Die Welt tickt hochgradig komplex. Warum sollte dann die Menge an CO2 das allein "Seelig-machende" sein?

Dezember 13, 2019 4 Kommentare
Charles Eisenstein

Ich möchte gar nicht viele Worte vorne weg schicken, nur dass ich gerne den folgenden Text selbst geschrieben hätte. Charles Eisenstein, dessen utopischen(?) Ideen für eine zuträglichere Gemeinschaft ich sehr schätze, spricht so klar aus, welchen Fehler wir begingen, wenn wir alle unsere Energie nur noch auf dieses eine Thema fokussierten, so wie es uns die Medien gerade vormachen: Egal, was auf der Erde passiert, ob ein Elefant an Durst stirbt, ein Wasserfall gerade rinnt, es irgendwo tierisch kalt geworden ist, Menschen sich auf den Weg zu uns machen, inzwischen scheint alles nur noch einen Grund zu haben: Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist Schuld. Inzwischen gäbe es sogar mehr wissenschaftliche Zustimmung, als es in der DDR war: 100%. Lieber Charles, ich ziehe den Hut vor Deinen klaren Gedanken und Worten, und mögen sie ihren gedeihenden Boden finden:

Der größere Zusammenhang
Wenn wir einzig den Klimawandel als akutes Problem definieren, verlieren wir andere existentielle Bedrohungen aus dem Blick.

Bedenken sind nicht überall beliebt. Und differenziertes Denken wird häufig nach dem Motto „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ abgekanzelt. Der Universalgelehrte Charles Eisenstein wagt es dennoch, in der aktuellen Klimadebatte unbequeme Fragen zu stellen: Könnte das Heraufbeschwören einer Apokalypse dazu führen, dass wir uns um andere brennende Probleme — etwa Krieg, Menschenhandel und Obdachlosigkeit — nicht mehr kümmern? Gehen wir fehl, wenn wir alles, was gegenwärtig und menschlich ist, dem fernen Ziel der „Klimarettung“ opfern? Verkennen wir womöglich, dass die Katastrophe im Außen nur der Spiegel eines fatalen Ungleichgewichts in unserem eigenen Inneren ist?

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Greta und die große Ver(w)irrung, 2. Offener Brief an Greta Thunberg

Dezember 12, 2019 48 Kommentare
Claudia von Werlhof, emeritierte Professorin

Claudia von Werlhof und Diskussionsgruppe der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“ – Alexandra Danzl, Wolfgang Fischer, Maria Heibel, Thomas A. Mann, Gudrun Sahlender-Wulf, Dietmar Salamon, Thomas Schramm u.a.


Liebe Greta Thunberg,

einen 1. Offenen Brief am Beginn Deiner steilen „Karriere“, die gerade in der Anerkennung des alternativen Nobelpreises gipfelt, hast Du nicht beantwortet. Ich schreibe trotzdem einen 2. Ich hatte Dich voller Sympathie für Deinen Aufbruch als eine Art Großmutter angesprochen, die Dir als einer Art Enkelin einen Rat erteilen möchte. Er bestand darin, Dir bessere Informationen über den wirklichen Zustand von Mutter Erde zu beschaffen, denn mir war aufgefallen, dass Du diese offenbar nicht hattest. Diesmal will ich Dich lieber in meiner Eigenschaft als Wissenschaftlerin ansprechen, die ich ja auch bin. Denn wie ich höre, suchst Du den Rat der Wissenschaft, denn Du scheinst auf Deinen Geist zu vertrauen. Das ist gut und absolut notwendig. Allerdings gibt es immer zwei Sorten von Wissenschaft: eine, die für nichts Geringeres als den gefährdeten Zustand von Mutter Erde selbst verantwortlich ist, und eine, die etwas dagegen hat. Zur letzteren Sorte gehöre ich. Deswegen war ich früher auch immer eine begeisterte Demonstrantin und Demonstrations-Rednerin und war zunächst einfach nur froh, wie die Jugend überall massenhaft auf Deinen Protest reagierte. Endlich eine Bewegung und auch noch für Mutter Erde! Etwas Schöneres konnte mir, zumal als Gründerin der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“, ja gar nicht passieren.

