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Darüber, wie wir uns selbst entmachten …
Gestern fragte ich, ob wir neue Parteien bräuchten, um die alten auszumustern und mit neuen Leuten wieder den Weg zum Gemeinwohl beschreiten können. Solveigh hatte gleich nochmals die herrliche Lyrik von Tucholski auf Facebook dazugestellt und darauf aufmerksam gemacht, was mit der Weimarer Republik passierte, als auch dort ein Brei von neuen Parteien entstand. Und passend dazu kam auf einem anderen Kanal der Querdenker Gerd-Lothar Reschke daher, der in ca. 30 Minuten recht gut darstellt, wie unsere Selbstentmachtung funktioniert:
Wir spielen alle nur Rollen, weil wir über Erziehung und Schule gelernt haben, Erwartungshaltungen zu erfüllen. Wir sind nicht mehr wir SELBST sondern wir sind im Charrierestreben etwas anderes geworden, als wären wir vorher nichts gewesen. So sind wir alle nichts anderes als Zombies des aktuellen Systems. Wir bräuchten uns nur die Politiker und Talkshow-Teilnehmer anzuschauen. Das sind übrwiegend keine authentischen Menschen, sondern genau solche Würstchen wie du und ich, wir wir uns in diesem Sysetm häufig genug fühlen, wenn wir versuchen, die an uns gestellten Erwartungen zu erfüllen und dabei häufig genug Angst vor dem Scheitern darin haben. Aber wir, die wir diesem Treiben zuschauten, wären dabei genau solche Zombies. Dabei entmachten wir uns selbst und geben unsere Macht an diese anderen Würstchen ab. Sein Fazit: er wird nun auch das Teilsystem der Parteien nicht mehr unterstützen.
Ich denken, dass gar nicht mehr wahrzunehmen, was die Würstchen so tun, gerade unsere EU-Diktatoren, hilft dem System genauso. Es zu beobachten, die richtigen Schlüsse zu Weiterlesen…
Das System versagt
Roman H. Lustig erlaubte mir seinen analysierenden Kommentar zu einem der besten Artikel, den ich in diesen Zeiten zum Zustand unserer Gesellschaft las, hier zu veröffentlichen:
Der gesamte FAZ-Artikel Das System versagt bietet einen interessanten Ansatz zur Neukonzeption unseres ökonomischen und gesellschaftlichen Systems mittels der Hebelwirkung eines radikal gewandelten Kapitalismus, der sich – in Abhebung vom Zeitalter einer uniformen Massenproduktion – radikal neu aus den den völlig unterschiedlichen Interessen und Lebensbedürfnissen der Individuen erschafft. Dies bedeutet selbstverständlich auf Unternehmerseite eine radikale Diversifikation der Produkte und – damit einhergehend – eine ebenso radikal vorangetriebene Marktsegmentierung im Hinblick auf unterschiedlichste, nun erst wirklich ernstgenommene Zielgruppen. Die Macht der geänderten, jetzt individualisierten Verbraucherbedürfnisse sowie das Informationszeitalter und dessen Technologien machen diese “Schöne Neue Welt” möglich und bringen den mittlerweile abgewirtschafteten Kapitalismus der großen Unternehmen wieder in Einklang mit einer gesellschaftlichen Mehrheit!
Der Ansatz ist, wie gesagt, interessant, doch in meinen Augen zu blauäugig, sprich er beinhaltet eine viel zu optimistische, eben US-amerikanische Sichtweise der Marktkräfte als allein seligmachendem Regulativ einer Veränderung der Gesamtgesellschaft zum Positiven hin. – Meine Herangehensweise an die Problemstellung ist da hingegen schon weit pessimistischer, und, wenn man so will, auch stark europäisch geprägt! Damit nämlich eine breite Weiterlesen…
Darf ein Macht-habender eine Kollektivschuld verhängen?
In der Schule lernen wir, dass ein Lehrer nicht die ganze Klasse bestrafen darf, wenn er den Schuldigen einer unzulässigen Tat nicht finden kann.
Lehrer haben Macht. Denn sie können Schüler ver-urteilen, indem sie schlechte Noten vergeben, wenn im das Verhalten eines Schülers nicht passt.
Allerdings ist dem Übermächtigsein des Lehrers inzwischen ein Riegel vorgeschoben, was die Kollektivbestrafung angeht, und das ist auch gut so.
Mir ist gestern aufgefallen, dass es auf unserer Erde dennoch laufend eine Kollektivhaftung gibt. Denn wer keine Macht über sich stehen hat, der kann sich das Verhängen einer Kollektivhaft erlauben, auch wenn es ethisch nicht vertretbar ist.
