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Ist der ehrbare Kaufmann bald nur noch ein Mythos? Wie Konzerne den Staat im Staat schaffen …

Ich befasse mich seit April letzten Jahrs mit dem Thema Compliance, d.h. dem Einhalten von Regeln für eine funktionierende Gesellschaft. Und da ich Produktmanager einer Firma bin, die Software für die elektronische Archivierung von Dokumenten bin, liegt mein Schwerpunkt in der Betrachtung von Wirtschaftskriminalität und den internen Kontrollmaßen, als verantwortlicher Firmlenker die eigene Firma davor zu schützen. Begonnen hatte ich mit meinem Artikel Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauen.

In den zurückliegenden Monaten bin ich auf der Recherche nach Vorgehensmethoden im Umfeld von Compliance auf immer mehr Indizien gestoßen, dass je größer Konzerne werden, die Wirtschaftskriminalität immer größer und ausgebuffter wird. Und dass am Ende auch gleich die Regierung unseres Staates korrumpiert wird, hatte ich letzte Woche in meinem Post Ich könnte kotzen: so korrupt sind unsere gewählten Repräsentaten inzwischen … geschrieben. Und im nachfolgenden Artikel hatte ich auch noch aufgezeigt, wie der damals größte Konzern den 2. Weltkrieg anzettelte und dass die Nachfolgeorganisationen mit dem Abschluss der des Vertrags von Lissabon die Europäische Union als Diktatur aufgebaut hat, und es so aussieht, dass es auf den 3. Weltkrieg zusteuert.

Nun habe ich durch Zufall über einen „Freund“ in Facebook eine kurze Info mit einem Link auf eine Radiointerview mit Prof. von See erhalten, der ungemein wichtig zum weiteren Verständnis ist, wie die Konzerne dabei sind, ein Staat im Staat zu werden. Wie kriminelles Geld versucht, wieder gut angelegt zu werden. Wie kaum noch zwischen der organisierten und der Wirtschaftskriminalität unterschieden werden kann. Wie die Manipulation der „unteren“ Bevölkerungsschichten ablaufen.

Wie gut die Manipulation funktioniert? Von See spricht an, dass wir mit Sarazin beobachten konnten, wie das Volk sich über die wiederkehrende Gewalt in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufregte. Als aber unsere Banken riesige Summen an Geld verzockten und unsere Regierung sich anschickte, diese Verluste zu sozialisieren, gab es im Verhältnis zu den verursachten Schäden nur einen müden Aufschrei. Unsere gleichgeschalteten Medien machten gute Miene zum bösen Spiel. Spielte uns sogar gegen „die Griechen“ auf, wo doch klar war, wer in Europa und den Staaten die Stellschrauben dreht. Wir Volk können nur mit offenem Mund ob der Dreistigkeiten, die da passieren staunen. Egal wen man wählt, es passiert wieder und wieder, aber inzwischen wissen wir ja auch warum.

Ich kann nur jedem raten, sich das Interview mit Prof. von See, dem ehemaligen Vorsitzenden der Organisation von Business Crime Control e.V., ausgestrahlt auf Bayern 2 vom Sündfunk, einer Sendung von Florian Fricke, anzuhören. Es macht doch vieles weiter deutlich, wie gefährlich es für uns Bürger wird, wenn Konzerne immer größer werden und am Ende als Monopolisten die Preise diktieren um uns dann wie Kühe zu melken. Dazu gehören die Chemie- und Pharmakonzerne die Öl- und Energiekonzerne, die inzwischen fast schalten und walten können wie sie wollen. Selbst der Ausstieg vom Einstieg vom Ausstieg aus dem Atomstrom ist eine Farce.

Radio-Interview mit Prof. von See: (Link ist nicht mehr verfügbar 😦 ) Die gekaufte Republik

Prof. von See meint noch, dass nicht der Kapitalismus an sich schlecht sei. Der freie Markt müsse nur vor den kriminellen Monopolisten geschützt werden. Ob er damit meint, dass es nur noch Firmen ab einer bestimmte Größe geben darf? Nur, wie bestimmt man eine gescheite Größe?

Wäre es nicht besser, wir arbeiteten nur noch mit Firmentypen, die keinen Gewinn erwirtschaften dürfen, so wie es bei Vereinen und z.T. bei Genossenschaften funktioniert?

