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Volle Breitseite: “Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl”

Ich habe am Wochenende eine News-Mail bekommen, die es bzgl. Informationen rund um unser Geld in sich hat. Anregungen ohne Ende …
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“Occupy Economics!” Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen. Hierzulande haben 50 Wissenschaftler gerade ein neues Wirtschaftsmodell gefordert. Die Vorstellungen, wie das aussehen könnte, sind zwar nach wie vor unscharf, doch wird immer deutlicher, wie es nicht mehr aussehen kann. Hubbert, bekannt geworden für seine frühe und genaue Vorhersage des Ölfördermaximums, hatte schon 1974 darauf hingewiesen, dass auch unser Finanzsystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist. “Wir haben eine Kultur hervorgebracht, deren Stabilität dermaßen abhängig ist von anhaltend exponentiellem Wachstum, dass sie völlig unfähig ist mit den Herausforderungen von Nicht-Wachstum umzugehen.” Wie könnte das künftige Wirtschaftsmodell aussehen?
Der wachstumskritische französische Philosoph Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Alf Hornborg, ein Schwedischer Ökonom, hält künftig mindestens zwei verschiedene Währungen für nötig: Eine für die “globalisierte Spaßgesellschaft” und eine für die lokale Subsistenz und den Ernst des (Über)lebens. In ihrem neuen Buch “Occupy Money”! beschreibt auch die “Geldarchitektin” Margrit Kennedy eindrucksvoll, warum das auf exponentielles Wachstum setzende Zinssystem keine Zukunft hat – und wie die Zukunft des Geldes aussehen wird: vielfältig, nachhaltig und gemeinwohlorientiert.

“Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl” – das ist kein Zitat aus einem kommunistischen Manifest, sondern Artikel 151 aus der Bayerischen Verfassung. Damit das nicht länger eine hohle Phrase bleibt, haben allein im vergangenen Jahr im Chiemgau knapp 600 Unternehmen und über 200 Vereine rund eine halbe Million Chiemgauer auf den Weg geschickt, um der regionalen Wirtschaft auf die Beine zu helfen anstatt den “Zockern” auf den globalen Finanzmärkten. “Kein vernünftiger Mensch hat etwas gegen das Bankensystem, aber kein vernünftiger Mensch kann ein Zocker-Bankensystem wollen, in dem bei der UBS jeden Tag zehntausend Leute nichts anderes tun, als in irgendwelchen Casinos zu spielen” sagt kein Geringerer als UNCTAD-Chefökonom Heiner Flassbeck – und sieht schwarz für die Zukunft unseres Wirtschaftssystems: Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren.
Mit jedem Tag und jeder Nachricht, die das Ende der Europäischen Gemeinschaftswährung bedrohlich näher rückt, wagt sich das neue, andere Wirtschaftsmodell einen Schritt weiter aus dem Schatten: Wertschöpfung statt Abschöpfung, Gemeinwohl statt Alleinwohl, Vielfalt statt Einfalt. Der Euro mag sich überleben. Vielleicht kommt ein Nord- und ein Süd-Euro, vielleicht ein neuer Deutsch-Französischer “Franken”. Längst aber ist offensichtlich geworden, wofür jede Einheitswährung blind ist und was Europa tatsächlich ausmacht: Seine Unterschiede. Europa kann nur ein Europa der Regionen sein, das reich an Sprachen und Dialekten ist, genauso wie an regionalen Geldern. In letzter Zeit mehren sich auch in Frankreich, Luxemburg und sogar in Liechtenstein die Stimmen und Ereignisse, die den monetären Wandel einläuten und althergebrachte Grenzen einreißen, im Kopf wie im Territorium: In der österreichisch-ungarischen Grenzregion “Pannonien” gilt jetzt der Blaufranc – grenzüberschreitend -, der in Forint und in Euro gewechselt werden kann. Kein Wunder, war Österreich doch schon von jeher Vorreiter für die pragmatische, am lokalen Gemeinwohl orientierte Geldautonomie. Da ist es fast nur noch eine Randnotiz, dass die Gemeinde Langenegg inzwischen sogar vereinzelt Pachtzahlungen in Regiogeld akzeptiert.
Doch auch auf den anderen Kontinenten wird Regiogeld langsam “common sense”: Die neuseeländische “New Economics” Partei will Kleinen und Mittelständischen Unternehmen erlauben, ihre nationalen Steuern und Abgaben mit lokalen Gemeinschaftswährungen zu begleichen. Und bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen im Senegal tritt nicht nur der Sänger Youssou N’dour an, sondern auch der junge IWF-Ökonom Abdourahmane Sarr, der mithilfe lokaler Komplementärwährungen den ineffizienten Staatszentralismus beenden will.
Die Welt ist zum Glück noch nicht ganz aus den Fugen, aber merklich in Schwingung geraten. Hoffen wir für 2012, dass die Resonanz für die neue, aufregende Vielfalt der Gelder harmonischer und stärker wird als der sonore, dröhnende Krach des zerberstenden Weltgeld-Regimes.
Übrigens: Die Regiogeld-Presse kann demnächst als echte News-Plattform online gehen! Ich danke allen Spendern und Unterstützern für ihre Hilfe und wünsche spannende Lektüre!
herzlich
Ludwig Schuster

