. Oktober 19, 2011 um 7:33 pm

    Ich bin der Meinung, man sollte Veränderungen mit der nötigen Vorsicht angehen – und sehr vorsichtig mit dem Wort Revolution umgehen. Was hier läuft ist „Evolutiuon“. Das aktive System hatte niemals eine Chance, länger als nötig mit Macht versorgt zu werden. Wir leben – auch als Menschen – in Regelkreisen, sprich, es WIRD geregelt werden, was nötig ist.
    Aber, für mich ist Veränderung keine Frage des Nur-Protestes, sondern bereits seit einiger Zeit auch das aktive Tun – anpacken, was Behördenmitarbeiter verschludern. Man wird, wenn genügend Leute das mitmachen, schnell merken, wie wenig Behörde der Mensch wirklich braucht.
    Freiheit entsteht nur, wenn Parolen zu verantwortlicher Tatkraft werden. Dafür braucht es ein Konzept. Ich arbeite dran, die Zeit danach zu gestalten – und es wäre mehr als sehr gut, wenn sich viele Menschen daran beteiligen. Ein strukturelles Vakuum nutzen nur Verbecher und Verwirrte – siehe unsere Welt, wie sie wurde. Die nutzten allerding das Vakuum auf der Charakterebene der Gesellschaft.
    Wolfgang,
    .

    • Oktober 19, 2011 um 9:19 pm

      Volle Zustimmung. Das kann nur als Prozess gehen, in dem alle Menschen mitgenommen werden können. Was nutzt es, wenn nur wieder ein kleiner Teil vorreitet und sich als Führung implementiert. Auch hier möchte ich nochmals auf die Spanier verweisen, die sich diese Zeit entsprechend nehmen.

  9. Oktober 20, 2011 um 2:37 pm

    Die Macht geht vom Volke aus! Stimmt das? Tatsächlich ist (fast) jeder Mensch mit Macht ausgestattet – bis er sie an Organisationen abgibt. Im Sinne von „Evolution des Bewusstseins“ sollten Menschen ihre Macht zurück gewinnen UND damit vernünftig umgehen. Viele Menschen „wissen“, was vernünftig ist, auch wenn sie derzeit genau das Gegenteil tun. Diese Vielen brauchen eine Chance – und dafür braucht es nun mal Menschen, die die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen. „Schöpfer einer neuen Perspektive UND einer neuen Realität“ würde ich nicht als Führung bezeichnen, eher Begleiter, so wie Eltern ihre Kinder begleiten sollten.Und, Führung: Entsteht sie nicht automatisch durch „gute“ Vorbilder? Wer geht nicht gerne die Wege der Menschen, die glücklich sind?
    Eine Massenbewegung bietet einiges, sowohl destruktiven als konstruktiven Ideen. Die „Destruktiven“ sitzen wir eh und je lauernd in Position. Man wird bald sehen, ob das Potenzial an Konstruktivität genügend stark ist und man mit seinem GEFÜHL* die Spreu vom Weizen scheiden kann. Übrigens schätze ich die Masse der „folgsamen Schwachen auf 90% ein. Insofern setze ich nicht unbegründet auf den „Flügelschlag des Schmetterlings“.
    * das sich nur verstärkt durch die Reduzierung von Angst.
    Wolfgang

    • Oktober 20, 2011 um 3:54 pm

      Hallo Wolfgang,
      Deiner 90% Theorie kann ich nicht folgen. In unserer Firma würde kann ich seit 8 Jahren verfolgen, wie immer mehr Verantwortung jedes Einzelnen in seinem Job übernommen wird. Die Teams haben begonnen, sich selbst zu organisieren. Das gelingt, wenn die Freiräume geschaffen werden.
      Es ist demnach wie immer eine Sache der Selbsterfüllenden Prophezeiung. Die Menschen werden so, wie man sie sehen will, weil man dann auch genau danach handelt. Wir müssen nur beginnen, das anders zu denken. Wir erwarten ja auch von jedem Erwachsenen, der ein Kind hat, dass er sich kümmert. Warum dann anders. Es gibt eine Firma in Brasilien, dessen Eigentümer sich vor 20 Jahren gefragt hat, warum er denn seine Mitarbeitern pampern solle, sie wären doch erwachsen. Und was ist draus geworden. Ein Vorbild für viele:
      Wahnsinn, Utopie oder einfach nur die zukünftige Art der Firmenführung

