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Was, wenn im Spiel der Kräfte zwischen Gut und Böse Psychopathen die Gegenspieler wären?

Da unverkennbar viele Menschen begonnen habe, aufgrund der vielen zu erkenndenn Krisen (Unordnung) Fragen zu stellen, hatte ich vor einiger Zeit diese Frage gestellt: Wie viele Menschen braucht es, um eine neue Idee, einen Wandel herbeizuführen?

Eine der Antworten war, dass etwa 90% der Menschen anderen Menschen folgen. Es bleiben also 10% für die Macher. Davon seien 5% jeweils für das Wohl aller Menschen unterwegs und die anderen 5% für ihr eigenes. Wenn wir aber nun wissen, dass 4-6% aller Menschen genetisch bedingt Psychopathen sind, dann kann einem sofort schwummerig werden. Denn, was zeichnet einen Psychopathen aus ( aus Wikipedia: Psyhopathie):

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslose Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.

Da diese Menschen anfangs kaum auffällig sind, dabei aber auch charmant sein könen, steht ihnen der Weg frei, in unseren Hierarchien nach oben zu kommen. Und mit ihrem manipulativen Wesen fällt es den Menschen, die sie auf dem Weg zur Macht treffen, nicht auf, welch böser Geist dort unterwegs ist.

Und auch im Krieg sind es nur etwa 10-15% der Soldaten, die an der Front ohne Problem ihren Dienst des Tötens verrichten. Hinzu kommen noch ein paar Hirngewaschene, die vorübergehend auch mitmachen können. Der Rest tut so als ob oder bietet seine Kräfte anderweitig an (siehe Psychopathen plündern alles).

Welche Chancen hätten wir also in einer Welt, in der gleich viele Psychopathen gegenüber den Guten unterwegs sind und die Psychopathen aber nicht gut erkannt werden können? In meinen Augen geht wieder nur eins: Auflösen der Hierarchien und kleine autarke Gemeinschaften mit maximaler Selbstverantwortung bilden. Oder?

Hier können wir uns ein gutes Bild machen, wie ein Psychopath tickt:

.

Nachtrag vom 10.04.2012: Ich habe gerade in einem Forum, in dem kurz auf diesen Artikel eingegangen wurde, gelesen, dass noch ein Hinweis fehlen würde, wie wir uns davor schützen können, dass wir von Psychopathen führen lassen. Ich denke, da gibt es nur ein wirklich gutes Mittel. Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir ohne Hierarchien, in denen von oben nach unten geführt wird, kommen. Und das geht nur, indem wir uns wieder unserer Verantwortung für alles im Leben selbst stellen und sie nicht nach oben, zum Führenden abgeben.

Beginnen könnten wir schon mal damit, dass endlich das Mehr an Demokratie, wie es uns nach Grundgesetz Artikel 20 (2) mittels Abstimmung (z.B. über Volksbegehren auch auf Bundesebene)  zusteht, erfolgt!

  1. Februar 2, 2012 um 11:24 nachmittags | #1

    Im Thema “R-Evolution beim Essen” schrieb ich einen Beitrag, der eher zu diesem Thema gehört. Darum hier noch ein mal:

    “… schrieb ich auch von Politik als Begriff, der weltweit gleich zu verstehen ist. Das Übel ist eben auf der ganzen Welt.

    Nun sieht es aber so aus, als wären die Bürger oder Völker die Ur-Ursache, weil sie ja wählen konnten.
    Konnten sie aber eben nicht, weil es keine Alternative zu Politik gab.

    Es wäre sicher eine Lösung, auf dem Wahlzettel ein Kreuzchen bei KEINE Politik machen zu können. Echte Demokratie?

    Und ich glaube nicht, das Land würde ohne Berufsverbrecher im Chaos versinken – im Gegenteil! Es gibt sehr, sehr fähige Menschen, die sich bisher nur nicht einbringen wollen (wer will schon in einer Horde Geisteskranker mitmischen) oder können (weil sie Charakter und Würde besitzen), weil es eben Politik gibt.

    Politik wurde für mich zu einem neuen Schlüsselwort.

    Wolfgang

    • Februar 2, 2012 um 11:44 nachmittags | #2

      Ja und es scheinen ja inzwischen mindestens 1/3 zu sein, die kreativ mit neuen Ideen unterwegs sind :-)
      Ob das unsere Politiker merken? Es gab heute einen unterirsischen Artikel zur Kontrolle des Internets durch einen unserer gewählten Repräsentanten, wo man sich nur noch an den Kopf fassen kann:
      Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!
      Und dann gibt es aus der Fraktion der Blogger so helle Köpfe wie den Jacob Jung, der das so genial zurück kontert, dass das Lesen allein schon Spaß macht:
      Ansgar Heveling: Das Ende der digitalen Gesellschaft

      • Februar 3, 2012 um 12:31 vormittags | #3

        Du schreibst:
        Unsere gewählten Repräsentanten.

        Wenn das stimmte, ist ja alles gut.
        Sie repräsentieren also, wenn ich das richtig verstehe, ein Volk, dass sich
        - vergiften lassen,
        - versklaven lassen,
        - belügen lassen,
        - ausplündern lassen

        WILL.

        Stand das, was wir wollten und wählten und bekamen, in irgendeinem Wahlprogramm?

        Was der ?DUler von sich gab, habe ich schon gelesen.
        ?hronischer DUmmschwätzer.

        Wolfgang
        merkt – SO geht’s irgendwie nicht.

  2. Februar 3, 2012 um 9:43 vormittags | #4

    Mir ist gerade wieder einer meiner Artikel auf dem SAPERIONblog in die Finger gekommen, der sicher einer meiner Trigger zum Wachwerden war. Ich hatte den Artikel noch ergänzt um den Folgenden Kommentar:

    Warum soll ein Unternehmer ethisch handeln, wenn er dadurch ein Geschäft verliert?

    Theologe Hans Küng: “Weil er langfristig denken sollte! Auf lange Sicht wird unethisches Verhalten immer negative Folgen haben. Erstens kommt unmoralisches Wirtschaften unter Umständen in Konflikt mit den Gesetzen. Irgendwann wird man halt erwischt – die Korruption bei Siemens war dafür das beste Beispiel. Zweitens benötigt ein Geschäftsmann Vertrauen und Verlässlichkeit, um effizient wirtschaften zu können. Kurzfristig kann er versuchen, seinen Partner über den Tisch zu ziehen, auf Dauer wird ihm das schaden. Und drittens benötigt ein Unternehmen Glaubwürdigkeit. Keine Firma kann in ihrer Gemeinde, ihrem Land und bei ihren Beschäftigten und Kunden erfolgreich sein, wenn sie wiederholt gegen die Gebote des Anstands verstößt. Gegen die öffentliche Meinung kann sich ein Unternehmen auf Dauer nicht durchsetzen.”

    Gefunden in einem Interview der Zeit zum Thema Wirtschaftsethos
    »Erfolg rechtfertigt gar nichts«, über Lug und Trug in Management und Politik, den Geist der Fairness und Küngs Forderung nach einem globalen Ethos

    Wie weit sind Psychopathen in der Lage, ein unethisches Handeln als schlecht zu empfinden, wenn sie weder Empathie noch Gewissen besitzen? Vorgestern erzählte mir Jemand, dass in den Universitäten nach den Kriterien “extrovertiert” und “risikobereit” mächtig sortiert wird. Psychopathen sollten definitiv risikobereiter sein, den Regeln auch unethisch zu verstoßen.

    • Februar 3, 2012 um 12:22 nachmittags | #5

      So recht der Mann haben mag, mit seinen Apellen kommt er nicht weit, einfach, weil diese kapitalistische Gesellschaft weder Moral noch Ethik kennt oder gar gebrauchen kann. Und dann hat er wieder recht, genau DARUM wird sie gecrasht! Das ist kein Naturereignis, sondern eiskalt und genau berechnetes Kalkül, um die Menschen und “Staaten” zu enteignen und die Macht und das Eigentum in immer weniger Händen zu konzentrieren. Um das durchzusetzen, sind Krisen hervorragend geeignet! Hinterher wird aufgebaut, was neue ungeahnte Profite ermöglicht – und das ganze wird mit Krieg gewürzt, um die “Lagerbestände” abzubauen…

      “Die Wirtschaft” kümmert sich herzlich wenig um irgendwelche “Apelle” an ihre Moral und Ethik, die sie gar nicht hat und woran sie sich auch nicht halten kann, denn sie ist keine Person, sondern der Oberbegriff für wirtschaftliches Handeln…. Mensch, achte auf die Sprache und was Dir damit so alles untergejubelt wird!!!

      Was an scheibarer Moral und Ethik vorhanden war (scheinbar, weil die Unmoral und Abwesenheit von Ethik in Vietnam und Afrika überdeutlich zum Ausdruck kam) wurde 1990 endgültig und weltweit über Bord geworfen, um noch höhere Gewinne zu erzielen, die Menschen und die Umwelt noch gewissenloser ausbeuten zu können ohne den Ballast der “Moral und Ethik”!

