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Wenn Du Gutes für den Menschen erreichen willst, argumentiere wirtschaftlich!

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Wenn man sich so den Lauf der Aufklärung bis heute anschaut, so haben sich viele positive Dinge für uns Menschen ergeben. Auf den ersten Blick sieht es danach aus, dass wir aus humanistischen Gründen handeln. Auf den zweiten Blick steht wohl eher der wirtschaftliche Nutzen als tatsächlicher Beweggrund da.

Wir hatten in dieser Woche intern über die Abschaffung der Sklavenhaltung als ein Beispiel für eine krasse Änderung von Mitarbeiterführung diskutiert. Das damalige Menschenbild war das Extrem des X-Menschen (siehe Post Böse Menschen – gute Menschen: die X-Y-Theorie). Der Sklave galt als von Natur aus faul. Laut Aristoteles war er nur ein Werkzeug, wenn auch ein Gehorsamvorauseilender und damit besser als ein toter Gegenstand. Der Erste, der neben humanistischen Gründen zur Abschaffung der Sklavenhaltung auch den wirtschaftlichen und damit zündenden Aspekt anführte, war Adam Smith. in seinem 1776 erschienenen Buch Der Wohlstand der Nationen. In Wikipedia ist zu lesen:

„Smith argumentierte sowohl aus moralischen Gründen, sowie aus Gründen der wirtschaftlichen Effizienz für die Abschaffung der Sklaverei. Die Erfahrung zu allen Zeiten und in allen Völkern beweist, wie ich glaube, dass die Arbeit eines Sklaven am Ende die teuerste ist…. Nur sehr profitträchtige Pflanzungen wie Tabak oder Zucker können, so Smith, die hohen Kosten der Sklavenhaltung (noch) tragen. Der Grund, weshalb die Arbeit von Sklaven, der von freien Männern zuweilen vorgezogen wird, ist, der Stolz, der den Menschen herrschsüchtig macht und dazu führt, dass ihn nichts mehr kränkt, als sich herablassen zu müssen, um Untergebene zu überzeugen. (engl. orig: The pride of man makes him love to domineer, and nothing mortifies him so much as to be obliged to condescend to persuade his inferiors. Wohlstand der Nationen, drittes Buch, Kap. 2)“

Mir scheint die Sache mit dem Überzeugen auch heute im Falle der Manager mit dem Menschenbild X (siehe oben) noch zuzutreffen.

Schauen wir uns dann noch weitere humane Errungenschaften und den Nutzen für die Wirtschaft an:

Abschaffung der Kinderarbeit: Sowohl das Militär hatte sich über zu kleinwüchsige Jugendliche beschwert als auch die produzierenden Firmen. Kräftigere Jugendliche kämpfen besser und können auch härter anpacken und zudem viel länger arbeiten.

Bau der Kanalisation: Neben dem unerträglichen Gestank der im 19. Jahrhundert  schnell gewachsenen Großstädte war ein großes Problem die Ausbreitung von Krankheiten aufgrund der extrem schlechten Hygienebedingungen (siehe auch Was hat denn der Bau der Berliner Kanalisation …). Es starben zu viele ausgebildete Arbeitskräfte. D.h. ein Mehr an Gesundheit brachte ein Mehr an wirtschaftlicher Leistung.

Einführung der Schulpflicht: wissendere Mitarbeiter helfen Firmen zu mehr Innovation. Also auch hier steht  im Wesentlichen der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund.

Das Fazit ist demnach: Wenn Du Gutes für den Menschen erreichen willst, argumentiere wirtschaftlich!

Da dieser Mechanismus so gut funktioniert, habe ich große Hoffnung, dass Alles gut werden wird:

  • Krieg hat keinen wirtschaftlichen Nutzen!
  • Umweltschäden, wozu auch radioaktiver Müll gehört, sind nicht wirtschaftlich!
  • Die Führung von Mitarbeitern als Typ-X nicht!
  • Und was die Compliance angeht: Betrug und Korruption auch nicht!

Schon Schiller sagte: „Denn nur vom Nutzen wird die Welt regiert.“ – Wallensteins Tod, I, 7 / Terzky

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  1. Januar 9, 2011 um 10:04 am

    Hallo Herr Bartonitz –

    na da bin ich zur Abwechslung mal ganz anderer Meinung: Krieg hat keinen wirtschaftlichen Nutzen? Wer waren denn die z.B. die wirtschaftlichen Nutznießer des Nord- vs Südstaaten Krieges in Amerika? Die Rothschilds.

