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aufklärende oder manipulative Kriegsberichterstattung, das ist hier die Frage – eine Antwort auf “Kevin”s Kommentar

Lieber Martin,

ich habe bisher keinen Gebrauch von Deinem Angebot gemacht, auf Deinem Blog Artikel zu schreiben. Um ehrlich zu sein, ich hatte auch nicht die Absicht, das zu tun, ich schrieb Dir einmal, warum.

Der Kommentar des “Kevin”auf meinen Kommentar zum Artikel Ist Iran der böse Bube oder sind Demokraten an sich nicht wirklich dialogbereit?, der dann selbst zum Artikel Es geht um unsere nackte Existenz – wir wollen Frieden! wurde, macht das jetzt jedoch notwendig, denn meine Antwort sprengt einen Kommentar bei weitem und ich finde es sehr wichtig, auf diesen Kommentar in aller Ausführlichkeit einzugehen.

[Kommentar von Martin Bartonitz: Wenn die Debatte eher weniger interessiert, die Links auf weitere Quellen sind das eigentlich Interessante]

Damit alles nachvollziehbar bleibt, stelle ich die Passagen des “Kevin” jeweils meinen Kommentaren dazu voraus:

Ist es psychologische Kriegsvorbereitung wenn darüber berichtet wird, dass Verteidigungsminister Panetta einen Angriff Israels auf iranische Nukleareinrichtungen für wahrscheinlich hält? Nein, dass ist es nicht.

Doch, das ist es, wenn ich gleichzeitig weiß, dass die USA und Israel gemeinsame Raketenübungen, und zwar auf israelischem Boden, abhalten wollen, dass zu diesem Zweck tausende US-Soldaten in Israel stationiert werden sollen und bereits wurden und ich beobachte, wie die USA immer mehr Truppen rund um den Iran (und Syrien) zusammenziehen.

http://almabu.wordpress.com/tag/raketenubung/

Auch hier wird von der Stationierung israelischer Truppen in den deutschen US Militärbasen berichtet. Was, bitte, haben israelische Soldaten in Deutschland zu tun und zu suchen?

Aber das hat natürlich alles gar nichts zu nichts bedeuten…

http://www.jpost.com/Defense/Article.aspx?id=250249

http://www.heise.de/tp/blogs/8/116604

Beim Lesen des Heise-Artikels frage ich mich, warum ein Raketenabwehrsystem mit einer Reichweite von 6.000 km installiert wurde, wenn die Distanz Israel – Iran 1.787,621 km beträgt?

http://www.luftlinie.org/Iran_Israel

Sie dürfen sich auf dieser Karte auch gern selbst heraussuchen, wohin dieses Abwehrsystem mit 6.000 km reicht. Ein Schelm, wer böses denkt… und natürlich alles nur haltlose Spekulation! Ich kenne das schon….

Warum Frau Calderin davon ausgeht, die Berichterstattung über die Entwicklungen zwischen dem Iran und dem Westen verfolge das Ziel einer subtilen Beeinflussung der Bevölkerung, ist schleierhaft. Zumindest in dem zitierten Artikel scheint sich zwischen den Zeilen nichts Derartiges zu verbergen. Vermutungen werden im Konjunktiv geäußert, überprüfbare Tatsachen im Indikativ.

Warum sprechen Sie mich nicht direkt an, sondern sprechen “über” mich zu einem imginären Dritten als wäre ich gar nicht anwesend, das jedoch in einer Antwort auf meinen Kommentar, der zu einem Artikel wurde? Das ist die Methode des “in-die-Ecke-stellens” (als unmündiges Kind behandeln), um den Autor (oder Sprecher) offen zu beleidigen und diffamieren. Es wirft ein bezeichnendes Bild auf Ihren respektlosen und überheblichen Umgang mit den Menschen, Frau oder Herr, die oder der sich hinter dem anonymen Pseudonym versteckt.

Zu Ihrer Argumentation:

Das sind genau die Methoden, mit denen Menschen langsam an den Gedanken des möglichen Krieges gewöhnt werden. Sie dürfen gern die Berichterstattungen vor dem Afghanistan-Krieg und vor den Irak-Kriegen zum Vergleich heran ziehen, um die Parallelen zu erkennen.

Habe ich etwas übersehen? Soweit bekannt, hat der Iran tatsächlich zurzeit keine Atombombe in seinem Besitz.

Gut, das Sie mir hier zustimmen!

Welche Medien („unsere“?) verbreiten die Behauptung, dass dies anders sei? Soweit mir bekannt, keine seriösen Medien – erst recht keine, die hier im Allgemeinen als Mainstreammedien bezeichnet werden.

Wird diese Lüge, von der Frau Calderin spricht jedoch nicht dem „Mainstream“ vermittelt, so kann sie kaum dazu geeignet sein, die Öffentlichkeit von einem Kriegsgrund zu überzeugen.

Wiederum schreiben Sie respektlos über mich und nutzen die Methode des “in-die-Ecke-Stellens”. Hiermit versuchen Sie ein weiteres Mal, mich zu “entmündigen”, was gleichzeitig impliziert, dass meine Aussagen Null und Nichtig, mindestens jedoch unglaubwürdig sind. Gleichzeitig stellen Sie eine unbegründete Behauptung auf, um meine Argumentation zu entkräften.

Hier die Behauptung des ZDF, der Iran würde an einer Atombombe bauen (nicht haben, aber bauen reicht, um Panik zu verbreiten, denn es wird impliziert, wenn der Iran schon baut, dann hat er morgen – im übertragenen Sinne):

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1487770/IAEA-Iran-baut-an-Atomwaffen#/beitrag/video/1487770/IAEA-Iran-baut-an-Atomwaffen

Hier aus der BILD-Zeitung:

http://www.bild.de/politik/ausland/iran/iran-atom-behoerde-iaea-bestaetigt-ahmadinedshat-baut-an-bombe-wie-reagiert-israel-20900974.bild.html

Und noch einmal das ZDF:

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,8366542,00.html

Ich denke, das sollte als kurze Übersicht reichen, um Ihnen Kenntnis zur Berichterstattung aus den “seriösen” Medien zu diesem Thema zu geben.