Meldungen aus D/A/CH (und Liechtenstein)
07.01.2012 SWR (ARD Mediathek)
Die Ohne-Zins-Bewegung. Für das Verleihen von Geld Zinsen zu nehmen, das galt im Altertum als anrüchig. Im modernen Wirtschaftssystem auf Zinsen zu verzichten, das erscheint vielen undenkbar. Geht es wirklich nicht ohne? Doch, meint zumindest die Ohne-Zins-Bewegung.
05.01.2012 Badische Zeitung
Noch zirkuliert der Freitaler, doch 2012 wird Jahr der Entscheidung. Das Freiburger Regiogeld-Experiment hat eine Zeit lang stagniert – jetzt wollen die Macher mit dem Rückenwind der Euro-Schuldenkrise nochmals Gas geben.
04.01.2012 ORF (A)
Bayerischer „Sterntaler“ Vorbild für Salzburg? Seit sieben Jahren gibt es im Berchtesgadener Land (Bayern) den Sterntaler, eine regionale Währung. Sie ist mittlerweile in hunderten regionalen Betrieben einlösbar. In Salzburg setzten sich solche Regionalwährungen bisher nicht durch.
03.01.2012 tagblatt.de (Reutlinger Blatt)
Mit dem Pfulben wuchern: In Pfullingen wird immer mehr mit dem eigenen Stadtgeld bezahlt. Die Pfullinger drucken ihr eigenes Geld. Seit knapp einem Jahr ist im Einzelhandel neben dem Euro ein zusätzliches Zahlungsmittel namens Pfulben im Umlauf, ein Gutschein, der in mehr als 100 Geschäften gültig ist.
02.01.2011 Radio OE1 (ORF) (A)
“… und vergib uns unsere Schuld(en)” – Wie vertrauenswürdig ist unser Geldsystem? Mit Gertrude Tumpel-Gugerell, Ludwig Schuster, Markus Schlagnitweit, Stephan Schulmeister. Moderation: Johannes Kaup (aufgenommen am 17. November 2011 im ORF RadioKulturhaus)
01.01.2012 die tageszeitung
Der Schrumpf-Terrorist. Welche Alternativen gibt es zum Credo des ewigen Wachstums? Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Taz-Serie: Die Grenzen des Wachstums.
01.01.2012 Tiroler Tageszeitung (A)
Das Wörgler Meisterstück. In Zeiten der Krise rückt ausgerechnet eine kleine Tiroler Gemeinde weltweit in den Mittelpunkt des Interesses. Veronika Spielbichler: “Um den aktuellen Wirtschaftskrieg zu beenden, muss das monopolistische, noch aus Zeiten der Feudalherrschaft stammende Geldsystem demokratisiert werden.”
01.01.2012 Deutschlandfunk
Zwischen Ohnmacht und Gestaltungswillen – Wegmarken – Teil 5: Der Umgang mit der Schuldenkrise. “Was ökonomisch falsch ist, kann politisch nicht richtig sein”
01/02 2011 Zeitpunkt (CH), Heft 117
Darin unter anderem:
Man muss es nur wollen. Wir könnten ohne Mehrkosten erneuerbar leben. Toni Gunzinger «Plan B» zeigt wie.
Ein krasser Fall: der Zins und die Kirche.
Fast bargeldlos, aber glücklich. Auf Vanuatu wird mit Schilfmatten, Wildschweinen und sogar mit Weisheit gezahlt.
Mit Vollgeld aus der Krise. Drei mögliche Lösungsvorschläge.
27.12.2011 Trierer Volksfreund
“Ich werde nicht mehr gebraucht.” Nach fünf Jahren endet die Ära der Konzer Stadtgespräche. Moderatorin Hiltrud Zock hofft, dass sich der Thaler als Regionalgeld weiter etabliert und noch mehr Kaufkraft an Konz bindet.
26.12.2011 tagesschau (CH)
Alternatives Geld gegen die Krise. Wegen den Krisen-Anzeichen der Weltwirtschaft gewinnt der WIR wieder an Aufwind – eine eigene Währung, die vor allem bei mittelständischen Unternehmen Anklang findet. Sie stabilisiere die Schweizer Wirtschaft und mache sie erfolgreicher, loben ihre Befürworter.
24.12.2011 nh24.de
Bürgerblüten in Kassel wenig beliebt. Gewerkschafter: “Die Bürgerblüte ist Unsinn und etwas für Leute, die zu viel Zeit haben”
22.12.2011 Süddeutsche Zeitung
Alternative Währungen: Wer will schon Euro, wenn er Chiemgauer haben kann? Das Vertrauen in den Euro ist dahin. In der Finanzkrise stellt sich die Frage: Geht das nicht auch anders? Ja, geht es. Mit anderem Geld. In Deutschland wächst das Interesse an Regionalwährungen.
22.12.2011 die tageszeitung
Neue Kommune Witzenhausen: Wie die Krise in die Kleinstadt kam. Madrid, New York und Frankfurt sollen die globalen Krisenzentren sein. Doch auch in der nordhessischen Provinz treffen die Bürger auf den Kapitalismus.
22.12.2011 Kurier (A)
Mehr als ein Einkaufsgutschein: Vor Weihnachten wird in vielen Regionen Österreichs nicht nur in Euro gezahlt. Besonders gut geht der steirische Stiefingtaler.
21.12.2011 Deutsche Welle TV
Tauschen statt kaufen – Geschäfte ohne Geld | Made in Germany. Die Deutsche Kompensationsgesellschaft (DKG) in Berlin
19.12.2011 mmnews.de (via Zeitpunkt (CH))
Ende, Aus, Neustart. Das herrschende neoklassische Wirtschaftsdogma ignoriert in seinen Modellen die Kreditgeldschöpfung durch die Banken. Die Lösungsvorschläge der „Experten“ sind darum alle zum Scheitern verurteilt und die Politik schlecht beraten.
16.12.2011 Wirtschaftsblatt (A)
“Tschüssi Euro!” – die harte Lösung. Nachdenklich stimmten Gerüchte, starke Länder wie Deutschland könnten den Euro verlassen.
Regiogeld statt Einheitswährung. Small is beautiful – mit diesem internationalen Slogan könnte man die Vorzüge regionaler Währungen umschreiben [im Kasten]
14.12.2011 Schwarzwälder Bote
50er mit Rathausturm: Neue Gwinner-Geldscheine.
13.12.2011 Südkurier
Neue Generation des Regionalgelds. Der „Gwinner“-Trägerverein hat neues Geld gedruckt.
12.12.2011 WDR5 redezeit (10:05-12:00 Uhr)
“Occupy Money” Höchste Zeit für neues Geld?! In der Redezeit auf WDR5 analysiert die “Geldarchitektin” Margrit Kennedy, warum das auf exponentielles Wachstum setzende Zinssystem keine Zukunft hat.
09.12.2011 Passauer Neue Presse
Regionalwährungen im Aufwind. Mit einer positiven Bilanz geht die RegioStar eG, Herausgeber der Regionalwährung “Sterntaler” im Berchtesgadener Land, ins neue Jahr. 200.000 Sterntaler in 2011 emittiert.
08.12.2011 Schwarzwälder Bote