  10. Oktober 21, 2011 um 2:04 am

    Ja, Martin, da habe ich kurz vor dem Abschicken noch eine zugegebenermaßen spekulativ wirkende Zahl eingefügt – auf die Sie zu Recht hinweisen. Ihre Beispiele widerlegen meine Zahl allerdings nicht. Natürlich gibt es Modelle, wie es anders und richig gemacht werden kann und sich Menschen (leicht!) in selbstbestimmte Verantwortung führen lassen. Ich spreche davon, dass sehr viele Menschen in Angst leben UND verwirrt sind – sozusagen paralysiert. Die Masse der Bevölkerung hält einfach still, um der Möglichkeit des Schlimmerwerdens zu begegnen – was natürlich eine Illusion ist (gleich dem Hund, der sich die Augen zuhält , weil er „denkt“, man sieht ihn nicht mehr, wenn er nichts sieht.)

    Ja, die Menschen werden so, wie man sie SIEHT. Aber wie „sieht“ man sie? Das kann man am Besten daran abschätzen, wie man sie behandelte und behandelt. Nicht nur in Kriegszeiten gilt ein Menschenleben wenig. Gerade hier bei uns im Ruhrgebiet schufteten viele Menschen sich zu tode und ruinierten als Beigabe noch ihre Heimat. Zudem lautet das Grundpostulat einer großen Sekte, es gäbe eine Ursünde für ALLE – und die Frauen seien unwertes Leben.

    Es wird bald Dörfer ohne Kirchen geben, daran glaube ich.
    Es wird bald Dörfer ohne Behörden und ohne Behördeneinfluss geben, daran glaube ich.
    Es wird bald Lebensgemeinschaften geben, die in ihrem Kern nicht mehr bedürftig werden können, daran glaube ich.
    Und die vielen Ängstlichen und Verwirrten werden sicher in ein Modell einsteigen, in dem Klarheit herrscht und Angstfreiheit, wo es keine Willkür gibt, sondern Vernunft – daran glaube ich.

    Ich las eben noch mal auf der Seite mit dem Manifest von Jacob Jung. Einige der Diskussionsteilnehmer haben verstanden, Herr Jung nicht. Floskelhafte Ideale halfen bisher niemandem – und künftig auch nicht. (im Ministerium machen sie Rote Listen, unten wird planvoll vernichtet)
    Die „Herrschaft“ muss weg.
    Vier Worte umfasst mein „Manifest. Der schlimmsten Krankheit kann man die Macht entziehen – dem Wahnsinn auch, daran glaube ich.

    Meine 90% nehme ich zurück. Sie werden sehen, was passiert. Die kritische Masse für eine erfolgreiche Veränderung beträgt zwischen 5 und 10%. Warum wohl so gering? Die meisten Menschen verstehen sehr wenig von den „feinen“ Kommunikationsformen. Sie bemerken sie (Flow) nicht, wenn sie instruiert werden und entsprechend funktionieren; aber sie werden funktionieren, daran glaube ich.

    Wie wir an verschiedenen Politikern, die für die Bewegung schleimige Solidaritätsbekundungen abgeben, beobachten können, bereiten sich einige bereits auf einen Umstieg vor. Es sind die ganz Schlauen, die fern jeder Moral ihr Fähnlein bekleben. Andere sind da weitaus vorsichtiger und warten lieber. Wäre ich jünger und hätte mein Leben nicht gelebt, gehörte ich auch zu denen. Warten wir ab, ob die Zeit reif ist.

