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Was, wenn im Spiel der Kräfte zwischen Gut und Böse Psychopathen die Gegenspieler wären?

Da unverkennbar viele Menschen begonnen habe, aufgrund der vielen zu erkenndenn Krisen (Unordnung) Fragen zu stellen, hatte ich vor einiger Zeit diese Frage gestellt: Wie viele Menschen braucht es, um eine neue Idee, einen Wandel herbeizuführen?

Eine der Antworten war, dass etwa 90% der Menschen anderen Menschen folgen. Es bleiben also 10% für die Macher. Davon seien 5% jeweils für das Wohl aller Menschen unterwegs und die anderen 5% für ihr eigenes. Wenn wir aber nun wissen, dass 4-6% aller Menschen genetisch bedingt Psychopathen sind, dann kann einem sofort schwummerig werden. Denn, was zeichnet einen Psychopathen aus ( aus Wikipedia: Psyhopathie):

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslose Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.

Da diese Menschen anfangs kaum auffällig sind, dabei aber auch charmant sein könen, steht ihnen der Weg frei, in unseren Hierarchien nach oben zu kommen. Und mit ihrem manipulativen Wesen fällt es den Menschen, die sie auf dem Weg zur Macht treffen, nicht auf, welch böser Geist dort unterwegs ist.

Und auch im Krieg sind es nur etwa 10-15% der Soldaten, die an der Front ohne Problem ihren Dienst des Tötens verrichten. Hinzu kommen noch ein paar Hirngewaschene, die vorübergehend auch mitmachen können. Der Rest tut so als ob oder bietet seine Kräfte anderweitig an (siehe Psychopathen plündern alles).

Welche Chancen hätten wir also in einer Welt, in der gleich viele Psychopathen gegenüber den Guten unterwegs sind und die Psychopathen aber nicht gut erkannt werden können? In meinen Augen geht wieder nur eins: Auflösen der Hierarchien und kleine autarke Gemeinschaften mit maximaler Selbstverantwortung bilden. Oder?

Hier können wir uns ein gutes Bild machen, wie ein Psychopath tickt:

.

Nachtrag vom 10.04.2012: Ich habe gerade in einem Forum, in dem kurz auf diesen Artikel eingegangen wurde, gelesen, dass noch ein Hinweis fehlen würde, wie wir uns davor schützen können, dass wir von Psychopathen führen lassen. Ich denke, da gibt es nur ein wirklich gutes Mittel. Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir ohne Hierarchien, in denen von oben nach unten geführt wird, kommen. Und das geht nur, indem wir uns wieder unserer Verantwortung für alles im Leben selbst stellen und sie nicht nach oben, zum Führenden abgeben.

Beginnen könnten wir schon mal damit, dass endlich das Mehr an Demokratie, wie es uns nach Grundgesetz Artikel 20 (2) mittels Abstimmung (z.B. über Volksbegehren auch auf Bundesebene)  zusteht, erfolgt!

  1. federleichtes
    Oktober 4, 2012 um 2:54 nachmittags | #1

    @ Ikarus
    „…wo die Hierarchie hier doch die einzige Möglichkeit wäre, den Menschen aus der Sackgasse zu führen, …

    Sprechen wir über Hierarchie als eine natürliche, GEWALTLOSE Form der Organisation, in der Kompetenz wirkt?
    Oder über die Hierarchie, in der der größte Psychopath AUTOMATISCH in die größte Macht-Position rückt?

    Mag es wohl eine Hierarchie auf der Bewusstseinsebene geben, die bestimmt, wie das Leben voran schreitet?

    @ Ikarus
    „Die Neugierde ist die Triebfeder würde ich sagen.“
    Das sehe ich völlig anderes.
    Was wäre, wenn es im „Kampf“ des Destruktiven gegen das Konstruktive keine Ordnung (ein SchlachtFELD sozusagen) gäbe, die – von der „Masse“ geschaffen und aufrecht erhalten wird?
    Wenn die Entwicklung mehr Konstruktive oder Destruktive brauchte, würde es sie geben. Wir leben in einem System, das auf ALLEN Ebene sehr fein ausbalanciert ist. So braucht es auf der „einen“ wie auf der „anderen“ Seite sowohl Schreihälse als auch Leisetreter.

    Die Menschheit qualitativ und quantitativ in “Lager“ einzuteilen.
    Ziehen nicht – mehr oder weniger aktiv (oder sichtbar) – die Einen in die eine und die Anderen in die andere Richtung – Um das Spannungsfeld aufzubauen und AUFRECHT ZU ERHALTEN, das Entwicklung braucht?

