Warum beWERTen wir alles? Sollten wir uns nicht besser ganz von diesem Paradigma befreien?

November 16, 2018 25 Kommentare

Ich hatte vor Kurzem einen Text von Carsten Rachov im Artikel Weg vom Schuldgeld, hin zum unantastbaren Lebensgeld … hier ins Regal gestellt. Er scheint Viele anzusprechen, denn er wird mit viel Interesse gelesen. Johannes Anunad hat dazu einen Kommentar geschrieben, den ich hier als eigenständigen Artikel nochmals nach Vorne holen möchte, geht er doch konzeptionell noch einen wichtigen Schritt weiter:

Arbeit im Sinne von reinem Gelderwerb ist keine Option mehr für mich – bereits seit 2013. Johannes Anunad, Lebensforscher sagt: „Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, einfach tatkräftig mit an.“

Ich finde es faszinierend, mit welcher Rafinesse, Gedankenverdrehungen und Eloquenz hier ein im Grunde eben nach diesen Ausführungen über 6.000 Jahre altes Paradigma mit schönen Worten weiter ums Überleben kämpft: GELD. Zur Klarstellung: Ich greife hier nicht den Autor an – er schreibt lediglich nieder, was ich als Zeitgeist kenne und auch selber beschreibe. Ich verteufele auch nicht das GELD. ABER: Wir können (noch) anders wählen!

Zunächst die Gretchenfrage: Wollen wir lieber das kleinere Übel – oder etwas wirklich NEUES wählen??? Ganz konkret: WAS ändert sich denn wirklich, wenn es „Gratisgeld“ gäbe? Wenngleich schuld(en)- und zinsfrei? Das übrigens wird den Kryptowährungen ja ebenfalls nachgesagt – und obendrein der Vorteil der dezentralen „Wertschöpfung“…
NICHTS ändert sich letztlich am Prinzip: Die Menschheit verbleibt weiterhin im Paradigma, dass alles etwas „kostet“, alles einen „Wert“ hat – auch der Mensch übrigens 😉 – der weiter in Geld ausgedrückt werden muss. IST DAS NATÜRLICH??? für mich: NEIN: Es ist lediglich Gehirnakrobatik, was ich hier gelesen habe – die ich selber allerdings ebenfalls früher einmal absolvierte… und dafür UBUNTU, den Gradido, alle möglichen Regionalwährungen und Zeitkonten, das „Informationsgeld usw. studierte. Es bleibt letztlich überall beim beWERTen!

Ich lade alle Leserinnen und Leser dazu ein, sich einmal selber zu prüfen, ob sie in der Lage sind, einem anderen Paradigma zu folgen: Der Bedingungslosigkeit des eigenen Selbstausdrucks. Im Vertrauen darauf, dass sie ein Grundrecht auf Leben haben – wie die ganze Natur übrigens – für das NICHTS bezahlt werden muss. Wo NICHTS verlangt wird, erwartet wird – weder von ihnen selber von anderen, noch von allen Anderen ihnen gegenüber… und dass ALLE anderen Menschen, einige früher, andere etwas später, dazu ebenfalls in der Lage sind, weil es ihrer Grundnatur entspricht, sich bedingungslos auszudrücken in ihrer eigenen Art und dafür von ihrer Mitwelt Anerkennung zu genießen: WERTSCHÄTZUNG also statt beWERTung.
UNMÖGLICH??? eben: Genau deswegen gibt es das Geld und wird es auch in diesem Artikel erneut verargumentiert – als angeblich unabdingbare „Organisationserfordernis“ gewissermaßen, damit Gesellschaft funktioniert. Weiterlesen …

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Why: Armistice Day became Veterans Day …

November 15, 2018 2 Kommentare

“Lest we forget!”… It is often said…

Alas, much too much is not remembered, no longer known, never really learned, completely ignored, and totally forgotten…

This is the tragedy of “The Inconvenience of historical Truth!”…☹


“Today’s holiday originally was a worldwide call for peace that was spurred by universal revulsion at the huge slaughter of World War I back in 1918. After World War II, the U.S. Congress decided to re-brand November 11 as Veterans Day. Who could speak against that? But honoring the warrior quickly morphed into honoring the military and glorifying war. Armistice Day was flipped from a day for peace into a day for displays of militarism. This November 11, it is as urgent as ever to ring the bells for peace. We must continue to press our government to end reckless military interventions that endanger the entire world. We must call for an end to war.”

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Weg vom Schuldgeld, hin zum unantastbaren Lebensgeld …

November 13, 2018 11 Kommentare

Die tiefere geistige Trennlinie zwischen politischen Parteien
verläuft nicht zwischen ‚rechts‘ und ‚links‘.
Sie verläuft zwischen Schuld und Wert.

