Hätte eine Schenkkultur nicht ein viel größeres Potenzial als eine Tauschkultur?
Wenn wir uns die Schöpfung anschauen, so sieht es mir aus, als wäre eins der obersten Prinzipien der Schöpfung – ich schreibe extra neutral, um hier nicht das Männliche oder Weibliche zu bevorzugen – das bedingungslose Schenken. Die Sonne schickt uns rückhaltlos ihre Energie, so dass wir es hier warm haben. Mutter Erde verteilt Wasser, so dass wir zu Trinken haben, und lässt auf ihrem Boden Nahrung wachsen, so dass wir unseren Hunger stillen können. Auch ist ausreichend Luft da, die wir einfach so atmen können. Und auch Mütter schenken bedingungslos neues Leben. Ich postuliere mal, dass alle Lebewesen dieser Erde bis auf den bewusstgewordenen Menschen dieses Prinzip des Schenkens leben, und dass der Mensch dies im Paradies auch tat.
Die Frage, die sich mir stellt ist, wann wir Menschen bewusst angefangen haben, uns von diesem Prinzip des Schenkens hin zu dem des Tauschens zu wenden und damit das Paradies verließen. Ich sehe in dem Prinzip des Tauschens eine riesige Schwäche: wer nichts an Wert besitzt, kann auch nichts bekommen. Selbst, wenn genügend da ist, darf der Bedürftige es nicht nehmen, wenn er nicht den notwendigen Tauschwert besitzt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Bewusstseinswandel etwas mit der Erfahrung von lebensbedrohendem Mangel zu tun haben muss. Schenken fällt immer leicht, wenn im Überfluss (wieder Paradies) vorhanden ist. Wenn aber z.B. ein Klimawandel plötzlich dazu führt, dass über lange Zeit immer weniger Nahrung da ist, wird es mit dem Schenken nichts, da man selbst über die Runden kommen muss.
Wie es dazu via Saharasia- Theorie gekommen ist, könnt Ihr nun auf Bürgerstimme weiterlesen, denn der Artikel wurde von dort angefragt und nun auch dort veröffentlicht:
Schenk- und Tauschkultur: Was hat das viel größere Potential?





gefunden in: Gradido – natürliche Ökonomie des Lebens
gefunden in: Die Post-Kollaps-Gesellschaft