    Nach meiner Auffassung fehlt ein Konzept für regionale Autonomie – vielleicht sogar schon mit einer eigenen Währung und einem Geldverteilungsbüro, mit Strom- und Wasserversorgung und Land, das ALLEN gehört – ein paar Ideen aus der Hüfte heraus.
    Schlußendlich erinnere ich an die Worte von Victor Hugo. Mit der richtigen Idee wird es nicht mal mehr Armeen brauchen – wenn die Idee mehr, viel mehr ist als solche Worte, hinter denen nicht Liebe, Charakter und Tatkraft stehen.

    Herzlichst
    Wolfgang Jensen

    • Oktober 21, 2011 um 7:36 am

      Lieber Wolfgang, Danke für die Worte und dem ist nichts mehr hinzuzufügen. LG Martin

  11. Oktober 23, 2011 um 12:43 am

    Hier noch ein guter Artikel, der klar macht, dass das Thema Bankenrettung nur die Auslöser für die Protestbewegung war. Es haben sich inzwischen zu viele Punkte angesammelt, die das Fass haben überlaufen lassen: http://cleanerfish.de/2011/10/occupy-besetzt-das-hirn/#more-8

    • Kevin
      Oktober 24, 2011 um 10:18 am

      Ich sehe das Problem ganz woanders und könnte die Worte von Gauck sogar nachvollziehen (hat er das wirklich gesagt?) Allein solche Kommentare:“ Kaum Zeit für differenzierte Auseinandersetzung mit einem Thema. Kaum Zeit für Recherche – dafür Polemikzwang zur Steigerung der Auflage- und Wählerzahlen.“ Sind Symptom eines Wirrwarr an unterschiedlichen Meinungen, Ansichten und Protestabsichten, die am 15. Oktober den Weg auf die Straße gefunden haben. Dass es eine Bewegung gibt, ist unstrittig. Aber sie bewegt sich keineswegs in dieselbe Richtung… eher wie viele kleine Wellen, deren Wege sich kurz kreuzen und ne Menge Gischt verursachen. Die Kritik an fehlender Regulierung der Banken und die daraus erwachsenden Folgen sind wohl das einzige, was alle Demonstranten eint.

      Normalerweise ist es nicht meine Art irgendwelche Blogs zu zitieren, aber diesen Beitrag zum Zeltlager auf dem Alex fand ich doch sehr aufschlussreich (auch im Hinblick auf Ihre Beiträge zum Thema Echte Demokratie Jetzt):

      http://reflexion.blogsport.de/2011/08/27/das-zeltlager-auf-dem-alexanderplatz/

      • Oktober 24, 2011 um 11:07 am

        Vielen Dank für den Link, mit den sicherlich kritischen Stimmen. Ich sehe die Bewegung nicht als eine, die sofort und jetzt aufweisen wird, wo die Lösung aussieht. Diese Bewegung ist Antwort auf die exponentiell größer werdende Komplexität unserer Welt. Es ist klar ersichtlch, dass unsere gwählten Politiker überfordert sind. Und nun beginnt ein globaler Prozess der Umgestaltung. Alles ist auf den Tisch zu legen, zu sichten, zu bewerten, auszuprobieren und wieder zu verwerfen, bis wir gemeinsam eine neue Basis gefunden haben werden, Das geht nicht von heute auf morgen, Es kommen täglich neue Menschen hinzu, Real und im Web, die sich informieren, schlauer werden wollen. Es geht um ein Aufwachen und damit Hinterfragen, warum wir bestimmte Dinge tun und andere, die besser zu sein scheinen, eben nicht.
        Lassen wir dieser Bewegung Zeit. Hier entwickelt sich gerade eine neues, gesellschaftliche Gehirn. Die Neuronen verschalten sich neu und entwickeln ein neues Bewusstsein. Was dabei raus kommen wird? Keine Ahnung? Kann es schlimmer werden als jetzt?
        Diese Woche wir noch ein interessanter Artikel von Alexander Tornow auf The Intelligence kommen, der eine Parallele zur Natur zieht, Sehr lesenswert.

  12. Oktober 23, 2011 um 2:47 am

    Danke, Martin, für den Link.
    Eine kluge und klare Analyse. Ich antwortete darauf u.a.mit der Problematik der fehlenden Solidarität.