Carsten Rachow

Vor einigen Tag hatte wir durch den ‚Zauberer von OZ‘ vom Kampf um die Geldschöpfung erfahren und das ihn die privaten Bänker bis dato gewonnen haben, und hörte dabei auch, warum es besser ist, dass die Geldschöpfung in den Händen der Bürger läge (siehe). Ich bekam nun von Carsten Rachow einen Text zur Verbreitung, in dem er sein Konzept für ein neues Geldsystem vorstellt. Sein Vorhaben ist, die SPD davon zu überzeugen, dieses Konzept zu übernehmen und damit wieder ein breite Zustimmung im Volk zu erreichen. Ich finde sein Konzept schlüssig, zumal es mit unverbrauchten Begriffen daher. Es hat was vom Gradido, das ich hier schon einmal vorgestellt hatte (siehe: »Gradido, die Natürliche Ökonomie des Lebens, ist ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur.«). Gelungen finde ich auch seine Her- und Hinleitung vom Schuldgeld zum Guthabengeld. Also wieder ab ins Regal, jedoch nicht ohne meine Skepsis auszudrücken, dass sich die Oberen der SPD nicht trauen werden, den Weg Kennedys oder Lincolns zu gehen, aber besser wäre das, oder?

Das unantastbare Lebensgeld – von CARSTEN RACHOW

Der Ur-Gedanke des schuldigen Menschen

Die Geschichte geht etwa so: Vor ca. 6.000 Jahren im alten Mesopotamien beschlossen einige Menschen, ihrem Volk zuzurufen: „Ihr seid alle voller Schuld vor den Göttern. Ihr müsst opfern. Ihr müsst den Göttern etwas geben.“

Alle nickten, denn es war klar, dass nur so die Schrecken der Natur gebändigt werden konnten. Fortan wusste der Mensch: „Ich bin etwas schuldig.“ Schnell wurden erste große Tempel gebaut (die „Zikkurat“ in Ur oder Ninive) sowie Priester, Tempelbürokratie und Tempelhierarchie erfunden. Wir Heutigen wissen davon, weil wir die alten mesopotamischen Keilschrifttafeln ausgebuddelt haben.

Zikurrat von UR – Foto: Wikipedia

Die ersten Schriftzeichen der Menschheitsgeschichte waren Schuld- und Warenverzeichnisse: Die Tempelpriester schrieben auf, wer seine Schuld vor den Göttern beglichen hatte und wer nicht. Sie legten überhaupt die Spielregeln fest (gemeinsam mit dem König) und erfanden auch den Zins (obgleich das Wort noch nicht existierte). Das Geld war noch nicht erfunden; bezahlt wurde in Naturalien (Stiere, Hühner, Weizen etc.). Konnte ein „schuldiger“ Bauer seine Schuld nicht tilgen, so wurde ihm ein Vorschuss aus den prall gefüllten Lagern des Tempels gewährt. Diesen hatte er später mit einem kleinen Aufschlag zurückzuzahlen. Konnte er das nicht, musste er Teile seines Landes an den Tempel übertragen. Weiterlesen …

Zeit der Erinnerung, des Reflektierens, und der Besinnung…

November 12, 2018 13 Kommentare

Wo aber ist die wirklich wahre, die aufrichtige
die notwendige menschliche Gesinnung?
Vor genau 100 Jahren endete
der angeblich „letzte Krieg“ aller Kriege…
Was sagte und schrieb man nicht alles
in den nachfolgenden Zeiten…
aber dann wurde bedauerlicherweise „entdeckt“…
genau dieser Krieg sollte allen weitern Kriegen,
allem weiteren Wahnsinn, aller weiteren Willkür
den Weg zu weiterem nationalen, regionalen
und globalen Blutvergießen bereiten…
Wer kann das schon vertuschen oder faktisch bestreiten?
Kriege „enden“ ohne Siege… ohne Sieger…
Die Konsequenzen der Kriege sind auch endlose Kosten…
Kriege erzielen nicht angeblich gesteckte Ziele…
Kriegsopfer gibt es dann zahllose, endlos viele…
Und sinnierende, erinnernde, seelisch leidende,
tragisch trauernde Krieger…
Kriege produzieren nur Verwüstung, Vertreibung,
Flehen, Fliehen, und Verderben…
Kriege werden nicht erlebt, sondern forciert aufoktroyiert,
erduldet und erlitten…
und auch die Überlebenden
werden Zeit ihres restlichen Lebens darunter leiden.
Kriege resultieren in Vernichtung,
in Tod durch jammervolles Sterben…
Alle Kriege, historisch verbucht, seien permanent verrucht… und
alle Kriegstreiberei sei hiermit verdammt!
Alle Kriegstreiber seien für ewig und alle Zeiten
absolut verachtet und verflucht!

Gerhard A. Fürst
11.11.2018

Gerhard A Fürst

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Darüber, was uns die Autoren von ‚Der Zauberer von Oz‘ zur Neugestaltung unseres Geldsystems empfehlen wollte …

November 11, 2018 14 Kommentare

Es gibt keine Alternative. Wir müssen die Wirtschaft, die unter zu hohen Schulden leidet, ankurbeln mit Rettungsschirmen, in den wir Geld hineinpumpen, das wir, die Bürger als Staat, bei den Banken leihen, denen wir dieses Geld geben, damit sie der Wirtschaft Kredite geben.
Mantra der Politik, vorgeturnt auf dem Bühnenbild des Tiefen Staates

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Spirale nach unten, bis wir verdammt 2 Dinge tun: 1. Staatliche Kreditaufnahme ächten, 2. Mindestreserve – Kreditvergabe verbieten. Den Banken sollte nur erlaubt sein, Geld auszuleihen, das sie tatsächlich haben, und Nationen müssen keine „Nationale Schulden“ bei den Banken machen. Denken Sie daran: Es ist nicht das, was das Geld deckt (z.B. Gold), es geht darum wer die Geldmenge bestimmt.