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Werte: alles nur leere Worte?

Dezember 11, 2019 1 Kommentar
Foto: Martin Bartonitz 2019

Ah, ja, was ist die Richtigkeit, die Echtheit,
der eigentliche Sinn der Rechte?
Was ist der Wert, die Wirklichkeit,
die Wahrhaftigkeit der Menschenwürde?
Was ist die Ehrlichkeit der Ehre?
Sind das alles nur Worte ohne Bedeutung?
Sind das alles nur Töne ohne Klang?
Ist es nichts and’res als Litanei,
Lamento, melodieloser Gesang?
Sind das alles nur Beschwichtigungen
berechtigter Beschwerden
über übel Erlebtes und Erlittenes?
Wie erkennt und unterscheidet man
das Falsche und das Echte?
Ist alles nur viel lauter Lärm um Nichts?
Fragen & Klagen,
Sorgen, Kummer, Gedanken, Bedenken…
über Dinge des Lebens,
wie vorgefunden und vorgegeben
von Leuten, die leiten und lenken…
Sind wir immer wieder nur Opfer der Verführung,
Opfer der Torheit und der Betörung,
der Verleitung durch die Lästigen,
die Listigen und Willkürlichen,
Opfer von rechtmäßigem Verlangen ohne Erhörung.
Opfer des wahllosen Wähnens der Wahnsinnigen,
Opfer der Manipulierung und des Unmuts
der Unmenschlichen und Unmanierlichen?

Gerhard A. Fürst
10.12.2019

"Die Menschenrechte sind Rechte des egoistischen bürgerlichen Menschen."

Dezember 9, 2019 9 Kommentare
Deklaration der Menschenrechte 1789
Man beachte die freimaurerischen Element wie das Auge sowie die Farben blau und rot, das Band des Bündnisses, aber auch die Fasces in der Mitte

Seit Kindesbeinen an frage ich mich, warum die 1789 deklarierten Menschenrechte auf der ganzen Welt mit den Füßen getreten wird. Überall wird ein Dreck auf die Würde des Menschen gegeben. In Deutschland waren es ausgerechnet Rot-Grün die das unsägliche Sklavereigesetz Hartz IV eingeführt hat. Immerhin will nun das neue Führungsduo das Ding wieder los werden, schauen wir mal.

Rainer Roth öffnet uns in seinem neuen Buch Sklaverei als Menschenrecht: Über die bürgerlichen Revolutionen in England, den USA und Frankreich die Augen, indem er uns aus der Perspektive der Habenden auf die Vorgänge zur Deklaration der Menschenrechte und den dann geschriebenen Staatsverfassungen schauen lässt. Und dann ist zumindest für mich ein Schuh aus der weiterhin überall wahrzunehmenden Unterwerfung der Armen geworden. Auch Martin Sigl fand passende Worte dazu:

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Warum wird CO2 als Treibhausgas oder sogar als Klimakillergas bezeichnet?

Dezember 7, 2019 24 Kommentare
Radwegeanzeiger am Waldrand von Bergheim-Glessen
Foto: Martin Bartonitz 2019

Nur Leute wie US-Präsident Trump oder AfD-Wähler leugnen den Klimawandel. Anderen ist klar: Erderwärmung ist menschengemacht mit enormen Folgen …

So beginnt die letzte Informationsschrift für die Einwohner ‚meiner‘ Kreisstadt Bergheim

CO2 ist ein transparentes Gas, es ist schwerer als Luft, es ist nicht brennbar, ungiftig, es entsteht bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoff-verbindungen (Erdöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Holz) und bei allen Vermoderungs – und Gärungsprozessen. Es ist in den Weltmeeren in großen Mengen gebunden, und in jedem Sprudelwasser, Bier, Limonade und Schaumwein und vielen anderen Getränken enthalten.

Pflanzen benötigen CO2, man kann es als Pflanzennahrung bezeichnen. Aus CO2, Wasser und Sonnenlicht wird mit Hilfe von Chlorophyll (Blattgrün) und einem biologischen Prozess den man Photosynthese nennt, Kohlenwasserstoffmoleküle und Sauerstoff erzeugt. Aus diesen HC-Verbindungen (Glukosen) besteht eine Pflanze.