So zahlen Afghanistan, der Irak, aber auch Lybien dafür, dass sie “befreit” wurden.
Auch wir wurden im zweiten Weltkrieg Weiterlesen…
Gastbeitrag: Verantwortung kann nur derjenige haben, der auch die Macht zur Veränderung besitzt
Nick Mott schrieb als Kommentar auf den Artikel Habe ich als Deutscher eine besondere Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust nicht wiederholt? allgemeiner:
Diese Macht hat nicht der “Normalbürger”.
Mein persönliches Lieblings-Beispiel:
Demonstration von 1,3 Millionen Bundesbürgern gegen den Nato-Doppelbeschluss, insbesondere gegen die Stationierung von Pershing II-Rakten in Deutschland.
Die Stationierung wurde nicht nur nicht in Frage gestellt, sie wurde nicht um eine einzige Sekunde verzögert!
Kohl sagte 1982 wörtlich:
Die Bundesregierung steht uneingeschränkt zum Nato-Doppelbeschluss.
– Uneingeschränkt.
Die Meinung von Millionen Bürgern, aus allen politischen Lagern, interessierte wortwörtlich keinen Deut.
Wenn heute Angela Merkel unwidersprochen Weiterlesen…
Wir sollten nicht Parteien wählen sondern gesellschaftliche Anforderungen zur Umsetzung formulieren
Ich habe gerade noch an den letzten User Stories gesessen, da wir morgen wieder SCRUM Planning Meeting haben. Genau dabei wurde mir klar:
Wir brauchen gar keine Parteien!
Warum nicht? Nun, ich erkläre das mal an unserem Prozess der Software-Erstellung.
Als Produktmanager sammeln wir die Wünsche für neuen Funktionen in unserer Software ( -> Gesetzesvorlagen), die von unseren Kunden, Partner und internen Service-Mitarbeiter ( -> allesamt Bürger) geäußert werden. Zusätzlich schaue ich mir an, was unser Wettbewerb macht und was die einschlägigen Berater am Markt behaupten (-> Best Practice aus anderen Ländern).
Alle diese sinnvollen Wünsche bereiten wir in Bezug auf den Business Value auf, sprich wir beantworten die Fragen, was es dem Kunden bzw. der Firma (-> Bürger) nutzt.
Die aufbereiteten Wünsche stellen wir unserem Product Board (= Abgeordnete aus den Abteilungen -> gewählte Volksvertreter) vor. Sie werden hier diskutiert, bewertet und priorisiert.
Entsprechend der Priorität werden die Anforderungen mit Weiterlesen…
Wie frei bin ich eigentlich als Deutscher?
Aufmerksam geworden durch die aktuellen Revolten in den arabischen Ländern, wo die Bürger mehr Freiheit einfordern, habe ich mich gefragt, wie frei ich denn selbst in Deutschland bin.
Immerhin kann ich im Gegensatz zu Sklaven frei wählen:
- welche Meinung ich wo äußere (solange es verfassungskonform ist)
- wo ich wohnen möchte,
- welche Ausbildung ich machen möchte (OK, Einiges geht nicht, wenn mir das Geld dazu fehlt),
- wo ich arbeiten möchte (OK, wenn ich ein gutes Zeugnis habe),
- mit wem ich zusammen leben möchte (inzwischen sogar gleichgeschlechtlich),
- welcher Religion ich angehören möchte (oder auch keiner),
- wie ich mich ernähren möchte (auch ungesund, z.B. auch rauchend und saufend),
- wo ich Urlaub machen möchte,
- …
In der Summe scheint mir, geht es mir diese Freiheiten betreffend vermutlich sehr viel besser als den vielen Protestierenden in den o.g. Ländern.
Aber es gibt auch noch eine Reihe eher zweifelhafter Freiheiten, wie sie uns Hans Herbert von Arnim, Professor für öffentliches Recht, in seinem Buch Das System. Die Machenschaften der Macht vor Augen führt:
Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen Weiterlesen…
Mächtige sind bessere Lügner
Wer Macht hat, zeigt deutlich weniger Symptome eines Lügners. Werden Mitarbeiter daher von den Firmenlenkern und Bürger von ihren Politikern leichter hinters Licht geführt?
Diesen Sachverhalt des Lügens hat eine Studie belegt, die einem gleichlautenden Artikel auf Harvard Business manager veröffentlicht wurde.
Schon wer sich in die Pose eines Mächtigen begibt, hat es mit dem Durchkommen einer Lüge leichter. Interessant ist auch, dass die Wahrscheinlichkeit, unserem Gegenüber Weiterlesen…





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