Wer auch immer in diesem Fall überzeugen möchte… Frau Calderin, des häufigeren habe Sie sich in diesem Blog schon darüber beklagt, dass „Sprache […] benutzt [wird], um uns Menschen zu manipulieren, uns Unwahrheiten einzuimpfen und unsere Hirne zu vernebeln.“ Die Verwendung der Sprache ist notwendig um miteinander zu Kommunizieren. Sie wird dazu verwendet sich auszudrücken und mitzuteilen und ja – auch um zu manipulieren. Sprache wird aber häufig auch unreflektiert und spontan verwendet, ohne eine bestimmte Absicht mit der Bedeutung eines speziellen Wortes zu verfolgen.

Danke, dass Sie sich hier dazu herablassen, mich direkt anzusprechen, Frau oder Herr, die oder der sich hinter dem anonymen Pseudonym versteckt.

Ich beklage mich nicht. Ich mache aufmerksam, stelle klar und richtig.

Indem Sie dieses Wort benutzen, unterstellen Sie mir und den Lesern sehr subitl, dass ich mich wie kleines, bockiges Mädchen verhalten würde und also nicht ernst genommen werden müsse.

Genau vor dem laxen Umgang mit der Sprache müssen wir uns alle hüten und genau darauf mache ich aufmerksam. Es ist wichtig, sich der Sprache, der benutzten Worte und ihrer tiefen Bedeutung bewusst zu sein und sie sorg(sich [um etwas]sorgen)- und auch acht(darauf achten)-sam (Same) zu benutzen. Ich habe Ihnen hier an einem einzigen Wort gezeigt, was tatsächlich in den Worten steckt. Da wir, bei der Werbung angefangen bis zu den Nachrichten durch Worte manipuliert werden, kann nicht oft genug darauf aufmerksam gemacht werden, was Sprache tatsächlich ist und wie sie benutzt wird bzw. werden kann. Während “die Medien” die Sprache sehr bewusst und gezielt einsetzen, eben um zu manipulieren und genau die Meinung und Stimmung zu erzeugen, die gerade benötigt wird, um die eigenen Ziele durchzusetzen, sollen die “normalen Menschen” das natürlich weder wissen oder gar selbst machen (können). Es wäre ja noch schöner, wenn Beherrschte und Herrschende mit den gleichen Mitteln ausgerüstet sind, nicht wahr?

Dasselbe trifft auch auf Sie zu. Sofern sie keine wissenschaftlichen Texte kritisieren, in denen die Präzision von Sprache sehr wichtig ist, sollten Sie sich in dieser Hinsicht ein wenig zurückhaltender zeigen.

Es ist mir, ehrlich gesagt, vollkommen unverständlich, wie Sie dazu kommen, mir vorzuschreiben, wie ich mich in welchem Zusammenhang zu benehmen habe.  Sie versuchen hier wiederum, mich oberlehrerhaft als zu belehrende und unwissende Schülerin zu behandeln – was dem Leser impliziert, dass ich nicht ernst genommen zu werden brauche.

Warum? Warum darf Sprache – ihrer Meinung nach – im täglichen Gebrauch der “normalen Menschen” nach-lässig benutzt werden? Und warum darf (und muss) sie NUR im wissenschaftlichen Gebrauch genau benutzt werden?

Warum wird unseren Kindern die Sprache nicht gründlich mit all’ ihrer Bedeutung beigebracht, sondern ganz im Gegenteil, der Unterricht der deutschen Sprache wird immer schlechter? Die PISA-Studien legen beredtes Zeugnis dazu ab.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/pisa-deutsch-schueler-werden-besser-das-fest-der-bildung-1.1032388

Aber selbst in diesem von Siegesmeldungen nur so strotzenden Artikel muss eingeräumt werden:

“Die Gruppe der Schüler, die kaum (Hervorhebung von mir) rechnen und lesen können, wenn sie die Schulen verlassen, ist immer noch zu groß.”

Zu dem Bild der schlechten Bildung passt dann auch, dass in der Bundesrepublik pro Woche(!) eine Million Unterrichtsstunden ausfallen.

http://www.bild.de/ratgeber/kind-familie/schule/jede-woche-1-mio-ausfallstunden-20859714.bild.html

Und das alles im “Land der Dichter und Denker” – für mich ist das eine Schande.

Aber schlecht oder gar ungebildete Menschen lassen sich ja leichter manipulieren und daraus folgernd beherrschen…

In dem obigen Beitrag verwenden Sie das Wort „Genozid“, ohne die Bedeutung des Wortes zu kennen.

Wie kommen Sie dazu, mir zu unterstellen, ich würde das Wort “Genozid” nicht kennen? Diese unbegründete Behauptung wird zu einer neuen Unterstellung und ist wiederum ein Ausdruck Ihrer überheblichen Unhöflichkeit und Respektlosigkeit und impliziert, ich wüßte also insgesamt nicht, worüber ich schreibe.

Aus beruflichen Gründen kenne ich mich mit dieser Materie sehr gut aus, weshalb es mir besonders aufstößt, so etwas in Ihrem Kontext zu lesen. Allerdings sehe ich insbesondere in Beiträgen im Internet auch den Eifer des Gefechts, in dem Worte gewählt werden. Dennoch: Bei bestimmten Begriffen und Materien bin ich der Meinung, dass man sich vorher genau überlegen sollte, was man schreibt. Und gerade Genozid ist ein sehr mächtiges Wort.

Hier benutzen Sie wieder eine unbegründete Behauptung, diesmal um sich selbst als Fachmann darzustellen. In welchem Maße beschäftigen Sie sich “beruflich” mit diesem Thema, Dame oder Herr, die oder der sich hinter dem hier angegebenen anonymen Pseudonym versteckt und darum nun wirklich alles von sich behaupten kann?

