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Folgen wir Ideologien, weil wir Sicherheit suchen und im Vertrauen folgen wollen? Wann ist der Mensch vollkommen?

Jiddu Krishnamurti spricht darüber, dass wir nur frei von irgendwelchen Ideologien oder festen Überzeugungen uns miteinander autauschen können, um unser Leben besser einzurichten?

Was ist falsch gelaufen? Was ist mit dem Herz und Verstand passiert nach Millionen von Jahren Entwicklung, Erfahrungen und Anhäufung von Wissen. Trotz der vielen Lehren ist immer noch so viel Chaos und Hass auf dieser Welt. Warum ist in der langen Zeit keines dieser Probleme gelöst worden?

Seit Angebinn des menschlichen Seins lebt er im Konflikt mit seiner Umwelt und den Seinen. Wieso findet er keinen Ausweg?

Der Sprecher stellt interessante Fragen, mit denen wir uns auseinandersetzen sollten. Und am Ende kommt eine Feststellung, die für unseren aktuellen Wandel unseres Zeitgeistes wichtig ist. Ich habe mal ein wenig aus dem Vortrag mitgeschrieben:

Ist unser Gehirn falsch programmiert, weil es eine ewige Sehnsucht nach Sicherheit erzeugt?

Man kann körperliche Schmerzen als auch psychische beenden, wenn seine Ursachen bekannt sind.

Ist es möglich, dass es die Vorstellung der Individualität, der Differenzierung  von ich und du, ist, die die Sehnsucht nach Sicherheit hervorgebracht?

Oder ist es das viele Wissen, das wir anhäufen, das uns immer unsicherer Macht und uns nach Sicherheit sehen lässt?

Kriege sind die Ursache von Spaltungen, in Nationen oder Ideologien. Wenn wir diese Spaltungen aufheben, könnte es enden.

Wenn Gott uns nach seinem Bild geschaffen hat, dann muss es grausam sein. Es ist also offensichtlich, dass allein wir Menschen für uns verantwortlich sind. Wo also liegt die Ursache der Unordnung? Ist es die Selbstsucht? Ist es das gespeicherte, psychologische Wissen, das wir seit Jahren übertragen haben in mein Glauben und dein Glauben?

Warum wurden wir bei all dem Wissen ein so grausam agierendes Wesen?

Ist unser Bewusstsein das Problem? Wie wollen wir das herausfinden? Indem der Auto es uns sagt? Klar, wir suchen immer den einfachsten Weg. Aber der Sprecher kann es uns nicht sagen, denn wir allein sind dafür Verantwortlich, die Ursache dafür zu finden, warum das Chaos in dieser Welt ist.

Unser Gehirn und unser Denken ist ein Produkt der Zeit. Wir sammeln während unseres Lebens eine Fülle an Konzepten, Wissen und Erfahrungen an. Ist unser Denken selbst womöglich die Ursache für die Grausamkeiten?

Es gibt kein vollständiges Wissen, d.h. wir leben immer im Schatten der Unwissenheit. Ist unser Denken vor dem Hintergrund dieses Schattens das Problem?

Oder ist das Denken an sich das Problem? Wenn es das ist, wie kann es beendet werden, um daraus etwas Neues entstehen zu lassen?

Erst wenn ein Mensch soweit ist, dass er keiner anderen Autorität erlaubt, über sein Denken und Handeln zu bestimmen, ist er ein vollständiger Mensch.

Jiddu Krishnamurti hat Ghandi kennengelernt und so scheint es mir nicht sehr fern, wenn auch er sehr anarchistisch denkt, d.h. dass der Mensch sich ohne Hierarchien organisieren sollte. Nur wer nicht erlaubt, dass über ihn bestimmt wird, kann auch nicht über andere bestimmen. Es kommt dann darauf an, gemeinsam im Dialog zu den Lösungen aktueller Probleme zu kommen. Sollten wir nicht mehr darauf Vertrauen, dass wir selbst die gerade anstehende Lösung im Zusammenspiel mit unseren Nächsten finden werden. Sollten wir also aufhören, uns immer mehr Mauern von Regeln um uns hochzuziehen, weil wir meinen, damit mögliche Probleme, die noch kommen könnten, in den Griff zu bekommen. Wir sollten uns mehr auf unsere Intuition verlassen und nicht aus Angst vor nicht zu bewältigenden  Krisen lauter Schutzwälle bauen.

