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Wie können wir so leben? Warum sehen wir die Armen nicht? AUFHÖREN!

Hierzu mass man nichts mehr sagen:

Ich kann die vielen schlimmen Dinge, die wir alle wissentlich oder unwissentlich auf dieser Erde verursachen, nicht mehr nachverfolgen. Es sind einfach viel zu viele!

WANN WOLLEN WIR ENDLICH DAMIT AUFHÖREN?

Kategorien:Gesellschaft, Politik
  1. Dezember 12, 2011 um 12:05 vormittags

    Noch eine gute Erklärung, wie das funktioniert, und wir ALLE sind irgendwie dabei:

    • Dezember 12, 2011 um 10:24 vormittags

      Das ist kein neues Phänomen. Bereits vor und während der Weltwirtschaftskrise 1930 und auch vor dem ersten Weltkrieg wurden Lebensmittel massenweise ins Meer geschüttet und anderweitig vernichtet, “um die Preise zu halten” und gleichzeitig haben die Menschen gehungert. Nicht in Afrika, sondern in Mitteleuropa und den USA.

      Auch heute werden die Preise der Lebensmittel nicht nur durch die Spekulation an den Börsen hochgetrieben, sondern auch durch deren Vernichtung. So sind die Verkäuferinnen der Bäckereien hier in Deutschland zum Beispiel gezwungen (und sie machen das aus Angst, sonst ihren Arbeitsplatz zu verlieren), jeden Tag alle nicht verkauften Waren: Kuchen, Brötchen, Brot und so weiter, in die Mülltonne zu werfen, und es ist ihnen verboten diese Lebensmittel einfach zu verschenken oder am nächsten Tag zu einem geringeren Preis zu verkaufen. Die Mülltonnen sind weg- und abgeschlossen, damit sich kein Hungriger das Essen dort herausholen kann. Tut er es doch, ist es Diebstahl und er wird darum vor Gericht gestellt. Hier wird die Schizophrenie und Krankheit dieses Systems ganz deutlich – und die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber diesem System.

      Die Menschen werden bei Androhung des Verlustes ihrer Existenzgrundlage dazu erpresst, dieses System zu unterstützen.

      Darum halte ich es für absolut verfehlt (aber die Propaganda-Maschinerie dieses Systems verbreitet das überall – und das macht die Menschen zusätzlich psychisch kaputt, weil sie nicht in der Lage sind, das zu tragen, weil sie ihre Ohnmacht spüren), dem einzelnen Menschen die Schuld für den Hunger in unserer Welt in die Schuhe zu schieben, so nach dem Motto: Dieses System könnte ohne Dich, kleines Menschlein, ja nicht so existieren, wie es ist. (Was auch diese Frau im ersten Video von sich gibt – und genau darum daran psychisch leidet!) Es ist jedoch genau umgekehrt!! Das kleine Menschlein ist erpresst, gezwungen, sich in dieses System einzuordnen, sonst wird er als unbrauchbar und nutzlos, als schädlich aussortiert, in die Armut geschickt und wird als Lohn dafür dann noch kriminalisiert und diffamiert!

      Und genau darum ziehen sich immer mehr Menschen in ihr Privatleben zurück, eben weil sie es nicht mehr ertragen können und eben weil sie sich ohnmächtig fühlen, eben weil sie fühlen (nicht wissen), dass dieses System auch ohne sie funktioniert und dass es für sie darum besser ist, mitzumachen als in die Armut gedrängt zu werden! Und an genau diesem aufgezwungenen Verhalten gehen die Menschen psychisch kaputt. Genau darum gibt es immer mehr Menschen, die an Deppressionen, Borderlin, Burn-out-Syndrom und anderen psychischen Störungen leiden! Diese kranke Gesellschaft macht auch die darin lebenden Menschen krank!

      Das System ist das Verbrechen! Nicht die Menschen, die gezwungen sind, darin zu leben, sind die Verbrecher!

      Wenn Geld die Welt regiert, wenn Profitmaximierung und Eigentum das Credo und die Triebfeder der menschlichen Gesellschaft sind, muss genau das heraus kommen, was wir heute erleben, was wir seit der Mitte des 19. immer wieder erlebten und erleben. Es ist immer noch das selbe schmutzige, menschenverachtende, kranke, irrsinnige Spiel, das in immer neuen Formen, mit immer neuen Mitteln und Gesichtern übrigens seit mindestens 5.000 Jahren gespielt wird.