Warum ist nun das genaue Benutzen der Sprache auf einmal so wichtig, während es doch vorher nicht so genau genommen werden musste? Sie widersprechen sich, Frau oder Herr,  die oder der sich hinter dem hier angegebenen anonymen Pseudonym versteckt.

Sie dürfen auch davon ausgehen, dass ich das Wort “Genozid” sehr genau einsetze, allerdings nicht in irgend einer “Materie” = “Stoff”, sondern immer dann, wenn so viele Menschen kaltblütig umgebracht werden (meist – aber nicht ausschließlich – durch oder im Krieg), dass davon die Rede sein kann, dass ein ganzes Volk oder große Teile eines Volkes ausgerottet werden soll bzw. wurde. Dabei handelt es sich nicht um irgend einen “Stoff”, sondern hier geht es um Menschen, und zwar um sehr, sehr viele, wobei jeder einzelne einer zuviel ist. Da sich die heute geführten Kriege vor allem gegen die Zivilbevölkerungen richten, muss ich davon ausgehen, dass heute JEDER Krieg ein eiskalt geplanter und dann vollzogener Völkermord = Genozid = ist (wobei auch das Wort Holocaust seit 1913 für “Massenmorde mit genozidalem Ausmaß” verwendet wurde, bevor es für die Judenvernichtung während des Hitlerregimes benutzt wurde, der ja wohl auch ein Völkermord war http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust#Bezeichnungen)

“Es ist geschätzt worden, dass für die Zivilbevölkerung die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Kriegs getötet zu werden, heute neunmal höher ist als für Angehörige der kämpfenden Armeen. Nach Schätzungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz ist der Anteil an Zivilopfer in der Gesamtzahl der Opfer im Laufe des 20. Jahrhundert von 5 % im ersten Weltkrieg auf 90–95 % in den Kriegen, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts stattgefunden haben, gestiegen. Etwas abweichende Schätzungen geben das Verhältnis zwischen Zivilopfer und getöteten Soldaten mit 1 zu 8 im ersten Weltkrieg und mit 8 zu 1 am Ende des Jahrhunderts.

Auch für die neuesten bewaffneten Konflikte finden sich Abweichungen in der Bezifferung der Opferzahl. So wird für Afghanistan (1980) mit etwa 2 Millionen Opfern gerechnet; im Sudan 1.5 Millionen; in Ruanda 800.000; in Angola 300.000; in Bosnien 230.000; in Guatemala 200.000; in Liberia 130.000; in Burundi 230.000; in Algerien 73.000; im Irakkrieg (1991) 35.000. Der Anteil von Zivilopfern in den genannten Zahlen wird höher als 95 % geschätzt. (…)”

Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsopfer#Kriegsopfer_und_Zivilopfer_im_20._Jahrhundert

Dieser Trend dürfte sich am Anfang dieses Jahrtausends weiter fortgesetzt haben.

Zur unrechtmäßigen und lange vorbereiteten Besetzung Palästinas durch die Zionisten Israels empfehle ich Ihnen diesen Artikel:

http://www.bpb.de/themen/U1VFVM,0,0,Die_Gr%FCndung_des_Staates_Israel.html

Auf YouTube finden Sie jede Menge Videos, die das Leben der Palästinenser heute zeigen. Ich empfehle Ihnen wärmstens, sich die anzuschauen, um zu verstehen, warum ich in diesem Zusammenhang von Genozid spreche.

Zu Ihrer Prognose der politischen Entwicklungen auf der internationalen Ebene in den nächsten Monaten würde ich auch gern noch ein paar Anmerkungen machen. Russland und China (und Indien?) verbindet in der Frage nach einer Sicherheitsratsresolution und erst Recht in der Frage nach einem Angriff nichts weiter, als die gemeinsame Ablehnung. Es gibt kein gemeinsames verbindendes Motiv, weshalb Syrien und oder der Iran nicht Ziel einer Sanktion oder eines (wohlmöglichen) Angriffs werden sollten. Die Interessen Russlands lassen sich vor allem darauf zurückführen, dass sein Einfluss in Nordafrika und dem Nahen Osten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stetig zurück gegangen ist. Nach dem arabischen Frühling ist der einzige Verbündete in der Region dass Assad-Regime. Nach Syrien wurden und werden nicht nur Waffen mit beträchtlichen Auftragsvolumina geliefert , in Tartus liegt auch der letzte verbliebene russische Flottenstützpunkt, der einen direkten Zugang zum Mittelmeer ermöglicht. Das bedeutet aber keineswegs, dass Russland und Syrien eine Freundschaft verbindet. Die Beziehung ist eher als Zweckbündnis zu betrachten. Auch aus innenpolitischen Gründen ist es für die Regierung Putin vorteilhaft, Assad nicht fallen zu lassen. Im März finden die Präsidentschaftswahlen statt und im eigenen Land ist der „Spitzenkandidat“ Putin nicht gerade beliebt. Es geht nun darum ein Zeichen zu setzen, dass Unzufriedenheit nicht so leicht in einen Regimewechsel umgemünzt werden kann. Diese Strategie kann und wird Russland aber nicht mehr lange weiterfahren können, denn der Druck – auch aus der arabischen Welt steigt. Ich bin gespannt, was sich im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz zu diesem Thema noch ergeben wird. Chinas Interesse an der Vermeidung einer Resolution, die sich zu sehr in die inneren Angelegenheiten Syriens einmischt, besteht genau darin. Unter allen Umständen muss China verhindern, dass Innenpolitik die Reaktion von Außen beeinflussen darf. Aus bekannten Gründen zum eigenen Schutz. Zu einem Verteidigungspakt wie Sie Ihn sich wünschen wird es niemals kommen. China und Russland verbindet nichts.

Auch hier wieder Ihre unhaltbare und respektlose Unterstellung, ich würde mir irgend etwas “wünschen”. Sie verdrehen damit meine Aussage in “Wunschdenken” und damit zur Unglaubwürdigkeit.

http://de.rian.ru/security_and_military/20071005/82595800.html

http://de.rian.ru/world/20071024/85309386.html

Ich denke, diese beiden Artikel dürften Sie vom Gegenteil überzeugen.