„Schmerzen verschwinden, wenn deren Ursache beseitigt werden.“, sagt Jiddu Krishnamurti. Ein Lösung, die nicht die eigentliche Ursache anpackt, kann Schmerzen nicht lindern. Daran sollten wir jetzt denken, wenn wir die vielen um uns dräuenden Krisen sehen.

—-

So können wir jedenfalls unsere Welt nicht von Gewalt befreien:

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Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Juli 29, 2011 um 4:59 pm

    Viele wahre Worte, die Du in dem Artikel zusammengefasst hast. Ich werde mir das Video am Wochenende mal ansehen.

    „Erst wenn ein Mensch soweit ist, dass er keiner anderen Autorität erlaubt, über sein Denken und Handeln zu bestimmen, ist er ein vollständiger Mensch.“

    Nur so entsteht Freiheit.

  2. Juli 29, 2011 um 5:34 pm

    Und wir haben so viele Möglichkeiten die Welt lebenswerter zu machen. Manchmal braucht es nur andere Worte, um große Gefühle zu erzeugen:
    .

  3. Juli 29, 2011 um 6:48 pm

    Ja! Und es ist erlernbar!

  4. Elke
    Juli 29, 2011 um 8:36 pm

    Hallo Martin

    bemerkenswerte Rede. Inhaltlich stimme zu. Nur wenn wir unser Bewusstsein ändern , können wir unser Miteinander friedlich ausgestalten und die Welt pflegen, statt auszubeuten. Das was er als Folge des Denkens annimmt, sehe ich als Folge unseres Egos, dass sich ständig selbst beweisen will, sich misst und über andere stellen möchte- Das EGO ist wohl eher eine Mischung aus Denken und Fühlen, man kann beides nicht getrennt sehen -> sie beeinflussen sich gegenseitig. Daher ist es auch nicht dasselbe, wenn zwei das Gleiche tun! Auch wenn man enttäuscht ist, oder im Zorn, macht man Sachen, für die man sich später schämt.

    Was noch unbeachtet bleibt, sind beeinträchtigte Personenkreise, die nicht selbst entscheiden können –ohne das sie selbst, oder andere Schaden nehmen. Sie sind auf Hilfe – auch auf Autoritäten- die u. U. Grenzen setzen (müssen) angewiesen.
    Auch seine Ansicht über Gott teile ich nicht (über Ideologien schon) Religionen empfinde ich als eine Gefahr, wenn sie fanatisch werden und Andersdenkende „ausmerzen“ wollen. Im Islam ist das Töten von „Ungläubigen“ keine Sünde.

    Wenn ein „Überwesen/oder intelligentes Bewusstsein“ außerhalb unseres Kosmos in einer anderen Dimension existiert – also ohne unsere Raum und Zeit -Begrenzung– dann wäre er/es in der EWIGKEIT (quasi zeitlos/immerwährend) Das würde auch die Prophezeiungen in der Bibel (Offenbarung usw.) und Fähigkeiten bei Personen wie Nostradamus erklären. Die Zeit wäre dann keine Abfolge, sondern alles wäre gleichzeitig präsent…man könnte also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Augenblick betrachten.

    Unser Kosmos dehnt sich aus, aber wohin?

    Dass ein Gott, aus Erde einen Menschen gebastelt hat – mag ich auch nicht so recht glauben, genauso wenig an einer Aneinanderreihung von Zufällen die ein hoch kompliziertes System entstehen lassen haben. Aber an eine hoch entwickelte Intelligenz, die ein biologisches „Programm“ entwickelt hat, dass sich (kontrolliert) weiterentwickelt schon.
    Beim Bibellesen fällt es mir immer wieder auf, wie oft vom Himmel die Rede ist. Dann gibt es noch unerklärliche Phänomene die Erik von Däniken in seinen Büchern beschreibt. Auch Zeichnungen im Gestein , Jahrhunderte alt und nur aus Vogelperspektive erkennbar. Die exakt nach den Himmelskörpern ausgerichteten Bauwerke aus der Antike. Ich kann mir vorstellen, dass da Zusammenhänge bestehen.

    Sag mal, du als Physiker, hältst du solche Gedanken für spleenig ?.