      Schon der olle Marx hat in seinem “Kommunistischen Manifest” 1847/1848 geschrieben:

      “Die Borugeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriachalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die bundscheckigen Feudalbande, die den Menschan an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelasen als das nackte Interesse, als die gefühllose “Bare Zahlung”. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, derr spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die EINE gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit rligiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung, die offene, unverschämte, direkt, dürre Ausbeutung gesetzt.
      Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihre Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
      Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgefürht.
      Die Bourgoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die Reatkion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten Barenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen, was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge…
      [...] Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.
      Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkulgel. Überall muss sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen…”

      und weiter:

      “… In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie, aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hugernot, ein allgemeiner Vernichtungskreig scheinen ihr alle Lebensmittel abteschnitten zu haben,; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilistion, zuviel Lebnsmittel, zuviel Industrire, zuviel Handel besitzt. Die Produktivikräfte, die ihr zu Verügung sthn, dienen nicht mehr zu Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse,; im Geggenteil, sie sind zu gewaltig für diee Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis üerwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Exitsenz des bürgerlichen Eigentums. Die büerglichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; andereseits durch die ERoberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung lalter Märkte. Wodurch als? Dadurch, sass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.
      Die Waffen, womit die Bourgeoisie den Feudalismus zu Boden geschlagen hat, richten sich jetzt gegen die Bourgeoisie selbst.
      Aber die Bourgeoisie hat nicht nur dei Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch dei Männer gezeugt, die diese Waffen führen werden – die modernen Arbeit, die Proletarier…”

      In diesen paar Absätzen wird vollkommen klar, warum Marx so sehr verpönt und diffamiert wird. Er ist glasklar in seiner Analyse.

  3. Februar 3, 2012 um 1:37 nachmittags | #8

    Martin Bartonitz :

    Stimmt, genau das sehen wir nun seid Jahren ablaufen in immer schnelleren Zyklen. Wie ein Krebsgeschwür, wie ich auch schon einmal schrieb:
    Wir müssen den Krebs Wachstumswahn und Konkurrenz wieder heilen

    Hab’ da meinen Senf dazu gegeben. Die Metapher des Krebsgeschwüres passt genau. Und das ist m.E. nur zu heilen, indem der Sumpf, aus dem sich das entwickelt, vollkommen und grundsätzlich trocken gelegt wird. Dann trocknet auch der Krebs aus.

  4. Februar 3, 2012 um 3:56 nachmittags | #11

    Ethik, das lernte ich mal, ist die “Kunst des Überlebens”.
    Das klingt sehr einfach. Wer mit der Definition nicht einverstanden ist, kann die Kunst des Überlebens auch mit einem anderen Begriff umfassen.

    Sehen wir die verschiedenen Wesensarten des Menschen, wird hier aber deutlich, wie verschieden die Strategien des Überlebens sein MÜSSEN.
    Der Geistmensch lebet von seinen Ideen,
    der Gefühlsmensch von seiner Sozialität.

    Geistmenschen sind alleine nicht existenzfähig. Sie brauchen das Leben (die Lebensenergie, die Lebensleistung) anderer, und zwar NOTWENDIG. Entsprechend ist ihre Ethik eine ganz andere, als die der Gefühlsmenschen.

    Im Grunde sind Gefühlsmenschen in DIESER Gesellschaftsform und in diesem Bewusstsein nur schwer überlebensfähig, weil die Geistmenschen die Energie aus den Gemeinschaften saugen. Und ihre Machenschaften sind SEHR hinterhältig. Wer die Beschreibung der Psychopathen las weiß das, und wer Umgang mit diesem Typus hatte (und wer hatte den nicht!!), weiß aus – bitterer – Erfahrung, wovon ich spreche.

    Wir sind an einem interessanten Punkt der Diskussion angelangt.

    Vielen Dank.

    Wolfgang

    PS.
    Laßt mich kurz sagen, worin der große, ÜBERWÄLTIGENDE !!! Erfolg der Geistmenschen besteht:
    Ihnen gelingt es immer und immer wieder, die Sozialgemeinschaften zu stören und zu zerstören. Es ärgert mich seit vielen Jahren, dass die “kleinen” Leute nicht zusammenhalten. Heute weiß ich, warum das nicht geht: SIE sind überall.

    • Februar 3, 2012 um 4:15 nachmittags | #12

      Es ist also unbedingt erforderlich, endlich die Synthese von Kopf und Herz herzustellen!

      • Februar 3, 2012 um 5:04 nachmittags | #13

        Wenn “Kopf” Geist bedeutet, ja.
        Daran arbeitet die Schöpfung, seit es Menschen gibt.
        Das Produkt der Synthes besteht aus Bewusstsein.

        Wenn ich das kurz unterscheiden darf:
        Liebe/Gefühl braucht die Kontrollinstanz “Vernunft”.
        Geist/Kopf braucht die BEREICHERUNG durch Emotionen.
        (wobei im Kopf nur Informationen verarbeitet werden – die bewusst machen, die Intelligenz schaffen, unterscheiden zu können)

        Und ich möchte gleich eins drauf legen.
        Existenz, wie wir sie kennen, entsteht NUR durch eine Form von Erregung.
        Wesen, deren EIGENSCHAFT das Fühlen ist, SIND immer existent.
        Wesen, deren Eigenschaft Geist, das Produzieren von Ideen ist, müssen sich immer wieder existent machen.

        Leben ist die Energie – verbunden mit Ideen -, die alle Wesen existent macht.

        Im Kern geht es dem Leben um drei Absichten.

        Gefühlwesen nicht angreifbar zu machen;
        Geistwesen, ohne das sie Energie raiuben müssen existent zu machen;
        ein System des Miteinanddres zu entwickeln, in der beide Wesensarten kooperieren UND konkurrieren können.

        Besser kann ich meine Einschätzung im Moment nicht ausdrücken.

        Klar ist, was Du sagst, Solveigh:
        Eine Existenz im Miteinander geht nicht ohne “Herz” und nicht ohne “Kopf”. Vielleicht ist das Yin Yang-Zeichen eine gute Beschreibung der Ausgegleichenheit zweier völlig verschiedener Kräfte. Gut wäre in meinem Sinne, das Zeichen nicht in Schwarz-Weiß darzustellen, sondern vielleicht in Rot und Blau – rot für die warme Liebe und blau für den kalten Geist. Es würde die Gegensätze freundlicher gestalten und betonen, dass es nichts Dunkles gibt.

        Es sollte ja klar sein, das eine Gemeinschaft ohne Geist, ohne Ideen und ohne Gestaltungskraft eine Gemeinschaft wäre, in der Stillstand herrschte, ja genau genommen sich gar nichts bewegen könnte. Bewegung entsteht erst durch eine Idee, ein Weg erst durch das Postulieren (Idee) eines Ziels.

        Ich hoffe, das war nicht wieder zu kauderwelschig.

        Wolfgang

        • Februar 3, 2012 um 10:39 nachmittags | #14

          Das Bild mit rot und blau ist passend! Und ja, beides braucht es dringend. Und wie Solveigh (ich meine von ihr war der Hinweis?) schon mal ansprach, wurden im Mittelalter bei der Hexenverbrennung leider die stark intuitiven Menschen ausradiert worden. Seitdem war das Entscheiden per Gefühl (Liebe) verpönt und die Logik (Geist) hatte Vorfahrt. Alexander Tornow hatte hierzu letztens einen schönen Text verfasst, den ich hier aufgenommen hatte:
          Unsere Welt ist komplex und nicht berechenbar – daher wurden wir mit Intuition ausgestattet

  5. Februar 3, 2012 um 5:58 nachmittags | #15

    Das Thema wurde sehr schnell sehr “füllig” und sehr konkret.

    Beim rückblickenden Lesen einiger Beiträge fiel mir die Aussage, das System hätte sich langsam eingeschlichen, auf.
    Das ist falsch.
    Das System gab es seit Angebinn der Zeiten.
    Es wurde nur immer deutlicher erkennbar – siehe die Entwicklung dieses Themas. Mit zunehmendem Bewusstsein stellt sich Klarheit ein. Und es gibt Phasen, in denen die alten Vorstellungen weichen und neue kommen – was ein diffuses Erleben auslöst. Bewusstsein entwickkelt sich zwar graduell, im Erleben aber zyklisch mit Höhen und Tiefen.

    Solveigh schrieb:
    “Da entsteht wieder die Frage nach der „Schuld“? Ist der Spieler, der zum Mörder wird, Schuld (Wirkung) oder der Erschaffer dieser Spiele, der damit (auch und gerade durch das Suchtpotential und das Wissen um die psychische Wirkung) seinen Profit generiert (Ursache)?”

    Das ist eine sehr wichtige Betrachtung mit der richtigen Frage – und sie ging unter, bis eben.

    Wie kann es Schuld geben? In einem System, in dem ALLE Menschen de facto Teilnehmer sind und de jure eine Wirkung und abhängig von den Faktoren, von denen sie keinen einzigen selber wählen konnten?
    Schiuld ist absurd.

    Mörder spiegeln uns mit einem Tatbestand ein Phänomen.
    Ebenso Richter-Urteil und Strafe-Gefängnisse.

    Auch der Begriff “Profit” spiegelt uns ein Phänomen. Es geht um eine Bereicherung zu Lassten anderer.

    ALLE Phänomene weisen auf die Verschiedenartigkeit der Wesen hin.

    Gehen wir zurück zum Anfang der Schöpfung, zur Stunde Null.
    Was geschieht, wenn ein Schöpferwesen, dessen Eigenschaften Geist und Liebe sind, beschließt, “Kinder” in die Existenz zu bringen? Es entstehen verschiedene Wesen, Geistwesen und Liebewesen – das halte ich persönlich für sehr logisch. Nun hat dieses Wesen aber kein Bewusstsein darüber – woher auch – wie sich Liebe und Geist im GEGENÜBER, im Miteinander verhalten. Das kann er erst in der Realität beobachten.
    Das tut er, und was sieht er? Das Chaos, ein Kampf um Sein und Nichtsein. Was macht er? Er schafft eine Welt, in der die Protagonisten nach dem Fehler im System suchen.
    Und was tun wir? Genau!

    Bei diesem Prozeß die Schuldfrage zu stellen, ist schlicht unsinnig. Wollen wir einem Schöpferwesen Schuld daran geben, dass er nicht wusste, was er mit der Erschaffung verschiedenartiger Wesen auslöste?

    Ich erinnere mich gerade wieder mal an die beiden Zwillinge, die sich unter dem Staunen von uns Schulkindern gegenseitig halb tot schlugen. Kann man die Mutter an den Pranger stellen? Sie hatte das Pech, dass in ihre beiden Söhne zwei sehr verschiedene Wesen schlüpften. Der eine wurde später mein Handballtrainer – klar, was das für ein Wesen war.