Die Euro-Krise gibt dem Gwinner Auftrieb. Im Jahr 2011 hat sich die Zahl der begünstigten Vereine verdoppelt.
08.12.2011 Neues Deutschland
Alternative für die Eurozone. Linke Ökonomen fordern einen Kurswechsel: Die Eurozone müsse den Sozialabbaukurs beenden, sonst drohen Rezession und Deflation.
03.12.2011 Wirtschaftsblatt (A)
Visionen für nachhaltiges Wirtschaften: Heinrich Staudinger. Der Chef von GEA und Waldviertler Schuh zur Bedeutung der Nachhaltigkeit.
02.12.2011 Vaterland (LI)
Regionalgeld statt Frankenleid: Mit Regionalgeld gegen die Frankenstärke. Sogenannte Komplementärwährungen ergänzen vielerorts Euro und Franken. Was in vielen Regionen Europas bereits funktioniert, könnte auch für Liechtenstein ein Modell sein.
28.11.2011 Mitteldeutsche Zeitung
Köthen bekommt eigenes Geld. Zum “Macht-Geld-Sinn-Kongress 2012″ vom 10. bis 16. März geben die Organisatoren von Global Change Now (GCN) in der Bachstadt eine eigene Währung heraus: den Lutze-Taler.
Regiogeld: Kaufkraft an Region binden.
28.11.2011 die tageszeitung
Kurz, knapp, merkelös. Mit dem Zukunftsbeschleunigungsgesetz gegen die Krise. [Rubrik  DIE WAHRHEIT] :)
26.11.2011 Vorarlberg Online (A)
Kampf um die regionale Kaufkraft. Der „Walgauer“ muss vorerst warten.
22.11.2011 Münchner Merkur (Lokalteil Geretsried)
Comeback des Isartalers. Weihnachten steht vor der Tür, und ProCit hat den Isartaler wiederentdeckt. Diesmal kommt die Regionalwährung allerdings in flotterer Aufmachung daher als vor vier Jahren.
21.11.2011 Deutschlandradio Kultur
Neues Geldsystem für Europa. Ein Vorschlag zum Umgang mit den Staatsschulden nach der Krise. Von Helge Peukert
20.11.2011 Rhein-Zeitung
Energie & Co. stärker in Bürgerhand nehmen. Beim zehnten Marienstatter Zukunftsgespräch stellt Jörg Schulz vom Westerwälder Initiativen- und Betriebenetzwerk die Brod€inheit vor.
19.11.2011 Hamburger Abendblatt
 “Lunar” will lokale Wirtschaftskreisläufe stärken. Diskussion über den eurogedeckten Lüneburger “Lunar” und die studentische Zeit-Tauschbörse “emit time”.
17.11.2011 Die ZEIT
An den Banken vorbei. Die Finanzkrise stellt unser modernes Geldsystem infrage. Alternative Währungen, die dank Computer und Internet immer professioneller betrieben werden, erhalten neuen Zulauf. Können sie zur Lösung der aktuellen Probleme beitragen?
16.11.2011 Märkische Oderzeitung
Regionalgeschichte auf 292 Seiten: Das neue Eberswalder Jahrbuch ist erschienen. Auch die Regionalwährung “Barni” ist dabei.
12.11.2011 Neues Deutschland
Zu einer anderen Gesellschaft. Einst erleichterte Enric Duran spanische Banken, nun druckt er in der katalanischen Kooperative eigenes Geld
12.11.2011 Chiemgau Online
Chiemgauer ohne die Stadt. Die Stadt Trostberg wird nicht Fördermitglied des Chiemgauer Vereins – nach einer Kampfabstimmung mit 11:11 Stimmen. CSU-Fraktionssprecher Hannspeter Fenis hatte unterstellt, die „Unternehmer“ des Chiemgauers würden zwei Prozent der Rücktauschkosten selbst „einstreichen“.
11.11.2011 Trierer Volksfreund
Endspurt für ersten Konzer-Doktor-Thaler. Der Konzer-Doktor-Thaler verliert am 31. Dezember seine Gültigkeit. Neue Auflage des Regiogeldes für Konz´folgt im Januar.
11.11.2011 Die Presse (A)
Lokalwährung: Hoffen auf Impulse für die Region. In Österreich gibt es in fast jedem Bundesland regionales Geld, mit dem statt des Euro bezahlt werden kann. Nur wenige Betriebe profitieren davon. Seit der Wirtschaftskrise sind die Anfragen enorm gestiegen.
11.11.2011 Mainpost (Regionalteil Rhön-Grabfeld)
Allianz unterstützt den „Grabfelder“ mit 1000 Euro. 8000 Euro fehlen für die Anschubfinanzierung des Regionalwährungsprojekts – Appell an örtliche Geschäfte und Gastronomie für Mitarbeit
06.11.2011 Die WELT (Welt am Sonntag)
“Oh wie schön ist Pfaffenhofen.” Der Schriftsteller Steffen Kopetzky schreibt über seinen Heimatort. (Und lässt auch das Regionalgeld nicht aus).
04.11.2011 Bieler Tagblatt (CH)
Wer spart, wird bestraft. Wer Talent hat, kann damit Talente verdienen: Eine Schwundwährung, auf der Negativzinsen erhoben werden. Etliche Seeländer verdienen sich mittels Talenten in der Freizeit ein paar Extras
04.11.2011 Badische Zeitung
Kann Regiogeld den Euro ergänzen? Impuls-Abend in Endingen.
01.11.2011 mmnews.de
Geldsystem in Trümmern. Die Verantwortlichen verhalten sich wie Drogendealer, die dem System den letzten Schuss verpassen wollen.
11/2011 Sein
Akademiker fordern Proteste und neues Wirtschaftsmodell. “Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen” – unter diesem Titel haben mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen eine gemeinsame Stellungnahme zur Finanz- und Eurokrise veröffentlicht [attac]
28.10.2011 Frankfurter Allgemeine Zeitung
Sich verflüssigender Boden. Bei Reinhold Beckmann wurde gestern deutlich, wie sehr die Eurokrise die Sichtweisen auf unser Wirtschaftssystem verändert hat. Und wie hilflos die Politik darauf reagiert, wenn man sie damit konfrontiert.
27.10.2011 ARD/youtube.com
Beckmann: Die Euro-Krise – Wie sicher ist unser Geld? Mit Dirk Müller, Ex-Finanzminister Theo Waigel, Wirtschaftsminister Philipp Rösler, Prof. Franz Hörmann, Andreas Neukirch (Vorstand der GLS Bank) sowie CHIEMGAUER-Gründer Christian Gelleri.
27.10.2011 Junge Freiheit
Schwundgeld-Illusion. Die Dauerkrise des Euro und der sich abzeichnende Zusammenbruch des Finanzsystems lenken den Blick auf mögliche Alternativen
22.10.2011 der Freitag
Macht es glücklich? Seit seiner Erfindung geht es mit der Menschheit bergab: Geld verdirbt die Kinder, die Liebe, das Ego. Trotzdem wollen es alle haben: Was sie über Geld wissen müssen