    Lieben Gruß
    Elke
    .

    • Juli 29, 2011 um 10:45 pm

      Hallo Elke,
      spleenig? Nein, ich hatte mir in der Zeit zwische 15 und 25 sehr viele Science Fiction Romane, die sich mit diesen Themen beschäftigt haben, regelrecht reingefressen.
      Am Ende habe ich für mich entschieden, dass es keinen Sinn macht, sich ein Überwesen vorzustellen. Denn hier folgt immer gleich die Frage: Und wer hat das Überwesen geschaffen? Und wen hat dann dieses Wesen geschaffen.
      Was ich mir vorstellen kann ist, dass unser Zeitmodell aufgrund unserer Wahrnehmung und Denkens tatsächlich beschränkt ist. Dass es parallele Welten gibt, kann ich mir gut vrostellen, wo es Übergänge gibt. Dass unsere Gedanken vernetzt sind und es nur wenige bemerken, ist mir vorstellnbar.
      Interessant fand ich seinen Ansatz, dass durch die Differenzierung des ich und du wir genau zu der Ausgrenzung kommen. Wenn ich mir vorstelle, dass man wie ein Bork aus der Enterprise 2 denken würde, müsste es innerhalb der Gemeinschaft ohne Konflikte ablaufen. Ich denke da an Völker wie Ameisen oder Bienen. Hier scheint es keine individuelles Denken zu geben. Alles ist Gemeinschaft.
      Er fragte, was wir uns vorstellen könnten, wenn das Denken das Problem sein könnte, um es als Ursache auszuschalten. Wenn ich mir Tiere anschaue, so denken diese sicher auch, wenn auch nicht so komplex und nachhaltig.Tiere denken, scheint mir, immer nur an die gerade zu lösende Aufgabe. Es gibt keinen bewussten Plan könnte man meinen. Aber auch das ist nicht ganz richtig. Elefanten und Wale kommunizieren sehr stark und geben ihr Wissen über die Wanderungswege weiter. Da steckt dann ein immer wieder ablaufendes Programm drin. Aber ob das was mit dem stecken von Zielen und finden von Wegen dorthin zu tun hat? Prinzipien sind aber auch hier zu erkennen. Wale jagen gemeinsam und müssen sich abstimmen. Genauso Jagdgemeinschaften von Wölfen oder Löwen. Es gibt ein grobes Ziel. Aber jedes Tier muss immer wieder neu entscheiden, was es tun muss, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Aber auch in diesen Gemeinschaften ist Brutalität zu erkennen. Zuerst fressen die Starken und die Schwachen müssen nehmen, was übrig bleibt.
      Solange alles im Überfluss ist, geht es gut. Sobald Engpässe eintreten, kommt Gewalt auf. Purer Überlebenskampf? Aber warum lassen die, die im Überfluss leben, dann andere verhungern und schauen auch noch wissentlich dabei zu. Und zocken dann auch noch weiter, und treiben damit die Lebenmittelpreise hoch? Ist es dann das falsche Denken? Ist das Denken das Übel? Wenn ja, was sollten wir dagegen tun? Aufhören zu denken ist doch wie sterben? Wäre es besser, wir gingen freiwillig von dieser Erde, weil wir erkennen müssen, dass wir ein Fehlschlag der Natur sind, wie es von Hoymar Dietfurt vor Jahrzehnten schon mal gefragt hat?
      Ich muss nachdenken …
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Martin

  5. Elke
    Juli 30, 2011 um 11:46 am

    Hallo Martin,

    dasselbe „Denkproblem“ hatte ich auch – wenn es Gott/ ein Überwesen gibt woher stammt es, warum ist das so, wo liegt die Quelle des Daseins…

    Es gibt unzählige Thesen/Theorien in allen möglichen Richtungen- aber keinen endgültigen Beweis – weder für die Existenz noch für die Nichtexistenz. Daher muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden woran er festhalten möchte. Mystiker, ich denke Jesus war auch einer, haben anscheinend bessere Wahrnehmungen und ein weitreichendes unbeschränktes Denken, mehr als „normale“ Menschen, die sich nur in ihren erlernten rationalen geistigen Regelwelten bewegen können. Es gibt es z. B. Spontanheilungen nach Heilungsgottesdiensten, nach Betabenden usw.- niemand kann es erklären und sie sind medizinisch bewiesen. Ebenso die unerklärlichen Nahtoderfahrungen mit denen ich mich ein wenig befasst habe.