Nachtrag vom 25.6.2013: Ich musste gerade feststellen, dass es zu dem Interview mit Prof. von See nichts mehr im Netz zu finden ist. Dafür fand ich aber das hier, was weitere Licht in unseren Post-Orwell-Staat wirft:

„In unserem Buch „Der Bankier“ dürfen wir aber über die Beteiligung der Bank als „Mitgewinner bei der Arisierung“ und andere Formen des Machtmissbrauchs berichten. Die einstweilige Verfügung wurde gegen marginale Aussagen erwirkt. Da wir das Buch nun aufgrund dieser beanstandeten Marginalien nicht mehr vertreiben dürfen, wurden der Öffentlichkeit auch die gesellschaftspolitisch relevanten Aussagen vorenthalten. Es ist uns sogar untersagt aufzuzeigen, mit welchen Banalitäten die wirklich bedeutsamen Informationen dieses Buches unterdrückt werden. Greift diese Methode der privatisierten Zensur um sich, wird bald kein Autor mehr gesellschaftskritische Bücher schreiben. Wenn aber doch, wird kein Verlag es mehr wagen, sie zu veröffentlichen. Dann wird es sich auch jeder Doktorand zweimal überlegen, ob er seine Dissertation veröffentlichen kann, ohne ein großes finanzielles Risiko einzugehen. Denn ein geschäftstüchtiger Anwalt könnte ja Anhaltspunkte finden, die für eine Abmahnung und einstweilige Verfügung reichen.“ Quelle

Gefunden habe ich zudem das Buch Der gekaufte Staat, dazu aus folgender Rezension:

Die Gesetze macht das Parlament. Durchgesetzt und implementiert werden sie von der Regierung und ihre Einhaltung überwacht die Rechtsprechung. Dieses idealtypische System nennt sich Gewaltenteilung und ist ein zentrales Element unserer Demokratie. So sollte es zumindest sein. Doch diese Ordnung wird unterlaufen, von nationalen und internationalen Vertreter großer Industriekonzerne, wichtiger Wirtschaftsverbände und privater Beratungsinstitutionen, den so genannten Lobbyisten. Deutlich macht dies das Buch Der gekaufte Staat: Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben Aktualisierte Neuausgabe von Sascha Adamek und Kim Otto, in dem sie die zwielichtigen Tätigkeiten von Lobbyisten an der Grenze der demokratischen Legitimität in Deutschland und den EU-Institutionen aufdecken.

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , ,
  1. Martin W.
    Juli 4, 2011 um 9:18 pm

    „Wäre es nicht besser, wir arbeiteten nur noch mir Firmentypen, die keinen Gewinn erwirtschaften dürfen, so wie es bei Vereinen und z.T. bei Genossenschaften funktioniert?“

    Ja. Ohne Frage.

    Die Frage, die sich stellt, ist doch, was mit den in einer Marktwirtschaft zwangsläufig erwirtschafteten Gewinnen passiert. Im kleinen Handwerksbetrieb wird er in der Regel für Rücklagen und/oder Investitionen verwendet. In großen AG´s aber, ist er allein „Zubrot“ für die Eigentümer, die Aktionäre. Damit ist schon der Widerspruch aufgedeckt: Ein Wirtschaften um des Gewinnerzielens wegen, ist meiner Meinung nach, unethisch. Weil es keinen Nutzen bringt. Vom persönlichen einmal abgesehen. Da aber viele Aktien ja wohl von Investmentgesellschaften gehalten werden, und eben nicht von „Otto Normalverbraucher“ (nur 5 % der Deutschen haben Aktien!), dient der Unternehmenszweck in letzter Konsequenz der Gewinnoptimierung. In eben solcher Konsequenz kann man fragen, was dann der Sinn einer solchen Marktwirtschaft ist.

    Problem hierbei ist, dass wir alle nicht mehr zum Tauschhandel zurückfinden können. Wenn auch vereinzelt solche Gruppen entstehen. Flächendeckend sind wir doch alle „dem System“ verfallen. Immerhin gibt es dieses schon seit dem frühen Mittelalter. Immer schon gab es unermeßlich Reiche und Bettelarme. Wie diesen Zustand verändern? Das ist für mich die drängendste Frage derzeit. Weltweit.