    Im Grunde brauchen wir weder eine Werte- noch eine Verantwortungs-Ordnung. Aber wir haben eine, und wir brauchen sie als Hilfsmittel, um auf den Kern des Problems zu kommen.
    Solveigh beschrieb es, und die Lösung scheint einfach und wird bereits – besonders von Frauen – praktiziert: Andersartigkeit darf man nicht bestrafen – sonst ist der Teufel los, wenn ich das anfügen darf.

    Wolfgang

    • Februar 3, 2012 um 6:47 nachmittags | #16

      sonst ist der Teufel los
      im wahrsten Sinne des Wortes.

      Um das, was Du beschreibst, praktizieren zu können, was dann tatsächlich eine wahrlich menschliche Gesellschaft wäre, bedarf es jedoch der materiellen, geistigen und emotionalen Grundlagen dazu. Körper, Geist und Seele werden endlich eine Einheit.

      Und wie ich immer öfter bemerke: Im Moment scheint alles auf dem Kopf zu stehen, bzw. auf den Kopf gestellt zu werden. DAS kann nicht richtig sein.

      • Februar 3, 2012 um 7:06 nachmittags | #17

        Ja, es wird das Unterste nach Oben gekehrt – nach meiner Auffassung ein notwendiger Prozeß, um letzte Klarheit über das Wesen der Verschiedenheit zu bekommen. Denke mal, was allein hier in den vier Monaten geklärt wurde. Waren das nicht Blicke in die tiefsten menschlichen Abgründe?

        Ich konnte das bei meiner persönlichen Entwicklung ganz gut beobachten. Vor Jahren sagte ich mal, ich hätte keine Angst mehr. Dann kam das Leben und zeigte mir, dass ich sehr wohl noch Ängste hatte. Dann musste ich auch mein Informationssystem praktisch auf den Kopf stellen und den letzten “Dreck” aus den Ecken schütteln.

        Meine Vorstellungen von der Zukunft, Solveigh, sind – leider – recht nebulös geworden durch die Aussage, mit dem neuen Bewusstsein entstünden Optionen, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Schauen wir mal, ob unsere Ideen eines Miteinanders sich umsetzen lassen. Vielleicht wurde längst darüber entschieden.

        Wolfgang
        10 Kilometer bei 10 Grad minus, ich setze mal um, Susanne mit dem Rad Brot zu bringen.

        • Februar 3, 2012 um 10:55 nachmittags | #18

          Ist das Brot erfroren?
          Ja, die letzten vier Monate waren sehr geistreich :-)

    • Februar 3, 2012 um 10:45 nachmittags | #19

      Das scheint mir sehr schlüssig, besonders das mit der Tatsache, dass es wir keine Schuld haben können.
      Übrigens respektierten die nordamerikanischen Indianer die Andersartigkeit. Ihre Weisheit kommt mir inzwischen fast von einem anderen Stern vor …

  6. Februar 3, 2012 um 6:34 nachmittags | #20

    federleichtes :

    Wenn „Kopf“ Geist bedeutet, ja.
    Daran arbeitet die Schöpfung, seit es Menschen gibt.
    Das Produkt der Synthes besteht aus Bewusstsein.

    Wenn ich das kurz unterscheiden darf:
    Liebe/Gefühl braucht die Kontrollinstanz „Vernunft“.
    Geist/Kopf braucht die BEREICHERUNG durch Emotionen.
    (wobei im Kopf nur Informationen verarbeitet werden – die bewusst machen, die Intelligenz schaffen, unterscheiden zu können)

    Und ich möchte gleich eins drauf legen.
    Existenz, wie wir sie kennen, entsteht NUR durch eine Form von Erregung.
    Wesen, deren EIGENSCHAFT das Fühlen ist, SIND immer existent.
    Wesen, deren Eigenschaft Geist, das Produzieren von Ideen ist, müssen sich immer wieder existent machen.

    Leben ist die Energie – verbunden mit Ideen -, die alle Wesen existent macht.

    Im Kern geht es dem Leben um drei Absichten.

    Gefühlwesen nicht angreifbar zu machen;
    Geistwesen, ohne das sie Energie raiuben müssen existent zu machen;
    ein System des Miteinanddres zu entwickeln, in der beide Wesensarten kooperieren UND konkurrieren können.

    Besser kann ich meine Einschätzung im Moment nicht ausdrücken.

    Klar ist, was Du sagst, Solveigh:
    Eine Existenz im Miteinander geht nicht ohne „Herz“ und nicht ohne „Kopf“. Vielleicht ist das Yin Yang-Zeichen eine gute Beschreibung der Ausgegleichenheit zweier völlig verschiedener Kräfte. Gut wäre in meinem Sinne, das Zeichen nicht in Schwarz-Weiß darzustellen, sondern vielleicht in Rot und Blau – rot für die warme Liebe und blau für den kalten Geist. Es würde die Gegensätze freundlicher gestalten und betonen, dass es nichts Dunkles gibt.

    Es sollte ja klar sein, das eine Gemeinschaft ohne Geist, ohne Ideen und ohne Gestaltungskraft eine Gemeinschaft wäre, in der Stillstand herrschte, ja genau genommen sich gar nichts bewegen könnte. Bewegung entsteht erst durch eine Idee, ein Weg erst durch das Postulieren (Idee) eines Ziels.

    Ich hoffe, das war nicht wieder zu kauderwelschig.

    Wolfgang

    Ich sehe das durchaus ähnlich wie Du, Wolfgang.
    Wobei ich der Meinung bin, dass sich “Kopf” und “Herz” in EINEM (jedem) Menschen vereinen (Synthese), aber auch ZWISCHEN den Menschen, indem die beiden Kräfte ausgleichend aufeinander wirken und so Balance erzielt wird, die für ein gesundes Sein unbedingt notwendig ist. Es darf keine der Kräfte “eliminiert” oder “überbetont, überbewertet” werden, denn das führt zu Krankheit und Tod wie wir in der patriachischen Gesellschaft, die ausschließlich die aggressiven männlichen Energien befördert, am eigenen Leibe (persönlich und insgesamt) erleben “dürfen”, und zwar schon seit ungefähr 10.000, ganz deutlich jedoch seit ca. 6.000 Jahren.

    Vielleicht ist das Yin Yang-Zeichen eine gute Beschreibung der Ausgegleichenheit zweier völlig verschiedener Kräfte. Gut wäre in meinem Sinne, das Zeichen nicht in Schwarz-Weiß darzustellen, sondern vielleicht in Rot und Blau – rot für die warme Liebe und blau für den kalten Geist. Es würde die Gegensätze freundlicher gestalten und betonen, dass es nichts Dunkles gibt.

    Das Ying und Yang-Zeichen beschreiben das tatsächlich hervorragend. Allerdings darf “Schwarz” nicht als “Schlecht” und “Weiß” nicht als gut gesehen werden:

    Darin werden Yin und Yang mit den Adjektiven stark und schwach, gleich und ungleich, sowie männlich und weiblich in Verbindung gebracht. Dieses verallgemeinerte sich später zur Vorstellung, Yin und Yang wären die Begriffe für das Weibliche und Männliche und danach noch allgemeiner für Polarität an sich.

    Sich allein auf den Bedeutungsaspekt von Männlich und Weiblich zu beschränken greift zu kurz, da Yin und Yang für weitaus mehr Begriffspaare verwendet werden können. Vielmehr stehen beide Begriffe für ein Gegensatzpaar, auf das die beiden Begriffe „gebend“ und „empfangend“, „aktiv“ und „passiv“ passen. Das Verhältnis von Yin und Yang ist nicht mit dem Gegensatz von Gut und Böse zu vergleichen: „Es ist vielmehr ein relativer Gegensatz rhythmischer Art, der zwischen zwei rivalisierenden, doch zusammengehörigen Gruppen besteht, die ebenso wie Geschlechterverbände komplementär sind und die sich wie diese bei der Arbeit ablösen und wechselweise in den Vordergrund treten.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Yin_und_Yang#Einfache_Umschreibungsversuche

    Da “Schwarz” auch die Abwesenheit von Licht (und Farben) und “Weiß” die Anwesenheit von Licht (und allen Farben) ist, wird auch hierin die Bedeutung des Symbols der Polarität – und im Ying und Yang-Zeichen – der notwendige Ausgleich der Kräfte deutlich. Es wird auch deutlich, dass keines ohne das andere sein kann.

    Eine Veränderung der Farben wäre auch eine Veränderung des Sinnes des Ying und Yang Zeichens.

    Das bedetutet übrigens auch die Versöhnung der Geschlechter auf GLEICHER Ebene. Denn es sind BEIDE Energie-Formen unbedingt notwendig, um eine gesunde Entwicklung der einzelnen Menschen, der Menschheit insgesamt und unserer Erde zu ermöglichen und zu bewerkstelligen, da – wie bei Wikipedia beschrieben – sich beide Energien gegenseitig bedingen und ergänzen.

    • Februar 3, 2012 um 10:50 nachmittags | #21

      Da sieht man, wie wichtig es ist, nicht im eigenen Sud allein kochen zu müssen: so interpretiert, was das Yin Yang angeht, wird das wichtigste unserer Prinzipien, die Polarität immer klarer. Es lebe der Gegensatz!

