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Wenn wir in der Hand Gottes sind, sollten wir Kernkraftwerke abschalten

Unserer Bundeskanzlerin hat heute morgen festgestellt, dass wir uns in den Händen Gottes befinden. Damit hat sie das wichtigste Argument ausgesprochen, warum wir unsere Kernkraftwerke abschalten sollten. Denn was ist, wenn Gott mal wieder nicht über uns wachen konnte, wie jetzt in Japan, zuvor in Tschernobyl und davor in Harrisburg, und den vielen anderen Katastrophen, die wir mit Schrecken verfolgen mussten?

Oder hat Gott uns mit dieser Katastrophe, weil er sich anders nicht mitteilen mag, sagen wollen, dass wir es doch bitte lassen sollen?

Es gibt auch Leute, die argumentieren, dass Deutschland nicht mit der Kerntechnik aufhören kann, weil andere es auch nicht tun.  Da kann man nur entgegen: Wenn vor 2 Jahrhunderten nicht einer damit begonnen hätte, das Sklaventum zu verurteilen und es abzuschaffen, dann würden wir heute noch zum größten Teil als Sklaven unterwegs sein. Dass es keine Sicherheiten gibt, hatte ich ja schon gepostet. Kernkraftwerke, und warum es ein Wiegen in Sicherheit nicht geben kann

Und gerade Terroranschläge hat Gott nie abwehren können. Und wie in einem Artikel im Handelsblatt nachzulesen ist, sagt sogar unsere Polizei, dass Deutsche AKW nicht sicher vor Terroranschlägen sind: „Während sich die Politik darüber streitet, was bei der AKW-Abschaltung juristisch erlaubt ist und was nicht, rückt ein anderes Thema in den Fokus der Debatte: mögliche Flugzeuganschläge auf deutsche Kernkraftwerke.“

Hier gibt es einen interessanten Film über die Katastrophe von Tschernobyl. Der Westen wurde erst Messwerte in Schweden darauf aufmerksam: Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen.

Deutsche Atomkraftwerke sind nicht sicherer als japanische. Hier sind die Argumente.

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,
  1. März 17, 2011 um 10:40 pm

    Da muß Prinzessin „Angel A“ schon ganz schön tief in der Patsche sitzen, wenn ihr der eigene Glauben als einzigste Ausrede einfällt. Ist ja auch verdammt schwer als gottesfürchtiger Mensch, sich zwischen der Hölle und dem Beelzebub zu entscheiden. Ich hätte da mal gleich einen Lösungsvorschlag! Die Atomkraft oder die Energiewirtschaft im Allgemeinen, übernimmt alle anfallenden Kosten, ohne Subvention des Steuerzahlers, und das eingesparte Geld verwenden wir, um versprochene humanitäre Hilfeversprechungen (siehe Haiti) auch wirklich einzuhalten. Erstens würde sich der Atomstrom nicht mehr rechnen und sich selbst auflösen. Zweitens würde die an sich schon geringe Wahrscheinlichkeit eines Terroranschlages auf ein AKW sich noch weiter verringern, die nur hochgespielt wird, damit wir uns den totalen Überwachungsstaat von einer anderen Lobby, mit all seinen Kosten, auf’s Auge drücken lassen.
    Wir würden postum zu Freunden der zweiten bis neunten Welt erklärt werden und hätten alle im eigenen Land ohne Mobilitätswahn wieder Arbeit, die sich lohnt.
    Tschuldigung, ich hab nichts getrunken, mir hängen unsere Politiker nur alle zum Halse raus. Da sitzen Hundertausende von Menschen ohne Strom, Wasser, Nahrungsmittel, eine Decke für mehrere Personen in Notunterkünften für eine unabsehbare Zeit, mit dem nackten Leben davongekommen, der Winter kehrt zurück oder irren entkräftet auf der Suche nach Familienangehörigen durch völlig zerstörte Städte.
    Seit dreißig Jahren werden hier berechtigte Bedenken von Fachleuten kleingeredet, vom Tisch gewischt, Tschernobyl ist einem Märchenbuch entsprungen und war nicht auf unserer Welt. Jetzt wollen unsere Politiker Ernsthaftigkeit unter Beweis stellen. Ich glaube ihnen nicht mehr! Sie haben nichts Besseres im Sinn, als scheinbare Punkte beim Wähler zu sammeln? Frau A.M. rief im gleichen Atemzug heute die Wähler Sachsen Anhalts auf, doch bitteeee zur Wahl zu gehen, damit die NPD oder wie sie auch heißt, nicht in den Landtag einzieht. Will sie es nicht wahr haben, oder ist sie aus dem Klammerbeutel gefallen? Sie merkt scheinbar nicht, diese Politik erzeugt in erster Linie Radikalität.

    Ich habe Hochachtung vor dem aufopferungsvollen Kampf, ca. 50 Personen riskieren seit sechs Tagen ihr Leben und halten ohne Strom eine Höllentechnik im Schach, ohne an sich selbst zu denken. Unter den heutigen Freiwiligen ist ein Fastpensionär, um zu helfen, ohne Rücksicht auf eigene Gesundheit. Unser THW zieht ab! Ich wünsche es von ganzen Herzen, das sie die größte Gefahr bannen können und somit vielen Menschen das Leben retten werden. Im Herzen ein Samurai! Das sind für mich Helden des Alltages, vor denen ich mich in Ehrfurcht verneige, nicht unsere „Leistungsträger“! Vielleicht versteht jetzt jemand, warum bei mir zur Fahne mit Trauerflor nichts geschrieben steht.

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