Startseite > Ethik, Gesellschaft > Wolltest Du, dass wir unsere Agrarprodukte subventionieren und damit die Märkte der dritten Welt kaputt machen?

Wolltest Du, dass wir unsere Agrarprodukte subventionieren und damit die Märkte der dritten Welt kaputt machen?

Aber genau das ist passiert. Wir subventionieren in der EU unsere Agrarprodukte, damit sie in der dritten Welt günstiger sind als die selbst angebauten Lebensmittel. Damit geht der Markt dort kaputt, die Erwerbsfähigkeit dahin und der Hunger kehrt ein. Und noch dümmer: die Subventionen erhalten größtenteils unsere Großproduzenten, die auch noch durch Tierquälerei und schlechten Lebensmitteln auffallen.

Da kann einen die Ohnmacht anfallen, hat man doch kaum Chancen hier mitzubestimmen, was mit unseren EU-Geldern passiert. Das gilt im Übrigen auch für unsere Fischfabriken, die vor den Küsten der dritten Welt die Fische wegholen, so dass die Fischer dort nichts mehr fangen. Wir werden satt, die dritte Welt hungert.

Aber wir bekommen nun die Strafe. Unruhen breiten sich in Afrika und Nahost aus. Umstürze und vorübergehendes Chaos sorgen für eine Auswanderungswelle, die jetzt schon Italien erreicht. Alles hausgemacht. Nur nicht von den eigenen Bürgern so gewollt. Jedenfalls nicht von mir!

Gut, etwas Demokratie in den betreffenden Staaten kann sicherlich nicht schaden. Aber die EU, sprich wir sollten zügig für Wiedergutmachung sorgen!

Am Besten sofort die Subventionen umlenken!

Siehe Europäische Agrarpolitik: APRODEV fordert „do no harm“ als Grundprinzip der Reform

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Februar 15, 2011 um 8:47 pm

    Hallo Martin, genau an dem Punkt hattest Du mich am Anfang erwischt. Ich habe gesehen was kenianische Fischer an Land bringen, sie dezimieren noch die Kinderstube des Fischbestandes, um überleben zu können, weil die Hochseegebiete durch europäische Frachter leer gefischt werden (intn. Seerecht, Sklaverei der modernen Zeit) Selbst in ehemals gemäßigten Gebieten rund um Mombasa, herrscht zur Zeit keine Nahrungsmittelsicherheit, ganz zu schweigen von Trinkwasser nicht mehr gewährleistet, so das Schulen geschlossen werden müssen. Von Norden brauchen wir gar nicht reden, da droht eine humanitäre Katastrophe, Dürre und Hunger. Unsere Regierung schert das einen feuchten Kehricht… Schön das Du den Artikel geschrieben hast. viele Grüße Mike

    • Februar 16, 2011 um 8:09 am

      Heutemorgen gab es in der Tagesschau noch einen drauf. da verlangt nun einer, dass wir zusätzliche 2.500 Grenzpolizisten rund um das Mittelmeer positionieren sollten, um aus Europa eine Festung zu machen. D.h. er zahlen wir mit unseren Steuergeldern die Subventionen, um die Dritte Welt in den Hunger zu treiben. Anschließend ziehen wir die Mauern hoch, damit die Hungernden nicht bei uns betteln kommen. Die nächsten Selbstmordbomber wären damit vorprogrammiert.
      Ich will das nicht!
      Aber fragt mich Jemand?

  2. Februar 15, 2011 um 8:49 pm

    Noch vergessen, wir sind nicht allein: http://tomswochenschau.wordpress.com/?s=Wohlstand ein sehr guter Artikel, wie wir uns dem gegenbüber verhalten… mehr muß nicht geschrieben werden…Nov. 2010!

  3. Februar 16, 2011 um 10:30 am

    Hallo Martin, die Diskussion geht doch schon lange und nun verstehst Du vielleicht, warum ich mich wehemend gegen BGE ausspreche, ein Mensch der 50 Jahre aus der Armut der Entwicklungsländer profitiert hat, will jetzt hier sich ebenfalls aus der Verantwortung entziehen, so weit er überhaupt noch angesprochen werden würde. Dem spreche ich sein soziales Verständnis ab. Um die globalen Probleme zu lösen, bringen wir nicht einmal den Tropfen hin, sonder schütten noch Benzin ins Feuer. Auf der anderen Seite ist in den letzten Jahrzehnten so viel Vertrauen durch uns zerstört worden und hat sich in Afrika, der arabischen Welt, Lateinamerika so viel Mißtrauen entwickelt, das es vorstellbar ist, das die Schwellenländer (siehe Bolivien, Ecuador) bald die Grenzen schließen und sagen no white people. Die Frage steht im Raum, warum hat sich die westliche Welt erst so spät um den Wahlbetrug in Kenia gekümmert? Kibaki ist ihr Mann. Raila hat unter Moi im Gefängniss gesessen, war im Exil, denn er verfolgt eine Politik für Kenianer ob uns das gefallen wird oder nicht. Leider habe ich meinen Beitrag zu Patrick Lumumba, 50. Todestag, nicht geschafft. Die Fragen könnte ich über Lybien, Ägypten etc. weiterführen…. Wahre Antworten der Regierung bleiben aus! (siehe vorangegangenen post)

  4. Februar 16, 2011 um 11:05 pm

    ^hier noch ein link: http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/feature/8233392.html
    viele grüße mike

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