Zu den neuesten Entwicklungen:

http://de.rian.ru/politics/20120204/262619790.html

Zu der Raketenabwehrstation auf Kaliningrad:

http://de.rian.ru/politics/20111130/261623201.html

und hier der originale Wortlaut der Rede Medwedews, mit der er erklärte, dass diese Station in Gefechtsbereitschaft versetzt wurde, die atomaren Raketen revitalisiert wurden usw. Ich gehe davon aus, dass Sie der englischen Sprache so weit mächtig sind, diese Rede lesen zu können, wenn nicht empfehle ich Ihnen den google Translator. Das Deutsch ist in der Übersetzung zwar fürchterlich, aber es reicht, den Sinn verstehen zu können:

http://eng.news.kremlin.ru/news/3115

Hier Medwedews Stellungnahme zum Veto Rußlands und Chinas im UN Sicherheitsrat mit Verweis auf die Partnerschaft der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China):

http://eng.news.kremlin.ru/news/2906

Und: Ja, Putin braucht die Kriegs-Drohung genau wie Obama, um von den inneren Problemen ihrer Länder abzulenken. Das Gefährliche an diesen Ablenkungsmanövern ist, dass dieses “Säbelgerassel” ganz schnell umschlagen kann… Ach ja, und die in Massen produzierten Waffen müssen ja mal irgendwie verbraucht werden, damit neue produziert – und vor allem verkauft werden können.

Deutschland ist übrigens einer der größten Waffenhändler auf unserer Erde:

http://www.sueddeutsche.de/politik/waffenhandel-weltweit-deutschland-auf-platz-drei-1.420087

Die Aussage aus 2007, der Waffenhandel habe sich verringert, wird in 2011 gründlich widerlegt:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-waffenhaendler-machen-rekordumsatz-1.2618485

Als das letzte Mal in Deutschland die Produktion und das Produktionswachstum fast vollständig durch Waffenproduktion = Aufrüstung erfolgte, führte das schnurstracks in den 2. Weltkrieg mit den bekannten verheerenden Auswirkungen vor allem für die Menschen.

Eine offene Konfrontation, wie sie hier gelegentlich als Fratze des 3. Weltkriegs an die Wand gewünscht wird, kann sich weder der Westen noch der China noch Russland leisten.

Wieder benutzen Sie das Wort “wünschen” und versuchen so, meine Aussage, die mit einer Warunung und dem Wunsch nach Frieden verbunden ist, ins Gegenteil zu verdrehen und so hinzustellen als würde der 3. Weltkrieg mein Wunsch sein.

Das “wünschen” ist also wiederum eine Ihrer infamen Unterstellungen, die ich schärfstens zurück weise.

Ansonsten wünsche ich Ihr Wort in Gottes Gehörgang.

Abschließend noch eine Bemerkung zu Ihrer merkwürdigen Auffassung vom Recht der Stationierung. Die Tatsache, dass sich US Stützpunkte nur in Westdeutschland befinden und nicht im Osten, lässt sich ganz einfach damit erklären, dass es sie schon vor der Wende gab. Wenn sie ein Haus in Berlin bauen, 40 Jahre den Garten pflegen, das Dach neu Decken und mit den Nachbarn befreundet sind, wieso sollten Sie dann in München ein neues Haus bauen? Außerdem wäre es doch etwas merkwürdig gewesen, hätten die Amerikaner oder die Briten gleich nach dem Abzug des sowjetischen Streitkräfte im Osten einen Stützpunkt übernommen, oder? Gerade sind die Amerikaner übrigens dabei, die Bürgermeister der Standorte in Bayern darüber zu informieren, welche Stützpunkte dort aufgegeben werden sollen. Und stellen Sie sich vor: Diesen Schritt begrüßen dort die Wenigsten! Und was mich schon sehr lange bewegt: Wer ist/sind „Sie“ oder „Die“ und warum glauben Sie, dass es “sie” oder “die” gibt?

Ich gehe jetzt nicht nocheinmal explizit auf Ihre beleidigende Formulierung “merkwürdige Auffassung” ein. Ich denke, ich habe bereits deutlich gemacht, welche Absichten Sie verfolgen.

Nach ihrem Beispiel ist es jedoch überhaupt nicht verständlich, warum die US Militärbasen auf die französische Besatzungszone ausgedehnt wurden, jedoch eben gerade nicht in den Osten der BRD (Gott sei Dank!), wohl aber nach Polen, Bulgarien, Georgien, Kosovo, Rumänien und Ungarn

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4rbasen_der_Vereinigten_Staaten_im_Ausland#Europa

und nicht in die britische Besatzungszone?

Ich mutmaße mit meiner Schlussfolgerung, selbstverständlich, und ich wundere mich darüber… Das habe ich auch deutlich genau so formuliert.

Es ist auch ein probates Mittel zu behaupten, durch Abrüstung würden ja Arbeitsplätze vernichtet, bzw. umgekehrt “geschaffen”, um Aufrüstung und/oder eine Militarisierung der Gesellschaft zu “begründen”.

http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10367447/index.htm

“Erleichtert zeigte sich Staatskanzleichef Kreuzer darüber, dass nach den bisher bekannten Planungen der Bestand der US-Standorte in Grafenwöhr, Hohenfels, Vilseck, Ansbach-Katterbach, Illesheim und Garmisch-Partenkirchen dauerhaft gesichert ist. Kreuzer: „Die Staatsregierung hat sich in zahlreichen Gesprächen auf hochrangiger politischer und militärischer Ebene dafür stark gemacht, dass die bayerischen US-Standorte erhalten bleiben. Mir wurde seitens der Amerikaner immer wieder signalisiert, dass die Vorzüge des Standorts Bayern in den fachlichen und politischen Entscheidungsprozessen von Bedeutung sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Freistaat Bayern für die Vereinigten Staaten von Amerika auch weiterhin eine herausragende Bedeutung haben wird. Die Präsenz der amerikanischen Streitkräfte in Bayern ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Symbol für die besondere Beziehung zwischen Bayern und den USA geworden. Ich bin daher – trotz der bedauerlichen Auflösungen in Bamberg und Schweinfurt – sehr froh, dass der Freistaat ein zentrales Standbein der US-Armee in Europa bleiben wird.“

Na, da kommt doch Freude auf!