    Na ja, aber lassen wir das Thema damit ruhen – eine Lösung werden wir nicht finden. Wenn du dich dazu entschieden hast Atheist zu sein ist es okay, sowie ich mich entschieden habe, dass Gott für mich existiert. Missionieren kann und will ich niemanden, dazu habe ich selbst viel zu viele Fragen in mir…

    Das Denken ist meiner Meinung nach Überlebenswichtig. Dazu glaube ich, je höher eine Spezies entwickelt ist, desto umfangreicher müssen die Denkprozesse sein, denn je mehr Handlungsspielraum im Leben besteht, desto größer sind die Auswahlmöglichkeiten im Tun. Wir müssen uns immer wieder darüber im Klaren werden- wie die Folgen unseres Handels aussehen können, oder aus Folgen lernen um sie entweder abwenden zu können, oder durch Wiederholen wieder eintreten zu lassen – je nachdem. Das können wir auch, aber, und da sehe ich das Problem der Menschheit – unser Ego sucht immer danach die eigenen Wünsche/Ziele zu erfüllen. Es sind zwei Extreme die uns Rücksichtlos werden lassen. Wir haben nicht genügend Gemeinschaftssinn entwickelt und das ist für mich tatsächlich der größte aller Denkfehler, der uns schließlich zum Stolperstein wird, schon geworden ist. Alle Probleme dieser Welt sehe ich darin begründet – die Unfähigkeit .auf erworbene Güter zu verzichten, zu teilen und auf Bequemlichkeit zu verzichten, alte Gewohnheiten abzulegen. Weiterhin der Wunsch Recht zu haben, andere zu Übervorteilen und sich von der Masse abzuheben. Ideologien in jeder Form, die darauf abzielen, andere zu belehren, zu überzeugen oder gar auszurotten, weil sie nicht ins Schema F passen (das war z. B. bei Hitler so, die Arierrasse die nicht „verunreinigt“ werden durfte). Das ist heute immer noch so, die Facetten sind weit gefächert und nicht immer sofort auf Anhieb erkennbar – aber vorhanden.

    Wir wissen es. Wir zerstören die Welt mit unserem Lebensstil, verunreinigen Flüsse, Meere, Luft, roden Wälder, rotten ganze Arten aus, vergeuden Ressourcen usw. Alles wird getan, um noch mehr Geld zu erwirtschaften. Die AG geben uns Ziele vor, wir machen mit, weil wir Einkommen erzielen wollen, mehr Spaß im Leben haben möchten, Komfort, Lebensgefühl. Dafür bezahlen andere teuer, sogar mit ihrem Leben, damit wir gut Leben können, gut, im Sinne von verschwenderisch, zerstörerisch.
    Schlimm ist, wir sind aber nicht Willens genug damit aufzuhören, sagen uns ->der Nachbar von nebenan ändert ja auch nichts, also machen wir auch weiter….was bringt das schon, wenn ich alleine etwas ändere…

    Und deswegen schrieb ich auch, wir müssen unser Bewusstsein ändern, nur so haben wir eine Chance den Planeten, Fauna und Flora, alle Lebensformen und schlussendlich uns selbst zu bewahren, oder zumindest ein vorzeitiges Ende zu verhindern. Denn egal was wir machen, ich glaube die Erde wird wie alle anderen Planeten/Sterne auch, irgendwann erkalten und alles Leben auf ihr verlöschen.
    Bis dahin sind aber noch zig Millionen Jahre Leben möglich…

    Buchtipp: TERRA MADRE von CARLO PETRINI

    Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende- hoffentlich kommt bald schönes Sommerwetter … ich bin den Regen leid – würde ihn gerne nach Somalia entsenden…

    Lieben Gruß
    Elke

    Sorry, ich schreibe immer ziemlich lange Texte.

