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Raus aus den Finanzkrisen mit der vierten Staatsgewalt Monetative?

Hilft uns neben der Legislative, Exekutive und Judikative eine neue, vierte Staatsgewalt, die Monetative für die unabhängige Finanzsteuerung?

Dieser Meinung sind jedenfallsProf. Joseph Huber, Wirtschafts- und Umweltsoziologie an der Martin-Luther-Universität Halle, und Prof. Bernd Senf, Volkswirtschaft an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin, sowie eine Reihe von weiteren Mitgliedern der Initiativgruppe Monetative.  „Wir stellen die Monetative in einen Kontext freiheitlicher Demokratie, offener Gesellschaft und geordneter Marktwirtschaft. Kritische Analysen und neue Ideen wissen wir zu schätzen. Besserwisserei, Dogmatismus, Fundamentalismus und Extremismus sind nicht unsere Sache.“, so stellen sie sich vor.

Was uns die letzte Finanzkrise gelehrt hat, und dass es nicht die letzte bleiben wird, diese Meinungen können zuhauf im Netz gefunden werden, ist, dass wir den Banken die Geldschöpfung wieder aus der Hand nehmen müssen. Die Wurzel des Übels lägne im heutigen Geldsystem. Es erzeugt überschießend Bankengeld per Kredit und fördere damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die maßlose Überschuldung vieler Beteiligter. Finanz- und Realwirtschaft könne nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen sei sich ein für

  1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung
  2. die Beendigung jeglicher Bankengeldschöpfung
  3. die Inumlaufbringung neuen Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Ich bin kein Insider der Finanzwelt, aber dennoch hören sich für mich diese Forderungen logisch. Ich habe wenig Lust darauf, dass die Banken sich die Profite einstreichen und die Verluste sozialisiert werden, sprich wir Bürger den Karren aus dem Dreck ziehen sollen. Wenn bei dieser Umstellung auch gleich unsere aktuellen Staatsschulden um zweidrittel verringert werden, umso besser.

Hier geht es zur Initialerklärung der Initiative Monetative.

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. F.D.
    Januar 1, 2011 um 12:48 am

    Die Beendigung jeder Bankgeldschöpfung wird auch von Dennis Kucinich, Kandidat für die Nominierung zur Präsidentschaftswahl 2008, gefordert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_Kucinich

  2. Januar 8, 2011 um 10:17 am

    Da werde ich mir noch die Intitiativgruppe genauer ansehen. Indes ist klar: So wie bisher geht es nicht weiter. Vor ein paar Tagen hat der US Amerikanische Finanzminister klargestellt, dass den USA ab März die Staatspleite drohen kann. Wenn der Fall eintritt, folgt eine weitaus heftigere Finanz- und Wirtschaftskrise als 2007/2008. An diesem Szenario dürften die Banken einen nicht unerheblichen Anteil tragen, schließlich wurden enorme Summen zur Sozialisierung der selbstverschuldeten Insolvenzen aufwendet. Es ist genau die Perversion, die auch mich in Rage bringt: Gewinne individualisieren und Verluste sozialisieren. Die Banker sind ganz offensichtlich die wenigen Menschen, die tatsächlich Ihren im wahrsten Sinne des Wortes asozialen Eigennutzen maximieren.

    HGAZ

  3. Januar 16, 2011 um 6:56 pm

    Harold James sieht im Handelsblatt online in seinem Artikel Schulden unsere Demokratie in Gefahr.
    Ich kann seine Meinung „Steuerzahler überall in der EU müssen das Gefühl haben, dass sie die Kontrolle über ihre Schulden haben – und nicht für die Fehler und Betrügereien der unheilvollen Allianz aus verantwortungsloser Finanzwelt und verantwortungslosem Staat haften.“ komplett unterstützen.

  4. Februar 28, 2011 um 9:04 pm
  5. März 23, 2011 um 10:49 pm

    Großartiger Artikel, der Licht in die letzten Finanzkrise bringt und gleichzeitig aufzeigt, dass fleißig so weiter gemacht wird und wir mit Sicherheit sagen können: Nach der Krise ist vor der Krise!
    Der wahre Auslöser der Wirtschaftskrise

  6. Mai 24, 2011 um 12:07 am

    Auch lesenswert zum Thema Geldschöpfung durch die Privatbanken, von der Bundesbank selbst erklärt: Bundesbank bestätigt Geldschöpfung aus dem Nichts

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