Bist Du ein Skeptiker oder Verschwörungstheoretiker? Das ist eine Frage des Standpunkts …
Es gibt Organisationen auf dieser Welt, da staunt der einfache Mann. In dem folgenden Interview kommt ein sich selbst Skeptiker nennender Mark Benecke, Teilnehmer des diesjährigen Skeptiker Kongresses in Berlin, zu Wort, der anregen will, nicht alles zu glauben, was uns in unseren Medien wie Spiegel oder ZDF erzählt wird. Und er ist sich sicher, dass die Welt einfacher wäre, wenn wir nicht mehr so viel lügen würden.
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Nun war ich neugierig geworden und mein Reflex war, erst einmal bei Wikipedia nachzuschauen. Und Hallo! Hier wird der Eindruck vermittelt, dass Skeptiker die Verteidiger wissenschaftlich anerkannter Thesen sind:
Häufige von Mitgliedern der Skeptikerbewegung verfolgte Themen sind Reinkarnation, Parapsychologie, Wünschelrutengehen, Astrologie, Homöopathie, Tarot, Entführungen durch Außerirdische oder außersinnliche Wahrnehmungen, die von der Skeptikerbewegung oft als Pseudowissenschaften bezeichnet werden. Einige Vertreter bezeichnen sich auch als Agnostiker oder Atheisten.
… Nach Auffassung vieler Mitglieder der Skeptikerbewegung sind sogenannte Pseudowissenschaften nicht nur unwissenschaftlich, sondern stellen eine reale Gefahr dar. In Anlehnung an Bertrand Russell argumentieren einige, dass Menschen, die sich auf den Glauben an Übersinnliches berufen, zu schädlichen oder zerstörerischen Handlungen veranlasst werden könnten. James Randi bezeichnet von ihm kritisierte parawissenschaftliche Thesen als Betrug und versucht in Einzelfalluntersuchungen nachzuweisen, dass Protagonisten der sogenannten Pseudowissenschaften wüssten, dass ihre Behauptungen falsch seien. Es gehe ihnen nur darum, Geld zu verdienen.
Hm! Also weiter im Text, Was sagt uns denn die in den 90-ern gegründete „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“ (GWUP):
Ein Skeptiker in unserem Verständnis nimmt so wenig wie möglich als gegeben hin, sondern ist bereit, jede Aussage zu hinterfragen und zu prüfen. Insbesondere ist er auch bereit, die eigene Meinung einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Mit dieser Einstellung steht der Skeptizismus im Gegensatz zum Dogmatismus. Skeptizismus heißt also nicht, andere Meinungen blind abzulehnen oder gar von vornherein die Existenz von paranormalen Phänomenen zu leugnen.
Wenn ich zurückblicke, so meine ich genau diesen Umgang mit Meinungen zu großen Teilen in unseren Diskussionen erkennen zu können. Allerdings steckt bei den organisierten Skeptikern der Teufel im Detail, scheinen sie doch eher selbst wieder Dogmatiker zu sein, die sich im Schwerpunkt auf das Nicht-Glauben stürzen und daraus selbst wieder ein Dogma zu machen. So zeigt dies das Gründungsmitglied und Soziologe Edgar Wunder, der die obige Definition schrieb, in seiner Streitschrift auf. Er spricht von einem Skeptiker-Syndrom. Für seine skeptische Innenbetrachtung gab ihm der Verein den Laufpass:
Es gibt innerhalb der GWUP eine ganze Reihe von Mitgliedern, die ohne hinreichende fachliche Kenntnis der jeweiligen Materie eine Art Weltanschauungskampf gegen alles führen wollen, was sie mit dem Begriff „paranormal“ assoziieren, die dabei auch (bewusst oder unbewusst) eine selektiv-einseitige Darstellung der Fakten und Argumente sowie zuweilen auch emotional-unsachliche rhetorische Taktiken in Kauf nehmen, während sie an wissenschaftlichen Untersuchungen zu Parawissenschaften höchstens insofern interessiert sind, als deren Ergebnisse „Kanonenfutter“ für öffentliche Kampagnen liefern könnten.
Herr Wunder erklärt anhand einer Grafik, dass Menschen sich in den zwei Dimensionen von Dogma und Glauben aufhalten, deren Gegenpole jeweils der “offene Geist” und der “Nicht-Glaube” stehen:
Die Probleme beginnen damit, dass mit dem Begriff „Skeptiker“ (mindestens) zwei verschiedene semantische Dimensionen verbunden sind, die sowohl von der Öffentlichkeit, aber vor allem auch innerhalb von sog. „Skeptiker“-Organisationen immer wieder durcheinander gebracht werden.
Die beiden Dimensionen sind in der dargestellten Graphik verdeutlicht: Es gibt einerseits die Dimension „belief – unbelief“ (z.B. hinsichtlich des „Paranormalen“, was immer das sein mag), andererseits die Dimension „dogmatism – open mindedness / critical thinking“. Dabei ist zu betonen, dass mit „unbelief“ keineswegs nur „non-belief“ gemeint ist, sondern der „unbelief“, verstanden als „disbelief“, durchaus selbst ein belief-system darstellt.
