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Wieder Gänsehaut durch Rede von Charlie Chaplin: als ich mich endlich lieben lernte

Hier steckt so viel Liebe drin, dass ich dem nicht mehr hinzufügen möchte:

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Das erst Mal Gänsehaut zu einer Rede von Charlie habe ich hier bekommen.

Und dann bin ich auf folgende Aussage des Indianers Lame Deer über das Leben vor dem Kommen seines weißen Bruders aufmerksam geworden. Diese Aussage bestätigt meine Annahme, dass wir eben nicht genetisch so geboren sind, dass wir gierig und faul sind und nur auf unseren Vorteil aus. Nein, wenn wir einander in Liebe und Verbundenheit begegnen, dass sieht das so aus:

Um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, daß er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und doch kann ich es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

Kategorien:Ethik
  1. April 27, 2012 um 2:54 pm

    Über diese Geschichte wird sich Wolfgang freuen, denn geht es ihm doch darum, Verstand und Liebe zusammenbringen zu können. Scheint etwas schwierig, wenn wir dieser Geschichte folgen, oder?

    DER VERSTAND UND DIE LIEBE

    Der Verstand begegnete der Liebe und sagte zu ihr: „Gut, daß ich dich treffe. Ich habe schon oft über dich nachgedacht, aber ohne ein befriedigendes Ergebnis. Deshalb möchte ich dich gern geradeheraus fragen: Was ist dein Sinn?“ Bevor die Liebe antworten konnte, fügte der Verstand hinzu: „Sag mir aber nicht, dein Sinn bestehe darin, die Menschen glücklich zu machen. Ich habe zu oft gesehen, daß du sie unglücklich machst.“
    „Mein Sinn besteht darin, daß die Menschen an mir wachsen und zu sich selbst finden. Durch mich werden sie zu denen, die sie sein können. Ich erwecke das Beste in ihnen und bringe es zur Entfaltung. Und ich schenke ihnen Glück. Daß dieses Glück vergänglich ist, darfst du mir nicht anlasten. Nichts ist von Dauer in dieser Welt. Und weder du noch ich haben die Macht, das Gesetz der Vergänglichkeit zu brechen.“
    „Ich weiß“, sagte der Verstand, „allerdings verstehe ich nicht, warum die Menschen im allgemeinen sich so sehr vor dir fürchten, obwohl du ihnen angeblich so viel Gutes zu geben hast, während sie zu mir volles Vertrauen haben.“
    „Das liegt daran“, antwortete die Liebe, „daß ich die Menschen ins Unbekannte führe, während du mit ihnen auf Wegen gehst, die sie gut kennen.“
    „Aber du sagtest doch gerade“, wandte der Verstand ein, „daß du ihnen hilfst, zu sich selbst zu finden.“
    „Das tue ich auch“, erwiderte die Liebe. „denn ihr wahres eigenes Selbst ist den meisten Menschen unbekannt. Und daran bist du, mein lieber Verstand, nicht ganz unschuldig.“
    „Wieso?“
    „Du bringst sie dazu, Schutzmauern gegen mich aufzubauen, indem du ihnen einredest, wie gefährlich ich sei und wie groß die Schmerzen und Enttäuschungen sein können, die ich ihnen bereite. Du lehrst sie, mich zu fürchten.“
    „Und habe ich nicht recht damit?“ fragte der Verstand.
    „Nein, du hast unrecht. Die Menschen verletzen sich nicht an mir, sie verletzen sich gegenseitig. Sie sind nicht enttäuscht von mir, sie enttäuschen sich gegenseitig. Und die Schmerzen, die sie erleiden, stammen nicht von mir, sondern daher, daß sie mein Wesen nicht tief genug verstehen. Wie sollten sie es auch können, wenn du sie unentwegt daran hinderst, sich ganz und gar auf mich einzulassen? Denn nur so können sie mich wirklich kennenlernen – und damit sich selbst.“
    „Dieses Gespräch hat keinen Sinn“, sagte der Verstand. „Wir reden aneinander vorbei.“
    „Weil du nicht schweigend reden kannst“, erwiderte die Liebe.

    Fundstelle Dank Manfred: Hans Kruppa Geschichten

  2. Mai 2, 2012 um 9:30 pm

    gerade entdeckt, leider ohne Autor:

    Wenn ich liebe seh’ ich Sterne.
    Hab ich geliebt sehe ich den Mond.
    Ach es war nur ne Laterne.
    Na trotzdem hat sich’s gelohnt.
    Die Liebe lohnt sich immer
    Denn ohne Liebe ist alles nichts.
    Wer die Liebe zulässt,
    wird immer beschenkt.
    Denken wir zu weit voraus,
    misstrauen wir der Liebe
    und versuchen sie zu berechnen.
    Die Liebe eröffnet sich uns
    aber immer nur im Augenblick.
    Vielleicht gerade jetzt?