21.10.2011 Potsdamer Neueste Nachrichten (Regionalteil Potsdam-Mittelmark)
Wenn „Minutos“ den Euro ersetzen. In Wilhelmshorst wird jetzt mit Zeitgutscheinen bezahlt. Das soll helfen, den Euro-Crash zu überstehen.
19.10.2011 Passauer Neue Presse (Bayerwald-Bote, Regionalteil Zwieseler Zeitung)
Neue Währung: Zwieseler Zehner. Stadt-Marketing führt rechtzeitig zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes die neue Gutscheinwährung ein.
18.10.2011 Vorarlberg Online (A)
Frastanzer Mittelschüler gewinnt Grafikwettbewerb. Eine Jury aus Grafikern und Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Im Walgau“ hat den Entwurf des Schülers Christopher Schneider von der VMS Frastanz für die neue Regionalwährung auserkoren.
18.10.2011 die tageszeitung (taz Nord, Regionalteil Bremen)
10 JAHRE REGIONALGELD. “Autark zu sein, ist nicht das Ziel”. Seit zehn Jahren hält sich in Bremen der “Roland”. Die alternative Währung könnte die weltweite Finanzkrise lösen, sagt Mitinitiator Karl-Heinz von Bestenbostel.
13.10.2011 Badische Zeitung
Mit Regiogeld aus der Krise. Franz Galler stellte in Bernau seine Genossenschaftsidee vor.
12.10.2011 Mainpost (Regionalteil Rhön-Grabfeld)
Studenten aus Coburg arbeiten am Design des “Grabfelders”. Regionalwährung nimmt Fahrt auf – auch Landrat Habermann und die Stadt Bad Königshofen sind inzwischen Mitglieder
11.10.2011 Chiemgau24.de
Regionalgeld – der Weg aus der Eurokrise? Die Eurokrise ist in aller Munde – aber wie kann sie bewältigt werden? Franz Galler zeigte im Sailer Keller Auswege aus der Krise – mittels Regionalgeld.
04.10.2011 Münchner Merkur (Lokalteil Kreis Dachau)
Tag der Regionen: Vielfalt des Dachauer Landes. Auch das Regionalgeld „Ampertaler“ wurde vorgestellt.
01.10.2011 Weser Kurier
Bremer Regionalwährung feiert ihren zehnten Geburtstag: “Das macht dann vier Roland, bitte”
25.07.2011 die tageszeitung
Ideen am Katharinenberg. Über ein Geldprojekt in Stralsund. Von Gabriele Göttle
Beiträge aus Blogs und Institutionen (D/A/CH)
23.12.2011 Postwachstumsgesellschaft (blog.postwachstum.de)
Wir haben immer die Wahl. Das Klagen und Rufen nach einer besseren Politik und Wirtschaft bringt gar nichts, wenn der einzelne nichts dazu tut – und zwar ganz konkret in seinem eigenen Umfeld, mit eigenen Taten – tagtäglich.
21.12.2011 evidero.de [ein Projekt der KNDM GmbH, der neuen Projektgesellschaft von Konstantin Neven DuMont]
Schwerpunkt: Neue Wege für unser Geld – Das Web-TV Magazin mit Jasmin Pour. Geld ist nicht alles. Geld ist eine Illusion. An eine Illusion muss man glauben.
Video: Regiogeld. Der Ausweg aus dem Finanzzirkus. Regiogeld, die Erfolgswährung unter Freunden.
SwissMade – das WIR Gefühl. Das größte komplementäre Währungssystem weltweit – die WIR Bank. Rasmus Elsner traf Hervé Dubois, den Pressesprecher der WIR Bank in Basel.
Occupy Money. Mehr Wert für Alle statt mehr Geld für Wenige. Professor Margrit Kennedy kämpft seit 30 Jahren für ein besseres Geldsystem. Die „Grande Dame“ der Alternativgeldaktivisten im Interview mit Rasmus Elsner.
Gib mir dein Talent. In Tauschsystemen bieten sich die Mitglieder gegenseitig ihre Dienste an. Und sie bezahlen sich nicht in Geld, sondern mit ihren Fähigkeiten.
“Unser Geldsystem multipliziert Angst und Gier.” Warum wir andere Anreizstrukturen brauchen und welche Chancen komplementäre Währungen bieten. Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber im Interview mit Rasmus Elsner.
Zinsfrei zum Eigenheim? Islamische Banken verheißen Unglaubliches.
Gute Banken – Böse Banken. Alternative Banken haben Zulauf, bleiben aber Zwerge im Vergleich zur gewöhnlichen Konkurrenz.
07.12.2011 Triodos.de (aus dem Newsletter der Triodos Bank)
Fragen kostet nichts. Heute antwortet: der Chiemgauer
03.12.2011 news.de
Wirtschaftskrise: Das Internet ist voller Geld.
22.11.2011 abendfarben.wordpress.com
Der Hummel stellt sich vor. Besuch bei der Hamburger Regionalwährung
15.11.2011 Radio Frei Erfurt
Occupy Money – Interview mit Prof. Dr. Margrit Kennedy.
11.11.2011 Tageswoche.ch
Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten: Die Zukunft unseres Wirtschaftssystems sieht düster aus. Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren. Sagt Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNCTAD
24.10.2011 Unterguggenberger Institut (A)
Zertifikatskurs der Hochschule München zu Gast in Wörgl. Am 22. Oktober 2011 kamen Teilnehmer und Leiter des Zertifikatskurses nach Wörgl, um sich beim Unterguggenberger Institut übers Wörgler Freigeld 1932/33 und Komplementärwährungen heute zu informieren.
21.10.2011 Triodos.de
“Wir fordern zu neuem Denken über Bankwesen auf” - Triodos Bank veröffentlicht 6 Thesen und Forderungen für eine “neue Bank”
16.10.2011 Berchtesgadener Land Blog
Der Sterntaler in “Unser Land”: “Visionär Franz Galler – mit Leidenschaft für seine Region”. Ausstrahlung im Bayerischen Rundfunk am Freitag 17.10.2011, 19:00 – 19:45 Uhr.
07.10.2011 Finon.info
Pannonien führt Regionalwährung in der österreichisch-ungarischen Grenzregion ein. Der Blaufranc gilt grenzüberschreitend und kann in Forint und in Euro gewechselt werden.
05.10.2011 evangelisch.de
Der Traum von einer zinsfreien Welt. Im Chiemgau hat der Euro Konkurrenz: In mehr als 600 Geschäften der Region kann man mit dem “Chiemgauer” bezahlen, einer alternativen Währung.
18.09.2011 ngo-online.de
Mit Wissen gegen Wirtschaftskrisen - Prof. Wolfgang Berger über Ökologie und Ökonomie in der Seminarreihe der Global Change Now Academy
25.10.011 ZART.org (A)
Abschlusstagung mit über 100 BesucherInnen aus fünf Ländern – “ein voller Erfolg”

