Archiv

Posts Tagged ‘Konkurrenz’

Sowohl Konkurrenz als auch Kooperation …

Heinz Peter Lichtenberg stellte auf Facebook in der Gruppe Kooperation statt Konkurrenz, die ich mit Marietta vor zwei Jahren begann und die inzwischen fast 300 Mitglieder hat:

Die rote Schlange ist noch da…

Menschen lieben die Konkurrenz! Am Besten ist das beim Sport zu beobachten. Wir hatten ja schon das Beispiel Fußball hier. Dieses Spiel stellt eine Konkurrenzsituation dar. Jede Mannschaft will den Ball in des Gegners Tor bugsieren und das Spiel nach den Regeln gewinnen. Dabei versucht das jeweilige Team Tore des Gegners zu verhindern. Das macht allen beteiligten Spielern und den Zuschauern so viel Spaß, daß Fußball die meist gespielte Sportart und die meist geschaute Sportart ist.

Nicht nur, daß die beiden Teams für sich gesehen im Spiel als Team kooperieren, um das Spiel zu gewinnen. Genau betrachtet kooperieren beide Teams. Denn erst durch die Bereitschaft beider Teams zu kooperieren, ist es möglich ein Fußballspiel zu spielen. Weil zwei Teams notwendig sind. Konkurrenz durch Kooperation! Und Alle haben Spaß! Und es geht weiter. Selbst bei Einzelsportarten wie Tennis oder Ringen ist Kooperation notwendig. Ohne einen Kooperations-willigen Partner macht der Sport keinen Spaß. Den Ball alleine vor die Wand zu hauen und darauf warten ihn wieder vor die Wand zu hauen. Ne, macht keinen Spaß. Auch mit sich selbst Ringen geht auch nicht. ;-)

Konkurrenz ist überall. Konkurrenz ist Teil der Wirklichkeit in dieser Welt. Ich meine, daß der Begriff im Titel dieses Gruppennamen wahrscheinlich was Anderes meint. Kooperation und Konkurrenz haben was gemeinsam. Es geht den Beteiligten in beiden Fällen darum, ein Weiterlesen…

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagworte: ,

Ist die Idee des freien Willens unsere eigentliche Geißel des Kapitalismus?

Michael Schmidt-Salomon

Michael Schmidt-Salomon (Bild: Wikipedia)

Conny hatte vor einiger Zeit das Thema des freien Willen begonnen hier zu diskutieren und konstatierte am Ende, dass es den freien Willen gar nicht gäbe sondern nur einen bedingten.  Es macht den Anschein, dass die Idee des freien Willens sich so in unsere Köpfen gefressen hat, dass Conny´s logischer Schluss nicht zu akzeptieren ist, jedenfalls sprechen nach 11 Bewertungen nur zwei von möglichen fünf Sternen ihre eigene Sprache. Nach der Lektüre eines Aufsatzes des Philosophen Michael Schmidt-Salomon – von dem im übrigen der nette der Satz frei nach Marx stammt: “Die herrschende Dummheit ist die Dummheit der Herrschenden”, gelesen in Keine Macht den Doofen!: Eine Streitschrift – sieht es mir danach aus, dass es uns und der Welt besser ginge, wenn wir genau Conny´s Ansicht teilten und akzeptierten, dass es eben einen freien Willen gar nicht geben kann. In dem Aufsatz ist das folgende Zitat Einsteins zu lesen:

„An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: ‘Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will’, hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim Anblick und beim Erleiden der Härten meines Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz. Dieses Bewusstsein mildert in wohltuender Weise das leicht lähmend wirkende Weiterlesen…

Wettbewerb im alten Denken führt(e) uns in die Sklaverei

Prof. Dürr erklärt in diesem sehr inspirierenden Interview aus mehreren Perspektiven, warum uns der Gedanke des Wettbwerbs im Sinne des Siegens über den Anderen uns versklavt. Und er zeigt auf, wie wir in Kooperation und einem Denken im Ganzen viel schneller zu einem Anheben des Gemeinwohls kommen (besonders 34:37 min und 47 min):

.
Hier ist auch noch das im Interview erwähnte Potsdamer Manifest, das uns zum neuen Denken auffordert:

http://vdw-ev.de/manifest/manifest_de.pdf

 

Was machen “Macher” in einem Unternehmen, in dem ALLE Mitarbeiter zu 100% an der shared vision arbeiten?

Diese Frage stellen Ardalan Alexander Ibrahim auf Xing und da ich sie als sehr wichtig erachte und sie selbst gerne beantwortet wüsste, habe ich ihm angeboten, dass wir sie hier gemeinsam versuchen zu beleuchten. Wenn auch Euch diese Frage interessiert, so freue ich mich über Eure Ideen hierzu:

Was machen “Macher” in einem Unternehmen, in dem ALLE Mitarbeiter zu 100% an der shared vision arbeiten?

Ardalan Alexander Ibrahim

Ardalan Alexander Ibrahim

… Denn in einem solchen Unternehmen stehen ja keine Personen mehr im Zentrum, sondern eben die geteilte Mission, mit Blick auf die alle alles gemeinsam und konsensuell entscheiden können, was entschieden werden muss.