Deckel des zu seiner Zeit meist gelesenen Kinderbuchs. Hier trägt die Protagonistin die Schuhe aus Silber und läuft auf einer goldenen Straße (Gelddeckung)

Bill Stills

Kannst Du Dich noch an einen der ersten farbigen Filme mit dem Namen ‚Zauberer von Oz‘, jenen mit Judy Garland erinnern? Dieser Kinderfilm hatte mich als Kind sehr beeindruckt. Wovon ich allerdings, wie die meisten anderen Zuschauer, nicht wissen konnte, ist das übertragene Bild darin. Die Geschichte wurde 1900 in den USA geschrieben. Die USA erlebte seit etwa 30 Jahren einen Kampf der privaten Bänker gegen die Staatsmacht. Der Film beschreibt den Kampf zwischen den Bänkern und den Bürgern, und gibt einen Ausblick, wie die Bürger ein Geldsystem kreieren können, das ihnen nützt und nicht den privaten Bänker.

In der folgenden Dokumentation zeichnet Bill Stills zunächst akribisch die historischen Abläufe des Kampfes um das Geldschöpfen auf. Mit diesem Hintergrundwissen interpretiert er dann die Bilder des Kinderbuches von L. Frank Baum und W.W. Denslow. Mit dem geschichtlichen Abriss sehen wir, wie es nicht und wie es gut mit dem Geldsystem funktionierte. Gut ging es, als der Staat das Geld druckte und die Menge kontrollierte — nicht die „Privatbanken“ (Lincoln als auch Kennedy versuchten es, was ihnen aber am Ende nicht bekam, siehe). Das ist dann auch die Botschaft des Autors am Ende des Filmes. Bills Erzählung ist unter Anderem: Weiterlesen …

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„Es gibt keinen Treibhauseffekt auf der Erde!“

November 10, 2018 19 Kommentare

Opportunismus …

Überall, wo es Macht, Geld, und Einfluss gibt, wo die Fleischtöpfe sitzen, dort richten sich die Menschen ein und lassen sich für diese Sachen gewinnen, egal ob es stimmt oder nicht.
Robert Stein

Es werden aktuell wieder seit Wochen Kampagnen gefahren, um Mensch Angst vor der Zukunft zu machen Angst, dass die Welt untergeht. Und irgenwie scheint der Deutsche ganz besonders dafür empfänglich zu sein. Und vielleicht ist es die ‚German Guilt‘, wie es Außenstehende an uns sehen und die uns nach den 2 Weltkriegen eingeimpft wird – ganz besonders aber nach der Zeit des 3. Reiches -,  die uns veranlasst loszuziehen, die Welt doch noch zu retten. Dabei wäre es wohl gescheit, das Kleingedruckte zu lesen, eben das, was im letzten Bericht des Weltklimarats ganz hinten steht:

Robert Stein hat vor Kurzem einen Vortrag über die Energiewendee und die Klimahysterie gehalten, der wieder einmal sehr erhellend ist. Dabei macht er uns klar, dass wir uns um viel dringendere Themen zu kümmern haben, als um die Reduktion von Gas, das wir zum Leben brauchen. Zu seinem Vortrag ist zu lesen: Weiterlesen …

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Licht und Schatten: Über die dunklen Seiten der Medien … und dem Weg ins Lichte …

November 9, 2018 14 Kommentare

Maren Rosengarten, Filmgestalterin

Ich möchte gerne ein erfrischende Maren Rosengarten vorstellen. Sie hat beim ZDF als Redaktionsassistentin gearbeitet und berichtet in dem folgenden Interview mit Jo Conrad von ihren Erfahrungen, die sie schließlich das Weite suchen ließen, von dem Klima der Angst, der Schere im Kopf und festgefahrenen Denkstrukturen. Sie ist ein von jenen authentischen, die sich nicht verbiegen wollen, um in einem Job zu bleiben, zu dem andere sagen:

Ein Gewissen kann ich hier nicht gebrauchen.

Die eine Stunde Gespräch flog nur so dahin. Nach einem längeren Ausflug in die verkrusteten, arg katholischen Machtstrukturen gibt uns Maren einen Ausblick in das Lichte, auf wir immer schneller zuzulaufen scheinen. Nicht ohne dabei auch viel Angst und Schatten zu spüren, und was sich wie eine zweite Welle der Aufklärung anfühlt, an dessen Ende sich die Menschen von einer großen Last befreien werden.

Nachtrag:

Maren hat noch einen Bericht über ihre Zeit beim ZDF auf dem Rubikon veröffentlicht:

Seele über Bord

Ein Erfahrungsbericht über anderthalb Jahre vergebliche Innovationsbemühungen im ZDF. Weiterlesen …

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