Die Truppen werden – wie in dem Artikel deutlich zum Ausdruck gebracht wird – im “pazifischen Raum” = Stationierung in Australien und im “arabischen Raum” = Truppenkonzentration für welchen riesigen Angriffsplan? gebraucht. Es hat also gar nichts mit einer plötzlichen Friedensliebe der US Administration und seiner Militärs zu tun.

“Sie” und “Die” ist die verbale Zusammenfassung für alle, die Macht in diesem und/oder jedem anderen Staat auf unserer Erde ausüben, also die Lobbyisten-Organisationen der Industrien, die unsere Politik heute auf der ganzen Erde nicht nur beeinflussen, sondern in der Zwischenzeit bestimmen. Das ist ganz bestimmt keine homogene Masse, im Ergebnis ihres Handelns sehen wir jedoch in jedem Land unserer Erde die selben Probleme mit den selben Auswirkungen auf die Menschen, was auch kein Wunder ist, denn die Ursachen sind überall die selben.

Alles in allem haben Sie hier ein Paradebeispiel dafür abgeliefert, wie Manipulation mit Hilfe der Sprache aufgebaut ist, wie Menschen mit diesen subtil wirkenden Mitteln diffamiert werden und wie versucht wird, die Aussagen und Argumentationen zu neutralisieren und, wenn möglich, ins Gegenteil zu verkehren.

Ich danke Ihnen sehr herzlich für dieses lehrreiche und anschauliche Beispiel.

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  1. Kevin
    Februar 4, 2012 um 11:39 nachmittags

    Sie fühlen sich missverstanden von Menschen die es gar nicht gibt.

  2. Februar 5, 2012 um 9:17 nachmittags

    Die Meinung eines jeden sei respektiert. Ich persönlich verstehe nicht, wie man überhaupt noch daran zweifeln kann, dass derAngriff auf den Iran seit Jahren beschlossene Sache ist, wenn man alle zur Verfügung stehenden Informationen zu einer Synthese verquickt. Da Iran das genau weiss, spielt man mit der nuklearen Karte, aus dieser Sicht verständlch.

    “Bis zum Jahre 2000 wird Iran die Atombombe haben”, wurde von mehreren Massenmedien 1988 publiziert, vor mehr als 20 Jahren also. Israel aus bekannten Grüden und die USA zur “Absicherung der Welt-Ölreserven” sind hier perfekte Kooperationspartner, Europa ein willfähriger Gehilfe aus wirtschaftlichem Interesse.

    Dass man auch nur anzweifeln kann, dass die Bevölkerung auf den bevorstehenden Angriff auf Iran (reine Zeitfrage) medial vorbereitet wird, ist mir unbegreiflich. Wer sieht und hört, kann das jeden Tag selbst feststellen. Insofern verstehe ich die ganze Diskussion nicht.

    Zum Schluss: Worte sind Taten. Bewusste Anwendung von Sprache ist deswegen in allen (!) Bereichen sehr wichtig. Diejenigen, die diesen Aspekt für nicht so wichtig halten, sind meist dieselben, die sich im nächsten Moment laut darüber beschweren, wenn nämlich der eigene Zeh verbal getroffen wurde.

    (Was mir an dem Artikel nicht gefallen hat, ist die Verwendung von BILD-Links zur Argumentationsuntermauerung.)

    • Februar 5, 2012 um 9:32 nachmittags

      (Was mir an dem Artikel nicht gefallen hat, ist die Verwendung von BILD-Links zur Argumentationsuntermauerung.)

      Das war pure Absicht, uhupardo ;-)

      Danke für Deinen Kommentar.

    • Kevin
      Februar 6, 2012 um 11:34 vormittags

      Meine Synthese fällt etwas anders aus, aber Danke dass Sie meine Meinung respektieren.

      Ich halte es ebenfalls für sehr wichtig, dass man bei der Verwendung von Sprache achtsam vorgeht. Ich schrieb aber auch über den Eifer des Gefechts, in dem manchmal Worte gewählt werden, die vielleicht nicht ganz passen sind… von der Orthographie einmal ganz abgesehen. Und das ist auch in Ordnung so. Meine Kritik bezog sich auf die falsche Verwendung des Begriffs Genozid. Wobei ich mittlerweile weiß, dass er nicht falsch, sondern relativierend verwendet wurde. Da fehlen mir wirklich die Worte!!

      Einen schönen Tag Ihnen allen!
      Frau oder Herr

      • Februar 6, 2012 um 1:43 nachmittags

        Wobei ich mittlerweile weiß, dass er nicht falsch, sondern relativierend verwendet wurde.

        Sie können es nicht lassen, mir die Worte im Munde umzudrehen, um sie so zu drehen, wie Sie es gern haben möchten und wie es Ihnen in den Kram passt!

        Damit versuchen Sie, mich in eine bestimmte Ecke zu stellen.
        Das ist ganz infame Manipulation, gekoppelt mit Diffamierung und in der Zwischenzeit geht das zur Beleidigung und Rufmord über, Herr oder Dame, die sich hinter einem anonymen Pseudonym versteckt.

        Im deutschen Recht ist Verleumdung im StGB folgendermaßen definiert:

        „Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

        – § 187 StGB

        http://de.wikipedia.org/wiki/Verleumdung

  3. Februar 6, 2012 um 1:57 nachmittags

    “ein jeder hört jedoch nur, was er versteht” hat da mal ein Herr Namens Geothe geschrieben.
    Ich halte Sprache für etwas sehr Subjektives.