    Was ist mit der Multimilliardendollar und Euro Kriegsindustrie? Was ist mit allen Firmen, die sich rund um das Thema Spionage und Abschirmdienste gruppieren? Rheinmetall ohne potentielle und echte Kriege würde wirtschaftlich nicht existieren, bzw. müsste sich komplett neu erfinden.

    Krieg ist ein Wirtschaftstreiber der ersten Güte. Und damit halte ich es für einen ziemlichen Trugschluss, nur darauf zu vertrauen, die Welt wirtschaftlicher zu machen. Vor allem müssten wir dann erst mal definieren, was überhaupt „wirtschaftlich“ heißt. Geht es nur um Gewinnmaximierung (dann lohnen Kriege sehr wohl), oder geht es auch um soziale Verantwortung. Dann sind Kriege absurd.

    • Januar 9, 2011 um 5:50 pm

      Hallo Herr Zeuch,
      das genau ist der Punkt: der gesunde Menschenverstand, und da spricht die Intuition, die Sie in Ihrem Buch Feel it behandeln, würde sofort dafür sorgen, dass wir alles, was sich um den Kriege herum rankt, abschaffen. Der Punkt ist nur, dass derzeit die Entscheider und Beeinflusser entsprechender Themen hier nur etwas tun, wenn sie dann profitieren können. Dahin gehend ist mein Titel zu interpretieren. Wer in unserer Welt nur menschlich argumentiert, z.B. dafür sorgen möchte, dass bald kein Mensch mehr an Durst oder Hunger sterben soll, der hat leider nur Chancen, wenn er das den Entscheidern auch wirtschaftlich schmackhaft machen kann.
      Lieber wäre mir, wenn wir aus Einsicht, dass wir keinen Menschen auf der Welt unwürdig leben lassen dürfen, etwas ändern. Das würde vermutlich nur gehen, wenn wir mehr Mitbestimmung durch den Bürger hätten.
      Viele Grüße, Martin Bartonitz

      • Januar 10, 2011 um 8:27 am

        Guten Morgen Herr Bartonitz,

        da widersprech ich gleich nochmal (spannend!): Der „gesunde Menschenverstand“ ist nicht identisch mit der Intuition. Das ist ein häufiges Missverständnis. Bei ersterem argumentieren wir ja, wir können Gründe benennen. Krieg ist nun mal nicht in Ordnung, weil er unermessliches Leid bedeutet, sowohl für die Soldaten als auch für die Zivilbevölkerung, usw. usf. Intuition ist nur dann Intuition, wenn wir unser Urteil auch im nachhinein nicht begründen können.

        Ich stimme Ihnen zu, dass viele, vielleicht sogar die meisten Menschen mit großem Entscheidungshebel (denn Entscheider sind wir alle!) nur dann etwas in Angriff nehmen, wenn es irgend einen Profit verspricht. Aber damit sind wir dabei, das alte System mit seiner alten, überkommenen Wertesphäre, zu stützen. Wir bestätigen damit die Werte, die überhaupt erst in die Misere geführt haben.

        Somit lautet mein Credo: Das eine tun und das andere nicht lassen. Sprich: Einerseits klarstellen, dass z.B. die Integration von Intuition und Emotion (ist ja mein Thema) in die wirtschaftliche Entscheidungswelt auch zu größeren ökonomischen Erfolgen führen wird. Andererseits sollten wir auch zeigen, dass wir Menschen eben nicht nur nach Gewinnmaximierung streben. Und da sollten wir wiederum mehrgleisig fahren: a) Bereits in der Sozialisierung und der Bildung beginnen (Unis, an denen immer noch der Homo oeconomicus als grundlegendes Menschenbild gelehrt wird, haben Ihren Namen nicht verdient). b) In den Unternehmen und Organisationen selbst ansetzen und bestehende Kulturen hinterfragen und neu gestalten. c) Einen dazugehörenden gesellschaftlichen und politischen Dialog in Gang setzen und aufrechterhalten.

  2. gebhard
    Januar 10, 2011 um 10:50 am

    Hallo Herr Dr. Bartonitz,

    jetzt habe ich Sie auf unserem Blog entdeckt und mal bei Ihnen vorbei geschaut und schon finde ich diesen Beitrag, dem ich überhaupt nicht zustimmen kann.

    Abgesehen von den vielen guten Beobachtungen, die Adam Smith gemacht hat, ist sein Kapitalfehler m.E. nach genau die Annahme, dass wirtschaftlicher Nutzen dem Wohl der Menschheit an sich zugute kommt.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich finde die Entwicklungen des letzten Jahrhunderts keinesfalls schlecht, allerdings gibt es dadurch, dass es so passiert ist, wie es passiert ist auch nicht die Chance zu sehen, was passiert wäre, wenn wir uns der Wirtschaftsratio nicht unterworfen hätten.

