Archiv
Vom Traum zum Trauma ist es nur ein kleiner Kinderschritt …
Auf der langen Reise, die der Mensch bisher zurückgelegt hat, ist offensichtlich etwas geschehen, was uns vom wirklichen Weg abbrachte, uns jedoch zugleich im Glauben ließ, es sei der einzig reale Weg. Es begann, wie man so sagt, vor langer Zeit, als Kinder nicht unnatürlich büffeln mussten, sondern noch natürliche Büffel kannten:
… ”Aborigines gibt es in Australien seit 40.000 Jahren. Soweit reicht der älteste zuordenbare Knochenfund. Es handelt sich um die am längsten bestehende menschliche Kulturtradition, die heute noch lebt.” …
… ”Das Kind der Eingeborenen wächst in engstem Familienkontakt auf. Das erste, was Kinder lernen, sobald sie sitzen können, ist, dass sie nicht alleine sind, sondern dass sie in einer Gemeinschaft leben, in der jeder Anspruch auf Respekt und Anspruch auf Hilfestellung hat. Gegenüber Jüngeren gilt z. B. die Regel ”Stehe deinem Nächsten bei, in allem wo du mehr Erfahrung hast als er !”
Beobachtung und Nachahmung sind wesentliche didaktische Elemente dieses Bildungswesens. Kinder treten immer in Gruppen auf, ziehen gemeinsam – innerhalb ihres Lebensraumes – von einem Erwachsenen zum anderen und schauen ihm zu, was er tut und was er kann. Der Erwachsene erzählt ihnen während seiner Tätigkeit beinahe ununterbrochen, was er weiß. Die Bildung ist nicht in familiäre und institutionelle (schulische) Bildung aufgeteilt, sondern sie ist ”total education”. Einige Bildungsgebiete sind: Weiterlesen…
Gastbeitrag: Ich hasse Teams
Der folgende Beitrag inzwischen der zweite von Erich Feldmeier, ein sich auf mehreren Wissensgebieten bewegender selbstständiger Projektleiter und Berater für Innovation. Seiner erster Artikel hier Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt und ist einer der gern gelesenen Artikel hier. Auch dieser Artikel befasst sich indirekt mir dem Nachsehen der Leisen unter uns.
<<<< Beginn des Textes >>>>
Dies ist eine Rezension des Buchs Ich hasse Teams von Svenja Hofert und Thorsten Visbal (Eichborn, 2010). Es ist ein nützliches Buch aus der Praxis für die Praxis.
Im Buch ‘ich hasse teams – wie Sie die Woche mit Kollegen überleben’ werden Beispiele aus der (Personal-)Berater-Praxis geschildert, die wahrscheinlich jeder schon mal erlebt hat. Die Kapitel sind in Wochentage und Personen gegliedert, was das Buch sehr anschaulich macht. Der Alltag im Unternehmen wird somit aus verschiedenen Perspektiven und der Sicht ‘Der Anderen’ gezeigt.
Menschen sind -glücklicherweise- verschieden.
Das Buch tappt lobenswerterweise nicht in die Falle, diese Perspektiven zu bewerten, bzw. in die alten Schwarz-Weiss-Muster Gut/Böse einzuteilen. Einige besonders lesenswerte Passagen kurz zusammengefasst. Mein persönlicher Schlüsselsatz -nachgewiesen aus dem Beratungsalltag- lautet etwa wie folgt:
Ein engagierter Projektmanager hat Mitarbeiter beobachtet, die zusammengerechnet nicht mehr als 20 Minuten am Tag ihrer Arbeit nachgingen … bei seinem Chef löste er Ärger(!!!) aus, so genau wollte er es gar nicht wissen. Das Wegsehen der Führungskräfte bei Weiterlesen…
Die Schule der Tiere

Schule der Tiere
Ich bin gerade wieder durch das Bild mit der Nase auf diese schöne Geschichte gestoßen worden:
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere eine Schule. Der Unterricht bestand aus Rennen, Klettern, Fliegen und Schwimmen, und alle Tiere wurden in allen Fächern unterrichtet.
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als der Lehrer. Im Fliegen war sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein besonders hoffnungsloser Fall. Da sie in diesem Fach so schlechte Noten hatte, musste sie nachsitzen und den Schwimmunterricht ausfallen lassen, um das Rennen zu üben. Das tat sie so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchschnittlich war.
Durchschnittliche Noten waren aber akzeptabel, darum machte sich niemand Gedanken darum, außer: die Ente.
Der Adler wurde als Problemschüler angesehen und unnachgiebig und streng gemaßregelt, da er, obwohl er in der Kletterklasse alle anderen darin schlug, darauf bestand, seine eigene Weiterlesen…
Eigenverantwortung oder “Wer lenkt mein Leben?”