    • Februar 6, 2012 um 2:01 nachmittags

      Um so wichtiger ist es, neutral und ausgewogen zu berichten. Und genau das geht unseren Massenmedien gerade ab. Hier dröhnt fast nur noch eine Stimme. Gleichschaltung nannte man das mit Rückschau auf die Medien des Dritten Reichs …

      • Net Collider
        April 10, 2012 um 5:00 nachmittags

        Es gibt selbstverständlich Tendenzen in den Massenmedien, was auch daran liegen mag, dass Redakteure eben auch Menschen sind und eine allgemeine Meinung in der Bevölkerung sich auch bei Ihnen widerspiegelt – auch Ihre Meinungen. Denn Sie finden doch dank Pressefreiheit immer Artikel, die Sie hier zu Unterstützung Ihrer Thesen posten können, und dies sind u. a. die üblichen großen von ARD bis Die Zeit, die Sie hier zitieren.

        Und das nennt man also Gleichschaltung wie im Dritten Reich? Das würde ich gerne erklärt haben.

        • April 10, 2012 um 5:09 nachmittags

          Gleichschaltung ist, wenn die Medien, die zu den 5 großen Konzernen gehören, nur das Schreiben, was über Reuters (Rothschild lässt Grüßen) getickert wird. Wenn Journalisten damit rechnen müssen gefeuert zu werden (siehe Zitate von z.B. Hörster), wenn sie nicht Konformes schreiben, dann ist das auch eine Form der Gleichschaltung, nur dass es nicht per Gesetz verordnet wird sondern durch Konzernmaßgaben. Und wenn über die Machenschaften anderer große Konzerne nicht berichtet werden darf, weil sonst ein Großteil der Werbungsgelder ausfallen, dann nenne ich das auch eine Form der Gleichschaltung.

          Ein sehr gutes Beispiel war jetzt wieder die einhellige Anklage des Herrn Grass. Ich würde mal sagen, dass hier der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland genauso denken, wie Herr Grass. Und wo waren die Medien?

    • Februar 6, 2012 um 2:16 nachmittags

      Sprache ist subjektiv sowohl im Verstehen als auch im Sprechen. Vollkommen richtig.
      Goethe hat recht, und der von Ihnen zitierte Satz ist äußerst wichtig, darum wiederhole ich ihn noch einmal:

      “Ein jeder hört jedoch nur, was er versteht”

      An anderer Stelle sagte er auch: “Es kann jeder immer nur soviel herauslesen, wie er hineinlesen kann.”

      Jeder Mensch gibt mit Hilfe der Sprache seine Geisteshaltung und Persönlichkeit wider.

      Genau darum ist es wichtig, der Sprache auch mächtig zu sein.
      Der Wortschatz von rund 1.300 Wörtern, über den heute der Durchschnitts-Bürger in der Bundesrepublik dank unserer “hervorragenden” Bildung verfügt,

      http://de.wikipedia.org/wiki/Wortschatz#Grundwortschatz

      ist jedoch weder geeignet, die Sprache in all’ ihren Facetten bewusst aufzunehmen, noch die Sprache bewusst in all’ ihren Facetten zu benutzen, um seiner Persönlichkeit ausreichend Ausdruck zu verleihen – und sie überhaupt erst bilden zu können(?).

      “Der Wortschatz der deutschen Standardsprache umfasst ca. 75.000 Wörter, die Gesamtgröße des deutschen Wortschatzes wird je nach Quelle und Zählweise auf 300.000 bis 500.000 Wörter bzw. Lexeme geschätzt.”
      (dieselbe Quelle wie oben)

      Hier ist der Grund zu finden, warum die kleinen häßlichen Unterstellungen und Verdrehungen von dem “Durchschnitts-Bürger” übersehen werden. Und darum ist es so einfach, den “Durchschnitts-Bürger” immer genau in die gewollte Richtung zu “drehen”.

      Ansonsten schließe ich mich Martins Kommentar an.

      • Kevin
        Februar 6, 2012 um 2:58 nachmittags

        @ Solveigh Calderin:

        Ihre Definition von Genozid:

        Solveigh Calderin :
        Sie dürfen auch davon ausgehen, dass ich das Wort „Genozid“ sehr genau einsetze, allerdings nicht in irgend einer „Materie“ = „Stoff“, sondern immer dann, wenn so viele Menschen kaltblütig umgebracht werden (meist – aber nicht ausschließlich – durch oder im Krieg), dass davon die Rede sein kann, dass ein ganzes Volk oder große Teile eines Volkes ausgerottet werden soll bzw. wurde. Dabei handelt es sich nicht um irgend einen „Stoff“, sondern hier geht es um Menschen, und zwar um sehr, sehr viele, wobei jeder einzelne einer zuviel ist. Da sich die heute geführten Kriege vor allem gegen die Zivilbevölkerungen richten, muss ich davon ausgehen, dass heute JEDER Krieg ein eiskalt geplanter und dann vollzogener Völkermord = Genozid = ist (wobei auch das Wort Holocaust seit 1913 für „Massenmorde mit genozidalem Ausmaß“ verwendet wurde, bevor es für die Judenvernichtung während des Hitlerregimes benutzt wurde, der ja wohl auch ein Völkermord war

        Jeden Krieg als Genozid zu bezeichnen ist relativierend. Ein Krieg ist ein Krieg und meist ein Verbrechen, dass sehe ich genauso. Damit der Tatbestand eines Genozids erfüllt ist, müssen jedoch noch einige Dinge mehr erfüllt werden. Der Tatbestand des Völkermords ist im Völkerrecht recht eindeutig definiert. Ob Sie das gut finden oder nicht spielt keine Rolle. Sie können ja gern eine andere Definition vorschlagen.

        Allein die Frage, ob Israel überhaupt einen Krieg gegen die Palästienenser führt, würde ich verneinen. Sie sehen, selbst der Begriff Krieg bedarf offensichtlich einer genaueren Definition.

        Insofern ist meine Feststellung, dass sie den Begriff Genozid falsch und relativierend verwenden weder infarm, manipulierend, beleidigend oder sonst irgendwie gegen Ihre persönliche Einschätzung der Lage in Palästina gerichtet.

        Und danke, dass Sie mich über den Inhalt von § 187 StGB belehren. Er fängt übrigens mit den Worten “Wer wider besseres Wissen…” an.