      Wann, endlich, werden wir wach? Wann, endlich, formieren wir uns zu einer menschlichen Gesellschaft, die den Namen “menschlich” verdient?

  2. Dezember 12, 2011 um 12:15 vormittags

    Und damit nicht nur der Frust hier rüber kommt. Es gibt so viele Ansätze in unserem Land, die zeigen, dass es auch anders geht!!
    Eine davon ist diese schöne Geschichte:

    In Neunkirchen schneiden die Leute heute selbst die Friedhofshecke, anstatt Unternehmen zu beauftragen. Sie kehren selbst die Straßen. Das spart Geld und fördert den Gemeinsinn. Nur dem Land Rheinland-Pfalz ist dieses Klein-Klein ein Dorn im Auge. Die Kommunalverwaltungsreform könnte für Neunkirchen bedeuten, dass es bald einer größeren Einheitsgemeinde zugeschlagen wird. Dann wäre die Selbstverwaltung des Dorfes dahin. Deshalb kämpft Richard Pestemer jetzt nicht nur gegen RWE, er schreibt auch wütende Briefe an die Landesregierung in Mainz.

    Man muss nicht unbedingt aufs Land fahren, um in Deutschland kleine Inseln zu finden, die sich dem Kapitalismus widersetzen. In fast allen Großstädten haben sich Umsonstläden gegründet, Geschäfte, in deren Regalen Waren liegen, die irgendjemand einmal irgendwo gekauft hat und dann irgendwann nicht mehr brauchte. Kunden, die in diese Läden gehen, können sich gratis bedienen. Hier wird Handel ohne Geld betrieben, praktische Kapitalismuskritik.

    Gefunden in: Weg mit dem ganzen Ballast

    Wie Menschen in Deutschland versuchen, sich aus dem großen kapitalistischen Wirtschaftskreislauf zu befreien.

  3. Dezember 16, 2011 um 4:58 nachmittags

    Der folgende Artikel zeigt, wie es funktionieren kann:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/12/todmorden-eine-stadt-dich-sich.html#ixzz1gi25AiSe

    Interessant ist der Name der Stadt mit Hinblick auf das, was diese Stadt auf die Beine gestellt hat … :-)

    Gruß Guido

    http://www.gold-dna.de

    • Dezember 16, 2011 um 5:18 nachmittags

      Oh ja, mehr davon!! Am besten gleich nachmachen. Ich werde unsere Dorfbürgermeisterin direkt mal informieren, dass sie das auf “unsere” Web-Site stellt :-)

    • Dezember 16, 2011 um 5:22 nachmittags

      … und woher bekommen sie das Saatgut?

      • Dezember 16, 2011 um 5:38 nachmittags

        Von Monsanto ? Nein, war ein schlechter Scherz.
        Wenn das Städtchen alles richtig macht, dann nutzen sie echtes Saatgut und keine Terminatorsaat a la Monsanto. Wir ziehen in unserem Versorgergarten inzwischen alles Saatgut selbst … sehr lehrreich, sehr interessant, die Kinder finden es Klasse …

        Zum Glück gibt es in England noch einige gute Anbieter guten Saatgutes.

        Gruß Guido

  4. Dezember 16, 2011 um 5:05 nachmittags

    Und ich hätte noch einen Artikel, der wieder mehr ins Gesamtbild Deines Blogs passt, Martin. Ist sehr lang … 20 Seiten … aber lesenswert in jeglicher Hinsicht:

    http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b

    Gruß Guido

    • Dezember 16, 2011 um 11:16 nachmittags

      Oh ja, den Vortrag hatte ich mir auch schon angehört. Sowohl die Analyse als auch das Lösungskonzept haben mir gut gefallen. LG Martin

  5. Dezember 16, 2011 um 8:09 nachmittags

    http://www.gold-dna.de :

    Von Monsanto ? Nein, war ein schlechter Scherz.
    Wenn das Städtchen alles richtig macht, dann nutzen sie echtes Saatgut und keine Terminatorsaat a la Monsanto. Wir ziehen in unserem Versorgergarten inzwischen alles Saatgut selbst … sehr lehrreich, sehr interessant, die Kinder finden es Klasse …

    Zum Glück gibt es in England noch einige gute Anbieter guten Saatgutes.