    • Juli 30, 2011 um 7:26 pm

      Liebe Elke,
      ich freue mich über jede Zeile von Dir, daher dürfen Deine Kommentare so lang sein, wie Du noch etwas zu sagen hast.
      Es gibt eine starke Programmierung in uns, die uns dazu führt, immer etwas mehr darzustellen, als die anderen. Es liegt in unserem Fortpflanzungstrieb. Besonders bei den Männer ist dies zu bemerken. Je mehr Status desto mehr Chancen hat er, seine Gene weiterzugeben. Getrieben wird er dabei aber durch das Auswahlverfahren der Frau. Da sie im Gegensatz zum Mann sich nur wenige Male reproduzieren kann, muss sie sich auf Signale der Fitness des Mannes verlassen können. Darwin hatte diese Mechanismen paralllel zu seiner bekannteren These des Überlebens des fitteren entdeckt. Denn er hatte sich gefragt, warum sich auf der Welt Merkmale wie z.B: der Schwanz des Pfaus entwickelt haben. So ein Schwanz erzeugt zusätzliche Kosten. Diese signalisieren aber genau, dass man sie sich leisten kann. Also wählen die Weibchen nach solchen Kriterien und damit verstärken sie solche Entwicklungen.
      Ich habe zu diesem Thema vor einem Jahr mal gepostet: Der verloren gegangene Schatz Darwins: die sexuelle Selektion – Wir haben ein großes Gehirn, weil der Mann buhlt und die Frau wählt
      Wenn wir diesen Mechanismen bewusst sind, sollten wir auch dagegensteuern können und uns nicht mehr damit beschäftigen müssen, zu zeigen, wie toll man doch ist. Zumal wir es meist für Menschen tun, dir wir gar nicht ausstehen können.
      Ja, Sonne wäre schön. Die armen Eisverkäufer, sie kommen so auch weniger zurecht …
      Liebe Grüße, Martin

  6. Juli 30, 2011 um 8:49 pm

    Der Ping-pong ist leider nicht angekommen ursprünbglich wollte ich einen Kommentar hierzu verfassen ist leider mehr geworden, wer lust hat kann ja mal das zimmer tauschen und bei mir unter „Über Gott und die Welt – die Antwort ist 42 nachlesen“, bin gespannt was ihr dazu meint, ist ja nicht „wischenschaftlich“ belegt nur so eine Theorie von mir! Viele Grüße Mike 😉

  7. Elke
    Juli 31, 2011 um 3:49 pm

    Hallo Martin

    Danke, das freut mich

    Ist dir eigentlich bewusst, das die bekannten Theorien nur von Männern stammen?

    Darwin´s Theorien basieren auf rein evolutionäre Bedingungen. Das ist mir ehrlich gesagt zu banal. Freud interpretiert ebenfalls das Verhalten von Mädchen und Jungen als Ursprung des Triebes (Penisneid). Ich denke nicht, dass es so einfach ist, man alles mehr oder weniger der triebhaften Natur und dem Instinkt zuschreiben kann. Genaugenommen ist das Buhl-/Balzverhalten der männlichen Spezies in der Tierwelt nicht anders, teilweise sogar ein recht buntes Programm. Diemhaben aber kein großes Gehirn …

    …. von daher halte ich diese These für ziemlich unwahrscheinlich.,dem fiel wohl nichts besseres mehr ein 

    Das menschliche Gehirn gibt den Forschern immer noch viele Rätsel auf, vielleicht werden ja in näherer Zukunft neue Erkenntnisse gewonnen…

    http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/

    Ich denke, das uns die Emotionen dazu verleiten falsch zu handeln, sonst wären wir sicherlich besser in der Lage rational zu entscheiden und für uns und unsere Umwelt die richtigen Entscheidungen zu treffen (nach besten Wissen und Gewissen).

    Lieben Gruß
    Elke

    • Juli 31, 2011 um 4:55 pm

      Hallo Elke,
      wir werden nie wirklich rational entscheiden können. Alle Entscheidungen, die wir auf mehr als 12 Parameter fällen, erfolgen aus dem Bauch heraus, sprich hier nutzen wir unsere Erfahrungen, die sich in Gefühlen ausdrücken. Wenn wir uns nich wohl fühlen, entscheiden wir uns dagegen. Nicht umsonst sagen wir, dass wir nochmals drüber schlafen sollten. Unser Unterbewusstsein bereitet dann unsere Entscheidungen weiter vor. Es gibt ein sehr schönes Buch dazu, ich habe hier darüber geschrieben:
      agiles Geschäftsprozessmanagement durch intuitive Improvisation a la SCRUM
      Komplexität werden wir nich wirklich gut als Mensch berrschen. Daher ist mir ja auch so flau, wenn ich daran denke, das Menschen die Kernkraftwerke steuern.
      Und ja, von Frauen sind weniger Theorien bekannt geworden. Ich vermute mal, dass das daran liegt, dass Frauen viel zu lange aus der Wissenschaft ausgeschlossen waren …
      Lieben Gruß, Martin