    Was ist das Ziel von Wirtschaft? Profit!
    Dabei meine ich keineswegs die oberflächliche und meist genannte Eigennutzenmaximierung eines Egoisten. Die gibt es sicherlich auch häufig. Doch neben ihr ist es die meist nicht bewusste Annahme: „Wer das Kapital sauber verzinst, hat Recht und tut Gutes.“ Doch das stimmt nicht und Sie selbst machen die Liste auf, die das zeigt. Für das Unternehmen als geschlossene Einheit sind Krieg (Beispiele von Andreas Zeuch), Umweltschäden (aktueller Dioxinskandal), Ausbeutung von Mitarbeitern (die Kik-Story), Korruption und Betrug (ständig wiederkehrende Skandale al la Siemens und Volkswagen) sehr wohl einträgliche und wirtschaftliche Geschäfte. Das wird schon dadurch deutlich, dass Korruption etwa in Schwellenstaaten in Deutschland bis Ende des letzten Jahrhunderts steuerlich absetzbar war. In der BWL nennt man das externe Effekte, was nett den Umstand umschreibt, dass ein Rüstungskonzern in keiner Weise für den gesellschaftlichen Schaden verantwortlich gemacht werden kann, den seine Produkte verursachen. Das gilt auch beispielsweise für Coca Cola, die weit mehr als 50 Liter Wasser verbrauchen, um 1 Liter Cola herzustellen. Da der meiste Verbrauch bei den Lieferanten des Zuckers stattfindet bleibt dieser Aspekt allerdings außerhalb der Bücher von Coca Cola und so gilt offiziell, dass Coca Cola grob 2,7 Liter Wasser für 1 Liter Cola verbraucht.
    Auch so angesehene Berufe wie etwas Steuerberater, die höchst wirtschaftlich sind und die Wirtschaftlichkeit ihrer Klienten voran treiben tragen eher zum gesellschaftlichen Unwohl, denn zu ihrem Wohl bei (Studie „a bit rich“ aus 2010).
    Ich habe Hoffnung, dass es gut werden kann, allerdings nicht, wenn wir weiterhin wirtschaftlich argumentieren. Das führt immer in die selbe Sackgasse, in der die Ultima Ratio eine ordentliche Kapitalverzinsung ist.
    Es wird Zeit Unternehmer zu suchen und zu unterstützen, die die Verwirklichung des Menschen hin zum Besten was er sein kann vor die Wirtschaftlichkeit stellen und in der Wirtschaftlichkeit nur das Werkzeug sehen, um diese Erfüllung des Menschen als Mensch zu erreichen.

    Ich habe Hoffnung, dass es immer mehr Unternehmer gibt, die ein solches Interesse haben. Wenn wir bei Adam Smith verweilen, werden wir sicherlich feststellen, dass auch im 21. Jahrhundert ein Weltkrieg den Raum für Wiederaufbau und ökonomischen Wohlstand schaffen kann. Ganz gegen Ihre Annahme …

    Viele Grüsse
    Gebhard Borck

    • Januar 10, 2011 um 11:03 am

      Hallo Herr Borck und Herr Zeuch,
      ich bin ganz bei Ihnen, denn meine Headline war eher zynisch gemeint. Ich würde viel lieber so argumentieren wollen wie sie, aktuell lässt sich auf staatlicher Ebene aber leider nur wie getitelt etwas ändern.
      Auch ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahrhundert zu neuen Werten kommen werden. Einerseits erkennen immer mehr, dass Glück als Sinn des Lebens nicht vom Geld abhängt und andererseits helfen die neuen Web 2.0 Werkzeuge, die neuen Werte schneller zu verbreiten. Die Evolution unserer Moral geht dann hoffentlich schneller in die richtige Richtung.
      Viele Grüße, Martin Bartonitz

  3. gebhard
    Januar 10, 2011 um 11:16 am

    Hallo Herr Dr. Bartonitz,

    vielen Dank!
    Da bin ich Ihnen ja schön auf den Leim gegangen, so viel Zynismus ist mir aus Blogs einfach nicht geläufig!

    Dann lassen Sie uns alle zusammen ganz unzynisch draan arbeiten, dass auch im Staatsapparat der Irrglaube an die Wirtschaftlichkeit sein natürliches Ende findet!