Eine in „Skeptiker“-Organisationen weit verbreitete und folgenreiche Kurzsichtigkeit besteht nun darin, gar nicht wahrzunehmen, dass diese beiden Dimensionen nicht identisch sind, dass also „critical thinking“ keineswegs zwingend mit „unbelief“ zusammenfallen muss, genau so wenig wie „dogmatism“ zwingend mit „belief“. Vielmehr können sich empirisch Individuen in allen vier Quadranten der Graphik aufhalten. Im Diskurs unter Mitgliedern von „Skeptiker“-Organisationen ist es aber üblich, den Begriff „Skeptiker“ sowohl in der Bedeutung „kritisch denkende Menschen“ als auch in der Bedeutung „nicht an Paranormales glaubende Personen“ zu verwenden, beides wird also gleichgesetzt.
Und so kommt es, dass viele der vermeintlichen Skeptiker selbst wieder mehr dogmatisierend den Status Quo verteidigen und auf Seiten des herrschenden Systems kämpfen während die Verschwörungstheoretiker auf der anderen Seite stehen und den Status Quo verändern wollen. Skeptiker scheinen also viel Angst vor dem Neuen zu haben und wehren sich dagegen, so meine Interpretation. Liege ich falsch?






Da liegst Du sicher nicht falsch, dem kann ich mich nur anschließen….
aber diese tragische “Bestseller schreibenden” Figur, die vielleicht selbst mal der Wahrheit die Hand reichen sollte, – mit dem stimmt was nicht. Da er Psychologie nie studiert hat (ob er überhaupt studiert hat ist fraglich, nachdem ich die links auf wiki geprüft hab) scheint er sein eigener Patient zu sein.
Zum “Bestseller” mal eine Rezension :
Check mal bitte den Wiki-Eintrag
Eine Promotion gibt es nicht, der Link führt auf eines seiner schriftlichen Ergüsse (Pestseller).Zur FBI-Academy möchte ich gar nichts sagen, es ist so lächerlich. Alles was seine Kompetenzen belegen könnte führt zu seiner eigenen Seite. Die Fotos von seiner “Ausbildung” sind das beste. FBI… ich frag mich was der eingeworfen hat.
Hoffentlich kann ich noch gut schlafen nach diesem Benecke
Andreas
Wieso gibt es Verschwörungstheorien? ganz einfach, weil es echte Verschwörungen gibt, wie man hier auch nachlesen kann: http://freies-in-wort-und-schrift.info/2012/06/08/sind-wir-nur-noch-algorithmen/
Der Skeptiker wird nur so lange nicht daran glauben, bis ihm die Tatsachen die Zähne in den Hintern schlagen.
Interessant für mich, dass die Theorien nur einen Schatten dessen formulieren können, was REALITÄT ist.
Wolfgang
Benecke ist wirklich klasse, nicht nur als Skeptiker
Im Video beschreibt er seine Person sehr gut: … Die Welt wäre einfacher, wenn wir nicht so viel lügen würden …
). Es ist sehr aufschlussreich, wenn man ein wenig weiter recherchiert und ihn dann als Ministerpräsidentkandidaten des Landes NRW der “PARTEI” (http://www.die-partei.de/) findet. Ich habe das Gefühl, Mark Benecke weist mit seiner Biografie genau darauf hin, was wir alle tun sollten: Skeptisch sein – und eben nicht alles glauben.
Auch ich habe mich auf die Wiki-Seite begeben und die irrational erscheinende Personenbeschreibung gelesen (die er übrigens selbst bearbeitet
Übrigens: Die Gründung der PARTEI wurde am 2. August 2004 durch Redakteure der in Frankfurt am Main erscheinenden Satirezeitschrift Titanic initiiert … deren Vorsitzender Martin Sonneborn. (https://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_Arbeit,_Rechtsstaat,_Tierschutz,_Elitenf%C3%B6rderung_und_basisdemokratische_Initiative)
Liebe Marietta,
vielen Dank für den Hinweis. Das Programm von Die Partei lässt sich ja anfangs recht gut an:
Grundwert: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit
Ziele:
„ein Gemeinwesen, in dem sich jeder seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten gemäß entwickeln kann und sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft bewußt ist“,
„eine Gesellschaft, in der individuelle Leistung ohne Ansehen der Person gefördert und belohnt wird“ sowie
„ein Gemeinwesen, das seine Mitglieder in Krisensituationen nicht alleinläßt und das auf dem Weg in die Zukunft niemanden zurückläßt“.
Der Hauptteil umfasst fünf Kapitel zu den Bereichen Arbeitspolitik, Gleichstellung, Gesundheitspolitik, Umweltpolitik und direkte Demokratie. Darin wird im Wesentlichen gefordert:
„eine breit angelegte Kampagne für eine weitreichende Verkürzung der allgemeinen Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich“,
„eine gerechte Verteilung der Güter und gleiche Lebenschancen für alle“,
„eine nachhaltige Reform des Gesundheitswesens“,
„ein umweltpolitisch engagiertes Agieren“ sowie
die Einführung von Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid.