    Gruß Guido

    Gut zu wissen!

    Gibt’s ein paar Links zu dem anständigen Saatgut und kann dann von dem Obst/Gemüse aus diesem Saatgut Samen gewonnen werden, die auch keimen?

    Ich habe gehört, dass die käuflichen Samen alle nuklear bestrahlt sind, so dass die Samen des Obstes/Gemüses unfruchtbar sind. Wenn also versucht wird, aus dem gekauften oder geernteten Obst/Gemüse die Samen zu nutzen, um selbst Gemüse/Obst zu ziehen, so gelingt das nicht oder die Früchte sind übergroß, was ja auch auf die nukleare Bestrahlung hinweist. Spätestens die Samen dieser übergroßen Früchte (Gemüse) ist unfruchtbar. Soweit meine Bekannten und ich das erfahren durften…

  6. Dezember 17, 2011 um 12:16 vormittags

    Bei GOOGLE gibt es Folgendes:

    http://www.google.de/#hl=de&site=&q=united+kingdom+organic+seeds&oq=united+kingdom+organic+seeds&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=e&gs_upl=4352l12495l0l12667l28l28l0l17l17l0l250l2171l0.5.6l11l0&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=ef8350edb20dfb96&biw=1280&bih=822

    In England gibt es eine ausgeprägte Bio-Bewegung. Das Bio-Saatgut ist vermehrungsfähig. In Deutschland gibt es kein besseres Saatgut als vom DEMETER-Verband. Ist die Königsklasse weltweit in Sachen BIO. Wir nutzen dieses Saatgut ausgiebig und vermehren fleißig. Hier noch zwei Links:

    http://www.bingenheimersaatgut.de/

    http://www.biosaatgut.eu/

    Gruß Guido

  7. Dezember 17, 2011 um 6:18 nachmittags

    Hallo alle zusammen, melde mich ordnungsgemäß zurück ;-) Ich war endlich mal wieder „zu Hause“, in der Ukraine. Wenn wir von Armen reden, haben wir bestimmte Bilder in Kopf, die mehrheitlich aus den Medien zu uns kommen, also schon aufbereitet worden sind. Selbst erfahren oder erlebt haben es die Wenigsten. Ich bin vor einigen Tagen nach vielen Stunden Busfahrt früh morgens in Livow (Lviv) angekommen. Das Erste was mir begegnete waren neben streuenden Hunden alte Mütterchen und Frauen mit Kindern auf den Armen, die bettelten. Es war eine beeindruckende Reise, von der es in den nächsten Tagen einiges zu lesen geben wird – „Eine Reise in eine vergessene Welt“.
    Heute stand an unserem Bahnhof auch eine alte Frau und bot Wallnüsse und Zwiebeln an…
    Wenn wir von Armut reden, reden wir wie über eine Krankheit, die ein Volk oder einen Menschen befallen hat und wünschen uns das diese Erfahrung an uns vorbei gehen möchte, ohne den Blick dafür zu schärfen, das der Erreger auch aus Deutschland, aus diesem System der Wirtschaft, stammt. Wenn wir von demokratischen Veränderungen schwafeln, gehen wir davon aus, das mehr Mitbestimmung was ändern würde.
    Ich habe wieder live erlebt, wo die Quelle der Veränderung liegt. In der Loslösung oder im aktiven Kampf gegen die Strukturen und in der Schaffung von sozialen Strukturen ohne die ein Ukrainer nicht überleben würde. Für mich hat sich aus den letzten Tagen ein Bild tief bei mir eingeprägt, ein ganz normaler Wohnzimmerschrank, der auch bei uns stehen könnte, nur er war zur Hälfte mit in Gläsern selbst konservierten Tomaten, Gurken, Salaten und Marmeladen gefüllt, weil kein anderer Platz dafür vorhanden ist, die sie selbst anbauen, ernten und dann einkochen. Ohne diese Selbstvorsorge würden viele nicht über den Winter kommen! Neben den rund 10% Arbeitslosen die ausgewiesen werden, verdienen viele Menschen Löhne, die nicht einmal die Lebenshaltungskosten decken. Eine Verkäuferin verdient umgerechnet rund sechs bis zwölf Euro am Tag bei rund 10 Stunden (6% Provision des Umsatzes) harter Arbeit.