  7. Februar 3, 2012 um 7:30 nachmittags | #22

    Hallo in die Runde, Martin hatte vor einigen Stunden auf Grund meine Artikels einen Sachverhalt beschrieben, der in die gleiche Richtung weist. Ich bin gerade dabei, aus schwarz und weiß die vielen Grautöne zu mischen, die wir der Einfachheit halber, der einen oder der anderen Seite zu ordnen. Mich beschäftigt diese Thema schon sehr lange auch bevor ich anfing hier zu schreiben. Erstes Zeichen hier in diese Richtung war “Randgruppen in der DDR….” vor genau einem Jahr.
    In den heutigen Artikel “Demokratie – warum die meisten Theorien daneben liegen”,habe ich angefangen mal den Aspekt zu beleuchten, wie wir ticken oder besser gesagt, was ich dabei bis jetzt entdeckt habe und wie es sich auf uns und unsere Umwelt auswirkt. Da stellt es sich heraus, das wir keines Falls so frei entscheiden, wie wir es gerne anderen glauben machen. In dem besagten Kommentar gehe ich da noch einmal sehr ausführlich darauf ein. Auf Grund der Länge stelle ich hin nur den link ein: http://muzungumike.wordpress.com/2012/02/03/demokratie-warum-die-meisten-theorien-daneben-liegen/#comments Wer Lust hat, kann ja da mal reinlesen.
    Damit ist das Thema aber erst nur gestriffen. Wer sagt uns, das alles was wir zu uns nehmen oder was wir machen, nicht doch Wirkung zeigt. Wir lachen über jeden Eingeborenen, der sich nicht fotografieren lassen will, weil er Angst um seine Seele hat. Vielleicht hat er am Ende mehr Recht als uns lieb sein kann? Wir glauben einer Wissenschaft, die heute fast ausschließlich für private Interessen arbeitet und von denen auch bezahlt wird. Und trotzdem halten wir ihre Erkenntnisse für fundamental und unumstößlich. Sind nicht die, die nicht akzeptieren können, das wir wenig wirklich wissen, nicht die Gefährdeteren?
    Das mit dem Psychopat sehe ich auch sehr vorsichtig, schon auf Grund weil wir den hilflosen Versuch unternehmen in einem vierdimensionalen Konstrukt einen Ei-strich zu ziehen, wo das Eine aufhört und das Andere anfängt.
    Ich denke dieser Zustand, der dort dargestellt wird ist ein extremer Schutzmechanismus im Lebenserhaltungssystem, der durch einen sehr schmerzlichen Vorgang, einem seelischen Totalschaden vergleichbar, entstanden ist. Da für sie jedes Schmerzempfinden unterdrückt ist, zahlen sie zurück, was sie selbst haben durchmachen müssen oder noch erleben. Da wir in dieser Hinsicht genau aus dem gleichen Grund eine natürlich Hemmschwelle haben, sind sie eben die Stärkeren und kommen so an Ziele, die wir nicht erreichen können. Da bin ich wieder an dem Punkt, das wir die “Mostern selbst erschaffen” haben.
    Ich habe vor geraumer Zeit einen schönen Spruch gelesen, ich kann nicht sagen von wem noch wo. “Wir sollten aufhören Probleme mit den Gedankenansätzen lösen zu wollen, durch die sie entstanden sind”
    Wolfgang ich stimme Dir im letzten Teil zu, aber eins ist gefährlich und das habe ich in dem oben angeführten Kommentar schon einmal herausgearbeitet. Wir sollten uns nicht einbilden, das wir an Bewußtheit,nicht zu verwechseln mit Denkleistung die Spitze von Fahnenmast sind. Da liegen wir in der Entwicklungsgeschichte höchstens auf einem guten Mittelplatz. Es ist keine Funktion, die da mathematisch hergeleitet werden kann. Alles was wir machen oder unterlassen, was uns umgibt, beeinflußt unseren Zustand der komplexen Wahrnehmung unserer Person in Bezug auf unser Umfeld in Raum und Zeit, um mal den oft benutzten Begriff der Bewußtheit/-sein ein wenig zu umschreiben, da es da ja wenig klare Definitionen gibt. Viele Grüße com. Mike

    • Februar 3, 2012 um 8:06 nachmittags | #23

      „Wir sollten aufhören Probleme mit den Gedankenansätzen lösen zu wollen, durch die sie entstanden sind“

      Das war der gute Einstein, der da sagte: “Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.”

      Und das ist fundamental, wenn wir darüber nachdenken, wie menschliches Zusammenleben und wirtschaften auf unserer Erde besser funktionieren kann.

    • Februar 3, 2012 um 10:58 nachmittags | #24

      „Wir sollten aufhören Probleme mit den Gedankenansätzen lösen zu wollen, durch die sie entstanden sind“ stammt von Einstein :-)

  8. Februar 3, 2012 um 9:19 nachmittags | #25

    Danke Solveigh, ich werds mir merken, Ich habe für die Guten-Bösen-Diskussion, nicht so den Draht, weil es gibt, wie schon angedeutet, immer ein Verhältnis einer Handlung zur Zeit und dem Ort an dem sie stattfindet. Ich will jetzt einen Mörder nicht bedauern, wegen seiner Tat, aber es gibt Ursachen, die meist sogar soweit im Dunkeln verborgen sind, das es schwer fällt sie zu finden. Am Ende ist es sicherlich zur Zeit noch richtig Delikte juristisch zu bearbeiten. Ist das aber wirklich gerecht? Ich hatte letzte Woche ein langes Gespräch, wo sich jemand über jemand beklagte, weil er sich ungerecht behandelt fühlt. Am Ende des Gesprächs mußte ich ihm sagen, das er die gleichen Vorstellungen benutzte, die er dem anderen vorwarf. Ich glaube eine Vielzahl von Dingen, die uns geschehen, lösen wir selbst durch unsere Gedanken aus. Es ist schon sonderbar, wenn wir etwas verändern, geht es zu Beginn immer gut oder wir lernen neue Menschen kennen. Ändere Dich, so ändert du die Welt.
    In den Sinn noch ein Videotipp:

    Blenden wir diese Situationen für uns aus, die uns krank machen, entziehen wir Ihnen unsere Aufmerksamkeit, gehen wir lieber in den Park als zur Bank. Nehmen wir uns Zeit für unsere Mitmenschen, hören wir ihnen erst einmal zu, bevor wir neue Feindbilder entwerfen. Ich glaube, das der Entwurf in uns schon enthalten ist. Wir halten ihn nur nicht für realisierbar, weil er nicht logisch ist. Viele Grüße Mike

  9. Februar 3, 2012 um 11:41 nachmittags | #26

    Hallo noch einmal, der Gutmensch in mir schimpft schon, wegen der Zeit, aber ich denke er verzeiht mir ;-)
    Ich hatte Euch ja schon mal mit einer fernöstlichen Tarotkarte “beglückt”. Ich versuche es noch einmal:
    “Harmonie: Hör auf dein Herz, geh mit deinem Herzen, auch wenn alles auf dem Spiel steht. Ein Zustand vollkommener Einfachheit, der nicht weniger kostet als alles. Einfach sein ist schwer, denn es kostet alles, was du hast, um einfach zu sein. Du mußt alles verlieren, um einfach zu sein. Deshalb sind die Menschen lieber kompliziert und haben vergessen, wie man einfach ist. Doch nur ein einfaches Herz geht mit Gott Hand in Hand. Nur ein einfaches Herz singt mit Gott in tiefer Harmonie. Um an diesen Punkt zu kommen, mußt du dein Herz finden, deinen eigenen Puls, deinen eigenen Herzschlag.” (Osho.com/Zentarot, meine Karte für heute)
    Sicherlich kann man Gott auch als höheres Prinzip o. ä. auslegen.

    Wir müssen uns dieses Negativdenken abgewöhnen. Klar wurde im Mittelalter, die Intuition gegenüber dem Wissen zurückgedrängt. Sie sind die beiden Seiten, die in uns bestehen. Da es einen stetigen Wandel gibt, hat einmal das Eine dann das Andere mehr Kraft und ich denke es hatte seine Gründe. Sicherlich ist das alles furchtbar, was da im Namen des Glaubens geschehen ist. Aber es hat den Zustand erst möglich gemacht, in dem wir uns jetzt befinden. Die Zeit der absoluten Wissensgläubigkeit geht jetzt voraussichtlich zu Ende und das Pendel beginnt wieder in die andere Richtung auszuschlagen. Eine Umkehr erfolgt nicht auf halber Strecke, sondern erst wenn eine Bewegungsrichtung auf ihren Höhepunkt angelangt ist. Wir sollten unsere Gedanken darauf konzentrieren, damit die Bewegung sich beschleunigen kann. Um das verlorene Wissen, brauchen wir uns keine Gedanken zu machen, es ist zu jeder Zeit reproduzierbar. Das aber setzt unser Handeln voraus. Viele Grüße i spakoni notsch com. Mike

    • Februar 3, 2012 um 11:53 nachmittags | #27

      Das mit der Pendelbewegung ist noch Mal so ein Hinweis auf einen natürlichen Vorgang. Ich vermute Mal, dass die verschiedenen Meme unterschiedlich lange Pendelzyklen haben. Wäre mal interessant, die resultierenden Interferrenzmuster anzuschauen. Ob es da schon Forschungen gab.
      Den größten Zyklus hat uns ja Guido mit dem Beginn beim Urknall gezeigt. Geringere Zyklen scheint mir in der Mode zu erkennen sein.
      Bin aber mal gespannt, ob es nicht doch was schneller geht mit dem nächsten Pendelausschlag, denn so lange haben wir ja wohl nicht mehr …

    • Februar 4, 2012 um 1:12 vormittags | #28

      Спокойной ночи, Майк :-)

  10. Februar 4, 2012 um 12:13 vormittags | #29

    Ja, diese Zyklen:

    Jeder Sonnenaufgang ist ein Untergang, jeder Urknall das Ziel des Voruniversums, jeder weitere Durchlauf eines Zyklus das Ende des Durchlaufs davor. Je weiter die Expansion voranschreitet, desto mehr Zyklen bedarf es, auf welche die zunehmende Unordnung verteilt wird. Frequenzen nehmen zu, die Dichte der Zyklen ebenfalls. Das Messen der Zeit begann mittels der Zyklen von Gestirnen und gipfelt aktuell in der Zuhilfenahme modernster Atomuhren. Die Genauigkeit ist enorm. Zyklen innerhalb von Zyklen. Immer mehr … bis der Zenit der Unordnung endlich erreicht ist. Dann scheinen Unordnung und Sonne am intensivsten, dann liegt die Tagestemperatur am höchsten, dann hat die Ordnung alle Hände voll zu tun. Dann kommt der entscheidende Punkt aller Lernbemühungen … der Lohn für alle Wiederholungen, immer wieder und noch einmal. Ist dieser Punkt erreicht, sinken Sonne, Temperatur und Unordnung, nach und nach kehrt Ruhe ein. Die Nacht breitet ihr schwarzes Gewand aus. Frieden kehrt ein … mit sich und der Welt.

