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Wir haben uns empört und das Anti-Homosexualitätsgesetz ist zu den Akten gelegt!

Das macht Mut. Ich habe vor einigen Tagen meine Unterschrift gegeben und habe dieses zurückbekommen:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Frank Mugisha und mehrere Menschenrechtsaktivisten übergeben unsere Petition vor der entscheidenden Sitzung an den Parlamentspräsidenten in Uganda.

Das Anti-Homosexualitätsgesetz in Uganda ist vom Tisch! Letzte Woche schien eine Mehrheit für das Gesetz sicher, doch nachdem wir 1.6 Millionen Unterschriften direkt an den Parlamentspräsidenten überreichten, unsere Regierungen mit tausenden von Telefonanrufen überschwemmten und die Medien über die Kampagne und die weltweite Empörung berichteten, haben die Abgeordneten das Gesetz nicht mehr behandelt.

Der Ausgang blieb bis zur letzten Minute ungewiss – religiöse Extremisten versuchten das Gesetz am Mittwoch durchzudrücken, und dann wurde am Freitag eine beispiellosen Krisensitzung einberufen. Doch beide Male reagierten wir innert Stunden. Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die Unterzeichnet, angerufen und gespendet haben. Dank unserem Einsatz können jetzt tausende aufatmen und müssen sich nicht vor einer Hinrichtung fürchten, nur weil sie jemanden lieben.

Frank Mugisha, ein mutiger Anführer der Homosexuellenbewegung in Uganda sendet uns diese Botschaft:

„Tapfere ugandische LSBT-Aktivisten und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sind zusammengestanden und konfrontierten dieses horrende Anti-Homosexualitätsgesetz. Die Unterstützung durch des Avaaz-Netzwerks hat den Ausschlag bei der Verhinderung des Gesetzesentwurfs gegeben. Weltweite Solidarität hat einen wesentlichen Unterschied gemacht.“

Das Büro des Hohen Vertreters für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU schrieb an Avaaz:

„Vielen Dank! Wie Sie wissen wurde der Gesetzesentwurf heute morgen nicht dem Parlament unterbreitet. Zu einem großen Teil dank der intensiven Lobbyarbeit und den gemeinsamen Anstrengungen von Ihnen und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft, der EU und anderen Regierungen, sowie unserer Delegation und den Botschaftern vor Ort.“

Doch wir müssen auf der Hut sein. Es ist nicht auszuschließen, dass die radikalen Extremisten hinter diesem Gesetz versuchen werden den Entwurf erneut einzubringen.

Die Transformation der tiefliegenden Gründe für Ignoranz und Hass, die der Homophobie zugrunde liegen, ist eine langfristige Aufgabe – eine der großen Anliegen unserer Generation. Uganda wurde zur Frontlinie unserer Bemühungen und bekam ein kraftvolles Symbol. Dieser Erfolg wird vor allem an den Orten widerhallen, wo die Hoffnung dringend benötigt wird. Es zeigt sich, dass Güte, Liebe, Toleranz und Respekt gegen Hass und Ignoranz die Oberhand gewinnen können. Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben!

Mit enormer Dankbarkeit und Respekt für diese großartige Gemeinschaft,

Ricken, Emma, Iain, Alice, Giulia, Saloni und das ganze Avaaz-Team

Medien-Highlights:

Anti-Homosexualitätsgesetz zu den Akten gelegt, BBC (auf Englisch):
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-13392723

  1. Mai 27, 2011 um 1:20 pm

    Hallo Martin, schön, leider ist es durch meine „Selbstversklavung“ an mir vorbeigegangen. Es gibt aber einen weiteren Lichtpunkt am Horizont mit dem schönen Namen „Jambo e. V.“ die in Ost Afrika Entwicklungsarbeit leisten wollen. Ich würde mich freuen, wenn sich aus der Gemeinschaft hier dort auch welche wieder zu treffen.
    hier der link: http://www.jambo-ev.de/ Sicherlich werde ich über die Ergebnisse auch berichten.

  2. Fricke
    September 16, 2016 um 6:13 pm

    Studie: Homophobe sind häufiger selbst homosexuell – und/oder autoritäre Gefolgsleute

    http://www.huffingtonpost.de/2016/08/28/homophobie-studie-dunkles-geheimnis-_n_11745578.html

    Kommentar: Bei vielen Homophoben kann es sich auch um autoritäre Mitläufer handeln, diese haben eine psychologische Charakteristik, die als rechtsgerichteter Autoritarismus („right-wing authoritarianism“) bekannt ist.

    Dieses Persönlichkeitsmerkmal besteht aus der autoritären Unterwerfung, einem hohen Maß der Unterwerfung gegenüber den etablierten Autoritäten in der Gesellschaft; autoritärer Aggression, Aggression, die gegen viele verschiedene Personen im Namen dieser Autoritäten gerichtet wird; und Konventionalismus, einer starken Anhänglichkeit gegenüber den gesellschaftlichen Konventionen, die durch diese Autoritäten unterstützt werden.

    Rechtsgerichteter Autoritarismus („rechts“ kommt von „rechtmäßig“) wird mit Hilfe der sogenannten RWA-Skala gemessen.

    oder kurz: Hunde

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