Eine zentrale Erkenntnis – neben dem mehr notwendig bewussten Leben -, die in den vielen Diskussionen auf diesem Blog auf der Suche nach einer besseren Welt Struktur erhielt, scheint mir das Zurückholen von Verantwortung zu sein. Nicht mehr auf “die da oben”, denen wir unsere Stimme gegeben haben und damit unsere Verantwortung abzugeben gemeint haben, zu warten, dass sie das korrigieren, was wir als falsch erkannt haben, sondern einfach beginnen, es selbst anders zu tun.
Ich habe gerade wieder einen Text gefunden, den ich hier wieder einstellen möchte, denn man muss ja das Rad nicht nochmals erfinden:
<<<<<< Beginn der Erkenntnis von Tom Tipu Pono >>>>>>
Eigenverantwortung oder “Wer lenkt mein Leben?”
Mein Weg führt mich gerade zurück in die Eigenverantwortung und ich werde mir immer mehr bewusst, dass mein ganzes Handeln Konsequenzen hat und dass jede unbewusste Handlung tendenziell unnötiges Leid erzeugt.
Sprich, wenn ich als zahlender Konsument unbewusst und unverantwortlich durchs Leben gehe, bestimmen unbewusste und unverantwortliche Konzerne die auf Profit ausgerichtet sind, was gut für mich und diesen Planeten ist..
Wenn ich als mündiger Bürger unbewusst und unverantwortlich durchs Leben gehe, bestimmen unbewusste und unverantwortliche Beamte die nach ihrem eigenen persönlichen Vorteil streben, was gut für mich und diesen Planeten ist..
Wenn ich als erfahrener Elternteil unbewusst und unverantwortlich durchs Leben gehe, bestimmen unbewusste und unverantwortliche Pädagogen die sich an einen einheitlichen Lehrplan halten was wichtig und gut für meine Kinder ist..
Wenn ich nicht selbst die Verantwortung für mein eigenes Weiterlesen…
Darüber, warum sich unsere Hierarchien auflösen werden – auf dem Weg in die Potentialkultur
Ich hatte heute noch mit einer Kollegin gesprochen, deren beiden Jungen in der 7 und 10 Klasse extrem Probleme mit dem Druck von oben haben und entsprechende Ängste entwickelt haben. Und das ist kein Einzelfall in meinem Bekanntenkreis. Und keiner geht auf die Barrikaden, so Frau Margret Rasfeld. Mit einem Bericht über die real existierende Schule der Zukunft:
Meine älteste Tochter wäre dort auch gerne zur Schule gegangen. Leider ging es ihr nicht viel besser, als es in diesem sehr bewegenden Brief dieses Vaters an seine Tochter beschrieben wird: Weiterlesen…
Warum Schüler unsinnig büffeln müssen – Brief eines Vaters an seine Tochter zur Erklärung
Prolog vom 16.01.2012: Wenn ich nach den Klickraten dieses Artikels der letzten 6 Woche beurteilen sollte, ob das Thema Schule unter den Fingernägeln brennt, dann muss ich deutlich mit ja antworten. Über 75.000 Tausend Aufrufe bedeuten die Hälfte aller Klicks auf diesem Blog Hinzu kommen über 10.000 Facebook Likes. Der Frust, das Leid und die Empörung, die ja notwendig ist, dass sich was ändert, scheint nun Fahrt aufzunehmen. Ich wünsche allen unseren Kindern, aber auch den Eltern und Lehrern, dass wir unser Bildungssystem so umgestalten können, dass ein gesundes geistiges und soziales Wachsen die Regel wird!
Update vom 08.11.2012: Der Artikel wird gerade wieder häufiger gelesen und läuft auf seinen 100.000sten klick zu.
Diesen ergreifenden Brief hat Henning Sußebach an seine Tochter geschrieben und auf Zeit Online veröffentlicht. Ich möchte ihn hier ungekürzt wiedergeben, zeigt er doch, woran so Vieles auch in der Ausbildung krankt.
Wer gerne wissen möchte, welche Alternativen unserer Schulen schon Erfolg haben, dem empfehle ich anschließend hier weiterzulesen: So sollte Schule funktionieren: über Erfahrungsräume im Umgang mit Unvorhersehbarem und Übernahme von Verantwortung, und gefolgt von Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen … und Entwurf einer neuen Struktur von Schulfächern und passender Lehrerskills
—–
Liebe Marie,
erinnerst Du Dich noch an den Tag, an dem wir das letzte Mal im Kino waren? An diesen Tierfilm, den Du so gerne sehen wolltest? Wie hieß der bloß noch? Ich glaube, Tiger, Bären und Vulkane, aber sicher bin ich mir nicht. Denn unser Ausflug liegt schon ein paar Monate zurück. Wir sind alle zusammen mit dem Auto in die Stadt gefahren: Mama, Henri, Du und ich. Es war Sonntag – und wir beide saßen mit Karteikarten auf der Rückbank und haben gelernt. Wie viel ist 172? Wie viel 56? Wie viel 28? Auf dem Weg nach Hause dann noch mal: 27 = 128, 182 = 324, 56 = 15625. Und noch mal. Und zur Sicherheit gleich noch mal.