    Je weniger Zyklen wahrnehmbar sind, desto mehr Ordnung. Je mehr Zyklen wahrgenommen werden, desto mehr Freiraum wird dem Zufall zugestanden, desto größer der Raum, den die Realität für sich beansprucht, desto mehr muss weichen, damit neue Vokabeln entstehen … und desto mehr Bilderzyklen entstehen, die allesamt nur eines zeigen … weiße Leinwände, in unterschiedlichsten Formaten.
    Wir leben in einer Welt der Zyklen. Lebenserwartungen, Herzschläge, Lebensdauer, Zeit, die Sonne, der Mond, die Abfolge der Sternbilder am Nachthimmel. Alle paar Sekunden passiert ein Mord. Jede Sekunde, alle fünf Jahre, alle 150.000 Jahre, einmal im Leben, 2 von 1000 Menschen, jeden Tag, immer wenn. Zyklen, wohin man schaut und hört. Sportereignisse von weltweiter Bedeutung gibt es alle vier Jahre. Seit wann ? Seit die zunehmende Unordnung der Expansion es bedarf.
    Am Nord- und Südpol der Erde gibt es weniger Tag- und Nachtzyklen, am Äquator dagegen sind die Tage länger und die Nächte kürzer. Und auch der Unterschied zwischen Tageshöchst- und Nachttiefsttemperatur ist maximal.
    Je mehr Unordnung ein Körper angesammelt hat, desto schneller die Vermehrungszyklen von Tumorzellen und Bakterien.
    Je gleichmäßiger der Zyklus, desto isolierter, oder unnatürlicher, oder beständiger bzw. widerstandsfähiger gegenüber der Integration in die aktive Ordnung, wird er realisiert … ihm liegt somit reaktive Unordnung zugrunde. Zyklen, denen aktive Unordnung zugrunde liegt, zeichnen sich durch ihre Variabilität aus. Die Bühne des Lebens bezeugt dieses immerzu. Das Bühnenbild kann sich hier und da schnell ändern, sich an die Justierung variabler Zyklen anpassend. Daher der enorme Einfluss der Sonnenzyklen auf das irdische Geschehen, sowie der weiteren Zyklen, die unser Sonnensystem darstellen.
    Alles, was in Bewegung ist, unterliegt Zyklen, seien es Schritte, Sprünge, Flügelschläge, Kolben, Pumpen, Ventile.
    Schrittmacher werden eingeschaltet, wenn das Herz seinen Zyklus verliert, und ausgeschaltet, wenn das Herz wieder ausreichend schlägt. Ein gesundes Herz erkennt man an der angepassten Variabilität seiner Reaktionsfolge.
    Zyklen überall.
    Man sieht regelmäßig nach Kranken, bis sie wieder genesen sind. Ängste kehren immer wieder, mancher Schmerz ebenfalls, Allergien quälen in bestimmten Abständen … allesamt wohl genährt, durch Unordnung, dem raffinierten Salz in der täglichen Suppe. Und auch das regelmäßige Gedenken der Toten, Verletzten und Vermissten, sowie Feiertage und Geburtstage, sie alle zeugen von einer reaktiven Unordnung, derer wir uns immer wieder annehmen.

    Das Universum umfasst sie alle. Alle Zyklen, ob groß, ob klein, alle eingebunden in den einzigen Zyklus, der jeweils nur EINEN Durchlauf hat … das Universum eben:

    http://www.gold-dna.de/zyklen.jpg

    Wie lange wir noch haben, fragst Du, Martin ? Wenn ich mir so die reale Bildersprache mit all ihren Zyklen und ihrer Grammatik betrachte, dann würde ich sagen, dass bis spätestens 2015 der Zenit der Unordnung überschritten sein sollte …

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  11. Februar 4, 2012 um 12:35 vormittags | #30

    Hebe ein Pendel an und laß es Schwingen und du wirst feststellen das zeit eine Pendelschlages immer kürzer wird. Aber das muß ich ja dir nicht erklären. für mich ist interessant was eigentlich wirklich geschieht, da wir es ja nur als Daumenkino aufnehmen und was ist mit der wirklichen Bewegung, findet sie ein Ende und wie kann dieses aussehen.
    Es gab für mich immer wieder verschiedene Phasen. Ich habe viele Jahre z.B. kaum die Gitarre zur Hand genommen und nach kurzer Zeit mußte ich jetzt feststellen, das mir Dinge gelingen, die vorher einfach nicht möglich waren, als ob irgendwas in mir heimlich weitergeübt hat.
    Ein weiteres Phänomen sind diese Tarotkarten. Wie ist es möglich, das meine Schwingungen von einem Zufallsgenerator erfaßt werden können, wenn nicht wirklich alles eins ist?
    Ich lege mir selbst seit über 15 Jahren das I Ging und dies ist eine aufwendige Prozedur. Es haut mich jedes Mal wieder um, was dabei herauskommt. Es sind immerhin 64 Möglichkeiten mit 384 Varianten, die völlig unterschiedlich sind, des persönlichen Zustandes und es war bis jetzt nur selten der Fall, das ich damit nichts anzufangen wußte. Ein System, das auf den gelben Kaiser zurückgeht, also vor rund 3500 Jahren entstand.
    Ich glaube, dies sind alles Erscheinungen, die wissenschaftlich nur schwer nachzuweisen sind. Sie sind unser Mysterium und wir sollten diese Gabe nutzen und nicht erforschen wollen (Vertreibung aus dem Paradies). So nun aber schnell in die Koje…

    • Februar 4, 2012 um 1:21 vormittags | #31

      Was Du mit dem I Ging beschreibst, mache ich mit einem bestimmten Buch (das geht schneller und ist deutlicher in der Antwort :-) ).

      Wann immer ich “steckenbleibe”, Rat brauche oder nicht sicher bin, schlage ich dieses Buch willkürlich irgendwo auf.

      Ich bekomme immer eine Antwort, die mir weiterhilft oder mich motiviert oder mich aufmerksam macht.

      Ja, das ist Intuition und wenn wir sie nicht in uns hören, weil wir allzu beschäftigt sind, teilt sie sich eben auf anderen Wegen mit.

      Ob Du das Gott, Universum, Höheres Selbst, oder Inneres Selbst, Intuition, Wakan Tanka oder wie auch immer nennst, ist dabei vollkommen Wurscht :-)

  12. Februar 4, 2012 um 10:55 vormittags | #32

    Hallo Solveigh,
    wie bekommst Du die russische Schrift hier rein, ich bin per plex.
    Ist schon schwierig hier den Überblick zu behalten, da ist ein Forum oder eine wiki, wenn man sie denn dann beherrscht, wirklich übersichtlicher!
    Wie gesagt ich habe mich sehr intensiv mit dem Buch das Wandlungen auseinander gesetzt, man sieht es ihm auch an. Welches Buch bevorzugst Du? Vor einigen Jahren bin ich dann auf Osho gestoßen, der mir einen tiefen Einblick in den Fragen Leben und Meditation gegeben hat.
    Es ist schon sonderbar, wenn es dir einmal etwas geschieht denkst du, purer Zufall, beim zweiten Mal schaust du dir verstohlen über die Schulter und fragst dich, beobachtet mich da jemand und dann erlebst Du, wenn Du eine neue Tür aufmachst, dir die ersten Schritte scheinbar erleichtert werden, “das günstige Prinzip”. Vor 20 Jahren hätte ich noch jedem, der so etwas schreibt direkt mit dem Zeigefinger an seine Stirn getippt. Heute sehe ich deutlich, ich kann sie nicht in allen Dingen benennen, das es da mehr gibt, wie wir in unseren Bücher lesen können. Seit gestern glaube ich auch, bin gestern auf Prof. Dr. Walter Veith gestoßen, selbst Verschwörungstheoretiker, lassen sich so erklären, weil sie einfach die Nerven verloren haben, um es vorsichtig auszudrücken. Euch allen ein schönes Winterwochenende, viele Grüße com. Mike

    • Februar 4, 2012 um 12:07 nachmittags | #33

      Ich habe mir die russische Schrift heruntergeladen, dann kann die Tastatur über 2 x Alt+Shift umgestellt werden – ja, und dann üben, üben, üben – siehst ja nicht, wo die Buchstaben liegen, musste also blind schreiben…. :-) Früher mal hatte ich eine Tastatur, auf der die Lage der kyrillischen Buchstaben angegeben war, auf die habe ich aber meinen Tee gegossen… Ja,ja, manchmal ist’s schon komisch… :-) Werden einem doch einfach die Krücken weg genommen…

      Ich benutze das Buch “The Secret” (auf Deutsch).