NegativzinsSpezial

30.12.2011 Wirtschaftswoche
Geschenke für Dänemark, Kosten für Italien. Um ihre Staatsanleihen loszuwerden, muss Italien fast sieben Prozent Rendite zahlen. Dänemark bekommt das Geld geschenkt. “Es war die erste Auktion mit negativen Zinsen, die wir bisher hatten”
02.12.2011 Financial Times Deutschland
Schweiz erwägt Negativzins für Ausländergeld. Als Hort der Sicherheit in unsicheren Zeiten schichten Anleger in Franken um. Der wird dadurch immer teurer. Schweizer Regierung und Notenbank suchen Wege, die Währung zu schwächen. Eine der Möglichkeiten ist dabei auch die Einführung negativer Zinsen.
02.12.2011 Frankfurter Allgemeine Zeitung
Markt rechnet beim Schweizer Franken mit weiteren Eingriffen. Nach den vorangegangenen Turbulenzen hat sich der Franken zuletzt wenig bewegt gezeigt. Das könnte sich schnell ändern, wenn die Schweiz zur Franken-Schwächung tatsächlich negative Zinsen einführen sollte.
Griechenland Spezial – Komplementärwährung für Griechenland
18.12.2011 ARD (Europamagazin)
Griechenland: Die Schattenwährung. Im ganzen Land sprießen Tauschnetzwerke.
12/2011 INWO (Magazinartikel) / SFFO (ausführlicher Bericht)
Vom Regiogeld zum nationalen Parallelgeld. Ein Beispiel: die griechische Drachme. Bericht von der Tagung des Seminars für freiheitliche Ordnung in Bad Boll.
29.11.2011 NPR (USA)
Modern Greeks Return To Ancient System Of Barter. In Volos, a barter system is fostering a new sense of community
24.11.2011 Humane Wirtschaft
Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens
18.10.2011 Telepolis
Die Drachme als Zweitwährung. Eine Komplementärwährung könnte Griechenland ermöglichen, in der Euro-Zone zu bleiben und einen Staatsbankrott zu vermeiden. Von Norbert Rost
02.10.2011 New York Times (USA)
Battered by Economic Crisis, Greeks Turn to Barter Networks. Part alternative currency, part barter system, part open-air market, the Volos network has grown exponentially in the past year, from 50 to 400 members.
26.09.2011 ZDF (heute in Europa)
Virtuelle Währung für Athen. Die Schuldenkrise macht erfinderisch: Auf der Webseite ovolos.gr bieten rund 5000 Griechen Dienstleistungen oder Produkte an.
31.08.2011 ZDF Blog (Hyperland)
Alles ohne Euro: Griechen erfinden eigene Web-Währungen
Internationale Meldungen
06.12.2011 Parismatch (F)
Pézenas fait tourner la planche à billets. En pleine crise de l’euro, la petite ville du Languedoc lance sa propre monnaie: l’occitan.
05.01.2012 Agence de Presse Sénégalese (SN)
Présidentielle 2012: Candidat Abdourahmane Sarr, docteur en économie et ancien représentant du Fonds monétaire international (FMI) au Bénin et au Togo, déclare vouloir ‘’rompre avec le centralisme d’Etat et introduire des monnaies locales complémentaires et non concurrentes avec le franc CFA.
26.12.2011 youtube.com/BFMTV (F)
Une monnaie locale qui détrône l’Euro. Reportage de BFMTV sur le Déodat (Vosges).
11.12.2011 Le Républicain Lorrain (F)
Une monnaie locale à Beckerich? Il y a quelques mois, la municipalité luxembourgeoise de Beckerich s’est lancée dans un projet qui peut paraître surprenant au pays des banques… [Artikel kostenpflichtig]
08.12.2011 La gazette des communes (F)
Economie sociale et solidaire: quand les territoires inventent leur monnaie
22.12.2012 Rhône-Solidaires.org (F)
Questionnaire citoyen: lancement d’une monnaie locale et complémentaire à Lyon. Participez au projet de lancement d’une monnaie locale et complémentaire sur l’agglomération lyonnaise!
06.10.2011 Wall Street Journal (USA)
Community Currencies Aim to Aid Merchants. Hoping to keep their money close to home, three Bay Area communities have begun operating their own currencies.
26.09.2011 YES Magazine (USA)
Evergreen Cooperative Corporation Cleveland pays workers 20 percent in cash and 80 percent in “capital credits”. “Sustainability in the broadest sense can only be created if you can stick capital where it won’t get up and leave”
Beiträge aus Blogs und Institutionen (international)
05.01.2012 energybulletin.net (USA)
Just in time. Timebanks are catching fire – a clever tool to circumvent the scarcity and misdirection of conventional money.
05.01.2011 beyondmoney.net (Tom H. Greco) (USA)
Taking Cashless Trade to a Higher Level. Empowering Barter Members to Recruit Their Suppliers
19.12.2011 Isotoma.com (USA)
The Brixton Pound – Making money work for more than profit. The Brixton Pound project was conceived by a couple of local people in Brixton, and is supported by QOIN, the New Economic Foundation (NEF) and Transition Network. The project is the first of its kind in the UK.
18.12.2011 webisteme.com (USA)
Self-Issued Credit in the Middle Ages. All over the world, money took on unprecedented forms as credit tokens issued by peers in relationships of trust, or ‘self-issued credit.’
08.12.2011 energybulletin.net (USA)
Durban Dollars: Tck Tck Tck Money. “Retire fractional reserve (debt based) Federal currency; open the floodgates to local currencies in all their shades and colors; require taxes to be paid in that which we most wish to encourage; and reconsider what constitutes real wealth.”
07.12.2011 EcoBlog (Green Rewards for Sustainable Living) (UK)
Currency in the Community. A growing group of communities are attempting to break away from the constraints of their official currency.
06.12.2012 Openfile Calgary (CA)
Alternative currency promotes buying local. Calgarians connected by complementary Currency
05.12.2011 Punkmoney.org/twitter.com
#PunkMoney is a promise currency. Anyone can create, transfer or redeem it on Twitter.
25.11.2011 themonetaryfuture.blogspot.com (USA)
Air Guitars and Bitcoin Regulation. Legal issues from an international perspective.
22.11.2011 cocreatr.typepad.com (Bernd Nurnberger) (USA)
Money – pick-me-up. Bernard Lietaer starts with what the Occupy movement may stand for, moves on to the systemic issues of monetary monoculture and introduces the reason the Swiss economy is so amazingly stable – resilience through monetary diversity.
22.11.2011 extraenvironmentalist.com
Episode 29; Creating Wealth. Interview with Gwendolyn Hallsmith and Bernard Lietaer about Creating Wealth: Growing Local Economies with Local Currencies, their recent book on how to implement complementary currency systems while creating intentional cities with money ecosystems.
15.11.2011 The New Economics Party (neweconomics.net.nz) (NZ)
Change the Money System to combat climate change. New Zealand: The New Economics Party wants to allow SMEs to pay national taxes in Community Currency
11.11.2011 youtube.com
Bitcoin Conference: David Birch (Fuse Group): Next Generation Money – The Opportunities.
11.11.2011 businessinsider.com
“Dwolla”-Founder Ben Mill – 28 Year Old Wants To Completely Kill Credit Cards.
10.11.2011 vimeo.com
Occupy Wall Street Teach-In with Douglas Rushkoff. “The law of extraction is over. The law of peer-to-peer economy is back!”
09.11.2011 energybulletin.net
Hubbert’s Third Prophecy. “We have evolved a culture so heavily dependent upon the continuance of exponential growth for its stability that it is incapable of reckoning with problems of non-growth”
02.11.2011 Harvard Political Review (USA)/Kickitover.org
An Open Letter to Greg Mankiw. “Dear Professor Mankiw, Today, we are walking out of your class, Economics 10, in order to express our discontent with the bias inherent in this introductory economics course.”
More on http://kickitover.org/ | Before economics can progress it must abandon its suicidal formalism.
01.11.2011 finextra.com
American Express files virtual currency patent. Amex has filed a patent for a system and method for using loyalty rewards as a currency.
24.10.2011 thenextweb.com/africa
Local transactions by Kenya’s mobile money service M-Pesa exceeds Western Union’s global transactions, and provides mobile banking facilities to more than 70 per cent of the country’s adult population, the IMF reports.
17.10.2011 youtube.com/TEDx
Jem Bendell – The Money Myth. TEDxTransmedia 2011
06.10.2011 beyondmoney.net (Tom H. Greco) (USA)
An Update on the Iceland Financial Crisis. Prof. Margrit Kennedy, author of “Interest and Inflation Free Money”, traveled to Iceland recently on a fact-finding tour. Her report below provides some insights.
01.10.2011 P2P Foundation (blog.p2pfoundation.net)
Swedish Economist Alf Hornborg: We need an economy with at least two incommensurable currencies, to distinguish between values that should not be interchangeable, such as local subsistence and survival versus globalized entertainment
26.08.2011 nakedcapitalism.com (USA)
What is Debt? An Interview with Economic Anthropologist David Graeber
weitere französische Meldungen zum Thema Regiogeld und Komplementärwährungen auf diesem exzellenten Blog (F):
Monnaies en Débat – Currencies in Debate – Monedas en Debate – Moedas em Debate
“All about social and community currencies / Tout sur les monnaies sociales et complémentaires”. Curated by Institut Palmas Europe.
Veranstaltungen (D/A/CH)
10. Januar 2012 Koblenz
Lokale Agenda 21 Koblenz: AG Regionales Wirtschaften bearbeitet das Thema Regiogeld.
Rathausgebäude I, Raum 103, Gymnasialstraße 1-3, 56068 Koblenz
20. und 21. Januar 2012 Bern (CH)
Wachstumswahnsinnloswerden
Workshops und Vorträge:
Die hohe Qualität der 2000-Watt Lebensweise (AG Nachbarschaften, Neustart Schweiz)
Ende des Wachstumsträgers Erdöl – was nun? (Décroissance Bern)
Die Folgeerscheinungen des Geldsystems (ATTAC Deutschland)
bazore – Zeit tauschen in Bern
Landwirtschaft als Care-Arbeit (WoZ-Redakteurin Bettina Dyttrich)
Die Weltwirtschaftskrise: Konsequenzen und Perspektiven (Karl-Heinz Roth)
Schweizpremiere des Films “Die Ökonomie des Glücks” 
Eintritt: Kollekt / Abendprogramm: Fr. 25.-
Infos: http://www.tourdelorraine.ch
24. Januar 2012 Starnberg
Zukunftsfähig handeln und wirtschaften für das Gemeinwohl – die Regionale Wirtschaftsgemeinschaft ReWiG München eG
Der REGIO Oberland lädt ein zur Vorstellung der ReWiG München eG.
Veranstaltungsort: Schloßberghalle, Vogelanger 2, 82319 Starnberg. Beginn: 19:00 Uhr
Jan-April 2012 Solothurn (CH)
“Geld und Arbeit” – Frühjahrszyklus des Café philo
So, 29.1.2012: Was ist die Bedeutung von Geld für unsere Zivilisation? Moderation: Alexander Dill
So, 26.2.2012: Was ist Arbeit? Moderation: Ueli Maeder
So, 25.3.2012: Macht Konsum frei? Moderation: Andreas Giger
So, 29.4.2012: Geld regiert die Welt; doch wer regiert das Geld? Moderation: Christoph Pfluger
Restaurant du Commerce, Friedhofplatz, Solothurn, jeweils von 11-13:00 Uhr
Eintritt frei (Kollekte)
Infos: http://www.cafephilo.ch
9. bis 11. März 2012 Langnau im Emmental (CH)
Forum regiotop2
Schwerpunktthemen: Geld, Lebensmittel, Energie und der Wandel in Form von “Transition Towns”
Zentrum Iffisbrücke, 3550 Langnau im Emmental
7. und 8. Juni 2012 Leipzig
fairventure 2012 – Mehr als Geld: Wirtschaft gestalten
Infos und Anmeldung: http://www.fairventure.de
Literatur und Wissenschaft
Kennedy, Margrit: “Occupy Money.” Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind
J.Kamphausen Verlag, 2011, 112 S., Paperback. ISBN: 978-3899015959, 9,95 Euro.
Plettenbacher, Tobias: “Neues Geld – Neue Welt”, 12. aktualisierte und überarbeitete Auflage
Dittmer, K. (2011): Communal Currencies in Venezuela.
In: International Journal of Community Currency Research 15 (A), p. 78-­83, ISSN 1325-­9547.
Gauvin, Marc (2011): BIBOcurrency – The Science of Stability Applied to Money Systems.
Thiel, Christian: The German Regiogeld System and its Handling in Everyday Life. 
Working paper to be presented at the International Conference on Community Currencies “Thirty years of community currencies – what next?”, February 16-17th, 2011, Lyon (France)