    Gruß
    Gebhard Borck

  4. Januar 10, 2011 um 1:34 pm

    Hallo ihr lieben Kommentatoren, also hier muß ich mich also mal einmischen. Ich hab ja nun die wenigste Ahnung, aber den Kapitalismus sozial reformieren zu wollen, diese Hoffnung stirbt bestimmt zum Schluß! Das hat glaube Robert Owen oder so ähnlich auch versucht und ist kläglich gescheitert. Da ich so zu sagen die „friedliche Konterrevolution“, ich setze es bewußt aus mehreren Gründen in Anführungsstriche, live und am runden Tisch teilweise erlebt habe, kann ich nur sagen, zu erwarten das die vorhandene Regierung, egal welche partei an der Macht ist, die Strukturen änder wird, hieße zu glauben, man könne aus zugeschnürten Schuhen nach oben springen, eine Drehung um die eigene Achse vollziehen und wieder in den Schuhen zu landen. Seien wir doch mal realistisch, wie viele Jahre demonstrieren Menschen gegen die Einlagerung von Atommüll in Gorleben, wie viele Menschen sind zum G 20 Gipfel in Deutschland unter ähnlichen Bedingungen wie Guantanamo in Gitterzellen zeitweilig inhaftiert worden. Ich halte es mit D.H. Thoreau und Mahatma Gandi, ziviler Ungehorsam. Er hat vor fast 150 die Dinge schon beim Namen benannt, „Zur Pflicht zur Ungehorsamkeit gegenüber dem Staat“. 1999 glaube ich hatte ich ein langes Gespräch mit Inge Vieth, kurz nach ihrer Haftentlassung. Sie sagte, früher wurde Th. Münzer als Freiheitkämpfer bezeichnet. Unter den heutigen Vokabular wäre er ein Terrorist, wie gesagt weit vor den 09-11! Wer den Mut hat wirklich hin zu sehen, wird feststellen wie weit wir von der Demokratie entfernt sind. Demokratie ist die Religion der Atheisten! Ich traue keiner Menschenansammlung die größer ist als 1000 Personen, weil ab da Macht(mißbrauch)entsteht. Deshalb „die beste Regierung ist die Regierung die nicht regiert“, also z.B nach den Wahlen. Ein viertel Jahr ohne Regierung und nichts ist passiert. Wir sollten mal ausprobieren wie lange es ohne geht! Viel Spaß beim ausprobieren. Ich gebe zu mnaches habe ich ein wenig überspitzt. Aber wie die Lüge der Wahrheit näher ist als das Vorurteil und so steckt auch in jeder Übertreibung ein Quentchen ….. viele patriotische Grüße von der sorbischen Befreiungsfront com. mike

  5. gebhard
    Januar 10, 2011 um 1:54 pm

    Hallo Mike,

    wow, welch engagierter Kommentar!
    Worin ich mit Dir einig bin, ist, dass ich nicht darauf warten will, dass die Mächtigen etwas ändern werden. Womit ich mich nicht zufrieden geben will ist ziviler Ungehorsam … klingt toll, ist aber ebenso romantisch, siehe, was die Nachfolger von Gandhi aus seinem Engagement gemacht haben.
    Will man eine andere Wirtschaft, braucht man halt auch etwas das funktionieren kann und wie es Dirk Backer einmal ähnlich gesagt hat: Was besser sein will als Kapitalismus, muss erst einmal so gut sein wie Kapitalismus.“

    Wo ich Dir überhaupt nicht zustimme ist die Annahme, dass man am 1000 Personen das Vertrauen verlieren muss. Dahinter steckt ein weithin falscher Glaubenssatz, dass die Masse immer so dumm ist, wie ihr Dümmstes Mitglied und ähnliches – eine spannende Lektüre dazu ist „Die Weisheit der Vielen“ von Sourowiecki. Ein richtiger Gedanke ist sicherlich, die demagogisch gelenkte Masse, die weithin als zerstörerischer Mob bekannt ist.

    Ich zumindest als einer der lieben Kommentatoren, habe nicht vor, den Kapitalismus sozial zu reformieren – mir schwebt mehr eine friedliche Revolution hin zu einem ganz anderen Wirtschaften vor. Ob die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ich damit Erfolg habe, hängt nur begrenzt von mir selbst ab und liegt nur zu einem ganz geringen Teil in meiner Hand.
    Es nicht zu versuchen heißt in meinen Augen als vergrämter Zyniker den eigenen Lebensabend zu versauern oder in dumpfer Ohnmacht vor den schlechten Nachrichten in der Tagesschau und ähnlichem stumpf abzusterben und darauf habe ich einfach keine Lust ;o).