    • Juli 4, 2011 um 10:04 pm

      Hallo Martin,
      wir müssen nur in die Welten schauen, wo noch Substitutionswirtschaft betrieben wird. Und wo Martriarchate noch funktionieren. Wir müssen zwar nicht direkt wieder dorthin zurück fallen. Aber es gibt Rituale, wie wir sie gerade in Spanien und auch Griechenland erleben. Dort wird frei von Parteienklüngel über mögliche Lösungen für ein besseres Leben diskutiert und es wird versucht zu Kosenentscheidungen zu kommen.
      Wir können auch nochmals nach Spanien schauen, als kurz vor der Übernahme druch die Faschisten sich ähnliche Wirtschaftsformen in Kooperativen entwickelt hatten. Horst Sotwasser bercihtet in seinem Buch über Anarchismus, dass in dieser Zeit wohl zum ersten Mal die U-Bahnen in Barcelona pünktllich führen. Wir müssen nur unsere Geschichten studieren. Es gibt so viele gute Anfänge, die sich leider alle nicht lange halten konnten, weil die Eliten dem schnell ein Ende setzten.
      Lieben Gruß Martin

  2. Juli 4, 2011 um 9:43 pm

    Sorry Martin,

    ich habe ein Problem.

    Lehne Dich mal etwas zurück. Und dann suchst Du im Internet nach einem Blog, das Informationen bereitstellt. Informationen die mithelfen sollen eine bessere Welt zu „erschaffen“.

    Sicher, nicht alles ist gut. Nicht alles läuft „ganz toll“. Allerdings sind wir als „Menschheit“ doch recht weit gekommen. Obwohl wir nicht besonders vernünftig sind sondern häufig nach Gefühl reagieren.

    Und genau dieses Gefühl ist es heute: Ich trage mich aus der Liste aus. War regelmässiger Leser über längere Zeit. Nur – ich bekommen langsam etwa ein Gefühl wie „ist doch eh‘ alles Sche**e. Kann ich ja gleich einen Strick nehmen. Ich lese immer von einer furchtbar bösen, furchtbar schlechten und furchtbar korrupten Welt.

    Vielleicht wäre es etwas leichter zu verdauen, wenn zwischendurch mal Beispiele von kleinen Schritten kommen würden. Schritte die, wenn auch zaghaft, in Richtung bessere Welt gehen. Sicher sind viele dieser Schritte unbeholfen. Die eingebrannten Muster (so haben „Wir“ es schließlich gelernt) lassen sich nicht von Heute auf Morgen ändern. Aber solche kleinen Schritte gibt es auch.

    Vielleicht täte ein bisschen Abstand mal gut?

    Grüße / Waelti

    • Juli 4, 2011 um 9:57 pm

      Lieber Walter,
      vielen Dank für Dein wichtiges Feedback. Ich gebe Dir Recht. Mit der Erkenntnis, was hinter den Kulissen läuft und wie wir manipuliert werden, und dass man da machtlos vor ist, kann einen Menschen nur nach unten ziehen. Da werde ich Deinem Rat folgen und nun beginnen, von den vielen kleinen Schritte zu berichten, die ich schon gefunden habe. Denn da gedeiht schon vieles in den Graswurzeln.
      Ich bin gerade zurück von meinem 11-Km-Lauf um meinen kleinen Hausberg und hatte genügend Zeit mich zu besinnen. Denn was nützt mir die Erkenntnis, dass obere 1 Promille so viel Geld besitzt, dass sie die Welt alleine retten könnten? Ich komme ja an sie eh nicht ran, also lasse ich sie jetzt weiter wirken und Geldblasen blubbern. Ich schaue nun, welche Nischen uns gut tun.
      Es wäre schade, wenn ich Dich hier verlieren sollte.
      Lieben Gruß, Martin

      • Juli 4, 2011 um 10:59 pm

        Also gut. Die „kleinen Schritte“ möchte ich doch sehen. Habe den Feed wieder eingetragen 🙂