“Either we undertake voluntary change now – or we face involuntary change later.” Chris Martenson

Dipl.-Ing. Ludwig Schuster
Projekt Manager Sustainability

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  1. Januar 9, 2012 um 10:31 vormittags

    Jessis, so viele Links :-) Das kann ich nicht alles lesen… Da sitze ich ja noch morgen früh… :-)

    Zu Deinem Artikel. Er bestätigt zum Teil meine These, dass die gesellschftliche Entwicklung der wirtschaftlichen Entwicklung folgt. Immer. Politiker können aus ihrem Selbstverständnis heraus, das auf Bewahrung des Bestehenden beruht, nicht die Vordenker neuer Wirtschafts- und Gesellschaftsformen sein. Sie müssten ja sich selbst in Frage stellen…

    Wenn die Ökonomen jetzt anfangen, sich mit neuen Wirtschaftsmodellen zu befassen, so hängen sie der sich bereits realisierenden Wirklichkeit hinterher, aber es zeigt, dass es nun auch endlich in den verstaubten Lehrstuben angekommen ist, dass dieses Wirtschaftssystem auf der ganzen Linie versagt (hat). Sie werden irgendwann anfangen, das “wissenschaftlich” zu beschreiben, was bereits existiert. Warum müssen diese Menschen immer hinterherhinken? Warum können sie nicht vorausdenken, wie ich das von Wissenschaftlern erwarte? Jeremy Rikfin mit seiner “Empathischen Zivilisation” ist einer von denen, die das schon lange tun. Auf TED sehe ich viele der Wissenschaftler, Künstler, Menschen aus allen Lebensbereichen, die vorausdenken, die es wagen, anders zu denken, die neue Modelle auf allen Gebieten des Wirtschaftens und Handels, des Lehrens und Lebens denken. Diese Menschen machen mir Mut und zeigen mir, dass wir uns mit stürmischen Schritten vorwärts bewegen.

    Zu dem proklamierten und von vielen favorisierte Regionalgeld:

    Die erste “Ohne Zinsbewegung” sehe ich als Augenwischerei. Hier wird der Zins nur anders genannt: Sparpunkte und dann Schuldpunkte. Es ist genau das selbe Prinzip, nur dass es nicht in Geldeswert, sondern in imaginären “Punkten” ausgedrückt ist… hmmm…. ?? Die selben Mechanismen, die irgendwann dazu führen, dass die am meisten Geld einzahlen (können) auch die meisten “Sparpunkte haben und dadurch bestimmen, wer Geld bekommt. Außerdem stellt das System, genau wie jetzt, auf den dinglichen Reichtum der anderen ab, also, wenn Du nicht zahlst, bekomme ich Dein oder Deines Bürgen Eigentum – ich sehe da keinen Unterschied zu dem heutigen Geldsystem.

    Beim zweiten gefällt mir das Verfallsdatum des Geldes (Negativzins).

    Als ich das las (und ich hörte dann auf), kam mir der Gedanke: Ist das nicht eine Rückentwicklung zu den Zeiten, als jeder Fürst sein eigenes Geld prägte, das nur in seinem kleinen Fürstentum galt und jeder, der es betrat, musste dieses Geld “kaufen”, was den Reichtum des “Fürsten” mehrte? Darum haben sich die “fahrenden Händler” (die international agierenden) auch oft in Gold und/oder Silber bezahlen lassen, dass überall galt. Der weitere Nachteil dieser “Regionalwährungen” war der Zoll, der damit gefordert wurde. An jeder Grenze zu einem Fürstentum (Gebiet einer regionalen Währung) wurde “Eintritt” gefordert. Das machte den Fürsten reich, die Bewohner des Fürstentums (Region) arm, weil es die “importierten” Waren verteuerte.

    All’ diese Lokalwährungen gehen hier davon aus, dass die “Habenden” an diesem Geldsystem teilnehmen. Die “Habenichtse” sind von vornherein ausgeschlossen. Was soll das? Es ist eine Zementierung des bestehenden Wirtschaftssystems, nicht seine Veränderung. Die ist aber vor allem nötig. Solange das heute herrschende Wirtschaftssystem nicht von Grund auf geändert wird: Abschaffung des Eigentums an Grund und Boden, an Immobilien, aller Art von Produktionsmitteln, Waren etc., Abschaffung des Prinzips des Wirtschaftens auf Gewinnbasis (Profitmaximierung – der junge Mann im ersten Link mahnt, vollkommen dem alten Denken verhaftet an, dass dies “nicht wirtschaftlich” und damit “nicht überlebensfähig” sei). Nur gemeinsam mit diesen Veränderung kann überlegt werden wie und was mit dem Geld geschieht, ob es eine vielleicht Übergangslösung gibt, bis wir gelernt haben, dass wir Geld gar nicht mehr brauchen und wie die aussehen kann und muss. Wir können das Pferd nicht von hinten aufzäumen, wir werden herunterfallen, oder gar nicht erst aufsteigen können.

    Mir kommen alle diese Aktionen vor, wie den Strohhalm suchen, um nicht unterzugehen. Es ist aber keine Lösung des Problems, Es ist Rückschritt, kein Fortschritt.

    Außerdem kommt mir das alles vor wie die Vorbereitung zur Währungsumstellung von oben, um die Finanz- (nicht die System-)Krise zu beenden. Bezahlen wird wieder der Bürger.

  2. Januar 9, 2012 um 1:19 nachmittags

    Hier muss ich Solveigh zustimmen, denn die Linksammlung macht deutlich, was bezüglich des Bewusstseins und der Weltbilder bereits geschrieben wurde … immer mehr Einzelansichten, immer weitere Aufzweigung, einem Fraktal gleich. Es ist dasselbe Dilemma, wie in der Wissenschaft. Immer mehr, immer mehr. Mehr Möglichkeiten, mehr Ansätze. Und das eigentliche Problem verschwindet mehr und mehr aus dem Blickfeld. Geld an sich ist kein Problem … einzig der Umgang und die Ausreizung der Möglichkeiten, die dieses Werkzeug der Ordnung mit sich bringt, führt zu den Ausgeburten der reaktiven Unordnung, seien es Verschuldungen, Derivate, Zinsen, Spekulationen. Aber was wäre die Expansion OHNE diese Möglichkeiten ;-)

    In eine ähnliche Richtung gehen folgende Zeilen:
    Geldregen … Fluch oder Segen … http://www.gold-dna.de/update5.html#up96

    Gruß Guido

  3. Kevin
    Januar 9, 2012 um 2:09 nachmittags

    „Occupy Economics!“ Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen.”

    Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Zumindest nicht bei einem angehenden Studenten der Wirtschaftswissenschaften…. aber vielleicht ist genau das die Antwort.

    Für einen Außenstehenden ist es manchmal etwas schwierig nachzuvollziehen, warum eine Sozialwissenschaft sich in eine bestimmte Richtung entwickelt. Auch die Absicht, sich mit einer Sozialwissenschaft zu beschäftigen kennt viele Gründe. Gerade die VWL ist hierfür exemplarisch.

    Normalerweise poste ich keine Links zu Videos, dieses hier ist jedoch kritisch recht ausgewogen und mag dem ein oder anderen nützlich erscheinen:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1493466/VWL-in-der-Krise

    Länge: 14 Minuten.

    • Januar 9, 2012 um 3:35 nachmittags

      Danke, Kevin, für den Link.
      Erklärt der ZDF-Beitrag Ihnen nicht das Protestieren der Studenten?
      Mir schon.
      Ich bin aus dem Alter raus, wo ich mir die wohlgefälligen Worte eines Kutschers anhöre, die erklären wollen, dass es richtig sei, den Wagen immer wieder an die Wand fahren zu lassen.

      Können wir wissenschaftlich arbeiten in Bereichen, in denen Menschen die Hauptrolle spielen? Ist die Wirtschaftslehre nicht eine Disziplin, die den Menschen als (unliebsames) Rädchen im Getriebe zu berechnen versucht – wenn nicht manipulieren der bessere Begriff wäre.

      Dass die VWL sich als eine Sozialwissenschaft versteht – verstünde sie wahrscheinlich selber nicht, riskierte sie mal einen Blick in die Gesellschaft, wo man sich zunehmend um den Inhalt von Mülltonnen streitet.

      Herr Taschner bringt es auf den Punkt:
      So wie das alte System weg muss, müssen auch die “Lehrer” weg, deren Leit(d)gedanken den Weg direkt ins Elend bereiteten.
      Lasst die Menschen dafür arbeiten, was sie wirklich brauchen, und nicht dafür Gewinne zu erwirtschaften, die gar niemand wirklich braucht.

      Der Dekan gefiel mir sehr gut, sagte ehrlich.
      “Misstrauen sie allen Theorien”.
      Ich hätte gesagt:
      Kommen sie wieder, wenn wir wissen, wovon wir reden.

      Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag

      Wolfgang

      • Kevin
        Januar 10, 2012 um 3:15 vormittags

        federleichtes :
        Erklärt der ZDF-Beitrag Ihnen nicht das Protestieren der Studenten?
        Mir schon.
        Ich bin aus dem Alter raus, wo ich mir die wohlgefälligen Worte eines Kutschers anhöre, die erklären wollen, dass es richtig sei, den Wagen immer wieder an die Wand fahren zu lassen.

        Genau aus diesem Grund finde ich den Beitrag ja so gut. Einerseits widmet er sich einem offenkundigen Problem: Die in der VWL verwendeten Modelle sind offensichtlich nicht geeignet, um die Welt angemessen theoretisch abzubilden und zu verstehen. Angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard können das nicht wissen, sondern nur ahnen… ohne sie und ihre Fähigkeiten zu kennen, meine Erfahrung lehrt mich: Sie glauben es nur.

        In dem Beitrag wird die Frage aufgeworfen, ob es notwendig ist, “die Grundlagen” zu lernen… selbst wenn sie offensichtlich fehlerhaft sind. Die Antwort ist definitiv JA, denn ansonsten hat die Kritik keinen Bezugspunkt und Veränderung und Anpassung ist nicht möglich. Dieses Prinzip ist so alt wie die Wissenschaft selbst und findet sich auch bei einigen der größten Denkern der Staatsphilosophie wieder (z.B. Lockes Zwei Abhandlungen über die Regierung.).

        Auch Felix, zwar erst im dritten Semester, ist smart genug das zu erkennen: “Diese eine Theorie reicht eben nicht aus, um zu beschreiben, wie dass da draußen alles so ist.”
        Er sagt nicht, dass sie falsch ist, sondern nur, dass sie nicht ausreicht. Er lehnt sie nicht ab, weil er weiß, dass sie nützlich ist. Er erkennt aber, dass sie Defizite hat. Und er geht mit dieser Erkenntnis wissenschaftlich um: Er hinterfragt und denkt weiter.

        federleichtes :
        Können wir wissenschaftlich arbeiten in Bereichen, in denen Menschen die Hauptrolle spielen? Ist die Wirtschaftslehre nicht eine Disziplin, die den Menschen als (unliebsames) Rädchen im Getriebe zu berechnen versucht – wenn nicht manipulieren der bessere Begriff wäre.
        Dass die VWL sich als eine Sozialwissenschaft versteht – verstünde sie wahrscheinlich selber nicht, riskierte sie mal einen Blick in die Gesellschaft, wo man sich zunehmend um den Inhalt von Mülltonnen streitet.

        Auch in Bereichen, in denen Menschen die Hauptrolle spielen, kann man wissenschaftlich arbeiten. Im Unterschied zu den Naturwissenschaften sind Theorien und Prognosen in den allermeisten Fällen aber probabilistisch (was in etwa so viel wie “Wahrscheinlich unter bestimmten Annahmen” bedeutet) und nicht deterministisch (unter einer gegebenen Bedingung ist es immer so.) Wenn schon Studenten der Sozialwissenschaften Schwierigkeiten haben, diesen Unterschied zu verinnerlichen, so fällt es dem Außenstehenden umso schwerer und den Nutzen zu erkennen. Dies ist aber durchaus verständlich. Ich konnte es an mir selbst beobachten. Es gehört viel Übung (und manchmal auch Überwindung) dazu, in Modellen zu denken. Aber es eröffnet die Möglichkeit die Welt auf eine Weise zu verstehen, die sonst nicht möglich wäre.

        federleichtes :
        Der Dekan gefiel mir sehr gut, sagte ehrlich.
        „Misstrauen sie allen Theorien“.
        Ich hätte gesagt:
        Kommen sie wieder, wenn wir wissen, wovon wir reden.

        Genau das macht einen guten Wissenschaftler aus und jeder gute Wissenschaftler hat diesen Satz auch verinnerlicht. Zu sagen, dass man wieder kommen soll, wenn die Professoren wissen, wovon sie reden, widerspricht guter wissenschaftlicher Praxis. Die Professoren sind eben nicht die Kutscher, die einem erklären wollen, wie man die Kutsche an die Wand fährt. Sie sind diejenigen, die wissen wollen, warum die Kutsche an die Wand fährt. Und jeder Student ist ein potentieller Antwortgeber.

        Zumindest, dass es eine Kutsche gibt, wurde schon richtig erkannt, denn paradoxerweise lässt sich Felix Erfolg ein Seminar durchzusetzen, welches die Defizite der bestehenden Modelle der Wirtschaftswissenschaften durchleuchten soll, mit eben genau einem dieser Modelle beschreiben und auch für anderen Universitäten prognostizieren: Nachfrage schafft Angebot ;-)

  4. Hans-Joachim Gerhard Taschner
    Januar 9, 2012 um 2:09 nachmittags

    Schon Einstein machte deutlich, dass Probleme nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen sind, mit der sie geschaffen wurden…

    • Januar 9, 2012 um 4:00 nachmittags

      Eben … deshalb wird die Realität der Expansion sich gänzlich von der Realität der Optimierung unterscheiden. Das Fraktal des Gesamtbewusstseins wird nicht weiter verzweigen, alle Antworten werden vorhanden sein … nur mit der Zuordnung zu den passenden Fragen hapert es bislang. Das wird sich in der Optimierung zwangsläufig ändern.

