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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

Der ökonomische Imperativ – oder das moralische Leistungsgesetz

Pflicht ist, unter Zurückstellung eigener Neigungen
nach eigener Höchstleistungen zu streben
und die Erwartungen der Eltern und vor allem der Lehrer
und Vorgesetzten überzuerfüllen.
Wer das tut, den versetzen, befördern, bezahlen wir.
Wer sich nicht dafür aufopfert, muss gehen
oder in prekären Zuständen leben

In Fortführung zu meinem letzten Post, unsere Demütigungen betreffend, wird auch Prof. Gunter Dueck sehr deutlich. Er nennt es in seinem jüngsten TED-Vortrag  Das moralische Leistungsgesetz. Mal wieder eine Gedankenöffner, was wir mit unseren Kindern, aber auch mit uns selbst geschehen lassen. Sein Vorschlag: besser eine Neugier-zentierte Lehre. Und ja, dass kann ich auch unterstützen :-)

Von der Arbeit abgehängt: Das Haus am Fluss

Pflegeeltern wissen durch ihre Pflegekinder, was es bedeutet, durch Traumatisierungen aufgrund schwerwiegender Ereignisse betroffen zu sein. Manchmal trifft es sie auch selbst, wenn sie viel zu erleiden hatten. Nicht allein durch die Pflege und Abbruch gewachsener Beziehungen, auch durch einschneidende berufliche oder familiäre Veränderungen. Wenn die Symptome zu stark werden, wenn sich die Persönlichkeit verändert, kann ein Klinikaufenthalt nötig werden, und es ist nicht die schlechteste Möglichkeit.

In dem folgenden Gedicht hat ein Betroffener seine solche Situation verarbeitet.

Das Haus am Fluss

Da ist ein Haus
Weiß und voller Menschen
Direkt am Fluss
Ein schneller Fluss
Stromschnellen und Wirbel
Wie die Hetze des Alltags
Jedoch dort, wo das Haus steht
ist der Fluss langsam und breit
Gemächlich fließt er dahin
kaum zu erkennen seine Bewegung

Hier lernte ich euch kennen
Ein jeder ein Weiterlesen…

Vom Kaufen und Verkaufen – und Arbeiten

In “Trauer” um unsere verlorengegangenen “Arbeit” aufgrund eines verlorengegangenen Artikels, der sich mit der Erkenntnis, dass Arbeit unter gewissen Bedingungen Sklavenwerk ist, beschäftigte, möchte ich nochmals mit dieser kleinen Geschichte das Thema “Arbeit” erneut aufgreifen.

Und ein Kaufmann sagte: Sprich uns vom Kaufen und Verkaufen.

Und er antwortete und sagte: Die Erde gibt euch ihre Frucht, und es wird euch an nichts mangeln, wenn ihr nur wißt, wie ihr eure Hände füllt. Im Austausch der Gaben der Erde werdet ihr Fülle finden und gesättigt sein.

Doch wenn der Austausch nicht in Liebe und in freundlicher Gerechtigkeit stattfindet, wird er bloß einige zur Gier und andere zum Hunger führen.

Wenn ihr Arbeiter des Meeres, der Felder und der Weinberge auf dem Markt die Weber, Töpfer und Gewürzhändler trefft, dann beschwört den höchsten Weiterlesen…

Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens

In unserer Diskussion zur “Arbeit” ist immer wieder auch das Thema “Herrschen” angesprochen worden. Daher möchte ich hier mal wieder einen Artikel von Hannelore Vonier bringen, der sich mit Gesellschaftsformen beschäftigt, in denen auf Augenhöhe miteinander gelebt wird. Es macht deutlich, was es bedeutet, seine Verantwortung nicht abzugeben: es braucht Zeit, sich einer Entscheidung zu widmen und alle Pros und Cons zu verstehen, um eine für die Gemeinschaft optimale und nachhaltige Lösung zu finden:

Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens (Quelle)

Die Verwendung des Wortes ‘Konsens’ ist in. Obwohl die Mehrheit den Begriff nicht versteht. Journalist/innen verteilen ihn beliebig über Texte.