  3. Juni 1, 2012 um 12:28 pm

    ich habe gerade eins seiner Gedichte von Sirijana Pm zu Angst und Liebe aus 1989 erhalten, das hier passt:

    Ängste

    Ich habe Angst geliebt zu werden,
    ich habe Angst Liebe anzunehmen,
    ich habe Angst vor der Tiefe meiner Gefühle,
    einfach geschehen lassen,
    einfach zu empfinden, zu nehmen, zu geben,
    ich habe Angst vor der Tiefe in mir selbst.
    Ängste sind die Schattenseite der Liebe.

    Das gilt wohl besonder für Jene, die auf Gehorsamkeit gedrillt wurden …

  4. Juni 1, 2012 um 12:52 pm

    Es werden immer wieder Menschenwesen geschickt, die nicht für dieses System geschaffen sind. Man muss ihr Licht beschützen und sie ihre Träume, die realer als jede Beschreibung der Realität sind, träumen lassen und lernen, ihre „Sprache“ zu interpretieren.

    Wolfgang

  5. Juni 6, 2012 um 11:21 pm

    Kein Modemagazin, keine Berater oder Systemmedien können dem Menschen die Lebensrichtung vorschreiben. Schönheit, Verbundenheit, Treue, Fürsorglichkeit, Kreativität, Hingabe, ja sogar starke humane Wirtschaftsstrukturen entstehen zweifelsohne im Herzen. Rebellion ist quasi nichts Weiteres als tiefe, vollkommene Liebe.

    gefunden in: Die wahren Werte der Liebe – eine manipulierte Gesellschaft, von Joachim Sudnern

  6. Oktober 20, 2012 um 12:18 pm

    Pure Poesie: wie die Wilden unsere Welt verstehen:

    .
    Und wir müssen uns nicht wundern, wenn von den Menschen, die sich das Land dieser „Wilden“ genommen haben, sich immer weiter den Rest der Welt unterordnen wollen, bis auch die letzte Faser im Gewebe des Schöpfers zerstört ist und sich damit der Mensch seine Lebensgrundlage genommen hat …

  7. Dezember 26, 2013 um 2:45 pm

    Meinen herzlichen Dank für diese Zusammen-Stellung!
    – Darf ich einen Hinweis auf diese Seite weiterleiten ? –
    ——————–
    *Selbst-Liebe/Sehen-lernen*

    Der Spiegel im Badezimmer…
    Die Frau ging gebückt -wie immer- ins Badezimmer.
    Sie wollte ihr Spiegel-Bild nicht sehn.
    Sie wußte und kannte es bestens.
    „Häßliches Wesen !“…“Versager !“…“mißratene Kreatur!“
    würde er ihr zurufen, dessen war sie sich sicher.
    Nur nicht hinkucken ! dachte sie jeden Morgen.

    Eines Tages vernahm sie ein leises Flüstern.
    Es knisterte irgendwie in der Nähe des Spiegels.
    War das nicht eine Stimme ?
    „Raus!“ dachte sie nur noch.“Schnell raus !“

    Aber da war diese leise Stimme wieder:
    „Schau doch mal hin !“
    Die Frau lugte vorsichtig zwischen den Fingern ihrer vorgehaltenen Hände durch … ein Paar dunkle Augen blickten sie an, fragend, vorsichtig.
    „Schau mal genauer hin !“
    Zaghaft hob sie noch ein paar Finger.
    Sie erblickte eine Frau mit großen fragenden Augen.

    „Schau mal GANZ genau hin !“ schien die Stimme sie wieder zu ermahnen.
    Die Frau erblickte ein sehr ernst aus-sehendes Gesicht. Schmal, beinahe hager war es.
    Da sagte die Stimme klar und deutlich :
    „Mit den Augen der Liebe gesehen, bist du wunder-wunder-schön :)!“
    😉
    Da fing die Frau wieder an zu leben.
    Ab und zu, wenn sie wieder in die alte Verurteilung fallen wollte und alles über ihr zusammen-zu-brechen drohte, suchte sie den Spiegel auf und er sagte ihr immer wieder: „Mit den Augen der Liebe gesehen, bist du wunder-wunder-schön :)!“

    Das gab ihr mehr und mehr Kraft, weiterzugehen und wieder neue Schritte zu wagen.
    Und HEUTE kann sie ihrem Spiegel-Bild herzlich lachend „DANKE !“ sagen ! 😀

  8. März 27, 2014 um 7:55 pm

    Passend zum Rollenspiel, wer sich nicht liebt und Dabseinerfahren als Leibebeweis ansieht:

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