    @ Martin
    Deine permanent vorgebrachte negative und mit einer Schuldzuweisung verbundene Sicht auf DIE Schule, bei gleichzeitiger Verweigerung, auf andere Sichtweisen einzugehen, lässt mich fragen:
    „Ist das eine Blockade?
    Oder verfolgst Du Absichten, die mir nicht bekannt sind?
    Bist Du nicht Nutznießer des BildungsSYSTEMS?
    Und gäbe es nicht DIE Gewalt, DIE Ungerechtigkeit und DIE Manipulation, über die man – substanziell fundiert – sprechen könnte?
    Hetze ist besonders ineffizient, wenn sie sich nicht auf KONKRETES richtet.
    (Diesen Absatz kannst Du löschen)

    @ Solveigh
    „Es gibt also gar keinen Grund, zu resignieren, zu verzweifeln, weil die Herde den 5 % noch nicht glaubt. Es ist von denen ja noch keiner in dem neuen Gebiet gewesen und zurück gekommen, sie erzählen ja nur davon – und dann auch noch jeder was anderes.“

    Ja!
    Ergänzend möchte ich sagen: Es gibt noch keine Lösung, in KEINEM gesellschaftlichen Bereich. Und ich glaube, die „findet“ man auch nicht, sondern muss sie gestalten – oder sie sich gestalten lassen: Handeln mit aktiver Gelassenheit.

    Und:
    „Es gibt keinen Grund, der Herde irgendeinen Vorwurf zu machen. Sie handeln ihrer Natur entsprechend. Was ist daran falsch?“

    Ja!
    Es gibt für mich keine Schwarmintelligenz – Schwarmverhalten ist ein Symptom, das der „Natur der Gemeinschaft“ entspringt.
    Wenn wir Vögelschwärme beobachten, scheint es, als hätten die Vögel Freude daran – pure Lust vielleicht oder die „Liebe des Miteinanders“.

    Und:
    „…und wir darum viel eher bereit sind, unbekannte Gefilde zu betreten.
    Um genau DAS zu verhindern, ist das Schulsystem ja wie es ist.“

    Ja!
    Ich möchte sagen, dass es eher weniger darum geht, „unbekannte“, sondern UNZUTRÄGLICHE (oder unzeitgemäße) Schritte zu gehen – das im Sinne einer Gesamt-Entwicklung.

    Wolfgang
    schwärmt, ohne jede Reputation, für Vögel.

  2. November 14, 2012 um 6:01 nachmittags | #2

    hallo ich habe ihren artikel sehr genau gelesen.

    einen wesentlicher teil der psychopathie besteht daraus, dass sie sich im alltäglichen nicht zu erkennen gibt. es kann ein psychopath neben ihnen sitzen, der auf sie einen völlig normalen eindruck machen, sie werden nicht bemerken, dass sie es mit einem psychopathen zu tun. er wirkt freundlich, zuvorkommen, eloquent, so wieder jeder andere auch, solange sie ihm nicht in die quere kommen und er etwas von ihnen will. psychopathen tragen kein schilder um den hals, und auch keine stigmata die sie erkennbar machen würden.

    sam viknin den dieses video zeigt, ist narzisst und psychopath, er hat eine unangenehme ausstrahlung die in diesem fall auffällt, dennoch würden sie nicht wissen, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie etwas haben, was er will. sie merken es dann, wenn es zu spät ist.

    psychopathie ist nicht zwangsläufig genetisch bedingt / angeboren. psychopathie ist, betrachtet man es evulotionsbiologisch, nichts anderes als ein anderes überlebenskonzept. es zeichnet sich dadurch aus, dass die emotionale bandbreite, über die ein gewöhnlicher mensch verfügt, bei ihm nicht (mehr) vorhanden ist. psychopathie entsteht unter anderem bei kindersoldaten, als überlebenskonzept des gehirns.

    ob sie therapeuten, fallanalytiker oder menschen fragen, die kontakt mit psychopathen hatten, sie werden ihnen bestätigen, sie wissen nicht mit wem sie es zu tun haben, denn sie können nicht den kopf ihres gegenübers sehen und seine motivation erkennen. sie können sich als gewöhnlicher mensch auch keine vorstellung davon machen, wie dieser kreis tickt. sie haben etwas das es ihnen unmöglich macht, empathie und emotion. wenn sie krebs hören ist es für sie nicht nur ein abstrakter begriff, sie verbinden ihn mit jeder menge gefühle. ein psychopath tut das nicht. es ist ein wort. diese erklärt hare sehr klar. selbst er hält sich nicht davor gefeit, auf einen psychopathen herein zu fallen.