    … viele utopische Grüsse von der Volksfront für sinnvolles Wirtschaften de Gebhard

    • Januar 10, 2011 um 1:58 pm

      Gut gebrüllt, Kollege! Ist immer wieder schön, mit Dir zusammen zu arbeiten 🙂

  6. Januar 10, 2011 um 1:56 pm

    Hi Mike,

    nun, Gebhard und ich jedenfalls setzen definitiv nicht auf eine wirklich nachhaltige Veränderung durch unsere Regierung, egal welche Partei gerade an der Macht sein mag.

    Da gab es wohl ein Missverständnis. Uns beiden geht es darum, in relativ kleinen sozialen Systemen, wie z.B. kleinen mittelständischen Unternehmen, eine neue Wirtschaftwelt aufzubauen, die sehr wohl auch im Rahmen des bestehenden globalen Marktes gut überleben können. Und zwar ohne dass irgend etwas von Seiten irgend einer Regierung geändert werden müsste.

    Das Bild mit dem Hochspringen finde ich übrigens ganz wunderbar. Sehr schön.

    Herzliche Grüße
    Andreas

  7. Januar 10, 2011 um 2:25 pm

    @ Dr. Andreas Zeug; @Gebard
    Hallo bei einem so frontalen Zusammenstoß, bleiben Mißverständnisse nicht aus. Erst einmal Kompliment, ich habe gern mit Praktikern zu tun und ich würde mich über einen langfristigen Gedankenaustausch sehr freuen. Ich habe die Wahrheit nicht gepachtet, nur möchte ich dazu beitragen, das wir nicht auf der Stelle treten, denn das ist bekanntlich zurück! Ich bin eher der Grobmotoriker (selbst. Handwerker), nein Spaß bei Seite. Die Zahl 1000 war fiktiv, weil wir sie uns nicht mehr bildlich vorstellen können. Ich teile viele Ansichten mit Martin, habe ich doch solche „anarchistischen Systeme“ selbst erlitten im Positven. Wenn mich heute nach meiner zugehörigkeit fragt,sage ich, ich bin Weltbürger, weil ich glaube,es gibt keine Insellösung mehr. Dabei kommt aber gerade auf die Verantwortung der Inseln an, damit eine globale Lösung möglich wird (Klimagipfel). Mein part liegt im verständlich machen, das wir auf Kosten Dritter leben und so auch hier etwas ändern müssen. Vielleicht seht Ihr mal rein, da gibt es eine ganze Höhle voll unwahrscheinlicher Schätze zu entdecken (Schatzinsel). Leider habe ich die angeführte Literatur nicht gelesen. ab und zu muß ich auch Geld, no Profit, verdienen. Your profit is my lose! Schonen Tag noch mike
    PS: Zum zivilen ungehorsam mal später, Ansatz steht schon bei mir im blog, ich muß jetzt wieder!

  8. Mai 28, 2012 um 9:50 pm

    Ex-Bundestagsabgeordneter Gerd P. Werner hat folgendes Wichtige zum Umstand Ethik und Wirtschaftlichkeit festgestellt:

    unsere gesellschaft hat diese drei bereiche und keine sonstigen:

    mensch zu nichtmateriellem = kultur
    mensch zu mensch = politik, recht
    mensch zu materie = wirtschaft

    und die menschen müssen diesen bereichen als ordnungsprinzipien ihre höchsten errungenschaften zuordnen,
    freiheit zur kultur
    gleichheit zum recht
    brüderlichkeit zur wirtschaft

    alle üblen erscheinungen des ‚kapitalismus‘, wie sie von marx und co treffend beschrieben wurden, sind zu erklären durch den grundfehler, das prinzip freiheit der wirtschaft zuzuordnen.

    Ich habe kein Gegenargument!

  9. Februar 8, 2014 um 1:07 pm

    Hier ist ein weiteres gutes Beispiel für meine These:

    … In eight years, Utah has quietly reduced homelessness by 78 percent, and is on track to end homelessness by 2015.

    How did Utah accomplish this? Simple. Utah solved homelessness by giving people homes. In 2005, Utah figured out that the annual cost of E.R. visits and jail stays for homeless people was about $16,670 per person, compared to $11,000 to provide each homeless person with an apartment and a social worker. So, the state began giving away apartments, with no strings attached. Each participant in Utah’s Housing First program also gets a caseworker to help them become self-sufficient, but they keep the apartment even if they fail. The program has been so successful that other states are hoping to achieve similar results with programs modeled on Utah’s.

    Fundstelle: Utah is ending homelessnes by giving people homes

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