Hier und Jetzt im Bilde
Das Besondere sehen geschieht uns intuitiv. Und weil wir nicht weniges unserer Wahrnehmungen als das Besondere empfinden, wurde unsere Intuition vielleicht anders geprägt, einerseits als Routine, andererseits – wegen des routinierten Wahrnehmungsbereichs – auch im einfach Erscheinenden das Wesen des Besonderen erfassen zu können.
Menschliches Leben ist etwas Besonderes. Menschen können faszinierend sein, und wir glauben, dass das alle Menschen sein könnten, wenn man ihnen eine Chance gibt. Die beiden Hauptdarsteller des Titelfotos, Vater und Sohn auf einer Halde, zeigten uns, das Besondere ganz einfach zu leben. Aus der Ferne sehend konnte ich das nur ahnen, durch die Kamera erst die Gestik dieser beiden als innig interpretieren. Grund genug, sie anzusprechen, als sie herunter gestiegen waren und es sich am Teich eingerichtet hatten. Ja, zwei besondere Menschen. Auf mein
Solange es Menschen wie Sie gibt, geht die Welt nicht unter.
sagte Papa:
Seit dieses Kind da ist, glaube ich das auch.
Hier und jetzt im Bilde, die Welt, wie wir sie sehen, anspruchslos, absichtslos, ganz einfach, so einfach wie eine Blume blüht und ein Turmfalke schwebt.
Bilder verursachen Ängste, Bilder können sie auflösen.
Wohl denn.
Susanne und Wolfgang
444.444 Klicks und ein neuer Renner
Was hat sich getan seit dem Überschreiten der 333.333 im letzten Dezember? Unangefochten bleibt weiter der Artikel zur Schulkritik, unterstützt durch einen zweiten.
In den letzten beiden Wochen hat die Meldung über die Epidemie über 11.500 Lesungen erhalten mit über 4.400 Facebook-Likes und sich damit schnell unangefochten auf Platz zwei geschoben. Ein Zeichen für die Zunahme des Herbeisehnen einer besseren Welt? Die Frage nach dem Bewusstseinssprung passt ebenfalls gut dazu, genauso wie Chaplins Gedicht über die Selbstliebe, denn denn beides braucht es, um den Wandel wirklich zu wollen.
Das Andauern der Finanzkrise lässt zudem die entsprechenden Artikel finden, derer vier.
Besonders freut mich, dass auch die Fotografie von Susanne und Wolfgang sowie die Sammlung des Neuen in unserer Welt eine Tönchen in den Top 13 mitspielen
Verachtung ist die Waffe des Schwachen …
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von
Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein
Jiddu Krishnamurti
Der Antrieb für meinen Blog war die Faszination, wozu der Mensch im “Guten wie im Bösen” fähig ist. Ich wollte wissen, warum der eine Mensch sich eher kooperierend verhält und ein anderer sich mit allen seinen Fasern dem Konkurrieren hingibt und dabei auch über Leichen geht. Und wie uns der leider verloren gegangene Artikel zum “Sklavenwerk” doch deutlich gemacht hat, hat das Zeitalter der Leibeigenschaft mit seiner Unterdrückung doch Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen, die auch heute noch weitergereicht werden. Wie das funktioniert wird verständlich, wenn man sich die Erfahrungen und Erkenntnisse von Alice Miller in ihrem Buch Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst anschaut:
… In vielen Gesellschaften werden die kleinen Mädchen zusätzlich noch als Mädchen diskriminiert. Da die Frauen aber die Macht über das Neugeborene und den Säugling haben, geben die ehemaligen Mädchen diese erlittene Verachtung ihrem Kind in seinem zartesten Alter weiter. Der erwachsene Mann idealisierte dann seine eigene Mutter, da jeder Mensch an der Vorstellung hängt, wirklich geliebt worden zu sein, und verachtet die anderen Frauen, an denen er anstelle der Mutter Rache nehmen kann. Und diese wiederum, die erwachsenen, gedemütigten Frauen, haben meist keine andere Möglichkeit, ihre Last abzuladen, als sie dem eigenen Kind aufzubürden. Da darf alles im Verborgenen und Weiterlesen…
Von der Arbeit abgehängt: Das Haus am Fluss
Pflegeeltern wissen durch ihre Pflegekinder, was es bedeutet, durch Traumatisierungen aufgrund schwerwiegender Ereignisse betroffen zu sein. Manchmal trifft es sie auch selbst, wenn sie viel zu erleiden hatten. Nicht allein durch die Pflege und Abbruch gewachsener Beziehungen, auch durch einschneidende berufliche oder familiäre Veränderungen. Wenn die Symptome zu stark werden, wenn sich die Persönlichkeit verändert, kann ein Klinikaufenthalt nötig werden, und es ist nicht die schlechteste Möglichkeit.
In dem folgenden Gedicht hat ein Betroffener seine solche Situation verarbeitet.