      Auf Osho bin ich auch vor ein paar Jahren gestoßen. Das muss wohl ein zwangsläufiger Weg, sein…

      Ich begann, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie unser Willen unser Handeln beeinflusst, von da aus kam ich auf die Frage, wie unsere Gedanken unser Handeln, unsere Umwelt beeinflusst, ja erschafft. In dieser Zeit fand ich bei einem Inder auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt ausgerechnet kurz vor Weihnachten 1999 eine Sandelholzkette, die mir sofort gefiel und die ich darum kaufte. Der Inder sagte mir, dies sei die “Blume des Lebens” und als ich ihn fragte, was das zu bedeuten habe, meinte er: “Sie haben sie sich ausgesucht, Sie werden es wissen, wenn Sie soweit sind.” Naja, hat noch ein paar Jahre gedauert bis ich zuverlässigen und ständigen Zugang zum Internet hatte und recherchieren konnte.

      Osho begegnete mir das erste Mal in einem Buchladen. Sein Buch “Leben, Lieben, Lachen” sprang mich im wahrsten Sinne des Wortes an – ich wollte mir ein anderes aus dem Regal nehmen, und es fiel heraus. Nach einem kurzen Blick hinein, kaufte ich es – und seitdem habe ich viel von Osho gelesen und auch Lao-Tses Tao-Te-King, und Dshuang-Dsi, auch Mevlana Rumi ist mir begegnet… Das Buch der Wandlungen ist sehr umfangreich, ich habe mich auch damit beschäftigt und mir ist ein Satz, der immer wieder auftaucht aufgefallen, den ich mir zu eigen gemacht habe: “Geduld und Beharrlichkeit ist förderlich.”
      Neuerdings gibt es auf YouTube eine Menge Videos mit Reden von Osho – allerdings auf Englisch, was aber gut ist, denn das Original ist immer besser als jede Übersetzung je sein kann. Hier eine kleine Kostprobe, wie er mit Humor fundamentale Themen behandelt – ich hoffe, Deine Englischkenntnisse sind ausreichend, ihm zu folgen:

      Ich habe bemerkt, dass es bei allen Mystikern (Osho eingeschlossen) immer nur um Tiefenpsychologie geht: Wie kann ich mein Unterbewusstsein so “manipulieren” oder “(um-)programmieren”, dass ich im Leben genau DAS erlebe, was ich erleben WILL? Oder: Wie ist es mir möglich, ein SELBST bestimmtes Leben zu führen?

      Ich mache auch ein bißchen Qui Gong und Yoga – das hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Seele fit und es lehrt, die Energien sinnvoll zu nutzen und durch den Körper dahin zu leiten, wo sie gebraucht werden, bzw. hindurchzuleiten und das für mich “abzuzapfen”, was ich benötige, im Wissen, dass ich letztendlich ALLES zurück gebe – und vor allem, zu lernen, mir nicht mehr zu nehmen, als ich benötige und alles andere wieder zurück-zugeben, indem ich lerne, dass es mir gar nichts bringt zu “horten”, außer Energiestau = Krankheit. Und das kannst Du getrost auf die Gesellschaft übertragen, wenn Du das Geld auch als eine Form der Energie ansiehst, die an einer Stelle “gestaut” wird – und darum Krankheit (des Systems) hervorruf(t)en MUSS.

  13. Silke Bogorinski
    Februar 4, 2012 um 7:32 nachmittags | #34

    Zu allem Gelesenen möchte ich einmal zitieren aus
    “Der Fremde in uns“ von Arno Gruen

    “Das Gegenmittel zum gesellschaftlichen Verfall ist die Förderung von liebenden und entgegenkommenden Erfahrungen in der Entwicklung der Kinder. Unsere Zivilisation muss es sich zum Anliegen machen, für Kinder Bedingungen zu schaffen, in denen sie wahre Liebe, Anerkennung und Mitgefühl erleben können. Liebe ist Nährboden für unsere Geschichte, die individuelle genauso wie die gesellschaftliche. Wenn dieser Nährboden geschädigt ist, kommt es zu einer Fehlentwicklung des Menschlichen. Schon Erik H. Erikson mahnte: „Diejenigen, die unsere Geschichte studieren, ignorieren ständig die Tatsache, dass alle Individuen von Müttern geboren werden; dass jeder mal ein Kind war; dass Menschen und Völker im Kinderzimmer ihren Anfang nehmen; und dass eine Gesellschaft aus Einzelnen, im Prozess der Entwicklung vom Kind zu Eltern, besteht.“

    Man könnte seine Werke jedem an’s Herz legen, dem an einer humanen Gesellschaft gelegen ist.

    • Februar 4, 2012 um 9:58 nachmittags | #35

      Danke Silke,
      unsere Intution sagt hier sofort ja. Unser Geist dagegen war über einige tausende Jahr über Angst vernebelt, so dass wir mittels Angst stimuliert Bildern wie Reichtum und Siegen (Konkurrenz) hinterher gelaufen sind. Langsam merken wir, welchen Fehler wir dabei begehen, nur noch dem Profitgedanken zu huldigen und dabei im Hamsterrad ganz vergessen zu leben, und schon gar nicht mehr für unsere Kinder, die wir möglichst schnell in der Krippe loswerden wollen, um das Hamsterrad noch schneller bewegen zu können.
      LG Martin

  14. Februar 4, 2012 um 9:47 nachmittags | #36

    Solveigh schrieb:

    ”wo sie gebraucht werden, bzw. hindurchzuleiten und das für mich „abzuzapfen“, was ich benötige, im Wissen, dass ich letztendlich ALLES zurück gebe – und vor allem, zu lernen, mir nicht mehr zu nehmen, als ich benötige und alles andere wieder zurück-zugeben, indem ich lerne, dass es mir gar nichts bringt zu „horten“, außer Energiestau = Krankheit. Und das kannst Du getrost auf die Gesellschaft übertragen, wenn Du das Geld auch als eine Form der Energie ansiehst, die an einer Stelle „gestaut“ wird – und darum Krankheit (des Systems) hervorruf(t)en MUSS.”

    In der Tat, so ist das mit der Energie. Überall dort, wo man auf angesammelte Energie stößt, hat man es mit Unordnung zu tun. Alles muss im Fluss sein, in Ordnung gebracht werden, denn andernfalls beschwört man einzig weitere Unordnung herauf. Bestes Beispiel ist unsere Energieversorgung. Anstatt den täglichen Fluss der Energie zu nutzen, von dem es täglich reichlich gibt, plündern wir das Sparkonto der Erde, Energie, welche über lange Zeit angespart wurde, woraus all die Probleme entstehen, die mit der Energieversorgung zu tun haben. Und wie Du schon schreibt, ist es beim Geld dasselbe. Wenn jemand Geld sparen kann, dann spart er für die eigenen schlechten Zeiten. Firmen holen Kohle und Öl aus der Erde für ihren Profit.Gäbe es eine globale Vernetzung der Energieversorgung, hätte jeder ausreichend Strom, um dem Fluss gerecht zu werden, ohne dass Stauungen zu befürchten wären. Die Möglichkeiten hätten wir längst, doch noch leben wir in der Expansion der Individualisten. Vom Schwarm noch keine Spur.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  15. Silke Bogorinski
    Februar 4, 2012 um 11:15 nachmittags | #37

    Hallo Martin,
    ich bin fest davon überzeugt, dass die Art, wie wir mittlerweile leben(müssen) nicht gut ist für unser Seelenheil.
    Körper und Seele gehören zusammen, und nur wenn beide unversehrt sind, sind wir gesund.
    Für was bekomme ich Kinder, wenn ich es anderen überlasse, die wichtigen Entwicklungsschritte als Erste zu erleben? Das macht für mich keinerlei Sinn. Bekomme ich Kinder nicht, weil es mir ein Bedürfnis ist, sie ein Stück weit auf ihrem Weg in’s Leben zu belgeiten, ihnen zu zeigen das ist die Welt, deine Welt? Erfreue dich an ihr, genieße einen Sommermorgen, laufe barfuß über eine Wiese, spüre das taufeuchte Gras unter deinen Füßen. Spüre mit allen Sinnen, was Leben ist!
    Und das alles, tu es mit mir. Führe mich zurück in eine Welt, die ich vergessen glaubte. Bringe Sie mir zurück, die Unbeschwertheit der Jugend; den bedingungslosen Glauben daran, dass mir die Welt gehört. Ich weiß noch nicht, dass das nicht so ist; das erfahre ich früh genug, aber gib ihn mir zurück, den Glauben, dass wir es sind, die verantwortlich dafür sind, uns eine bessere Welt zu schaffen. Schau in die Augen deines Kindes, und erfahre die Lebenslust, den Wissensdurst, der die Menschheit über ihre gesamte Entwicklungsgeschichte begleitet hat, und allzu oft in falsche Bahnen gelenkt wurde. Eltern können viel bewirken, wenn man sie denn lässt …, meine feste Überzeugung.
    Danke Martin!

  16. Februar 5, 2012 um 12:16 nachmittags | #38

    “Wer sich genügt, wird immer genügend haben” Dieser Satz wird glaube Laotze zugeschrieben. Die meisten Bücher Solveigh habe ich auch gelesen.
    Vielen Dank für den Tipp.In Word gibt es die Schrift unter Times Molotow, er hat also ein Denkmal erhalten ;-) Ist schon irgendwie kurios, da weiß ich auch wo die Buchstaben liegen, nur bei den anderen muß ich immer noch hinschauen.
    Ich erlebe seit einiger Zeit eine gewissen “geistigen Ausnahmezustand”. Mein Körper verweigert mir seinen “Dienst” steht mitten in der Arbeit auf und nimmt sich die Gitarre… Ich habe die Gelegenheit gehabt einmal mit einem japanischen Schreinermeister drei Tage lang zu arbeiten. Das war keine Arbeit, das war Meditation in Reinkultur… Ich könnte die Begebenheiten fortsetzen. Ich komme gerade auf diese Gedanken, denn gestern sind wieder unglaubliche Dinge in zweierlei Richtung geschehen. Bei uns im haus war eine arbeitssitzung von Linken Jugendlichen. an der Tür war ein großes Schild Nazis ist die Teilnahme untersagt usw. Ich sprach sie darauf an und wenn es mir gelingt, werde ich dort mal referieren zu Fragen feindbild. die waren ganz schön erstaunt, bin ja ne Zecke, von mir so klare Worte zu hören. Abends saß ich dann am Mischpult bei der ersten Slem Session bei uns im Haus. Einfach tolle Texte, ich bin mal wieder platt. da kommt was auf uns zu… viele grüße com. Mike ich muß mal wieder los

    • Februar 5, 2012 um 1:15 nachmittags | #39

      Wobei Molotow ja schon in den gewissen heißen Cocktails verewigt ist…

      Deine Arbeit mit dem Schreinermeister muss wirklich ein ganz außergewöhnliches und prägendes Erlebenis gewesen sein… so etwas war mir bisher nicht vergönnt….