In seinem Buch Irokesen und Demokratie beschreibt Thomas Wagner, um was es geht:

Egalitäre oder herrschaftsfreie Gesellschaften zeichnen sich gegenüber staatlich verfassten mit Zentralinstanzen dadurch aus, dass sie über spezifische Institutionen verfügen, die sowohl die Lösung von Konflikten als auch die Vermeidung von politischen wie ökonomischen Ungleichheitsstrukturen bewältigen.

Sie wurden von Max Weber als regulierte Anarchien bezeichnet und stabilisieren herrschaftsfreie Ordnungen, ohne dass hierfür eine herrschaftliche Zentralinstanz oder eine juristische Bürokratie in Anspruch genommen werden kann.[1]

Konsens heißt ‘einverstanden sein’

Konsens (Betonung auf der zweiten Silbe; lat. consentire = übereinstimmen) bedeutet die Weiterlesen…

Warum ich nicht mehr bei Avaaz-Kampagnen mitmachen werde …

Es gibt inzwischen eine sehr gute Ausarbeitung der – ich will es mal formulieren – Machenschaften der Kampagnenorganisation Avaaz.org, die mich davon überzeugt hat, hier keinerlei Energie mehr hineinzustecken, da ich am Ende unterm Strich das unterstützen würde, was ich eben nicht mehr fördern wollte, wenn die Welt sich zum Positiveren wandeln soll:

Avaaz.org und der geheime Informationskrieg um Syrien

Was Sie über die Kampagnenorganisation wissen sollten, bevor Sie klicken
Etwas tun gegen die herrschenden Ungerechtigkeiten, wenigstens einen kleinen Beitrag leisten zur Rettung der Welt – das oder Ähnliches haben wohl die meisten im Kopf, wenn sie im Rahmen eines Aufrufs ihre Stimme abgeben oder gar einen gewissen Betrag spenden. Dabei gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass die Kampagnenmacher selbst aufrichtige Idealisten sind. Doch was, wenn nicht? Nachdem der Autorin Merkwürdigkeiten bei verschiedenen Aktionen von Avaaz.org, einem der weltgrößten Kampagnenbetreiber, auffielen, ging sie der Sache nach und brachte Überraschendes zum Vorschein. Der Artikel liefert Antworten auf Fragen wie: Wer steckt hinter Avaaz, wie wird die Organisation gesteuert und welche Rolle spielt sie tatsächlich auf der internationalen Bühne?
Weiter hier

Da gibt es eienrseits viele herzende, einlullende Themen zur Weltenrettung, speziell zu Flora und Fauna, und dann kommt “hinterrücks” wieder das Eine oder Endere Thema des modernen Imperialismus im wie immer humanitären Mäntelchen daher, wie aktuell zu Syrien …

MANN, MANN, MANN, würde Wolfgang wieder sagen …

Kategorien:Ökologie, Ethik, Politik Schlagworte: ,

Kinder brauchen eine starke Geborgenheit zu ihrer Potentialentfaltung

Kleine Kinder schon mit einem Jahr in die Krippe zu geben, befriedigt nicht das Bedürfnis der Kinder sondern die der Erwachsenen, die die “gemachte” Erwartungshaltung der Gesellschaft erfüllen wollen.

… so Dagmar Neubronner vom Neufeld Insitute zur Erkaltung unserer Gesellschaft. Sie stellt fest, dass die Mütter danach lechzen, die Kinder möglichst schnell abzugeben, um gesellschaftlich teilzuhaben. Sie sieht Mechanismen des Teilens und Herrschens an dieser Stelle installiert: es wird so getan, als hätten nur die Mütter die Kinder erzogen, und so wäre es keine wertvolle Tätigkeit. Arbeit dagegen sei viel wertvoller (siehe auch Ist unsere Arbeit eine Religion: frohes Schaffen). Und da wird es Zeit, dass nun endlich auch die Frau sich dieser annehmen kann. Das Kind würde auch so groß werden.