        LG

        • Juli 4, 2011 um 11:08 pm

          versprochen ist versprochen!
          Mir scheint ein weiterer guter Schritt zumindest schon mal die Analyse der ddp. Deren Sicht auf die aktuelle Arbeitsmarktlage ist auch meine, Das Bandbreitenmodell sicher schon mal ein viel besser Schritt, als unser jetziges System. Und da es eine Partei ist, auch im Legalen.
          Ich hatte gestern noch ein längeres Gespräch mit Mike, der ja hier auch sehr aktiv ist. Auch von hier wird es noch weitere Impulse geben.
          Lieben Gruß, Martin

    • Juli 4, 2011 um 11:20 pm

      Hm, ich durchdenke die Sachlage zu vielen Problemen sehr nüchtern. Genau das ist ja der Grund, warum ich manchmal geknickt bin 😉

      In der unteren Hälfte vom Kommentar steckt eine ganze Menge Information. Ein Wort erscheint mir allerdings ganz besonders wichtig: das „Systemverständnis“.

      Vielleicht liegt Lösung genau darin. Wieder ein kleines bisschen Systemverständnis zu erzeugen. Wie bei den Amish. Nun, ich bin kein Träumer…

      …das ist ein Weg, der nicht in einer Generation bis zum (theoretischen) Ziel gegangen wird. Ich weiß nicht, ob das mit dem Zehntel der Effizienz stimmt. Aber egal, die Richtung in die wir gehen sollte eine andere Richtung werden. Die Denkweise ändern. Und das in sehr kleinen Schritten, wie sonst soll ein Systemverständnis erzeugt werden? Inwiefern „machen“ durch „zeigen“ ersetzt werden kann oder soll – ich habe keinen Plan. Da wird mir sehr schnell bewußt, wie schnell ein „das ist doch falsch“ über die Lippen kommt. Das kann ich auch recht gut. Beim „so geht das besser“ habe ich häufiger mal Probleme.

  3. Juli 4, 2011 um 10:21 pm

    Lieber Nick,
    vielen Dank für Deinen wertvollen Beitrag.
    Du sprichst „systemisch“ an. Ja, das wäre der eigentliche Hebel. Was nützt mir eine Gesellschaftsform, in der schon von vornherein der genetische Fehler mit eingebaut ist. Eine Aktiengesellschaft kann doch nur zum flaschen Ticken führen. Sie dient nur allein den Aktionären. Aber nicht mehr der Gesellschaft und schon gar nicht den hier Beschäftigten. Sie sind darin zum Betriebsmittel verkommen, für die Aktionäre seelenlos, da sie mit ihnen nie in Kontakt kommen. Ganz anders in privat geführten Mittelstandsbetrieben. Hier kennt die Firmenleitung noch jeden Mitarbeiter und interessiert sich für sein Dasein.
    Aber noch besser stelle ich mit das Arbeiten in Kooperativen vor. Hier tragen alle Verantwortung, sprich es überlegen alle mit, was besser gemacht werden kann. Ich kann ein solches Verhalten, bei uns in der Firma beobachten. Wir haben die SCRUM-Methodik in unserer Software-Entwicklung eingeführt. Hier arbeiten Teams ohne Leitung in zeitlichen Rythmen von 4 Woche. Am Anfang stellt der Product Owner vor, welche Funktionen als nächstes zu entwickeln wären. Das Team berät sich, schätzt ab und teit dann mit, wei viel sie in 4 Wochen abgeben werden. In diesen 4 Wochen arbeiten sie autark. Besprechen sich jeden Morgen wo sie stehen. Schauen, wem geholfen werden kann und liefern danach ab. Zum Schluss wird gemeinsam mit dem Product Owner in einer Retrospektive beraten, was besonders gut war (Schulternklopfen) und wo man denkt, noch etwas verbessern zu können.
    Ich bin überzeugt, dass man so ganze Produktionsgemeinschaften führen kann. Und wenn die Gemeinschaft dann noch gemeinsam berät, wer wie daran teil hat, sollte es doch zu einer besseren Welt führen können …
    Lieben Gru, Martin

  4. Juli 5, 2011 um 12:55 am

    Danke, das braucht keine weiteren Worte.

  5. Juli 5, 2011 um 7:49 am

    Man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten – wir alle leben von der Industrie, dem Handel und dem Handwerk. Zu behaupten, der Kapitalismus an sich sei nicht schlecht, ist billig.