      Welcher Typ Menschen – zu denen Du Dich zählst, bzw. gezählt wirst – sind Zecken, bitte? Das hört sich wie Blutsauger an…

      Die Feindbilder… Ja, es ist so schön einfach, nach rechts oder links zu beißen, oder in die Mitte, wo immer ich denn gerade einen Feind ausmachen kann… uraltes Gedankengut des Teile-und-Herrsche-Prinzips: Entweder Du bist wie ich, wirst wie ich oder ich bringe Dich um, im mindestens grenze ich Dich aus, verabscheue Dich, greife Dich verbal oder tatsächlich an, wo ich nur kann…. schade um die viele nutzlos verschwendete Energie…

      Statt das Einende zu suchen und zu finden und das zu betonen, wird getrennt, ausgeschlossen, die notwendigen Energien für Veränderungen in unserer Gesellschaft verpuffen in unnötigen Grabenkämpfen… Das ist natürlich weder organisiert noch gewollt, wer das behauptet wird schon wieder als Verschwörungstheoretiker diffamiert und ausgegrenzt, allerdings funktioniert das nun schon seit ‘n paar Jahrtausenden genau SO…

      “Es gibt nichts beues unter der Sonne.” stellte schon König Salomo fest…

      Da fällt mir gerade ein Tucholsky-Lied ein, das Ernst Busch gesungen hat, und das durchaus metaphorisch gesehen werden kann und soll und gerade heute wieder hochaktuell ist:

      • Februar 8, 2012 um 8:26 nachmittags | #40

        Hallo Solveigh,
        Thema “Zecken”, eigentlich sind es die Panks und linken Autonomen und so sehen uns die “Nationalen”, wenn ich es malvorsichtig ausdrücken will, also als sich “Durchschlaucher” usw.! Ich pointiere diesen Begriff, weil ich sie beiße, reize und sie eigentlich nicht so richtig wissen, was und wo ich angreife. und sie grübeln darüber, was hat er wohl wieder damit gemeint. Manchmal fangen sie sogar an, mir Recht zugeben, dann wird es fast rührend ;-) Ich glaube, ich habe über die Jahre eine Methode entwickelt, Konfrontationen zu vermeiden und ihnen nur meine Gedanken offen zu legen. Ich will sie nicht von meiner Halbwahrheit überzeugen, aber zum Denken anregen. Wenn mir das mal gelingt, ist schon viel gewonnen. Viele Grüße com. Mike

  17. Februar 5, 2012 um 9:28 nachmittags | #41

    Stimmt.
    Problematisch wird die ganze Sache allerdings, wenn dem Alten Mann gar keine Möglichkeit zum Kampf gegeben wird, weil die Psychopathen in allen Schlüsselpositionen sitzen/stehen.
    Und es wird problematisch, wenn diese Psychopathen sich anschicken, unsere Erde in Brand zu stecken, vor lauter Gier und Machtbessenheit…

    Und gegenüber den Politikerkasten in den USA, Israel und der NATO steht keiner, der ihre Karriere (wie auch immer) beendet. Außerdem geht die Vorbereitung seit länger als einem Präsidenten, so dass die Metapher nicht wirklich greift.

    In einem gehe ich mit: Sie werden sich selbst mit vernichten. Nur: Zu welchem Preis?

  18. Februar 5, 2012 um 10:49 nachmittags | #42

    Hallo Nick,
    vorab erst mal Danke – aus Deiner praktischen Erfahrung heraus eine richtige und richtig gute Sicht.

    Du sagst:
    “Aber: Jede Stärke hat ihre Schwächen, so auch der Psychopath.
    Da ihm jegliche Empathie fehlt, kann er sich nicht in die Gedankenwelt anderer hinein versetzen.”

    Das sehe ich ganz anders. Gedankenwelt und Empathie, das sind zwei paar Schuhe. Psychopathen können sich in unsere “Gedanken”welt sehr wohl hinein versetzen, weil sie von ihren Gedanken, sprich von Geist, leben. Gefühlsmenschen sind genauestens berechenbar – nicht nur, weil sie, was Intelligenz betrifft, den Geistmenschen (vom Ansatz her) unterlegen sind. Ist leicht erklärbar durch die Aufmerksamkeit, die ein sozialer Gefühlsmensch für Rücksichtnahme verwendet, wogegen der “Gegner” nur Ausbeutung, Machtgewinn und/oder Zerstörung im Fokus hat.
    Dazu kommt, dass ein in Liebe lebender Mensch genau berechenbar ist, weil Liebe sein Handeln – enstprechend dem Maß seiner Liebesfähigkeit – determiniert.
    (Es sei denn, Liebe paarte sich mit geistigen Idealen und einer Intelligenz, mit der ein Handeln frei zu gestalten ist.)

    Insofern scheint es klar, dass humanitären Ideen immer das Nachsehen haben mussten. Es gibt zahllose Beispiele aus der Geschichte, brilliante Idee durch die Jahrhunderte hindurch, die keine Chance auf einen Platz im gesellschaften System hatten – haben konnten.

    Unser Problem ist aus meiner Sicht, dass die psychopathische* Macht bedenkenlos bzw. nur gesteuert von Kalkül Kriege/Vernichtungsfeldzüge führt, und die Friedliebenden dies nicht können. Die Einen klinken die Bomben aus, während die Anderen gramgebeugt an ihrer persönlichen Klagemauer stehend auf Wunder warten.

    * Wenn wir die Emotionen mal aus dem Spiel lassen, sind das keine “Kranken”. Sie ticken nur anderes: Ihre Psyche ist nicht krank, sondern hat nur einen anderen Input. Wenn man in einen Fleischwolf Nüsse gibt, ist das Nussmehl ja nicht abartig, sondern nur die folgerichtige Wirkung einer entsprechenden Ursache.

    In mir formulierte sich dieser Gedanke aus der Vorstellung, ein Schöpfer präsentierte sich in der Schöpfung mit SEINEN Eigenschaften. Sagten wir zu dem Ausdruck seiner Wesenart “krank”, müssten wir folgerichtig auch den Schöpfer selbst als krank bezeichnen.
    Ein Geistwesen, auch das erscheint mir als sehr plausibel, kann NUR in einer Gemeinschaft soziopathisch sein. Wären sie unter sich – alles Banane.

    Wolfgang

    • Februar 5, 2012 um 11:59 nachmittags | #43

      Ich schließe mich Wolfgang an:
      Mir scheint, dass Psychopathen sehr wohl Menschen gut berechnen können. Was ihnen an Empathie abgeht, ist das schlechte Gefühl, das eintritt, wenn man jemand Anderen ungerecht und verletzend behandelt hat.
      Gutes Nächtle, Martin

  19. Februar 6, 2012 um 1:15 vormittags | #44

    Nun siehst Du auch, Martin, wie sich eine – wenn auch nicht offensichtliche – Realität IN den Wesen entwickelt.
    Der Geistmensch muss, um noch mehr Macht generieren zu können, auch den letzten Rest an Vorsicht aufgeben, immer brachialer, plumper, offensichtlicher werden. Wenn seine Komplotte und Lügen aufgedeckt werden, interessiert ihn das nicht mehr.

    Und das, was ihn zu einer Steigerung seiner Macht veranlaßt bzw., was ihn dazu zwingt, ist das wachsende Potenzial auf “der anderen Seite” des Spiels. Es sind Gefühlsmenschen, deren Geist (kreative Ideen), deren Intelligenz (Durchschauen des Spiels) und deren Bewusstsein über ihre Ideale (LIebe um jeden Preis) wächst, die immer genauer wissen, was sie wollen – und es auch tun.
    (wenn ich das anmerken darf: Wir gehen UNSEREN Weg)

    Während Geist reine Kraft generiert, entwickelt Liebe das, worum es geht:
    Ein System und das Bewusstsein für ein friedvolles Miteinander
    IM Menschen und
    IM gesellschaftlichen System.

    Deswegen halte ich es für mehr als wahrscheinlich, dass – da das Wüten der “kriegerischen” Geister immer heftiger wird – eine Art Zielgerade erreicht ist, die nicht in Zerstörung endet. Warum auch! Geist wird sich besänftigen, nicht zuletzt durch das Neue Bewusstsein, dass ihm zwangsverordnet wird.

    Na?
    Ich hoffe, dass Du den “Lohn” für Deine immensen Mühen als gute Gefühle zu spüren bekommst.

    Wolfgang
    - noch nicht Nächtle, Susanne machte wunderbare Bilder von unseren gefiederten Freunden, die nach einer Galerie verlangen.