Das Haus am Fluss
Da ist ein Haus
Weiß und voller Menschen
Direkt am Fluss
Ein schneller Fluss
Stromschnellen und Wirbel
Wie die Hetze des Alltags
Jedoch dort, wo das Haus steht
ist der Fluss langsam und breit
Gemächlich fließt er dahin
kaum zu erkennen seine Bewegung
Hier lernte ich euch kennen
Ein jeder ein Weiterlesen…
Vom Kaufen und Verkaufen – und Arbeiten
In “Trauer” um unsere verlorengegangenen “Arbeit” aufgrund eines verlorengegangenen Artikels, der sich mit der Erkenntnis, dass Arbeit unter gewissen Bedingungen Sklavenwerk ist, beschäftigte, möchte ich nochmals mit dieser kleinen Geschichte das Thema “Arbeit” erneut aufgreifen.
Und ein Kaufmann sagte: Sprich uns vom Kaufen und Verkaufen.
Und er antwortete und sagte: Die Erde gibt euch ihre Frucht, und es wird euch an nichts mangeln, wenn ihr nur wißt, wie ihr eure Hände füllt. Im Austausch der Gaben der Erde werdet ihr Fülle finden und gesättigt sein.
Doch wenn der Austausch nicht in Liebe und in freundlicher Gerechtigkeit stattfindet, wird er bloß einige zur Gier und andere zum Hunger führen.
Wenn ihr Arbeiter des Meeres, der Felder und der Weinberge auf dem Markt die Weber, Töpfer und Gewürzhändler trefft, dann beschwört den höchsten Weiterlesen…
Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens
In unserer Diskussion zur “Arbeit” ist immer wieder auch das Thema “Herrschen” angesprochen worden. Daher möchte ich hier mal wieder einen Artikel von Hannelore Vonier bringen, der sich mit Gesellschaftsformen beschäftigt, in denen auf Augenhöhe miteinander gelebt wird. Es macht deutlich, was es bedeutet, seine Verantwortung nicht abzugeben: es braucht Zeit, sich einer Entscheidung zu widmen und alle Pros und Cons zu verstehen, um eine für die Gemeinschaft optimale und nachhaltige Lösung zu finden:
Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens (Quelle)
Die Verwendung des Wortes ‘Konsens’ ist in. Obwohl die Mehrheit den Begriff nicht versteht. Journalist/innen verteilen ihn beliebig über Texte.
In seinem Buch Irokesen und Demokratie beschreibt Thomas Wagner, um was es geht:
Egalitäre oder herrschaftsfreie Gesellschaften zeichnen sich gegenüber staatlich verfassten mit Zentralinstanzen dadurch aus, dass sie über spezifische Institutionen verfügen, die sowohl die Lösung von Konflikten als auch die Vermeidung von politischen wie ökonomischen Ungleichheitsstrukturen bewältigen.
Sie wurden von Max Weber als regulierte Anarchien bezeichnet und stabilisieren herrschaftsfreie Ordnungen, ohne dass hierfür eine herrschaftliche Zentralinstanz oder eine juristische Bürokratie in Anspruch genommen werden kann.[1]
Konsens heißt ‘einverstanden sein’
Konsens (Betonung auf der zweiten Silbe; lat. consentire = übereinstimmen) bedeutet die Weiterlesen…
Warum ich nicht mehr bei Avaaz-Kampagnen mitmachen werde …
Es gibt inzwischen eine sehr gute Ausarbeitung der – ich will es mal formulieren – Machenschaften der Kampagnenorganisation Avaaz.org, die mich davon überzeugt hat, hier keinerlei Energie mehr hineinzustecken, da ich am Ende unterm Strich das unterstützen würde, was ich eben nicht mehr fördern wollte, wenn die Welt sich zum Positiveren wandeln soll:
Avaaz.org und der geheime Informationskrieg um Syrien
Was Sie über die Kampagnenorganisation wissen sollten, bevor Sie klicken
Etwas tun gegen die herrschenden Ungerechtigkeiten, wenigstens einen kleinen Beitrag leisten zur Rettung der Welt – das oder Ähnliches haben wohl die meisten im Kopf, wenn sie im Rahmen eines Aufrufs ihre Stimme abgeben oder gar einen gewissen Betrag spenden. Dabei gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass die Kampagnenmacher selbst aufrichtige Idealisten sind. Doch was, wenn nicht? Nachdem der Autorin Merkwürdigkeiten bei verschiedenen Aktionen von Avaaz.org, einem der weltgrößten Kampagnenbetreiber, auffielen, ging sie der Sache nach und brachte Überraschendes zum Vorschein. Der Artikel liefert Antworten auf Fragen wie: Wer steckt hinter Avaaz, wie wird die Organisation gesteuert und welche Rolle spielt sie tatsächlich auf der internationalen Bühne?
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Da gibt es eienrseits viele herzende, einlullende Themen zur Weltenrettung, speziell zu Flora und Fauna, und dann kommt “hinterrücks” wieder das Eine oder Endere Thema des modernen Imperialismus im wie immer humanitären Mäntelchen daher, wie aktuell zu Syrien …
MANN, MANN, MANN, würde Wolfgang wieder sagen …






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