Um deutlich zu machen, woher meine Frage kommt – Dieses Problem betrifft auch mich persönlich: Einer der gefühlt tausend Persönlichkeitstest, die ich als kleiner Narzisst in meinem Leben absolviert habe (DISG), bescheinigt mir “hohes D” als mit Abstand beherrschendes Persönlichkeitsmerkmal. Menschen mit diesem Merkmal zeichen sich unter anderem aus durch:

  • Geringe Empathieneigung
  • Sie übernehmen gern Verantwortung, trauen sich viel zu, neigen nicht zu Angst vor Weiterlesen…

Auf welche Dinge legen Sie in ihrem Arbeitsleben den größten Wert?

Wir sind der Meinung, dass auf lange Sicht gesehen Afrikas Beitrag für die Welt aus dem Bereich der menschlichen Beziehungen stammen wird. Die großen Weltmächte haben vielleicht Wunder darin vollbracht, der Welt ein industrielles und militärisches Antlitz zu verleihen, aber das große Geschenk wird aus Afrika kommen –
Der Welt ein menschlicheres Gesicht zu geben.

Steve Biko 1970
Politischer Aktivist, der wegen seiner Überzeugungen sterben musste.

So beginnt das Buch Ubuntu – So arbeiten Ihre Teams entspannt und effektiv zusammen der Bestseller-Autoren Stephen Lundin und Bob Nelson. Da diese Beiden noch leben, hoffe ich mal, dass mir das Schicksal von Steve Biko auf erspart bleibt, wenn ich mich als ein Unterstützer seiner Idee oute ;-)

Das Buch bringt in Romanschreibe eine äußerst zuträgliche Führungskultur rüber. Es geht um nicht mehr, als das Gefühl der Erfüllung beim Arbeiten. Und was aber die Unternehmensführung mehr freuen wird: diese Kultur führt zudem zur Steigerung der Produktivität.

Was ist Ubuntu?

Die afrikanische Lebensphilosophie mit dem süd-afrikanischen Zulu-Wort Ubuntu lässt sich in dem folgenden Satz kurz beschreiben:

mir geht es nur gut, wenn es Allen gut geht, denn ich bin ein Teil von ihnen

Viele afrikanische Menschen sind mit dieser Denkweise aufgewachsen und sie ist für sie wie das Atmen. Etwas detaillierter beschreiben es die Autoren über die Stimme eines der Protagonisten so: Weiterlesen…

Wer ist stärker: der Mönch oder der General?

Ich habe mal wieder eine kleine Geschichte für Euch, die zeigt, dass Macht auch ganz anders geht. Aber dazu braucht es wohl einen langen Weg zu sich selbst, was uns in der heutigen, zunehmend materiellen Welt immer schwieriger fällt, oder?

Im Shaolin-Kloster erzählt man sich die Geschichte eines Generals, der mit seinen Soldaten zu Pferd unterwegs war. Eines Tages traf er auf einen Zen-Mönch, der gerade in Meditation versunken war. Der General war empört und rief ihm zu:

“He, du da! Mönch! Geh mir aus dem Weg.”

Der Mönch saß regungslos da und schwieg.

“Bist du denn taub? Hast du nicht gehört? Ich habe dir gesagt, du sollst mir aus dem Weg gehen!
”Ich glaube, du weißt nicht, wen du vor dir hast? Vor dir ist ein Mensch, der dich jederzeit töten kann, ohne mit der Wimper zu zucken.”

Da schaute der Mönch auf und antwortete: Weiterlesen…

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil VI: Wertekonflikte lösen mit Verstand und Gefühl

Akademie für natürliche Führung

Zum Ende des Spannungsbogens dieser Reihe, die Kunst, wie Sie Ihre Ergebnisse verbessern können. Wie das vor Freud eigentlich schon immer gegangen ist:

  • Mit der Widerlegung des Eisbergmodells (Teil II) verfliegt die Phobie vor der grauenvollen Unterseite des Eisbergmodells, die Freud und Schein allen braven Managern eingeredet haben. Diese Phobie schränkt deren Blick und Handlungsfähigkeit ein auf die Oberseite, insbesondere auf Zahlen, Daten und Fakten – und lässt sie die Werte vernachlässigen .

Formuliere das Problem, das Du lösen willst, schriftlich. Zerlege dieses Problem solange in Einzelprobleme, bis es überschaubar wird und lösbar erscheint.

Achte auf den Gesamtzusammenhang, ordne und visualisiere die einzelnen Teile so, daß Du das Ganze überblickst und nichts aus dem Auge verlierst.

Prüfe sodann die Tatsachen und nehme nichts als gegeben hin.

Löse sodann konsequent und treffsicher ein Teilproblem nach dem anderen. (Descartes)

  • Beherrschen Sie nun den nach Freud und Schein unbeherrschbaren Unterteil, indem Sie diesen nach Descartes als System verstehen, viele einzelne arbeitshemmende und ergebnisschädliche Wertekonflikte darin diagnostizieren und einzeln konstruktiv lösen. Die Verbesserung des Teamgeistes in Ihrer Unternehmenseinheit ist dann eine Art „positiver Nebenwirkung“ daraus. Allerdings dürfen Sie das nur für Wertekonflikte Ihres Verantwortungsbereichs tun.