  8. Elke
    August 1, 2011 um 9:04 am

    Hallo Martin

    Das schon, aber ich meinte, dass wir insgesamt für die Allgemeinheit bessere Entscheidungen treffen würden, anstatt unsere eigennützigen Interessen abzudecken.

    Ein weiteres Problem der Komplexität und auch der Globalisierung sind die vielen Einflussfaktoren die wir ohne weiteres gar nicht mehr selbst bestimmen können. Die Lehmann-Brother –Geschichte hat gezeigt, wie andere automatisch hineingezogen werden, ohne das sie im eigentlichen Sinne Verursacher waren.

    Grupp, der Trigema-Boss hat ein geniales Statement bei Maischberger abgegeben, dass sich mit Haftungsfragen bei Verlusten beschäftigt. Auch wir, die Steuerzahler zahlen für die Fehler der Konzernlenker, wobei diese munter weiter expandieren und Millionengewinne einfahren können…

    Manchmal habe ich den Eindruck, wir haben uns eine Welt „geschaffen“ die den meisten mittlerweile zu viel abverlangt und letztendlich viele daran scheitern, sie aufgeben lässt. Deshalb auch die Zunahme der seelischen Erkrankungen.

    Lieben Gruß
    Elke

    • August 1, 2011 um 9:48 am

      Hallo Elke
      ja, die Welt ist inzwischen durch die globale Vernetzung so undurchsichtig geworden, dass man sich in vielen Bereichen nur noch auf Experten verlassen kann. Und wenn wir erkennen, dass selbst unsere Experten nicht mehr druchblicken, dann kommt ein ungutes Gefühl des Ausgeliefertseins auf. Und das kann eigentich nur krank machen.
      Ich hatte schon einmal darüber geschrieben, dass wir uns überregulieren und dabei z.B. unsere soziale Verantwortung immer mehr von uns auf den Staat verlagern. Leider werden unsere Gesetze immer mehr, als dass wir hier mal aufräumen und auf einige wenige Gesetze vereinfachen.
      Übrigens gibt es interessante Ergebnisse aus der Spieletheorie, die zeigen, dass es sehr wohl Sinn macht, eher kooperativ zu sein als auf dem eigenen Vorteil nachzugehen.
      Lieben Gruß, Martin

  9. Mai 17, 2012 um 8:47 pm

    Auch Chomsky wehrt sich gegen Ideologien:

    Chomsky hält nämlich sehr wenig von diesen theoretischen Konzeptionen, Dogmen und Erklärungen, weil sie für ihn einfache gesellschaftliche Tatsachen und Zusammenhänge unnötig kompliziert erscheinen lassen. Intellektuelle bringen nämlich aus Gründen der eigenen Selbstbeweihräucherung gern einen akademischen Kult oder eine Orthodoxie um eine „Theorie“ bzw. einen Autor hervor, dem dann nur noch eingeweihte Geisteswissenschaftler oder Jünger folgen können. Dementsprechend sind zum Beispiel Marxismus und Freudianismus für Chomsky nichts anderes als „irrationale Kulte“ oder „Theologie“. Denn es ist schon ein Fehler, „wenn man so etwas wie ´Marxismus` überhaupt diskutiert. In der Physik diskutieren wir ja auch nicht den ´Planckianismus`, weil es einfach unsinnig wäre.“[14] Die Sozialwissenschaften unterscheiden sich in dieser Hinsicht bedeutsam von den Naturwissenschaften. In der Gesellschaftswissenschaft können sich nämlich fehlerhafte Annahmen, Kulte, Dogmen und Theorien verselbstständigen und verewigen, da eine objektive Überprüfung kaum oder nur schwer möglich ist. Dies liegt daran, dass es in den Geisteswissenschaften leichter ist, Dinge oder Tatsachen zu ignorieren, wenn man sie nicht hören will, weil sie nicht ins eigene theoretische Schema passen. Kritische Analysen können beispielsweise einfach missachtet werden, wenn ihre Resultate oder Botschaften den Intellektuellen nicht passen.[15]

  10. Oktober 23, 2014 um 4:48 am

    „Wann ist der Mensch vollkommen?“

    Wenn er die Vollkommenheit des Höchsten (Gott), des höchsten Prinzips / Gesetzes / Wertes, erkannt und ANERKANNT hat und sich als Teil und Diener dieses Prinzips versteht.

