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Die guten Leistungen von zu Guttenberg

Wenn immer noch grob die Hälfte aller Bürger meinen, dass er doch was geleistet hat, muss ja was dran sein. Ich versuch mal den Beginn einer Liste und würde mich freuen, wenn per Kommentar weitere hinzukämen:

  1. Er hat als Erster das bezeichnet, was in Afghanistan ist, nämlich Krieg. Das empfand auch ich endlich ehrlich und nicht wie bisher drumherumgeredet.
  2. Er hat den Soldaten zugehört, Ihnen das Gefühl gegeben, dass da Jemand und mit ihm viele aus dem Volk, an sie denken, sie unterstützen. OK, die Kerner-Geschichte hätte dagegen nicht stattfinden dürfen. Das war plumpe Inszenierung, also einen Punktabzug.
  3. Jetzt seid Ihr dran, denn bei allen anderen Aktionen sehe ich handwerklich, wie man ja inzwischen so schön sagt, grobe Unsauberkeiten bis Oberflächlichkeiten.

 

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  1. März 6, 2011 um 9:59 pm

    Ich meine, dass er auch vor nicht allzulanger Zeit mal sagte, dass die Bundeswehr von den Rüstungskonzernen bei den Verträgen über Waffenlieferungen über den Tisch gezogen wurde (also nicht in dem Wortlaut, aber sinngemäß). Das fand ich erstaunlich offene Worte für einen Verteidigungsminister in einem Land, dessen Rüstungsindustrie so mächtig ist. Schade, dass er den Worten dann (erwartungsgemäß) keine Taten folgen ließ.
    Ansonsten fällt mir zu Guttenbergs Positiva nur ein – „er ist sooo sympathisch“, „er sieht sooo gut aus“ und „er hat einen geilen Job gemacht“ 😉

    • März 6, 2011 um 10:26 pm

      Uff, dass ist kaum zu ertragen, wenn Jemand Argumenten überhaupt zugänglich ist, weil sonst seine kleine heile Welt zusammenbricht. Aber Danke auch noch für den Hinweis auf die Abzocke durch die Waffenbranche. Und im Audiostream haben wir auch noch erfahren, dass er sich als Trostspender eignet, auch gerade auch noch auf wirklich traurigen Veranstaltungen, wenn unsere Mitbürger auf einem zweifelhaften Einsatz in Afghanistan ihr Leben verlieren.

  2. März 10, 2011 um 12:09 pm

    Ich hab dazu ja meine Idee schon kundgetan. Ich denke nicht, dass die Kerner-Sache inszeniert war, sondern alles. Es tut doch nicht weh, der Waffenlobby mal zu sagen, dass sie böse Buben sind, wenn sie danach ihr Profit ins uferlose steigern können. Die sind doch nicht von Pappe und lösen sich aus Scham gleich von selbst auf. Was viele Demokraten in mehreren Fällen noch verhindern konnten, ist jetzt Tatsache. Wir haben eine Berufsarmee, die vielleicht in zehn Jahren auf Grund wachsenden Protestes auch im Land „Aufgaben“ übernehmen muss. Der erste Schritt ist getan!

    • März 10, 2011 um 4:46 pm

      Hm, ich kann dem Thema Berufsarmee auch Positives abringen. Dann werden wenigstens nicht so viele Unausgebildete, denn nach 6-9 Monaten ist da noch nicht viel drin, verheizt. Und wenn man dann noch kleiner Skaliert und sich spezialisiert, werden noch weniger Waffen gebraucht und potentiell gegen uns gerichtet werden können.

  3. März 10, 2011 um 8:12 pm

    Es gibt immer zwei Seiten, also selbst bei einem absturz kann man für einen Augenblick die Schwerelosigkeit genießen. 1. gehen keine Grundwehrdienstler in einen Auslandseinsatz, mindesten Zeitsoldaten. Bei den zweiten Sachverhalt möchte ich meine Zweifel anbringen, denn nicht umsonst war ja schon das Einsparungspotenzial der neuen Bundeswehr verschoben werden. Ich glaube an Salamitaktik! Berufsarmeen sind i.R. immer teuerer als Wehrpflichtsarmeen. Ob das die Verringerung ausgleicht, bleibt abzuwarten.

  4. März 13, 2011 um 8:33 pm

    Sieht so aus, dass KTG sein Haus, insbesondere die Bundeswehrreform doch nicht so gut bestellt hinterlassen hat. So titelt das Handelsblatt heute:
    Kritiker nehmen Guttenbergs Reformpläne auseinander
    „Durcheinander“, „Schaumschlägerei“: Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg ziehen Kritiker über dessen Bundeswehrreform her. Unzufrieden ist nicht nur die Opposition, sondern auch Politiker von Union und FDP.

  5. März 13, 2011 um 9:28 pm

    Und auch die Leistung des schnellen Absetzens ist wohl ein reichlich unüberlegter gewesen. Dieses Mal titelt der Stern:
    Ermittlung entlastet Ex-Kapitän der „Gorch Fock“
    Schikanen, sexuelle Nötigung, unzumutbarer Drill: Die Beschwerden über die Zustände an Bord der „Gorch Fock“ waren nach dem Unfalltod einer Rekruitin schwer. Kapitän Norbert Schutz wurde suspendiert. Den Ermittlungen zufolge sind die Vorwürfe „zum großen Teil nicht haltbar“.

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