Wir hätten so viel Sinnvolleres tun können auf unserem Heimweg! Den Bildern der Bären nachhängen und Bonbons lutschen zum Beispiel. In dem Zauber verweilen, den jeder kennt, der aus dem Kinodunkel ins Licht tritt – als laufe man erwachend durch einen Traum. Aber noch nicht mal an einem Sonntag ist es mir gelungen, Dich das Kind sein zu lassen, das Du sein solltest mit zehn Jahren.
Bitte mach mir diesen Mist nicht nach, wenn Du erwachsen bist, Marie!
Du merkst schon: Der Brief, den ich Dir schreibe, ist eine verzwickte Angelegenheit. Du wirst ihn genau lesen müssen, damit Du alles verstehst. Und dass Du verstehst, ist wichtig: Denn es geht um Dein Leben und um das, was wir Erwachsenen daraus machen.
Ich werde Dir von Schülern berichten, die krank werden vom dauernden Üben. Von Bildungsexperten, die Euch vorm Lernen warnen. Und von Eltern, die ihre Kinder trotzdem nicht Weiterlesen…
Ausbildung 2.0 – es ist an der Zeit, unser 200 Jahre altes, industriell-fertigendes Bildungssystems auf den Kopf zu stellen
Mich beschleicht seit der Verfügbarkeit des Internets das Gefühl, dass mit der Verfügbarkeit jedweder Information es immer unwichtiger ist, möglichst viel zu Wissen. Einerseits steht inzwischen fast alles im Netz, auf der anderen Seite ist es so viel, dass man es eh nicht mehr alles selbst speichern kann, nicht einmal mehr in seinem Beruf. Zudem wird die Zeitspanne der Wissensverdopplung exponentiell immer kürzer.
Da dies so ist, ist unser 200 Jahre altes Schulsystem so veraltet, dass die Lehrinhalte nicht mehr schnell genug angepasst werden, aber auch die Lehrer nicht mehr genügend hinterher kommen. Inzwischen ist unser Schulsystem die einzige Planwirtschaft in unserer kapitalistischen Welt. Dass kann eigentlich nur schlecht ausgehen, wenn wir nicht sofort in den Grundfesten reformieren. Das folgende Video, das (leider) in Englisch ist, bringt den aktuellen Stand unsere Bildungssystems sehr gut auf den Punkt:
Inzwischen hat sich auch Prof. Dueck zum Thema Ausbildung in einer Rede geäußert und bringt es ziemlich auf den Punkt: Weiterlesen…
Zwischen zunehmender Verrohung und Wunsch nach mehr Menschlichkeit
Ich hatte dieses Blog begonnen, weil ich während des Schreibens rund um das Menscheln in den Prozessen unserer Firmen zunehmend einen Blick auf den Menschen in unserer Gesellschaft werfen musste und ich vermehrt “gesellschaftskritisch” in meinen Texten geworden bin. Also grenzwertig für einen geschäftlichen Blog. Aber da ich mir eine bessere Welt wünsche und etwas bewegen möchte, schreibe ich also darüber hier.
Nun sitze ich mal wieder im Zug auf dem Heimweg und wie es mir in letzter Zeit häufiger passiert, hatte ich wieder ein interessantes Gespräch mit einem Mitpassagier.
Ins Gespräch gekommen sind wir, da ich meinem Gegenüber freundlich angeboten hatte, dass, wenn wir uns einigen könnten, wir unsere Beine unter dem Tisch jeweils auf einer Seite ausstrecken könnten. Dieses freundlich ausgesprochene Angebot nahm er zum Anlass, über seine Zugerlebnisse Weiterlesen…
Lieber neue Wasserwerfer als bessere Ausbildung
Da kann einem die Hutschnur hochgehen. Sind wir Bürger gefragt worden, ob die Polizei mit neuen Wasserwerfern über Bundesmittel ausgestattet werden sollen? Pro Wasserwerfer 1,1 Millionen Euro! Siehe den Artikel Neuer Wasserwerfer an Hamburgs Polizei übergeben in Welt Online von vorgestern.
Geld für eine bessere Ausbildung in den ersten 6-10 Jahren unserer Kinder, in denen ihre Grundlage der Sozialisierung und Intelligenz entwickelt wird, ist nicht aufzubringen. Wenn wir das aber täten und damit alle Kinder Experten werden könnten, da wir sie alle mitnehmen, bräuchten wir auch die Wasserwerfer nicht mehr. Denn es sollte dann keine Kinder mehr geben, die wir nicht mitgenommen haben und die dann nicht mehr ihren Frust Weiterlesen…





Letzte Kommentare