    Ich frage hier mal etwas ketzerisch:
    Ist der Mensch so schlecht, wie er behandelt wird?

    Oder förderte „man“ ganz gezielt seine schlechten Eigenschaften, um ihn logisch-konsequent entsprechend behandeln zu können?

    Braucht es gar das Erscheinen des „Übels“ in seiner extremsten Form, um auch den Weg zu einer „Befreiung“ finden zu können?

    Damit erst mal gut.
    Herzliche Grüße an Dich von

    Wolfgang

  13. Oktober 25, 2011 um 10:22 am

    Alexander Tornow hat einen äußerst inspirierenden Artikel über den Bewusstseinswandel, in dem wir uns gerade befinden und der sich mit der Occupy bzw. echte Demokratie jetzt! Bewegung ausrückt.

    Occupy und Globalchange – Die Natur liefert das Vorbild

    Genau das ist der spannende Prozess, in dem wir momentan stecken. Und dabei geht es nicht nur um die Macht der Banken oder der Beteiligung an politischen Prozessen. Letztlich geht es um einen Systemwandel, von dem unser Überleben abhängt. Es geht darum, durch Kooperation und neue Abstimmungsmustern im Kleinen wie im Großen zu etwas zusammenzuwachsen, das nachhaltig einen Lebensraum bieten kann.

  14. Oktober 25, 2011 um 6:54 pm

    Ja, ein sehr schönes Beispiel, das mir besonders gut gefällt wegen der Einzeller, die etwas „können“, was selbst intelligente Menschen in Erstaunen zu setzen vermag. Übrigens gibt es seit etwa 80 Millionen Jahren Tagfalter – sie überlebten, wie andere Tierwesen auch, alle Katastrophen.

    Meine Hoffnung ist, dass Menschen den Schritt (zurück!) von der Revolution (ICH will die Veränderung) zur Evolution (Vertrauen in die Ordnung) schaffen. Ist es wirklich so schwer, rückblickend zu erkennen, welche Folgen das menschliche (Über-) Machtgehabe* hatte?
    Auf federleicht-leben.de versuche ich jetzt, meine Standpunkte darzulegen – und ich bin zuversichtlich, ohne die (zu Schimpfwörtern verkommenen) Begriffe Politik und Demokratie auszukommen.
    * Wären solche Menschen nicht optimal betätigt beim Holzhacken?
    (sollte lustig sein)

    Herzlichst
    Wolfgang

    • Oktober 25, 2011 um 7:33 pm

      Lieber Wolfgang,
      ja, die Menschen sehnen sich vermehrt nach Vertrauen. Vertrauen in die Zukunft. Vertrauen in den Partner. Vertrauen in die Menschen, die ihn umgeben. Je besser man sich kennt, desto mehr Vertrauen kann aufgebaut werden. Daher sollten wir wieder im Kleinen und Regional wirtschaften und mit dem globalen ein Ende machen. Small is beautiful. Und die kleinen Falter auf Deiner Web-Site besonders.
      Wirst Du Dein Web-Site noch interaktiv machen?
      LG Martin

  15. Oktober 26, 2011 um 12:30 am

    Vielen Dank, Marin – freut mich besonders, dass Dir die „kleinen“ Falter gefallen. Auf einer unserer Seiten schrieb ich:
    Wenn dich ein Schmetterling anschaut weiß er, wer du bist.
    Wenn dich ein Schmetterling anschaut, weißt du, wer du bist.

    Im Kleinen und regional – damit stimme ich ganz und gar überein. Das schließt ja einen überregionalen Handel nicht aus: So viel, wie möglich – so wenig wie nötig. Hier im System, wo nur Wachstum zählt, gelten aber entgegengesetzte Prämissen – zu Lasten der Menschen, deren alleiniges Wachstum in zunehmender Kranklheit (im Kern verängstigt und verwirrt) besteht.

