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Was kann authentischer sein, als ein Soldat, der sich für seinen Irak-Einsatz schämt?

Ich habe einen Film von viereinhalb Minuten gefunden, indem ein Soldat über seinen Einsatz, seine Eindrücke dort und seine Eindrücke im eignen Land schildert. Die Ansprache sind mit entsprechenden Bildern unterlegt.

http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=150

Ich wurde schon mehrfach als Gutmensch abgetan, aber: Ich bin gegen jedweden Krieg, denn keiner kann gewonnen werden. Und am Ende profitieren nur ganz Wenige. Leiden muss dies die Zivilbevölkerung, die man vorgibt zu befreien, und die Soldaten. Wenn sie nicht fallen, sind sie doch anschließend moralischen Krüppel, die ihre Bilder nie wieder loswerden.

Wann kommen wir von diesem Wahn endlich los. Warum wird nicht verhandelt? Warum stehen WIR nicht auf und empören uns. Es sind unsere Kinder und unsere Gelder, und unsere Brüder und Schwester in den anderen Ländern, denen wir Unrecht antun, weil wir schweigen und wegschauen oder den Lügen glauben. Noch immer, wo wir das doch wahrlich gelernt haben sollten.

Wie war das noch: „Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen.“ Unsere Soldaten sind von hier losgeflogen und unsere in Deutschland gefertigten Waffen werden überall auf der Welt im Krieg benutzt.

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , ,
  1. Juni 17, 2011 um 6:08 pm

    Hallo Martin, nun ist vielleicht klar, warum ich so viel Wut und so wenig Stolz auf unser Land habe, weil wir darauf keinen Einfluß haben, es findet ohne uns statt und wird inszeniert.
    Wenn wir davon ausgehen, das viele Exportgüter Waffen oder Dazugehöriges sind, wird auch klar, daß jeder von uns Blut an den Händen hat, weil die Steuern allen irgendwie zu Gute kommen.
    Alleine mal das Thema Atomkraft nehmen, 30 Jahre Proteste, viele Störfälle, vertuscht, in eigenen Kraftwerken, Tschernobyl vor 25 Jahren hat nicht dazu geführt, das es zu einer Abkehr kam. Jetzt soll das anders sein, das glaube ich unseren Wasserträgern nicht mehr. Ich denke, die Energiekonzerne habe jetzt die Kurve gekriegt, ihre Claims ins Trockene gebracht und haben nun mit einer Krokodilsträne im Auge davon Abstand genommen. Ob das so bleibt sei noch dahin gestellt.
    Was die Meinungsfreiheit betrifft, wird sich ähnliches hier entwickeln, wenn der Widerstand größer wird, überwachen tun sie uns ja schon…

    • Juni 17, 2011 um 10:55 pm

      Hallo Mike,
      ja, es kommen aber nun immer klarer die Handlungsweisen unserer Politiker ans Tage, d.h. wie sie von der Wirtschaft gesteuert werden. Das Internet hilft uns in das Zeitalter einer neuen Aufklärung. Es wird nun mehr und mehr klar, dass es nicht mehr um Klassen geht, sondern um das Zusammenfinden aller Menschen zu einem besseren, menschwürdigeren und zukunftsfähigeren Leben.
      Es sieht ja so aus, dass die Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems nicht mehr zu stoppen ist. Wenn wir dabei gelassen bleiben und selbst die Verantwortung für ein funktionierendes Leben im Kleine übernehmen, so wie es immer schon der Fall nach den Kriegen war, dann dürfen wir durchaus zuversichtlich an die Sache gehen.
      Sollten wir aber irgendwelchen vermeintlich starken Personen hinterherlaufen, wird das Ende noch fürchterlicher.
      Aber ich bin da eher optimistisch. Wir sollten doch inzwischen sehr viel mehr wissen, als das noch vor Jahren der Fall war.
      Lieben Gruß, Martin

  2. Juni 17, 2011 um 11:48 pm

    Wir haben nur diese eine Erde. Und daran erinner dieses schöne Lied von Direstraits:

    Video created by Catherine Laplace-Builhe

    These mist covered mountains
    Are a home now for me
    But my home is the lowlands
    And always will be
    Some day you’ll return to
    Your valleys and your farms
    And you’ll no longer burn
    To be brothers in arms

    Through these fields of destruction
    Baptism of the fire
    I’ve wideness your suffering
    As the battles raged higher
    And though they did hurt me so bad
    In the fear and alarm
    You did not desert me
    My brothers in arms

    There’s so many different worlds
    So many different suns
    And we have just one world
    But we live in different ones

    Now the sun’s gone to hell
    And the moon’s riding high
    Let me bid you farewell
    Every man has to die
    But it’s written in the starlight
    And every line on your palm
    We’re fools to make war
    On our brothers in arms

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