    Wenn wir darauf warten, das der Staat sich ändert, werden wir umsonst warten, denn wir sind ja Bestandteil dessen. Also die Frage steht nicht wann, sondern wo und wie!
    Hier ein noch Zitat das ich bei „Mehr Demokratie Jetzt“ gefunden habe, der Autor ist leider anonym:
    „Ein Plädoyer gegen Forderungen
    Dass bisher noch keine Forderungen gestellt wurden, sehe ich als großen Vorteil für occupy an. Politische Parteien können auf diese Art schwer den Protest für sich vereinnahmen, denn sie wissen ja gar nicht wohin dieser gehen soll. Doch viel mehr stellt sich die Frage, an wen Forderungen überhaupt adressiert sein sollen.
    Heutzutage wären das in erster Linie die Regierung, allgemeiner aber der Staat. Ihr schreibt, dass die gewählten Repräsentanten nicht mehr eure Interessen vertreten. Haben sie das jemals getan? Liegt dieser Einschätzung nicht eine Vorstellung von Staat zugrunde, die sich mit der Realität überhaupt nicht vereinbaren lässt?
    Die Aufgabe des Staates ist, nach innen zu befrieden. Das macht er mit dem Recht. Er hat das Gewaltmonopol, mit dem er dieses Recht durchsetzt. In diesem Recht sind Freiheit (keine Leibeigenschaft o.ä.) und Gleichheit (vor dem Gesetz) zumindest formell festgeschrieben. Sie sind die Grundlage für eine weitere Aufgabe des Staates: den freien und gleichen Tausch (Handel) zu gewährleisten, also die Bedingungen zu schaffen, auf deren Grundlage aus Geld noch mehr Geld gemacht werden kann. Das und nichts anderes ist das Ziel von Marktwirtschaft. Dass dabei reale Bedürfnisse von Menschen befriedigt werden müssen, ist nur ein notwendiges Übel.
    Die Vorstellung, dass plötzlich die Wirtschaft der Politik diktiert, was sie machen soll, verschleiert, dass beide seit jeher (der Gründung der modernen Nationalstaaten im 19. Jh.) eine Einheit bilden. Eine Kritik, die eines von beiden nicht beachtet, ist somit keine. Wer also meint an den Staat Forderungen stellen zu können, die dem ewigen Kreislauf aus Geld noch mehr Geld machen zu können, in Frage stellt, verkennt diese Realität.
    Man brauch sich doch nur anschauen, wer die ganzen Sparprogramme umsetzt. Das sind nicht die bösen Banken und Konzerne, sondern das ist der vermeintlich gute Staat. Macht euch keine Illusionen. Sollte jemals eine soziale Bewegung soweit erstarken, dass sie eine Bedrohung für den Status quo ist, wird dieser Staat diese mit Waffengewalt bekämpfen. Und das ist sogar demokratisch, denn eine weitere Aufgabe des Staates ist es das Privateigentum zu schützen. Mit moralischer Empörung und idealistischen Demokratievorstellungen kommt man da nicht weit…“
    Um sich ein annäherndes Bild zu verschaffen, wie unser System funktioniert, hier ein kleiner Einblick:

    und fortlaufende
    Viele Grüße com. Mike

  8. marco
    Dezember 18, 2011 um 2:34 nachmittags

    ja oh mein gott wie können WIR nur so leben… warum sehen WIR die armen nicht?
    warum kaufen und kaufen WIR? warum wählen WIR dann noch cdu?
    stehen WIR vor einem bewusstseinssprung?

    zu aller erst mal: ICH nicht. DU ja.
    jeder einzelne muss etwas ändern. wenn DU ohne geld nicht glücklich bist, wenn DU dich einen scheiß für die leute in ägypten und anderen ländern interressierst, und es dir genügt in der tageszeitung nachzulesen wieviele tote es heute gab, …wenn DU alles glaubst was politiker sagen, dann bist DU ein schlechter mensch mit ganz wenig ehre. aber is ja egal dir geht es “gut” ….jedenfalls sagen das alle ….

  9. Dezember 18, 2011 um 11:25 nachmittags

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