    Ich komme kurz zu einem Thema meines Anliegens. „Teile und Herrsche“, „Brot und Spiele“ – Menschen werden sich diesem „Spiel“ entziehen müssen, wenn sie jemals in die Lage kommen wollen, wieder Vertrauen zu entwickeln. Dabei kann man ihnen helfen. Die Medaille hat allerdings zwei Seiten: Einerseites gilt es, so wenig wie möglich zu verbrauchen, sich dem Konsumterror zu entziehen und dadurch autonomer (und gesünder) zu werden. Andererseits darf man ein System, in dem die Verantwortungsträger lügen und betrügen (etc.), nur so wenig wie möglich unterstützen. Es sollte (viele) Gemeinschaften geben, in denen Werte (Treue, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und soziales Engagement) als das Normale gelten – und nicht als verrückt bewertet werden.

    Deine Seite habe ich auf federleicht-leben verlinkt – wir haben derzeit 300 Besucher täglich,und ich hoffe, viele davon lernen Dich und Dein Gedankengut kennen. Für die interaktive Komponente reicht meine ohnehin knappe Zeit nicht. Aber, wenn Du ein paar Zeilen schreibst, seien sie auch noch so kritisch, kannst Du sicher mit einer Seite unter „Freuden“ rechnen; jeder Gedanke zählt als HABEN. Ich setze seit vielen Jahren auf ein Miteinander – und das schöpferische Prinzip von „Siebung und Auslese“: Der Beste soll’s machen.

    In den nächsten Tagen werde ich einige meiner Grund-Ideen veröffentlichen. Die Leute werden sich wundern, auch über den „Spinner“, der das Unmögliche denkt. Tatsächlich jedoch PASSIERT auf unserer Welt in jeder Sekunde das Unmögliche. Eltern SAGEN, sie wollen eine bessere Welt für ihre Kinder, sie TUN das Gegenteil, weil sie DENKEN, es geht nicht anderes.

    Lach mal: Ich kenne eine Ampel (Kreuzung am Ruhrpark), da halten einige Autofahrer bei Grün an – und fahren bei Rot los. Für einen Menschen, der seit 23 Jahren nur Rad fährt, natürlich kein Problem.

    Federleichte Grüße sendet Dir
    Wolfgang

  16. November 7, 2011 um 12:08 am

    Manfred Edinger hat in seinem heutigen Artikel ein schönes Bild der aktuellen Bewegungen gezeichnet. Er sieht als wichtiges Ergebnis die Schaffung eines neuen Weltbildes, an dem sich alle anderen Maßnahmen ausrichten können:

    Wofür die Occupy-Bewegung eintreten kann: Ein neues Weltbild als Grundlage von Politik und Wirtschaft

    – für ein Weltbild in dem die Güter der Erde für alle reichen
    – für ein wahrhaft ökologisches Weltbild in dem Lebewesen und Dinge nicht isoliert voneinander existieren, sondern alles mit allem zusammenhängt
    – für ein Weltbild in dem klar ist, dass ich das, was ich dem anderen zufüge, mir selbst zufüge
    – für ein Weltbild in dem die Würde aller Lebewesen als gegeben gilt
    – für ein Weltbild in dem Wachstum vor allem als geistiges Wachstum gesehen wird
    – für ein Weltbild in dem die Erkenntnisse der Physik über das Raum-Zeit-Kontinuum und über das Äquivalent und die Unzerstörbarkeit von Energie und Materie in unsere Lebenspraxis einfließen und uns die Angst vor dem Tod nehmen, und in dem es deshalb Sinn macht, sich so zu verhalten, als würden wir ewig leben, statt zu glauben, dass nach uns ruhig die Sintflut kommen kann.
    – für ein Weltbild in dem klar ist, dass wir Leben nicht machen können, sondern nur als Wunder verstehen können
    – für ein Weltbild in dem alles einen Sinn hat, auch wenn wir ihn nur annäherungsweise erkennen können, und in dem es deshalb nichts Wertloses gibt.

  17. Dezember 8, 2011 um 9:48 pm

    Schöner Song der Kölner Occupy Bewegung:

Comment pages
  1. Mai 29, 2012 um 8:35 am

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