      Gruß Guido

      http://www.gold-dna.de

      • Januar 9, 2012 um 4:20 nachmittags

        Guido,
        Auf Deiner Homepage funktioniert der Mail-Link nicht ??
        Schreibst Du mir bitte mal über unsere Homepage.

        Wolfgang

  5. Januar 10, 2012 um 11:30 vormittags

    „Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“.

    Kevin, herzlichen Dank für Ihre Antwort. Sie ist im Kern natürlich richtig, und ich kann das so klar sagen, weil ich natürlich auch auf die Methode einer Vorab-Grundannahme angewiesen war. Für die Formulierung meiner Grundannahme hatte ich das große Glück, über Informationen vieler Menschen zu vielen Themen, und zwar unvoreingenommen verfügen zu können. Bei mir stand bei der Auswahl relevanter Informationen allerdings immer der Mensch im Mittelpunkt; von ihm ausgehend sollte sich mir die Welt erklären.

    Was ist eine Wirtschaftliche Tätigkeit?
    Da ich weder ein Freund von Ausgrenzung noch von Bewertung bin, umfasst mein Bild des Wirtschaftens einerseits jede Leistung im physikalischen Sinne, als auch die Leistungen, die sich in der Psyche des Menschen abspielen. Sicher können wir einzelne Bereiche dieses Wirtschaftens genauer untersuchen – das ist auch notwendig -, aber wir sollten nicht vergessen, die Einzelergebnisse wieder zu einem Ganzen zusammen zu fügen.

    Mir persönlich sind Leistungen bedeutsam, die sich in den Außenbereichen des Lebens abspielen, bedeutsam in dem Sinne, dass ich meine Aufmerksamkeit darauf richte. Es sind menschliche Leistungen bei der – kaum sichtbaren – Verarbeitung schwerster traumatischer Erlebnisse, und das Leben, das sich – scheinbar bedeutungslos – in der Natur abwickelt.
    Bedeutungen gibt es vielerlei, und vielerlei Menschen, die Bedeutungen auf verschiedenste Weise ins Licht rücken. Bedeutung ist ein zentrale Prämisse des Lebens – und damit, jedenfalls für mich, wertfrei.

    Was bedeutet “Dienen”?
    Manch einer mag sich angewidert abwenden von der Vorstellung, er sei ein Gottesdiener. Nun gut, das Gottesbild ist ja auch nicht mehr als ein Kontrapunkt in dem Sinne, wie Kevin es beschrieb. Tatsächlich leben wir in einer Welt der Tatsachen, einer Realität, in die wir Menschen fest eingefügt sind, so fest, wie es jeder einzelne zu fühlen ertragen kann. Menschliche Leistungen beschränken sich darauf, Vorhandenes zu verändern. Kein Mensch konnte jemals eine Blume, ein Tier oder einen Menschen erschaffen – wohl kann er sie manipulieren, aus Vorhandenem (Grundmaterial) Anderes kreieren.
    Wir dienen also, wie Pflanzen und Tiere auch, einer (globalen) Veränderung, wir sind Akteure in einem Schöpfungswerk, eines produzierenden, schöpfenden Werkes.
    Mag dem einen das Dienen als Geißel erscheinen, so erscheint es dem Anderen als Ehre, daran teilnehmen zu dürfen. Das tiefere Wesen des Dienens erschließt sich durch Bewusstsein.

    Damit stehen wir vor der Frage nach dem Gemeinwohl.
    Sie beantwortet sich aus dem Vorstehenden fast von selbst. Für mich ist besonders die Beobachtung zunehmender Polarisierung bemerkenswert. Die Pole (reich-arm, Frieden-Krieg oder Sicherheit-Unsicherheit, Individualisierung-Gruppenbildung etc.), so scheint es, drängen auseinander, die Kluften erscheinen tiefer und unüberbrückbarer. Erscheinen! Ich glaube eben, das Unüberbrückbare war bereits immer vorhanden, wird durch Entwicklung nur klarer und damit verständlicher, analysierbar und – überbrückbar. Wie sollte man auch eine Brücke bauen, wenn man nur die Seite kennt, auf der man steht.

    Sehen wir die Brücke als Ziel aller Lebensanstrengungen, bleibt die entsprechende Antwort nicht aus: Sowohl die Menschen auf der einen als auch auf der anderen “Seite” dienen dem gemeinsamen Ziel, EINE Brücke, den Weg zueinander zu bauen.
    Was jeder Einzelne dazu beiträgt, ist im Sinne der Absicht, die diesen Bau WILL, völlig irrelevant. Sie dient dem Wohl aller Menschen, auch wenn der Weg, den sie dafür zu gehen haben, manchmal als gemein gefühlt wird.

    Gerade sitzt eine Amsel auf meinem Balkon und bedient sich. Sie leistet nicht weniger, als ich hier mit meinem Schreiben.

    Allen einen guten Tag.

    Wolfgang

  6. Elke
    Januar 10, 2012 um 3:59 nachmittags

    Hallo alle zusammen,

    Wow. bis man alle Links gelesen hat vergehen Tage :-)

    Danke für den Artikel.

    Hier noch eine kurze Aussage von Jean Ziegler – den finde ich richtig genial! Er traut sich was….

    LG
    Elke
    PS – habe momentan leider nicht mehr so viel Zeit – aber dafür einen neuen sinnvollen und sozialen Arbeitsplatz :-)
    L

    • Januar 10, 2012 um 4:41 nachmittags

      Es freut mich zu hören, dass es bei Dir wieder sinnvolles zu tun gibt, auch wenn wir von Dir dann weniger zu hören bekommen ;-)

  7. Elke
    Januar 11, 2012 um 8:11 nachmittags

    Aber ich lese weiterhin. Soviel kann ich ohnehin nicht dazusteuern….
    Bin eher ein “Bauchmensch”

    LG
    Elke

  8. Manfred
    März 15, 2013 um 2:09 nachmittags

    Die Natur existiert seit über 4 Milliarden Jahren und bringt Leben in überfließender Fülle hervor. Sie ist das Vorbild für Gradido – die Natürliche Ökonomie des Lebens. Das neue Geld- und Wirtschaftsmodell bietet ein Grundeinkommen für jeden Menschen, einen reichlichen Staatshaushalt für jedes Land und einen zusätzlichen Ausgleichs- und Umweltfonds zur Sanierung der Altlasten. Das selbstregulierende System hält die Geldmenge und damit die Preise stabil. Es bewirkt einen sanften Ausgleich zwischen den bisher armen Ländern und den Industrienationen und fördert damit den Frieden. Erfahren Sie die ermutigenden Ergebnisse aus der Wirtschafts-Bionik-Forschung!
    Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens. Ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur. Wenn wir im Einklang mit den Naturgesetzen handeln, werden wir weltweit Wohlstand und Frieden erleben.

    http://gradido.net/Book/c/2/buchbeschreibung

    • März 15, 2013 um 3:51 nachmittags

      Vielen Dank für den Hinweis auf das Gradido-Konzept an dieser Stellen, das mir, falls wir weiterhin auf Geld setzen sollten, am besten von allen alternativen Geldmodellen gefällt …

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