    der denkerische ansatz, dem in unterschiedlichen bereichen so entgegen zu treten, wie sie es beschreiben, ich kann von ihm nicht vorstellen, dass er funktionieren kann. die ganze welt, müßte ich system verändern, ein system das für psychopathen geradezu gemacht ist, sie werden keinen deut breit an boden aufgeben, und letztendlich sind sie, so traurig das klingt, gewöhnlichen menschen dahingegehend überlegen, da ihr überlebenskonzept nicht von emotionen und empathie beeinflußbar ist. sie tun was sie wollen, und kennen keine reue und kein mitgefühl. sie haben es nicht, es ist nicht in ihnen angelegt. es gibt keine methode sie auszubremsen, die wirkt, denn während sie mit sich selbst, ihren emotionen, damit, dass sie sein spielball sind kämpfen, müssen sie gegen sich selbst kämpfen, um ihre emotionen “in den griff” zu bekommen und gegen den psychopathen. glauben sie mir, diesem spielchen ist jeder gewöhnliche mensch ohne diese veranlagung nicht gewachsen und wird es verlieren.

    im übrigen geht die wissenschaft davon aus, dass zw. 3 – 5 % der weltbevölkerung psychopathen sind.

    • November 14, 2012 um 6:13 nachmittags | #3

      Wenn es keine Chance gibt, sich gegen Psychopathen zu behaupten, dann gibt es nur zwei Dinge, die helfen:
      1. Kindersoldaten oder ähnliche Ausbildungsformen vermeiden
      2. Organisationen ohne solche Hierarchien, in denen Befehle von oben nach unten gereicht werden.
      VG Martin

      • federleichtes
        November 14, 2012 um 9:43 nachmittags | #4

        Wenn ich hier ein kleines Wörtchen sagen darf -
        Psychopathen sind von ihrem Wesen her – ganz gut von Silvana beschrieben – einerseits völlig frei von gesellschaftlichen Regeln, andererseits völlig egozentrisch, also auf ihr Überleben (im weitesten Sinne) konzentriert.

        Wir hatten hier bereits erkannt, dass es im System Positionen gibt, die qualitativ NUR von diesen “Persönlichkeiten” abzuleisten sind. Vergessen? Dann war’s wohl nicht so wichtig.

        Was folgt aus der Realität, dass diese “Persönlichkeiten” existieren UND aktiv sind?
        Dass das System handelt unter den Prämissen
        - es gibt eine klare Absicht (Überleben);
        - die dafür notwendige Leistung (Bewussstsein schaffen) wird völlig wertfrei mit allen Mitteln! erbracht.

        Dachtet ihr, der Schöpfungsplan zieht sich durch mit einem JAIN, ach ja, ach ne, vielleicht, mal sehen?

        Schaut auf die Schlachtfelder, schaut, wohin ihr wollt – überall tobt der Wahnsinn, offenbart sich rücksichtslos, damit sichtbar wird,
        WARUM und
        WOFÜR
        wir leben.
        (Böse Falle, gell – viele leiten aus dem Wahnsinn die Sinnlosigkeit des Lebens ab.)

        Psychopathen sind hochrangige Darsteller im Lebenskino, agieren in der letzten Reihe und machen das möglich, wo jeder “normale” Mensch sagt: Das gibt’s doch nicht. Doch, dank der Psychoparhen, wird all das, was bereits möglich WAR, wieder möglich und damit SICHTBAR WERDEN.

        Damit das klar ist:
        Was hier wirklich geschieht, geschieht nicht als Film im Kino. Auch nicht sichtbar hier im Blog.

        Psychopathen sind aktiv-gefangen im Täter-Opfer-Kreislauf. Das ist ihre Welt, eine, die eingebettet ist in eine Andere Welt.
        Ja, ich sollte mal wieder ein paar Fotos schicken.

        Allen einen guten Abend.

        Wolfgang

      • November 14, 2012 um 11:19 nachmittags | #5

        Die Macht-Pyramide endlich auflösen. Dann haben Psychopathen keine Chance mehr, über andere Menschen zu herrschen.

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  1. Februar 5, 2012 um 11:34 vormittags | #1

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