  20. Silke
    Februar 6, 2012 um 7:05 vormittags | #46

    Vielleicht ist alles auch ganz anders; ich hatte mal in einem Forum einen Beitrag gelesen von einem Psychologie Studenten im höheren Semester, der zu dem Schluss kam, dass es als problematisch betrachtet werden kann, wenn sich die die Normen mit der Entwicklung der Gesellschaft immer weiter verschieben. Wenn sich z.B. der Narzissmus weiter so epidemisch ausbreitet wie bislang, dann gelten die Leute, die heute eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben, in 50 Jahren vielleicht als vollkommen gesund, normal und “gut angepasst”, während denjenigen, die heute als gesund gelten, dann womöglich ein mangelndes Selbstwertgefühl oder fehlende Durchsetzungsfähigkeit attestiert wird. Hinzu kommt, dass sensiblere Menschen dann, wenn sie in einem Umfeld voller Narzissten leben, tatsächlich Symptome z. Bsp. einer selbstunsicheren oder vermeidenden Persönlichkeitsstörung entwickeln können. Aber sind die Narzissten deshalb gleich gesund und normal, nur weil sie in der Mehrheit sind?
    Halte diese Sichtweise für überlegenswert …

    • Februar 6, 2012 um 7:44 vormittags | #47

      Wikipedia: “Mit dem Begriff Narzissmus ist im weitesten Sinn die Selbstliebe als Liebe gemeint, die man dem Bild von sich entgegenbringt. Im engeren Sinn bezeichnet er eine auffällige Selbstbewunderung oder Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit.”
      Vielleicht haben wir aber auch eine Kombination von Narzissmus und Psychopathie vorliegen. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass man in ihrem Dunstkreis schnell krank werden kann. Und wenn an den Universitäten der USA schnell die Extrovertierten von den Introvertierten aussortiert werden, damit die aggressiveren das Ruder in die HAnd bekommen …

    • Februar 6, 2012 um 1:50 nachmittags | #48

      Welche Normen gelten in unserer Gesellschaft?
      Eine Norm ist Arbeit und damit verbunden Fleiß.
      Was ich seit Jahren beobachte ist eine Abnahme des Arbeitswillens und durch eine Zunahme besonders psychischer Faktoren (aber auch das Wahrnehmen des wahnwitzigen Produzierens um jeden Presi) auch die Fähigkeit für sich (und das Gemeinswohl) zu arbeiten.
      Damit einher geht eine Verarmung, die eine weitere Norm veränderte: Das Streben nach Ordnung. Viele Menschen legen keinen Wert mehr auf ihre Kleidung, vielen ist das Bild der äußeren Welt immer gleichgültiger.
      Ich sehe und fühle nirgendwo eine Zunahme von Narzissmus. Im Gegenteil eine Verwahrlosung, die Menschen werden haltloser, flüchten verstärkt in Süchte und Zerstreuung, ein Weg in die Beliebigkeit.
      Persönlichkeitsstörungen sehe ich hier als ZERstörung von alten Persönlichkeitsstrukturen. Diese Zerstörung erachte ich auch als notwendig, um eine neue Persönlichkeit entwickeln zu können.

      Andererseits eine wachsende Grupee von Menschen mit mehr Bewusstsein über das System, über sich selbst und über das Wesen der Liebe. Diese sind aber nicht egozentrisch-narzisstisch fixiert, sondern bringen ihre gewachsene Liebesfähigkeit als eine gewachsene und gereifte Persönlichkeit in die Gemeinschaft ein.

      Ein Bewusstseinsprozeß hat zwei Seiten.
      Auf der einen Seite läuft eine BewusstWERDUNG: Das ist zum Beispiel der Blick in die Vergangenheit: WAS habe ich und was haben wir gemacht? Es werden Besitzstände hinterfragt und Leistungsbilanzen aufgestellt.
      Auf der anderen Seite entsteht ein immer klareres Bild von dem, was wünschenswert ist: Wie könnten wir leben.

      Ich erlebe die Entwicklung von Bewusstsein bei vielen Menschen als
      - Entwicklung ihrer Persönlichkeit (durch eine Art Egoismus)
      - die Einsicht, gesellschaftlich umfassender, also sozialer zu fühlen.
      Damit schmelzen das Ich und das Andere immer mehr zu einer Größe zusammen und machen ein Handeln möglich, das dam Ganzen dient – dessen Teil man ist..

      Klar ist auch, dass es in diesem Prozeß nicht an Irritatioen mangelt. Im natürlichen Durcheinander sollten wir unseren Blick auf uns, auf das Miteinander und das Bewusstsein richten, das, jedenfalls für mich, unzweifelhaft das Ziel menschlichen Lebens ist.

      Wolfgang

    • Februar 8, 2012 um 9:37 nachmittags | #49

      Hallo Silke,
      das sehe ich ganz genau so. Ich setze sogar noch einen drauf, weil wir gerade das Verhalten nicht bewußt steuern. Wir entscheiden in Bruchteilen von Sekunden über Sympathie usw.. Das setzt voraus, das durch die veränderte Umwelt, wo passieren denn z.B. die meisten Gewaltverbrechen, da wo die meiste Gewalt auf jeden einzelnen ausgeübt wird, das wir Strukturen schaffen in der Gewalt nicht vorkommt. Wie groß kann so ein System sein, eine Familie, einen Clan, Sachsen-Anhalt, Europa….?
      Verstand und Intuition finden doch nicht in verschiedenen Systemen statt. Sie bedingen sich sogar einander. Nur der Unterschied ist, das die Intuition oder das Unterbewußtsein bio-chemische Prozesse steuert, ohne die wir nicht existieren würden, die nicht auf morgen oder ein Jahr ausgerichtet sind, sondern lange Zyklen umfaßt, die bedeutend länger ausgelegt sind und die eine gewisse Ausgewogenheit aller Enzyme und Hormone erzeugen muß, damit das Wesen einen gleichen, wieder erkennbaren Alltag erlebt, den der Verstand erfassen kann, also unsere Umwelt selbst erschafft, in der wir uns einrichten.
      Mit der raschen Veränderung der Zustände in den letzten rund 50 Jahren, Ablösung der körperlichen Arbeit, Zunahme von nicht fassbaren Verhältnissen, müssen wir erst lernen umzugehen.
      Warum schließen sich denn die Superreichen ein, wenn sie sich durch ihr eigenes Handeln gefährden. Wo ist für sie der Ausweg, den gewohnten bio-chemischen Haushalt aufrecht zu halten und für sie eine Lösung zu finden. Sie haben kein verstandesgemäßes Muster, das ihnen einen Ausweg bietet. “Ich liebe Euch doch alle!” H. Milke
      Ich wollte hier keine Lanze für das 1% brechen, die ich nicht einmal mit Namen belegen kann, weil es auch wieder nur ein Feindbild ist. Leben wir 99% nicht nach den gleichen Grundmustern? Warum ist in der überwiegenden Mehrheit der zukünftige Partner, dem vorangegangen sehr ähnlich? Warum suchen Menschen die Opfer von Gewalt geworden sind, wieder diese Zustände oder warum sind 90% aller Entziehungskuren für die Betroffenen nur eine Verlängerung des Leidens, weil sie wieder in das gleiche Umfeld zurückfallen? Ist es nicht bösartig zu behaupten, bei allen Erkenntnissen, die wir gefunden haben, nur von willensschwach oder gar von krank zu reden? Haben wir uns nicht alle irgendwie eingerichtet und Angst unser Schneckenhaus zu verlassen?
      Schaffen wir Lebensbeispiele, die eine menschlichen Umgang möglich machen und auch ihnen eine Chance bieten, sich zu verändern. Wir sind der Schwarm, nur haben wir darüber bis jetzt in den meisten Fällen nur geredet! Oder welche Krankheit hat uns befallen, die wir noch nicht kennen, Blasphemie?
      Ich lebe in sehr bescheidenen Verhältnissen, einem Yogi gleich, die für viele nicht annähernd vorstellbar sind. ich lebe unter… ach lassen wir das jammern! Aber ich habe, “auch wenn die Flut da draußen aufschwillt bis zum Rand, hier ein paradiesisch Land… Ja diesen Sinne bin ich ganz ergeben, das ist der Weisheit letzter Schluß, nur der verdient sich Freiheit, wie das Leben, der TÄGLICH sie erobern muß” (nicht ganz wörtlich J. W. von Goethe) Gruß an die Runde com. Mike

      • Februar 8, 2012 um 10:18 nachmittags | #50

        Mike schreibt: weil wir gerade das Verhalten nicht bewußt steuern. Wir entscheiden in Bruchteilen von Sekunden über Sympathie

        Eine Entscheidung kann entweder im Sinne der Konsonanz erfolgen oder aber im Sinne der Dissonanz. Wovon hängt es ab, ob ich der Konsonanz folge oder mich von der Dissonanz blenden lasse ? Von der eigenen Vergangenheit und dem Umfeld, welches ich in der Vergangenheit durchlebt habe. Eine Entscheidung ist immer bewusst … bewusst im Sinne des Ganzen. Für jede Träne, die ich vergießen muss, kann anderswo ein Lächeln entstehen … und umgekehrt.

        Gruß Guido
        http://ww.gold-dna.de

      • Februar 8, 2012 um 11:03 nachmittags | #51

        Lieber Guido, leider kann ich dir nicht ganz folgen, dies liegt sicherlich am einem anderen Umfeld und anderen Erfahrungen. Ich möchte nicht mit Dir streiten, was wir der Intuition und was dem Verstand zu ordnen. Es gibt sicherlich auch Gefühlsentscheidungen, oder Entscheidungen, die wir in Gefahrensituationen treffen, die vielleicht sogar unser Leben schützen, für die es keine Erfahrungen aus der Umwelt oder der Vergangenheit gibt und trotzdem funktionieren. Es sind meine Erfahrungen und mein Wissenstand. Ein kleiner Tipp und diese Dinge sind zigfach bewiesen, sieh Dir wenn Du möchtest “What the bleep” an und dann wirst Du vielleicht verstehen das wir auch im Ganzen nicht vollständig bewußt handeln, weil wir gar nicht alle Informationen verarbeiten. Aber wie gesagt das ist “ein viel zu weites Feld” und die Einleitung war eigentlich für das Ende gedacht und war vielleicht nicht ganz wissenschaftlich. Viele Grüße Mike

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  1. Februar 5, 2012 um 11:34 vormittags | #1

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