    Der Kapitalismus hat sich durch die bisherigen Maßnahmen als unzähmbar erwiesen, und es wäre naiv anzunehmen, mit weiteren Regulierungen und Appellen könne man die Sache wieder in den Griff kriegen, insbesondere wenn man an länderübergreifende Unternehmen und mangelnde Kooperation zwischen den Staaten denkt.

    Die Faszination des Bandbreitenmodells besteht für mich gerade darin, dass an der Konstruktion der Welt überhaupt nichts geändert werden muss und auch nicht soll. Die Industrie wird als die Milchkuh definiert, die wir alle melken wollen. Unternehmer werden gebraucht, weil die diese gewaltigen Strukturen aufbauen und unterhalten.

    Es ist nicht einzusehen, dass die Produktion von der Ausbeutung abhängen soll. Warum sollten nur einige wenige Nutznießer eines Systems sein, das allen nutzen kann? Wenn man die Änderung auch noch so definieren kann, dass auch Unternehmer davon begeistert sind, kann man sogar den Klassenkampf vergessen. Wenn alle dafür sind, kann nichts schief gehen.

    Bei der bisherigen Konstruktion verlieren alle, auch die Unternehmer und Superreichen. Abgesehen davon, dass Geld und Macht bekanntlich nicht glücklich macht, zerstört der Raubtierkapitalismus die Grundlage, auf der er steht. Was habe ich davon, wenn ich 5 Millionen Autos bauen, aber nur eine Million verkaufen kann, weil die Kaufkraft fehlt?

    Unternehmer und Unternehmen müssen für sich selbst sorgen, sie können nicht für das Gemeinwohl arbeiten. Dafür muss der Staat sorgen. Und der kann das durch eine ganz simple Steuerreform sehr elegant hinbekommen. Das ist das Geheimnis des Bandbreitenmodells. Niemand muss sich ändern, niemand muss umdenken, niemand muss umerzogen werden, niemand muss drangsaliert oder gar aus dem Weg geräumt werden. Das ist eine friedliche Revolution, bei der alle profitieren. Das Umdenken kommt dann von ganz allein, das ist die logische Folge der Steuerreform.

    Die Kugel rollt und muss rollen. Durch eine winzige Richtungsänderung rollt sie in eine glückliche Zukunft, statt auf den Abgrund zu.

  6. Juli 8, 2011 um 11:24 pm

    Hallo, ja da ist viel Wahres dran, ich bin ja schon eine Weile dafür, das wir nur weitere bolg’s schreiben müssen und die Welt ändert sich von ganz alleine und prktiziere es ja schon über zig Jahre. Wer sich mit den Grundlagen des Kapitalismus beschäftigt hat, weiß das er sich nicht ändern kann, „bei Strafe seines eigenen Unterganges“ (K. Marx). Auch bezweifele ich, das nur ein Modell und sei es noch so genial, ausreicht, um den in den Dreck gefahrenen Karren wieder flott zu bekommen, haben wir uns doch eine Lebensweise angewöhnt, die unseren Kindern und Enkeln keine Chance auf ein würdiges Leben läßt, weil alle Ressourcen aufgebraucht sind. Wir brauchen auch keine Mio Autos. Wir brauchen Autos, die auch noch in zwanzig Jahren den TÜV bestehen und in einem Nutzer freundlichen car sharing jeden zur Verfügung stehen, wenn wir es benötigen, Wir brauchen nicht jeder eine Waschmaschine, sondern Zeit die Wäsche in Salon um die Ecke waschen zu können. Wir brauchen ebenso wenig jeder einen Computer zu Hause, der uns einsam macht! Wir brauchen eine komplett neue Idee, die im Waschsalon, Landläden und dem Internetcafe schon in Anfängen besteht. Sicherlich bin ich von allen der Bildungsentfernteste hier, die hier ihre Meinung kund tun.
    Martin kennt meine Auffassungen, sie sind sicher eher empierisch, durch jahrelange Beobachtung gereift. Wenn es aber um ein Aktionsbündins geht, bin ich gern mit von der Partie, erlebe ich doch gerade auch, daß es Menschen gibt, die neuen Ideen positiv gegenüber eingestellt sind und diese nach Kräften unterstützen.

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