  4. Februar 6, 2012 um 4:19 nachmittags

    Wenn, wie ich oben ausführte, mindestens 95 % der Opfer der heutigen “Kriege” zivile Opfer sind und da ich nicht davon ausgehe, dass diese Kriege “vom Himmel fallen”, sondern sorgfältig geplant sind, IST jeder Krieg heute Völkermord:

    http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnische_S%C3%A4uberung#Abgrenzung_zum_V.C3.B6lkermord

    Wie das zum Beispiel im Irak aussieht, dürfen Sie sich hier zu Gemüte ziehen:

    Allein die Frage, ob Israel überhaupt einen Krieg gegen die Palästienenser führt, würde ich verneinen.

    Hier gebe ich Ihnen nun recht, denn es ist kein Krieg. Zum Krieg gehören nämlich mindestens zwei sich bekiregende Armeen (wobei siehe oben). Das ist gegenüber Palästina schon lange nicht mehr gegeben. Es geht nur noch um das gezielte Töten der Bevölkerung und das gezielte Zerstören ihrer Lebensgrundlage, was zu weiterem Tod der Bevölkerung führt:

    http://www.israelnetz.com/themen/aussenpolitik/artikel-aussenpolitik/datum/2011/10/12/uno-fordert-israelisches-vorgehen-gegen-siedlergewalt/

    http://zmag.de/artikel/israel-begeht-in-gaza-einen-voelkermord

    Wie das en praxi aussieht, davon dürfen Sie sich hier einen Eindruck einverschaffen:

    http://vimeo.com/34674830

    Wobei Israel darauf bedacht ist, Frieden und Ruhe zu verhindern:

    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/diplo.html

    Und zum Schluss:

    britisches Mandatsgebiet Plästina 1922.

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Palaestina1920.png&filetimestamp=20110130021954

    Und so sieht das heute aus:

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Zones_A_and_B_in_the_occupied_palestinian_territories.svg&filetimestamp=20111118125703

    Ich hoffe, Sie erinnern sich noch an den Artikel über die Geschichte die zur Besetzung Palästinas durch Israel führte:

    http://www.bpb.de/themen/U1VFVM,0,0,Die_Gr%FCndung_des_Staates_Israel.html

    Das alles hat selbstverständlich weder etwas mit ethnischer Säuberung noch mit Völkermord zu tun.

    Alle Ihre Kommentare und Auslassungen implizieren, dass Sie hier wider besseren Wissens agieren.
    Sie provozieren bewusst, sie unterstellen bewusst, Sie verdrehen bewusst.

    Oder sind Sie einfach nur ein Troll?

    Dann war das hier mein letzter Kommentar Ihnen gegenüber, denn “I don’t feed the troll”.
    Suchen Sie sich einen anderen Blog, um Aufmerksamkeit zu erheischen und ich danke Ihnen herzlich, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, darüber aufzuklären, was in Palästina und insgesamt in unserer Welt gerade geschieht.

  5. Kevin
    Februar 6, 2012 um 4:47 nachmittags

    Die meisten Beleidigungen und Ungerechtigkeiten, die uns widerfahren, sind eine Folge unserer eigenen Denkweise.

    Den Umstand, dass jemand Ihre Meinung und Einschätzung nicht teilt, können Sie nur verwinden indem Sie eine Provokation unterstellen?

    Kommen Sie wieder runter und machen sich einen schönen Abend!
    Ihr Frau oder Herr

  6. Februar 6, 2012 um 4:55 nachmittags

    Hier ein schönes Beispiel, wie das Volk seitens der Regierung mit Lügen für den Kosovo-Krieg weichgemacht wurde:
    http://brd-schwindel.org/bundesrepublikanische-kriegsluegen/
    “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.” Schön, wenn es so wäre …

    • Februar 6, 2012 um 6:57 nachmittags

      … und Deutschland durfte endlich wieder in den Krieg ziehen… :-(

      Die Kriegspropaganda läuft immer wieder nach diesem selben Muster ab. Es gibt wohl nicht allzu viele Möglichkeiten, Menschen von der “Notwendigkeit” von Kriegen zu “überzeugen”.

      Um das zu erkennen, müssen wir nur vergleichen statt vergessen.

      In Jugoslawien wurden übrigens zum zweiten Mal (nach dem Golfkrieg von 1991) uranummantelte Geschosse benutzt, die, um das zu verschleiern, “panzerbrechend” genannt werden… http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Topa1de
      Auswirkungen siehe oben.

  7. Februar 6, 2012 um 7:20 nachmittags

    Das ist nicht mein Thema, gleichwohl schwebt ein wunderbares Meta-Thema darüber.

    Wie sieht die Realität der 99% aus?
    Zielbewusst dem System ans Fell und neue Strukturen schaffen?

    Was sind Ideale wert, wenn ein “Lüftchen” in der Lage ist, sie den Bauch runter gehen zu lassen?
    Das ist die Frage, die ich mir stelle, wenn einer meiner asozial-brachialen Nachbarn mir versucht auf die Füsse zu treten. Wo endet mein Recht auf Selbsbehauptung, und wo fängt meine Pflicht dazu an?
    Wenn ich reagiere, bin ich heute – war ein langer Entwicklungsprozeß – in der Lage mich zu fragen: Auf welchen “Knopf” wurde hier gedrückt? Warum bin ich bei dem Thema sensibel? Reste unbewältigter Vergangenheit, was ist geschehen?
    Damit ist der Konflikt nur noch in meiner Verantwortung, im Außen entschärft. Und ich erinnere mich gerne an die Beschimpfungen, die ich zu konfrontieren hatte, und denen ich begegnete mit den Worten: “Bleibe bei dir selber”.

    Nun, wenn eine Gemeinschaft so stark ist, wie ihr schwächstes Glied, gebietet es doch die Vernunft, gerade an diesem Glied nicht herum zu sägen oder darauf einzuhämmern. Haben wir nicht alle unsere Stärken und Schwächen? Und können wir Schwächen nicht nur – im Respekt vor unseren bestmöglichen Leistungen – zu Stärken machen, wenn wir uns gegenseitig bestärken?