In den zwei abschließenden Kapiteln werden die Ratifizierung des Grundgesetzes durch das Volk „nach einer intensiven, alle gesellschaftlichen Schichten einbeziehenden Diskussion über die Fundamente unserer Republik“ und die Zusammenfassung der fünf Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu einem „Ost-Bundesland“ gefordert. Dieses solle den Namen „Sonderbewirtschaftungszone“ (kurz „SBZ“, in Anlehnung an die Sowjetische Besatzungszone) tragen und baulich vom Rest der Republik getrennt werden.[10]
Der letzte Punkt ist dann schon was schräg. Und wenn man dann weiter liest und von einer Hintner-Jugend erfährt, dann kommt doch die Skepsis …
LG Martin
Wie viele Energien wurden im Namen des Richtigen und des Falschen, der Wissenschaften und der Pseudo-Schaften, der Schulmedizin und der Homöopathie, der Realisten und der Spirituellen, der Skeptiker und der Verschwörer, schon verschwendet ? Obwohl, verschwendet ist das falsche Wort, denn Energie kann nicht verschwendet, sondern einzig umgewandelt, sprich anders interpretiert werden. Wofür also so viel Aufmerksamkeiten auf ein verbales Ping-Pong-Spiel verwenden, welches kein Ende zu nehmen scheint ? Aus dem gleichen Grund, wofür große sportliche Ereignisse regelmäßig wiederkehren und die Massen in ihren Bann ziehen. Aus dem gleichen Grund, wofür ein Zuviel an Meerwasser, Drogen und natürlichen Kohlenhydraten sorgen, nämlich den Lernprozess des Bewusstseins mit den energetischen Vorgaben zu synchronisieren. Ein Zuviel an plötzlicher Ordnung kommt einem Hochbegabten gleich, der in seiner geistigen Disziplin EINSAME Spitze ist. Kann mit einsamen Spitzen eine Optimierung hin zur bewussten Kohärenz geschaffen werden ?
Nicht Beweise irgendwelcher Experimente, Simulationen oder Studien werden den Weg weisen, sondern einzig und allein bewusste Wahrnehmung, die pandemisch um sich greifen wird. Kein Experiment, keine Simulation, keine Studie kann je ALLE Parameter der Realität in sich vereinen, dass kann einzig die Realität selbst:
http://www.gold-dna.de/link8.html
”But now all sorts of well-established, multiply confirmed findings have started to look increasingly uncertain. It’s as if our facts were losing their truth: claims that have been enshrined in textbooks are suddenly unprovable. This phenomenon doesn’t yet have an official name, but it’s occurring across a wide range of fields, from psychology to ecology. In the field of medicine, the phenomenon seems extremely widespread, affecting not only antipsychotics but also therapies ranging from cardiac stents to Vitamin E and antidepressants: Davis has a forthcoming analysis demonstrating that the efficacy of antidepressants has gone down as much as threefold in recent decades.
For many scientists, the effect is especially troubling because of what it exposes about the scientific process. If replication is what separates the rigor of science from the squishiness of pseudoscience, where do we put all these rigorously validated findings that can no longer be proved? Which results should we believe? Francis Bacon, the early-modern philosopher and pioneer of the scientific method, once declared that experiments were essential, because they allowed us to “put nature to the question.” But it appears that nature often gives us different answers.”
Alle Diskussion im Namen des Falschen und des Richtigen schaffen den zeitlichen Rahmen, um den Lernprozess zum Zenit zu führen. Je mehr verschiedene Bälle im Ping-Pong-Spiel involviert sind, desto näher können wir dem Zenit kommen.
Gruß Guido
Die Beschreibung der Skeptiker in Deinem Artikel stimmt mit meiner Erfahrung mit einem Skeptiker auf google + überein, mit dem ich einige Diskussionen hatte, die sich immer an der selben Stelle aufhängt:
Was nicht “wissenschaftliche nachgewiesen wurde” ist nicht existent. Basta. Punkt.
Ich diskutiere darüber mit dem Herrn nicht mehr – das hieße Perlen vor die Säue werfen.
Möge er in seinem Dogma bleiben, da es ihm ja so gut darin gefällt.
Und den Herrn in dem Video habe ich nur zwei Minuten ertragen. Der scheint mir wirklich nicht ganz sauber, auf keinen Fall jedoch ein Kriminologe zu sein.
Das Mitmach-Wiki Verschwörungem.info
Luegen, Falschaussagen ja bis hin zur Verleumdung bestimmter Berufsgruppen koennen wir derzeit bei MONITOR erfahren – einer Sendung, deren Recherchen ich bisher immer Vertrauen entgegengebracht und mit Interesse verfolgt habe.
Ja, Heinrich, das ist eine der wenigen noch verbliebenen Lichtblicke in den von uns allen bezahlten sowie den Werbe-finanzierten VT-Medien. LG Martin