Plakat von 1956

Plakat von 1956

Vor der Industrialisierung waren Mutter und Vater für die Kinder da, da dort gelebt wurde, wo die Arbeit zum Überleben anfiel. Kinder lernten dabei durch Zuschauen und Nachmachen (siehe Kommentar von Bernhard). Seitdem der Vater nicht mehr zuhause arbeitet,  fehlt ihm etwas. Bei der Einführung der 5-Tagewoche wurde seitens der Gewerkschaften die Sehnsucht in der Werbung genutzt. Wer kennt noch das Plakat mit dem Slogan: “Samstags gehört Vati mir.” Und nun soll auch die Mutter noch in den Arbeitsmarkt und von den Kindern getrennt werden.

Die Krippe soll es nun richten. Nur, kann sie das wirklich? Kann sie das tiefe Weiterlesen…

Eine weltweite Epidemie verbreitet sich mit rasender Schnelligkeit!

Die WHO befürchtet – selbst schon ganz aufgelöst und verwirrt – , dass Milliarden Individuen in den nächsten 10 Jahren infiziert werden könnten– mit unabsehbaren Folgen für unsere so kostbare Konsumgesellschaft!

Hier folgen die Hauptsymptome dieser schrecklichen Krankheit:

  1. Die Neigung sich durch seine eigene Intuition leiten zulassen, anstatt unter dem Druck von Ängsten, aufgezwungenen Ideen und Verhalten, das in der Vergangenheit konditioniert wurde.
  2. Totaler Mangel an Interesse, andere oder sich selbst zu beurteilen, oder sich mit etwas zu beschäftigen, das Konflikte verursachen könnte.
  3. Totaler Verlust der Fähigkeit, sich Sorgen zu machen – das ist eines der allerschlimmsten Symptome.
  4.  Eine konstantes Wohlgefühl beim Wertschätzen von Menschen und Dingen so wie sie sind, was zur Folge hat, dass man Andere nicht mehr verändern will.
  5. Das Bestreben, sich selbst zu ändern, um für die eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Körper, das materielle Leben und die Umgebung auf eine positive Art zu sorgen, so dass unser Weiterlesen…

Ist der neue, authentische Menschentyp Keimzelle des gesellschaftlichen Wandels?

Ich habe gerade einen Artikel wiedergefunden, den ich vor 3 Jahren auf dem SAPERION Blog veröffentlichte, und auch hier nochmals bringen möchte, geht es doch darum, wie der Mensch sein müsste, damit die Welt eine zuträglichere für alle auf ihr Weilenden wird:

Verzaubert Lena die Welt, weil sie dem neuen Typ Mensch entspricht, den Carl R. Rogers als neuen revolutionären Keim in unserer Gesellschaft schon 1980 prognostizierte?

Carl R. Rogers

Carl R. Rogers

Es ist mal wieder etwas später geworden, aber die Musik unseres dörflichen Feuerwehrfests dröhnt noch so laut in mein Zimmer, dass an Schlaf noch nicht zu denken ist und ich mir daher noch mein neues Thema vorgeknöpft habe: der Mensch mit einer intrinsischen Motivation sich zu vervollkommnen. Ich hatte da ja auch schon gestern einen ersten Bezug zu geschaffen, denn auch Prof. Gunter Dueck hatte von ihm gesprochen.

Ausgehend von der Web-Site Self-Determination Theroy habe ich versucht, ob es dazu neben Wikipedia-Artikeln auch andere in Deutsch geschrieben Texte gibt und bin durch Zufall auf die Seminararbeit von Andreas Kreuzinger  gestoßen, die auf mich sehr motivierend wirkte. Er hat über Carl R. Rogers, Begrün­der der Personenzentrierten Gesprächspsychotherapie und seine Ansage „Die Macht dem neuen Menschen und der Revolution, die er in sich trägt“ geschrieben.