Grundsätzlich gilt, je mehr CO2 in der Lufthülle vorhanden ist, desto mehr wird das Pflanzenwachstum angeregt, hier sehen wir eines von vielen Regelwerken in der Natur. Ein CO2 Gehalt von 0,08 % bis über 0,1 % ist für die Pflanze ideal, unter 0,015 % ist kein Pflanzenwachstum möglich.

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» Evolution durch Liebe «

Dezember 5, 2019 9 Kommentare
Michael Hüter

Waren Fortschritt und Reaktion die Leitbegriffe des 19., sind Pfusch und Reparatur die des 21. Jahrhunderts. (Peter Sloterdyijk)

Waren Erziehungsdiktatur und Vaterterror die Leitbegriffe des 19. , sind Mutter- , Eltern- und Liebesmangel die des 21. Jahrhunderts.
Noch nie in der gesamten bisherigen Geschichte der Menschheit hatten Kinder so wenig Möglichkeit in Be-Ziehung zu den ihnen von Natur aus emotional nahe stehenden Personen aufzuwachsen. …
Vergessen Sie die großen Seuchen der Menschheitsgeschichte, wie Pest Cholera und Co. Die Auswirkungen des mittlerweile und zunehmend weltweit zur gesellschaftlichen Normopathie erwachsenen Muttermangels werden noch umfassender und verheerender sein als alle Seuchen der Menschheitsgeschichte bisher. (ergänzt von Michael Hüter)

Michael Hüter, Historiker, Kindheitsforscher, Autor, Verleger, Pianist, Aktivist und dreifacher Vater, meint, dass es eine Mähr sei, dass es heute den Kindern in den westlichen Ländern so gut wie noch nie gehe. Ja, es gibt keine Kinderarbeit mehr, es mangelt an nichts, die jungen Menschen erfahren immer früher immer bessere Bildung, aber er sieht nicht, dass sie dadurch wirklich stets klüger und glücklicher werden.

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Mit 'sozialer Homöopathie' die gesellschaftliche Transformation erreichen …

Dezember 4, 2019 19 Kommentare

Ich lese gerade das empfehlenswerte neue Buch von Christoph Pfluger: Die Strategie der friedlichen Umwälzung: Eine Antwort auf die Machtfrage . Kaum hatte ich den Artikel Homöopathie wirkt! veröffentlicht, kam das Thema auch in diesem Buch vor, aber mit einer völlig unerwarteten Perspektive: Als Kampfmittel gegen die aktuell Herrschenden inklusive ihrer Dogmen. Im Folgenden haben ich mir erlaubt, das Kapitel ‚Ähnliches mit Ähnlichem‘ hier ins Regal zu stellen. Der Herausgeber möge ein Auge zudrücken, vielleicht kauft ja der Eine oder Andere gerade dadurch auch das Buch 😉

Ähnliches mit Ähnlichem

In der nächsten Phase muss es darum gehen, den Gegner anzugreifen und dabei ein Feld zu wählen, auf dem er schwach ist und wir unverwundbar sind. Schwach ist er auf dem Gebiet des Geistes – deshalb versucht er ständig, uns emotional und intellektuell zu beeinflussen und deshalb werden abweichende Meinungen so scharf bekämpft, sobald sie «das System» infrage stellen. Unverwundbar sind wir, wenn wir nicht als Gegner auftreten, sondern gewissermaßen als Verbündeter. Und schließlich müssen wir, da gering an Zahl, darauf achten, mit möglichst wenig Aufwand möglichst große Wirkung zu erzielen.

Das Mittel erster Wahl, das alle diese drei Erfordernisse erfüllt, ist die soziale Homöopathie. Dieses Fachgebiet muss zwar erst noch er-forscht und entwickelt werden, aber seine erste Regel kann von allen angewendet werden, die etwas zur Gesundung der Gesellschaft beitragen wollen. Der Grundsatz der sozialen Homöopathie besteht darin, einen gesellschaftlichen Missstand nicht mit Gegenmaßnahmen zu behandeln, zum Beispiel mit Protest, Widerstand oder Sanktionen, sondern durch Injektion des krankmachenden Impulses in homöopathischer Dosis in den sozialen Organismus.

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