    Das ist mir eine der wichtigsten Reglen in einem Miteinander, FÜReinander zu wirken. Und so verstehe ich die hier demonstrierte Auseinandersetzung als die Chance, mit Besinnung und Wohlwollen wieder aufeinander zuzugehen. Die Bereitschaft dazu ist nur eine Frage des Charakters, insofern sehe ich da überhaupt keine Probleme.

    Wolfgang

  8. Februar 6, 2012 um 7:53 nachmittags

    Meta-Thema? “Fair und positiv diskutieren bringt mehr” sind mehr als sechs Wörter?.

    • Februar 6, 2012 um 8:59 nachmittags

      Womit wir wieder bei der Kraft der Worte sind :-)
      Wer in einer Diksussion Worte der Abwertung seines Mitdiskutanten einstreut, muss sich nicht über gestörte Kommunikation wundern, wie wir hier gut mitverfolgen durften …

    • Februar 11, 2012 um 3:00 vormittags

      Richten wir unsere Blicke nicht auf das Negative, Unfaire, Ungerechte in dieser Welt?
      Wo finden wir Lösungen?
      Im Kindergarten für Roboter?
      In jedem emotional geprägten Konflikt steckt ein über dem Thema stehendes Erkenntnispotenzial; wenn auch nicht jedem zugänglich. Wohlwollen ist keinesfalls mit intellektuellen Fähigkeiten zu generieren.

      Und zu Ihrem letzten Kommentar:
      Auch dem der irrt, gebührt Respekt für seinen Mut und seine Offenheit. Die Flagge, auf der nur Häme geschrieben steht, mag für Gesinnungsärmlinge wehen.

      Auf – vermeintlich – Unterlegenen zu treten, ist eine ganz spezielle Charaktereigenschaft.

      Mein Aufmerksamkeit ist Ihnen ganz sicher.

      Wolfgang

      • Februar 11, 2012 um 3:29 vormittags

        Wolfgang, ich verzichte jetzt darauf, Ihren Anspruch, Ihre Wortwahl und Ihre Methoden in Beziehung zu setzen und die Summe zu ziehen. Mein Mitleid ist Ihnen ganz sicher.

  9. Kevin
    Februar 7, 2012 um 11:39 vormittags

    Martin Bartonitz :
    Womit wir wieder bei der Kraft der Worte sind
    Wer in einer Diksussion Worte der Abwertung seines Mitdiskutanten einstreut, muss sich nicht über gestörte Kommunikation wundern, wie wir hier gut mitverfolgen durften …

    Genau! Jedem, der sich dem Idyll eines kollektiven Denkvakuums verweigert, sollte man entschieden mit § 187 StGB entgegen treten. Es kann ja nun wirklich nicht angehen, dass jemand eine andere Meinung vertitt oder sich gar dazu berufen fühlt Aussagen so zu korrigieren, dass sie mit der realen Welt übereinstimmen.

    Keine Sorge, der Thread gehört wieder Ihnen.

  10. Februar 8, 2012 um 5:14 vormittags

    Weia, Kevin, bevor ich jemals freiwillig so eine hilflose intellektuelle Bankrotterklärung tippe wie Ihre da oben, möge man mir bitte rechtzeitig vorher das Keyboard wegnehmen.

  11. Februar 11, 2012 um 1:52 vormittags

    Mal ein aufschlussreicher Text zur Rolle der Massenmedien in Bezug auf die Wahrnehmung der Realität aus Sicht der Sytemtheorie:

    Daraus ein paar Zitate:

    „ Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien. Das gilt nicht nur für unsere Kenntnis der Gesellschaft und der Geschichte, sondern auch für unsere Kenntnis der Natur.“ (Luhmann 1996, 9)

    Die Frage lautet also nicht, was ist Realität, sondern wie wird Realität vom System konstruiert. Die Frage lautet nicht, wie oder ob die Massenmedien die Realität verzerren, weil es „die“ Realität nicht gibt.

    „Die Massenmedien garantieren allen Funktionssystemen eine gesellschaftsweite akzeptierte, auch den Individuen bekannte Gegenwart, von der sie ausgehen können, wenn es um die Selektion einer systemspezifischen Vergangenheit und um die Festlegung von für das System wichtigen Zukunftserwartungen geht.“ (Luhmann 1996, 176)

    Die Massenmedien produzieren nicht Konsens. Im Gegenteil, mit ihrer Darstellung erzeugen sie Konflikte, Widersprüche, usw. Doch gerade der Konflikt garantiert Anschlußfähigkeit, das Fortleben des Systems:

    Die Massenmedien präsentieren eine mögliche Realität. Die meisten Menschen denken jedoch nicht darüber nach, dass die Realität auch anders sein könnte, als sie dargestellt wird. Dies resultiert in der Unfähigkeit, mögliche Alternativen zu erkennen.

    Massenmedien steigern die Irritierbarkeit der Gesellschaft. Die Massenmedien erzeugen ein höheres Maß an Ungewissheit, dass auch von ihnen wieder bedient werden muss. Das bedeutet auch, dass sie ihr eigener Zweck sind, …

    Gruß Guido

    • Februar 11, 2012 um 11:11 vormittags

      Vielen Dank für diese Aufklärung samt Link, Guido.

      Das passt in meine Erfahrung, dass jegliche Propaganda durch die Massenmedien (egal durch wen initiiert) immer nur EINE Möglichkeit – nämlich die der jeweils Herrschenden – darstellt.

      Darum hat mein Geschichtslehrer uns in der fünften Klasse als erstes gesagt: “Es gibt keine absolute Wahrheit” und in der achten, als wir mehr verstanden, gab er uns den Tip, möglichst viele verschieden Informationen zu Rate zu ziehen, um wenigstens die CHANCE zu haben, ein einigermaßen verlässliches Bild zu bekommen, denn die “Wirklichkeit liegt meist irgendwo dazwischen” (zwischen den beiden Extremen westlicher und östlicher Berichterstattung).

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