Besonders die Auflistung, was den neuen Typ Menschen ausmacht, der Weiterlesen…

1. Mai – Tag der Arbeit – oder sind wir unterwegs in die Freizeitgesellschaft?

Ulrich Kampffmeyer bemerkte auf seiner Facebook-Seite zum Artikel Maschinen verdrängen Menschen auf Spiegel Online:
Was wir schon immer wussten – die Automatisierung der Arbeit durch Maschinen und Software verdrängt den Menschen. So gesehen sind Büros ohne Workflow, ohne Collaboration-Software, ohne elektronische Archivierung, ohne ECM … die letzten Paradiese der menschlichen Arbeit, Oasen des Wohlfühlens, wo der Mensch noch Mensch sein darf, wo menschliche Arbeit noch einen Sinn hat, … Es wird Zeit für eine Aufarbeitung der Auswirkungen der Informationsgesellschaft und der industriellen Automatisierung. Das menschliche Selbstverständnis ist in Gefahr. Der Sinn des Lebens reduziert sich auf Konsumieren und auf der Coach abhängen.

In einer der dann folgenden Bemerkungen hat Roman H. Lustig, der hier schon einmal zu Wort kam (siehe: das System versagt), folgende kleine aber bedenkenswerte Replik gegeben:

Die Befreiung breiter Massen von der Last des alltäglichen Broterwerbes wäre tatsächlich eine große Errungenschaft für die Menschheit und technisch in jedem Fall machbar, somit eine realisierbare Utopie. Allein infolge dreier maßgeblicher Problemkreise wird die an sich köstliche Suppe (bis dato) dann gründlich versalzen sein:

1. AUF GESELLSCHAFTLICHER EBENE ergibt sich insbesondere das von Herrn Caspers schon angesprochene “VERTEILUNGSPROBLEM”. Bis dato brachte noch jede historisch realisierte Gesellschaftsordnung (die gegenwärtige in den westlichen Demokratien inbegriffen) “Ungleichheit” hervor, war somit ein Ungleichheitssystem, und zwar im größeren oder kleineren Ausmaß. Wir können nun annehmen, dass unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen die ungleiche Verteilung der Güter drastisch zunehmen wird, wenn nur noch wenige am Produktionsprozess beteiligt sind (zum einen als Eigner von Produktionsfaktoren wie Grund und Boden, Realkapital und monetäres Kapital, was insbesondere die Shareholder inkludiert; zum anderen als Weiterlesen…

Die DINosaurier sind zurück !

April 29, 2013 2 Kommentare

Aus aktuellem Anlass reblogge ich das mal komplett:

Offensichtlich ist der 1. April vorbei, somit fragt man sich, ob der hier verlinkte Text in der Tat ernst gemeint ist:

… ”Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar – auch wenn er im privaten Garten erfolgt.” …

Zum einen passt ein derartiges abartiges, und damit der Natur widersprechendes, Vorhaben, a la Monsanto, in die heutige Zeit und ins Schema des GANZEN, zum anderen klingt die Argumentation aber auch dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass der gesunde Menschenverstand Schwierigkeiten hat der Argumentation zu folgen. Sicher geht es hier um politische Beschlüsse, die der Wirtschaft hörig sind, und somit manchen Bezug zur Wirklichkeit verloren haben, um sich eine eigene Realität aus Kontrolle und Vorhersehbarkeit zu erschaffen. Doch mit der Vorhersehbarkeit ist das so eine Sache, denn wie die moderne Genmanipulation mehr und mehr verdeutlicht, entwickeln sich aus derartigen Eingriffen in eine Gesamtdynamik, wie die Natur sie aufweist, unvorhersehbare Konsequenzen für das gesamte Zusammenspiel des Lebens … uns Menschen eingeschlossen. Dabei ist es gerade die Diversität des Lebens, und damit auch der Pflanzen, die diese Dynamik stabilisiert und im Sinne des GANZEN auf Herausvorderungen und Änderungen zu reagieren vermag. Eine DIN-Norm hat in der Natur aus gutem Grund nichts zu suchen, reicht es doch, dass in den Köpfen der Menschen mehr und mehr Schubladen notwendig werden, um der scheinbaren Komplexität des Lebens Herr werden zu können. Dass dieses menschliche Verhalten des Schubladendenkens einzig unserem zunehmenden Weiterlesen…

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