    Damit Menschenleben funktionieren und die Menschheit langfristig in der Schöpfung/ Evolution verbleiben kann, müssen junge Menschen am Beginn der Pubertät von den Älteren eingeweiht werden und durch den Prozeß der Initiation / Ascension zum wahren Erwachsensein / Menschsein geführt werden. Damit sie ihre Kinder im Bewußtsein des höchsten Prinzips aufziehen können.

    Davon ist die zivilisierte Gesellschaft – heilbar – „entfremdet“.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang

  11. Mai 11, 2015 um 12:16 pm

    hallo

    Zur Frage:
    Ist Gott ein grausames Wesen?
    Nein, ein klares NEIN.

    Warum?
    Jeder Mensch hat es selbst in der Hand, welchen Weg er einschlägt, er hat den freien Willen, ….
    es gibt eine Studie über Geschwisterpaare, die Geschwister sind ungefähr gleich alt, wachsen im selben sozialen Umfeld auf, ….
    nun, der eine geht den vermeintlich „leichteren Weg“ wird kriminell,
    der andere setzt sich an die Bücher lernt fleißig, wird Arzt, Lehrer, ….,

    Zwei Brüder, zwei Geschwister, ….
    in der Bibel ist auch ein Gleichnis davon,
    das Gleichnis von Kain und Abel, ….

    und noch eines,
    Die Seele ist formlos, jedoch net leblos, sie fungiert als eine Art Datenspeicher, indem alles aufgezeichnet wird, ob jetzt bewusst und unbewusst, nun, und am Ende des Tages, wird “ausgelesen” bzw. “gerichtet”, gerecht gerichtet, und da kommen die “10 Gebote ins Spiel”, die heilige Schrift, die Bibel, …..
    so einfach ist es eigentlich, ….

    Nun, noch eines, um das auch zu “untermauern”, eine Frage:
    Jeder macht es, ob jetzt ubewusst oder bewusst, was ist das?
    einfache Antwort:
    das Atmen, die Atmung,
    sieht man sich jedoch mal den Vorgang der Atmung im Detail an, so ist das eine sehr, sehr, sehr komplexe Angelegenheit.

    Jetzt werden sicher einige Fragen, was ist der Sinn des Lebens?
    Nun, ich sage es mal einfach:
    Erfahrungen zu sammeln,
    und ein Mensch zeigt dann seinen wahren Charakter, wenn er zu seinen Fehlern steht, und sie als Anlaß nimmt aus ihnen zu lernen.
    Wie ich auch immer sage:
    Das Leben ist ein ständiges Lernen, und das ist gut so, denn das Lernen, als solches ist der Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele.

    Mensch = Mensch, kein darüber, kein darunter, und die Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied.

    Manche Menschen, Menschengruppen meinen, sie stünden über den anderen, siehe Könige, Politiker, Juristen, ….
    und im Grunde ist es so, egal ob Kaiser, König, Bauer, Bettelmann, jeder ist mal mit den Sterben dran, und ob Du recht gehandelt hast oder nicht, sagt Dir dann das Gerechte Gericht( = Gottes Gericht).

    Falls jemand zweifel hat, hier mal ein Zitat:
    Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft fürhrt zum Atheismus, doch am Grund des Bechers, wartet Gott.
    (W. Heisenberg, Mathematiker, Physiker, Nobelpreisträger)

    wenn ich heute die Welt betrachte, so sehe ich was ich sehe,
    es sind Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen häufen sich, …., und dann sage ich es einfach:
    Man erkenne die Zeichen der Zeit …..

    LG
    harald
    http://bildung21.wordpress.com

  1. Juli 30, 2011 um 8:55 pm
  2. Juli 31, 2011 um 2:19 pm

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