So lähmend Beobachter, die jede kleinste Abweichung vom angekündigten Weg zum Spott benutzen wollen, so viel besser geht das subversiv:

Vorbildprinzip: Erst erfolgreich handeln, dann vielleicht darüber reden. Nach erkennbarem Erfolg sind Erläuterungen glaubhafter.

Wozu ein Ziel wie „Verbesserung des Teamgeistes“? Im Sinne von Descartes und Ihrer Weiterlesen…

Nachlese zu meinem Vortrag “Kooperation und Konkurrenz” bei New Jack City

September 26, 2012 74 Kommentare

Ich bin zurück von dem heutigen Event-Abend der New Jack City. Der Saal war zwar nicht voll, aber mein Impulsvortrag “Kooperation und Konkurrenz” ist gut angekommen, so dass die anschließende Diskussion sehr lebhaft wurde.

Ich hatte den Vortrag so aufgebaut, dass ich die Zuhörer mit auf meinen Pfad der Erkenntnis genommen habe, siehe folgendes Titelbild:

Der Vortrag ist mit Prezi erstellt und steht unten zum Download bereit. Die Schritte deuten meinen Lebensweg an. Zum passenden Alter habe ich meine Erkenntnisse hinterlegt. So bin ich ein paar Mal vor und zurück gesprungen, so dass die Erkenntnisbausteine besser zusammenpassten.

Begonnen habe ich mit der Geschichte über das Weiterlesen…

Rezension – Evolutionsmanagement – Von der Natur lernen: Unternehmen entwickeln und langfristig steuern

September 23, 2012 1 Kommentar

Klaus-Stephan Otto, Uwe Nolting, Christel Bässler: Evolutionsmanagement – Von der Natur lernen: Unternehmen entwickeln und langfristig steuern, Hanser, 2007

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht (Remo Largo).

Diese Erkenntnis aus dem Erziehungs- und Bildungsbereich ist direkt auf das Management von Unternehmen übertragbar. Die LeserInnen werden durch das einleitende Zitat mit einer alten Weisheit konfrontiert. Traditionell stammen betriebswirtschaftliche Erklärungsmuster eher aus dem Bereich Technik als aus
dem Bereich Biologie, erstaunlich, hat doch die Evolution erheblich mehr an ausgereiften und langjährig bewährten Weisheiten und Erfolgsmustern vorzuweisen.

Darüber geht es letztlich in dem Buch, innezuhalten und zu reflektieren, ob und wie sich Erklärungsmuster aus der Natur recht zwanglos für Organisations-Prozesse und Strukturen eignen. Die Zerlegung komplexer Sachverhalte in endlose Spezialisierungen macht Dinge nicht automatisch einfacher und ist oft mehr der Mentalität als der Realität geschuldet.

Nicht alle Kapitel können hier angesprochen werden, die wichtigsten Aspekte sind Weiterlesen…

Kooperation statt Konkurrenz?

September 11, 2012 13 Kommentare

Wolfgangs neuer Leitsatz „So wenig Konkurrenz wie nötig, soviel Kooperation wie möglich.“ hatte mich inspiriert, den folgenden Artikel für das Online Magazin Open Source Sponsoring – the knowlegde Magazin zu schreiben:

Kooperation statt Konkurrenz?

Yin und Yang - polar einander entgegengesetzt und dennoch aufeinander bezogene Kräfte

Yin und Yang – polar einander entgegengesetzt und dennoch aufeinander bezogene Kräfte

Der Volksmund spricht: „Konkurrenz belebt das Geschäft“.
Götz Werner, Gründer der Drogeriekette DM, ergänzt: „…, keine noch mehr“.

Von Kindesbeinen an lernen wir, besser sein zu müssen.
Denn der Ernst des Lebens beginnt spätestens nach der Ausbildung, so wird uns eingetrichtert.
Und wer es sprichwörtlich nicht bis zum Meister schafft, findet sich schnell am unteren Ende der Gesellschaft wieder.

Das Hartz-IV-Schwert hängt imaginär über unseren Köpfen.
Also sehen wir zu, dass wir im Hamsterrad ordentlich zu Recht kommen.
So beginnt der Leistungskampf um die besten Plätze inzwischen schon im Kindergarten.

Aufgrund der aktuellen Krisen, deren Ende nicht in Sicht ist, überdrehen aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, immer mehr …

Bitte lest weiter auf dem Online-Magazin

Hier geht es noch zur Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz

Ich werde am 25.09.2012 einen Vortrag mit dem Titel Kooperation und Konkurrenz auf der Veranstaltung Jack in the City in Köln halten.

Christian Felber hat ein Buch Kooperation statt Konkurrenz – 10 Schritte aus der Krise geschrieben, in der er auf die Deregulierungen des Finanzmarktes eingeht und am Ende sagt, was jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann, damit wir es möglichst rasch – gemeinsam statt gegeneinander – aus der Krise schaffen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.689 Followern an

%d Bloggern gefällt das: